Hitzewelle in Australien Tausende Fledermäuse und Flughunde sterben den Hitzetod

Die Rekordhitze in Australiens Südosten lässt Wildtiere verenden. Freiwillige Helfer erleben dramatische Szenen - und riskieren selbst, zu dehydrieren
Fledermäuse, Australien

Trauriges Resultat der Rekordhitze: Hunderte junge Flughunde haben Temperaturen von weit über 40 Grad nicht überlebt

Während die USA zum Jahreswechsel eine ungewöhnliche Kältewälle erleben, jagt in Australien ein Hitzerekord den nächsten. Bei Temperaturen, die teilweise mehr als 47 Grad erreichen, schmelzen nicht nur Asphaltdecken. Vor allem Wildtiere leiden bei der ungewöhnlichen Hitze. Aus New South Wales im Südosten des Landes melden Tierschützer nun, dass wegen der Temperaturen immer mehr Fledermäuse und Flughunde dehydrieren und verenden.

Bislang, so ortsansässige Helfer, seien einige Hundert Tiere gestorben, man müsse aber am Ende mit mehreren Tausend rechnen. Die meisten von ihnen sind Babys oder Jungtiere. Freiwillige versuchen nun trotz der sengenden Hitze, möglichst viele der völlig entkräfteten und geschwächten Tiere mit Schatten und Wasser zu retten – und gehen dabei bis an ihre eigene Grenze.

Weitere tödliche Hitzewellen sind zu befürchten

“Die Anstrengungen unserer Freiwilligen sind heroisch und herzzerreißend zugleich”, schreibt die Tierschutzorganisation WIRES auf Facebook - und bittet um Spenden.

Laut Experten können schon Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke schädlich für junge Fledermäuse und Flughunde sein. 40 Grad und mehr sind auch für erwachsene Tiere potenziell lebensbedrohlich. Da die Temperaturen weltweit durch den Klimawandel ansteigen und die Häufigkeit der Wetterextreme zunimmt, ist damit zu rechnen, dass sich solche dramatischen Szenen auch in Zukunft wiederholen.

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