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Die Holzfäller von British Columbia

Um die letzten Urwaldriesen von British Columbia zu schützen, satteln die Holzfäller auf nachhaltige Holzwirtschaft um. Die "360° - GEO Reportage" am Samstag, den 8. Juni 2013 um 10.00 Uhr

Ein Film von Frank Mirbach

Lange galt British Columbia als El Dorado der Holzfäller. Schneise um Schneise schlugen sie in den Urwald, holten die edlen Hölzer heraus, um damit die Bauwirtschaft oder die Papierindustrie zu beliefern. Die einseitige Ausrichtung der Wirtschaft auf die Ausbeutung der Wälder bereitet jedoch gewaltige Probleme, und das nicht erst seit der Wirtschaftskrise. Neue Lösungen müssen gefunden werden, um die Waldwirtschaft und die einmaligen Wälder zu erhalten. Auswirkungen hat dies auch für das Städtchen Revelstoke, in dem der Unternehmer Cal March sein kleines Unternehmen betreibt. Es ist eine der letzten verbliebenen Holzfirmen in der Gegend.

British Columbia im Westen Kanadas hat den weltgrößten, unberührten "borealen Regenwald" mit mehreren hundert Jahre alten Bäumen und Regionen, die noch nie ein Mensch betreten hat. Ein Durchkommen auf dem Boden ist für Mensch und Maschine fast unmöglich. Unter dem Waldboden lagern Millionen Tonnen von Bodenschätzen wie Gold und Kohle. Eine Herausforderung für den Schutz dieser einmaligen Landschaft. Doch das Augenmerk der Wirtschaft liegt auf dem Waldbau - dem Betätigungsfeld von Carl March. Um vier Uhr dreißig beginnt für ihn der Tag. Holzfäller sind Frühaufsteher. Das müssen sie sein, denn während der Erntezeit klettern die Temperaturen in den Rocky Mountains schnell auf über 30 Grad. Eine Strapaze für die Arbeiter mit ihrer kiloschweren Ausrüstung. Hinzu kommt, dass sie auf Hängen arbeiten, deren Steigungen bis zu 40 Grad betragen. Dennoch konnten Cal March und seine Arbeiter lange Zeit gut von der Holzwirtschaft leben. Auch nachdem in den letzten Jahren Umweltschützer zusammen mit Regierungsvertretern und Forstvertretern Programme erarbeitet haben, die den Holzfirmen strenge Auflagen erteilen. So müssen die Firmen etwa für die Wiederaufforstung in ihrem Erntegebiet sorgen. Dieses Ökomanagement System hat Modellcharakter. Die weltweite Wirtschaftskrise erschwert nun jedoch die Arbeit von Cal March immens. Der kanadischen Holzindustrie brechen die Absatzmärkte in den USA weg. Die Folge: Die Firmen bleiben auf ihren geschlagenen Bäumen sitzen, die Maschinen werden nicht mehr ausgelastet. Jetzt kommt noch hinzu, dass auch die Zulieferfirmen der Region unter Druck geraten. Doch noch bleibt Cal March optimistisch.

"360° - GEO Reportage" hat Cal March besucht und mit ihm die Veränderungen erlebt, mit denen die moderne Holzwirtschaft die Zukunft meistern will.

GEO-Fallback-Bild
Wiederaufgeforstete Gebiete am Akokolax River in British Columbia
Wiederaufgeforstete Gebiete am Akokolax River in British Columbia
© MedienKontor

Fact Sheet: Die Holzfäller von British Columbia

  • Durch neue Umweltauflagen hat sich die Arbeit der Holzfäller in British Columbia in den vergangenen Jahren verändert.
  • Häufig werden Baumstämme mit dem Helikopter abtransportiert – Das ist gefährlich, eröffnet aber auch neue Möglichkeiten.
  • Die Helikopter können bis zu vier Tonnen Holz transportieren.
  • Die Rocky Mountains liefern neben dem begehrten Zedernholz auch weniger gefragtes Kiefern- und Fichtenholz.
  • Zurzeit steckt die Holzbranche in der Krise. Viele Betriebe im Westen Kanadas mussten bereits schließen.

Wiederholungen:

Sonntag, den 2. Juni um 13.00 Uhr und Samstag, den 8. Juni um 9.45 Uhr.

Online in der Mediathek ARTE+7

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