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  • Naturfotografie: Wie die Elemente unsere Erde formen

Zur Galerie Naturfotografie: Wie die Elemente unsere Erde formen
Wenn das Lenadelta von einem feingliedrigen grünen Raster überzogen wird, in dem sich Seen aus Schmelzwasser bilden, dann ist es offensichtlich: Der Permafrost schmilzt, auch in Nordosten Sibiriens. In den kurzen arktischen Sommern tauen die Permafrostböden der Arktis immer weiter auf – mit verheerenden Folgen: Zuvor jahrhundertelang eingefrorene Tier- und Pflanzenreste werden von Mikroorganismen zersetzt, die dabei Kohlendioxid und das noch klimaschädlichere Methan freisetzen. So heizt das Tauwetter die Erderwärmung an, die dann in Sibirien vor allem für eines sorgt: noch mehr tauenden Permafrost. Der feuert den Klimawandel zusätzlich durch den Albedo-Effekt an: Dunkle Oberflächen wie Pflanzen und Wasser reflektieren weniger Sonnenstrahlen in die Atmosphäre als helle Oberflächen aus Schnee und Eis es tun. 
Aufgetaut
Wenn das Lenadelta von einem feingliedrigen grünen Raster überzogen wird, in dem sich Seen aus Schmelzwasser bilden, dann ist es offensichtlich: Der Permafrost schmilzt, auch in Nordosten Sibiriens. In den kurzen arktischen Sommern tauen die Permafrostböden der Arktis immer weiter auf – mit verheerenden Folgen: Zuvor jahrhundertelang eingefrorene Tier- und Pflanzenreste werden von Mikroorganismen zersetzt, die dabei Kohlendioxid und das noch klimaschädlichere Methan freisetzen. So heizt das Tauwetter die Erderwärmung an, die dann in Sibirien vor allem für eines sorgt: noch mehr tauenden Permafrost. Der feuert den Klimawandel zusätzlich durch den Albedo-Effekt an: Dunkle Oberflächen wie Pflanzen und Wasser reflektieren weniger Sonnenstrahlen in die Atmosphäre als helle Oberflächen aus Schnee und Eis es tun. 
© Bernhard Edmaier / 2025, Elements – Die Kräfte der Erde, Frederking & Thaler Verlag
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Wie eine eiternde Wunde klafft der Vulkankrater auf dem Gipfel des Isluga, der sich über der kahlen Landschaft des Altiplano an der Grenze zwischen Chile und Bolivien erhebt. Gasschwaden treten aus seinem Inneren; gelb gefärbtes Gestein an den Kraterwänden bezeugt die Schwefelvorkommen, die hier vor einigen Jahrzehnten noch abgebaut wurde. Bernhard Edmaier fotografierte den gewaltigen Krater mit einem Durchmesser von 400 Metern aus der Vogelperspektive und dabei Wissenschaft und Kunst vereint. Der Fotograf und Geologe zeigt mit seinen spektakulären Luftaufnahmen im Bildband "Elements", mit welcher Macht die Natur Landschaften formt – nicht nur hier, in der Hochebene der Anden, sondern auf allen Kontinenten.  
Wenn das Lenadelta von einem feingliedrigen grünen Raster überzogen wird, in dem sich Seen aus Schmelzwasser bilden, dann ist es offensichtlich: Der Permafrost schmilzt, auch in Nordosten Sibiriens. In den kurzen arktischen Sommern tauen die Permafrostböden der Arktis immer weiter auf – mit verheerenden Folgen: Zuvor jahrhundertelang eingefrorene Tier- und Pflanzenreste werden von Mikroorganismen zersetzt, die dabei Kohlendioxid und das noch klimaschädlichere Methan freisetzen. So heizt das Tauwetter die Erderwärmung an, die dann in Sibirien vor allem für eines sorgt: noch mehr tauenden Permafrost. Der feuert den Klimawandel zusätzlich durch den Albedo-Effekt an: Dunkle Oberflächen wie Pflanzen und Wasser reflektieren weniger Sonnenstrahlen in die Atmosphäre als helle Oberflächen aus Schnee und Eis es tun. 
Wenn sich Gletscherströme ihren Weg durch das Gebirge bahnen, verschlägt ihre schiere Kraft den Betrachtenden meist den Atem. Die schwarze Vulkanasche, die das Eis des Skeidararjökull hier marmoriert, zeugt jedoch von einem noch gewaltigeren Naturspektakel: dem Wechselspiel zwischen Schnee und Feuer, Sonne und Wind. "Die Vulkaneruptionen liefern die schwarze Asche, welche die Gletscher überdeckt. Darauf fällt frischer Schnee, der allmählich zu Eis komprimiert wird. So legt sich weiße auf schwarze Schicht, viele Male", beschreibt die Geologin Angelika Jung-Hüttl das Phänomen. Je weiter sich der Gletscher seinen Weg ins Tal bahnt, desto verwobener sind die beiden Schichten, desto schwungvoller die Muster.
Im Winter fegen kräftige Stürme über die portugiesische Costa Vicentina und sorgen dafür, dass sich weit draußen im Atlantik meterhohe Wellen auftürmen. Wenn diese an die bis zu 30 Meter hohe Steilküste im wilden Westen der Algarve gepeitscht werden und dort mit großer Wucht an den Felsen zerschellen, dringt das Meerwasser in jede noch so kleine Ritze der Felswände ein. Das salzige Wasser spült die Fugen aus und zermürbt mit der Zeit selbst das härteste Gestein. Dennoch gilt die Costa Vicentina als der am besten erhaltene Küstenstreifen Europas, der über 200 Vogelarten ein Zuhause bietet.
Noch durchbrechen einzelne Sonnenstrahlen die dichter werdende Wolkendecke und bestrahlen wie mit Scheinwerfern die karge, dystopisch anmutende Landschaft des namibischen Trockentals Huab. In ihrem Licht wirbelt der Staub eines aufziehenden Sandsturms. Er kündigt das sehnlich erwartete Gewitter an, das die ausgedörrte Landschaft mit seinem Regen zum Leben erwecken und die ausgetrockneten Flusstäler vorübergehend mit Wasser füllen wird. In der Regenzeit im Januar und Februar tummeln sich dann Wüstenelefanten und Nashörner am Ufer der Riviere – so nennt man in Namibia Flüsse, die nur zeitweise Wasser führen. Um sie herum werden Gräser, Kräuter und Wildblumen sprießen, deren Samen monate- oder gar jahrelang in der Erde schlummerten und auf ihren Einsatz warteten.
50 Arten Türkis: So leuchtet das Wasser des Montgomery Riff vor der Nordwestküste Australiens. Die Strahlkraft verändert sich je nach Wasserstand, der Tidehub zwischen Niedrigwasser und Hochwasser beträgt hier rund zehn Meter: Bei Ebbe ragt das Riff aus dem Wasser, bei Flut verschwindet es komplett. "Bei Flut liegen Riffplattform und Gezeitenkanal – gleichmäßig überspült– knapp unter dem Meeresspiegel. Bei Ebbe jedoch, wenn der Meeresspiegel innerhalb weniger Stunden tief fällt, fließt das Wasser schneller aus dem großen Gezeitenkanal ab, als es von der Plattform nachfließen kann", schreibt die Geographin Angelika Jung-Hüttl. Dann stürzt es dem Kanal in Wasserfällen über die Riffkante entgegen, die das Riff von oben betrachtet mit Narben übersäen. Der spektakuläre Anblick bleibt den Riffbewohnern verborgen, die sich im vom Gezeitenwechsel bestimmten Lebensraum tummeln: Meeresschildkröten, Wale, Riffhaie, Mantarochen und Salzwasserkrokodile. 
Wie bei einer Schichttorte haben sich die unterschiedlich gefärbten Gesteinsschichten im Laufe der Jahrmillionen zu dem Gebirgsstock gestapelt, der heute am Rande des Kong-Oscar-Fjords in Ostgrönland thront. Der schroffe Fels überragt den Fjord um 1900 Meter und zeugt noch heute von seiner einstigen Lage am Rande eines urzeitlichen Ozeans. Auf dessen Grund lagerten sich in verschiedenen geologischen Zeiten verschiedenfarbige Materialien ab. Dass diese Schichtung noch heute zu bewundern ist, ist der Tatsache zu verdanken, dass das Gebirge während der Kaledonischen Gebirgsbildung vor 400 Millionen Jahren – im Gegensatz zu anderen Bergzügen – nicht gefaltet, sondern lediglich angehoben, leicht gekippt und in Blöcke zerlegt wurde.
Der Bildband "Elements"
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27. Februar 2021,00:15
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