Coronavirus Massentötung abgeschlossen: 15 Millionen Nerze auf dänischen Farmen sind tot

Wegen einer Mutation des Coronavirus wurden in Dänemark über 15 Millionen Nerze getötet. Bis Ende 2021 ist es gesetzlich verboten Nerze zu halten
Massentötung abgeschlossen: 15 Millionen Nerze auf dänischen Farmen sind tot

Eine Baggerschaufel leert die toten Nerze in einen Graben

Alle Nerze auf den dänischen Nerzfarmen sind nun tot. Wenige Wochen nach dem Inkrafttreten eines entsprechenden Haltungsverbots bis Ende 2021 sind die letzten überlebenden Nerze in Betrieben in Dänemark getötet worden, wie die zuständige Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Kopenhagen bestätigte. Es kann demnach allerdings noch sein, dass es vereinzelte Pelztiere in Zoos und als Haustiere in Privathaushalten gibt.

Für Tötung fehlte lange die Rechtsgrundlage

Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen hatte Anfang November verkündet, dass alle Nerze im Land getötet werden sollen. Begründet wurde der radikale Schritt damit, dass das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe.

Die Massenkeulung der mehr als 15 Millionen Nerze hatte zu einer größeren Debatte im Land geführt, unter anderem, weil für die Tötung länger die Rechtsgrundlage gefehlt hatte. Die Regierung bekam dafür viel Kritik, Lebensmittelminister Mogens Jensen trat zurück. Die gesetzliche Grundlage wurde im Nachhinein geschaffen, die Nerzhaltung zudem bis zum 31. Dezember 2021 verboten. Die Züchter und weitere von den Pelztieren abhängige Betriebe werden mit einem Milliardenbetrag entschädigt.