Hershey-Bahn

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Hershey-Bahn

Hershey-Bahn: 5 Sterne bei 1 Bewertung
El Treno de Hershey

Eine Möglichkeit für einen interessanten und unvergeßlichen Tagesauflug von Havanna bietet die alte Elektrobahn (Hershey Train) von Casa Blanca nach Matanzas. Eine der letzten Interurbanas (elektrische Überlandstraßen-/Vorortbahn) auf ganz Amerika.

Das erlebten unsere Mitglieder

  • Ausflüge mit der Hershey-Bahn

    Ein interessante und abwechslungsreiches Erlebnis ist die Fahrt mit der Hershey-Bahn von Casa Blanca (Havanna, der Altstadt Habana Vieja gegenüberliegendes Ufer). Außerdem bietet sie eine gute Möglichkeit, mit Kubanern in Kontakt zu kommen und einen Einblick in das normale Alltagsleben in Kuba zu bekommen.

    Die Hershey-Bahn ist die einzige elektrisch betriebene Eisenbahn in Kuba und eine der letzten Interurbanas (elektrisch betriebene Regionalbahnen, eine Art Mischung aus Überlandstraßenbahn und Vorortbahn) in ganz Amerika mit planmäßigem Personenverkehr. Sie wurde 1921 vom US-amerikanischen "Schokoladenkönig" Milton S. Hershey eingerichtet, um eine gigantische Zuckermühle in der östlichen Provinz von Havanna mit Bahnhöfen in Havanna und Matanzas zu verbinden.
    Heute wird sie vor allem von Pendlern und Schülern benutzt.

    Die Bahn verkehrt dreimal täglich auf gesamten Strecke (knapp 100 km). Die Züge starten um 6.11, 12.27 und 17.51 Uhr vom Bahnhof Casa Blanca und benötigen bis zur Endstation Matanzas ca. 4 Stunden. Verspätungen sind die Regel.

    Um zum Bahnhof Casa Blanca zu gelangen, muß man mit der Fähre von der Altstadt, Muelle Luz (an der Uferpromenade, rechts neben dem Kreuzfahrtterminal) auf die andere Uferseite übersetzen.
    Es fahren 2 Fähren von der Altstadtseite ab, nach Regla und nach Casa Blanca. Nach Casa Blanca geht es auf der linken Seite. Vor der Überfahrt muß man sein Gepäck kontrollieren lassen. Deshalb bitte alle Gegenstände, die als Waffe interpretiert werden könnten (auch Taschenmesser, Brotmesser etc.) im Hotel oder Casa Particular lassen.

    Fahrkarten gibt es am Bahnhof ca. eine halbe Stunde vor der Abfahrt. Es ist empfehlenswert, vor der Abfahrt noch einmal die Toilette aufzusuchen (auf dem Bahnhof Casa Blanca gibt es eine), da es im Zug keine gibt.
    Wer mit dem letzten Zug zurückfahren möchte, sollte eine Taschenlampe mitnehmen, da es im Zug kein Licht gibt.

    Der Zug hält auf Verlangen überall auf der Strecke, auch außerhalb der Stationen. Wer auf einer der kleinen Unterwegsstationen aussteigen möchte, muß in den ersten Wagen gehen, weil es an den kleinen Stationen nur eine Treppe (Bahnsteigersatz) gibt.

    Für zusteigende Reisende von den Unterwegsbahnhöfen werden auch im Zug Fahrkarten verkauft.
    Für ausländische Touristen kostet die Fahrt wenige CUC (Pesos Convertibles, 1 CUC = 1 US$ = ca. 25 kubanische Pesos), Einheimische bezahlen in kubanischen Pesos.

    Die Fahrt führt durch eine malerische Landschaft durch die Vororte Havannas, Gärten, Felder und Wälder. Dabei hält der Zug scheinbar an jedem einzelnen Haus, jeder Hütte, an jedem Pferdestall und an jedem Hügel (offiziell über 40 Haltestellen, inoffiziell noch mehr).
    Manchmal hält der Zug auch außerplanmäßig, wenn jemand vom Bahnpersonal unterwegs Eier, Obst oder Gemüse kaufen oder andere Geschäfte tätigen will.

    Im Stadtgebiet von Havanna ist dringend davon abzuraten, sich aus dem Fenster zu lehnen. Der Zug fährt ganz dicht an Häusern, Bäumen und Strächern vorbei, und oft ragen stachlige Zweige durchs Fenster hinein.

    Wer an den Strand möchte, steigt in Guanabo aus. Von hier sind es noch ca. 6 km zum Strand von Playas del Este. Eine Stadtbuslinie verbindet die Station Guanabo mit Playas del Este. Zweimal am Tag gibt es auch einen Zug nach Playas del Este. Aber der Fahrplan dieser Zweiglinie ist auf den Pendlerverkehr von und nach Hershey ausgerichtet und damit für Touristen nicht so attraktiv.

    In Hershey (oder Camilo Cienfuegos) treffen sich die beiden Züge. Hier besteht, die Möglichkeit, sich etwas zu essen zu kaufen, da der Zug etwas länger hält. Aber besser, man fragt vorher jemanden von der Bahn, wann der Zug weiterfährt.
    In Hershey befinden sich die Ruinen der gigantischen Zuckermühle (der ehemals größten in Kuba), der diese Bahn ihre Existenz verdankt.

    Von den Stationen Jibacoa Pueblo (5 km) oder Arcos de Canasi (6 km) kommt man zum Badeort Playa Jibacoa. Außer Strand, vielen Hotels und Schnorchelgebieten gibt es hier auch noch ein paar schöne Wanderwege.

    Der schönste Streckenabschnitt ist das letzte Drittel vor Matanzas. Dort gibt es viel Urwald und Berge und das schöne Yumuri-Tal.

    Matanzas (Endstation der Hershey-Bahn) liegt an der Mündung des Rio Yumuri in die Bahia de Matanzas (Atlantischer Ozean) und bietet eine gute Gelegenheit, das wirkliche Kuba abseits der touristischen Pfade zu entdecken. Hier verirren sich nur selten Touristen, und die Preise sind entsprechend niedrig.

    Im Internet gibt es Fahrpläne unter: http://www.seat61.com/Cuba.htm oder unter: http://www.fahrplancenter.com/AIFFLAKubaHershey04.html.

    Außer der Hauptstrecke von Casa Blanca nach Matanzas gibt es noch 2 Zweigstrecken: von Hershey nach Caraballo und von Hershey nach Playas del Este (Fahrplan dafür unter der letztgenannten Internetadresse). Die 3. Zweigstrecke nach Sta. Cruz del Norte wurde stillgelegt.

    Güterverkehr findet auf Teilstrecken (vor allem Tankzüge für die Ölraffinerie von Havanna) statt.

    Bilder von frieden_schenker zu Hershey-Bahn

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