Der Zeitpunkt könnte nicht passender sein: Der 2462 Meter hohe Vulkan befindet sich derzeit in einer Phase intensiver Aktivität, weshalb viele Überwachungskameras auf ihn gerichtet sind, Expert*innen beobachten Lavaströme in mehreren Schluchten mit Längen zwischen 1,8 und 3,8 Kilometern, Anfang Mai mussten Tausende Menschen evakuiert werden.
Zusätzlich wurden innerhalb von 24 Stunden 57 vulkanische Erdbeben registriert, darunter lang anhaltende Tremorphasen von bis zu 80 Minuten. Weitere 286 seismische Signale standen im Zusammenhang mit Schuttlawinen, acht Signale wurden durch pyroklastische Dichteströme erzeugt. Außerdem kam es zu schwacher strombolianischer Aktivität aus Schloten, die den Lavadom durchbrechen.
Kein Wunder also, dass Fachleute den Vulkan im Blick behalten möchten. So kam es schließlich zu dem kosmischen Ereignis, das auf dem Video zu sehen ist. Während der aktive Vulkan mit seiner Lava bereits den Nachthimmel schimmern ließ, erleuchtete ein Meteor den Himmel für wenige Sekunden zusätzlich. Ein Zufall, der staunen lässt.
Der Feuerball am Ende des Videos ist ein Meteor, so werden Lichterscheinungen am Himmel bezeichnet. Schlägt er im Erdboden ein, spricht man von einem Meteoriten. Meteoride sind die Bruchteile aus anderen Himmelskörpern, die im Weltall um die Sonne kreisen. Wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten, werden die Luftmoleküle durch die extreme Reibung innerhalb von Sekunden auf mehrere Tausend Grad Celsius erhitzt. Dabei verdampft das Gestein, während die umgebende Luft ionisiert wird. Diese Plasmaleuchterscheinung erzeugt den charakteristischen, oft grünlich oder weißlich strahlenden Lichtstreifen, der heller sein kann als der Planet Venus.