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Reisetipp: Golfen am Kap - Teil 1: Kapstadt Golfen am Kap - Teil 1: Kapstadt: 5 Sterne bei 1 Bewertung

Golfen am Kap - Teil 1: Kapstadt: Mowbray Golf Club
 
 
 
 
 

Golfen am Kap - Teil 1: Kapstadt: Das erlebten unsere Mitglieder

  • Aixplorer (RP) 09.01.11

    Beschreibung des Anbieters

    Lohnenswertes Golfreiseziel

    Golf Spielen am schönsten Kap der Welt ist ein herrliches Vergnügen, und zudem ein preiswertes, wenn man sich bereits vor seinem Aufenthalt eine Mitgliedschaft in einem südafrikanischen Golfclub besorgt. Diese gibt es für ca. € 60 auf einschlägigen Internetseiten, gilt für ein Jahr und nach Vorlage im Proshop erhält man die „affiliated rates“ der Einheimischen. Das bedeutet bis auf wenige Ausnahmen einen Rabatt von ca. 30 - 45 % auf die „Touristen“-Greenfees. Im Schnitt zahlt man dann für die Standardplätze 220 – 300 Rand pro 18-Loch-Runde. Teurer sind nur Clovelly, Royal Cape und Steenberg.

    Empfehlenswert, wenn nicht unabdingbar, ist ein Mietwagen. Dasselbe gilt für Vorbuchung von Startzeiten! Kaum eine Chance, auf den Platz zu kommen, hat man samstags und (eingeschränkt) mittwochs, das sind die traditionellen Turnier-Tage. Allerdings hat jeder Platz leicht abweichende Regeln, wann Greenfee-Spieler zugelassen sind. Auf keinem der Plätze in Kapstadt besteht Cart-Pflicht, geht man zu Fuß, ist ein Sandbag zum ausbessern der Divots Vorschrift.

    Weitere Besonderheiten: Man kann einen Caddie buchen, kostet ca. 120 Rand + 10 Rand beim Halfway + Tip. Ach ja, Halfway! Nach 9 Loch ist das in Südafrika obligatorisch und jeder Spieler nutzt diese 10-15 minütige Zwangspause für einen Snack und Getränk. Dann wieder schön ordentlich hinter dem Flight einsortieren, der vor einem war. Und als letzter Hinweis: der Wind. Von November bis März bläst er ab mittags eigentlich jeden Tag mit Windstärker 4 – 5 (oder mehr!), es sei denn, man erwischt einen dieser herrlichen „Champagne Days“ - stahlblauer Himmel, 28°, kein Wind.

    Nun zu den Golfplätzen, subjektiv aufgelistet nach Sympathie (in Klammern die SA-affiliated rate):

    1.Steenberg: dieser Resort-Platz mit angegliedertem Hotel liegt in Tokai, umgeben teilweise von Weinbergen und Wäldern. Das Layout ist leicht hügelig und recht offen, die Haus-Bebauung rund um die Bahnen hält sich sehr in Grenzen. Sehr abwechslungs- und trickreich, hier kommt keine Langweile auf. Platzzustand 1a. Das moderne Clubhaus hat u.a. eine tolle Halfway-Terrasse mit fantastischem Blick. Nettes Personal. Teuerster Platz in Kapstadt. (620 Rand)

    2.Clovelly: Ein Platz mit einem ganz eigenen Charakter bei Fishhoek. Umgeben von Dünen und kargen Bergen liegt der Kurs langgestreckt in einem Tal. Windschiefe Bäume, mehrere Wasserhindernisse und der Blick auf die False Bay Küste prägen das Layout: Schwerstes Loch: Nr. 4, Par 4: links die Ausgrenze, rechts Rough, und vor dem Grün ein Teich, und hinter dem Grün lauert wieder Aus. Einer der wenigen Plätze in Kapstadt ohne Blick auf den Tafelberg. (350 Rand)

    3.King David: Die Lage des Platzes, in der Nähe des Flughafens in einem der ärmeren Viertel Kapstadts, läßt nicht erwarten, daß hier ein Kurs liegt, der von Ambiente und Pflege zu den besten am Kap zählt. Natürlich ist es ab und an etwas lauter wegen startender und landender Flugzeuge, trotzdem wirkt der Golfplatz wie eine Oase. Der äußerst gut gepflegte Parklandplatz weist interessante und teils schwere Bahnen aus, die Grüns zählen zum Besten, was die Region zu bieten hat. Das Clubhaus ist eher bescheiden, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. (260 Rand bzw. 295 Rand am Wochenende)

    4.Royal Cape: der älteste Platz Südafrikas! Liegt im Stadtteil Wynberg an der Ottery Road. Sehr schönes Clubhaus mit britischem Touch. Der flache Platz selbst ist ein klassischer Parklandplatz mit vielen alten Bäumen und einigen wenigen Wasserhindernissen. Toll gepflegt, durchschnittlich schnelle Grüns. Manchmal etwas laut, da zwischen Highway M 5 und Eisenbahnlinie gelegen. Ansonsten sehr lauschig und gemütlich. (350 Rand incl. 50 Rand prebooking fee)

    5.Mowbray: Nach der Überarbeitung vor ein paar Jahren ist der Platz jetzt in einem Top-Zustand. Außer an Loch 15, 16 und 18 bietet der Platz allerdings wenig schöne Ausblicke auf die Umgebung, da der Platz eingezwängt liegt zwischen Autobahnen, Eisenbahn und den Kühltürmen eines alten Kraftwerks. Sehr laut! Die Eisenbahntrasse, die den Platz zerschneidet, muß mehrfach durch 2 Tunnel unterquert werden. (245 Rand)

    6.Rondebosch: In direkter Nachbarschaft zu Mowbray, nur auf der anderen Seite der N2, ist der Platz vergleichbar. Fast ebenso flach wie dieser, ist er von der Pflege gleich gut, aber teilweise ebenso laut. Mehrfach muß der Black River überspielt werden, nicht ganz einfach. (260 Rand)

    7.Atlantic Beach: Weit im Norden in Küstennähe mit tollem Blick auf den Tafelberg, allerdings auch auf die nahe an den Fairways stehenden Häuser, bietet der Resort-Platz ein recht eigenständiges Ambiente. Hier gibt´s für das Spiel nur 2 Möglichkeiten: Entweder man trifft das Fairway oder einen der zahlreichen Bunker, oder der Ball liegt in der Fynbos-Bepflanzung, die nicht betreten werden darf. Weiter geht es dann nur mit Strafschlag und Droppen. Die Fairways sind recht trocken und erinnern an einen Links Course. Bei Wind sehr schwer, besonders Loch 10, ein Par 4, dessen Grün mit 2 Schlägen kaum zu erreichen ist. (282 Rand)

    8.Milnerton: Dies ist vielleicht der einzige echte Links Course Kapstadts. Grandioser Blick auf den Tafelberg, gelegen zwischen einer Lagune und dem Atlantik, gehen die ersten Neun immer gen Norden, meist mit dem Wind – Halfway am äußersten Ende des Platzes - , die zweiten Neun zurück Richtung Clubhaus mit Leuchtturm. Wenn hier der South Easter bläst, ist der Platz ein Monster. Gute Pflege, manchmal etwas langweilig. (265 Rand)

    9.Bellville: Es ist gute Kondition gefragt, falls man zu Fuß geht, da der Platz extrem hügelig ist. Hier wäre ausnahmsweise mal ein Cart ratsam (nicht immer verfügbar), sonst steht man ausgepowert an den einzelnen Abschlägen. Der Platz selbst unterteilt sich in 3 Abschnitte, da er 2-fach von Straßen durchschnitten wird. Der zentrale Teil mit Clubhaus besteht nur aus den Bahnen 1, 9, 10 + 18. Interessantes Layout, recht anspruchsvoll, guter Zustand. Viele Ausgrenzen und blind holes! (220 Rand)

    10.Westlake: Die meisten Bahnen ziehen sich entlang des wenig attraktiven Begrenzungszaunes. Der Platz wirkt eingeengt und das Layout ist wenig interessant. Der Pflegezustand ist der schlechteste aller Kapstädter Plätze. Obwohl sehr nah an Steenberg im Stadtteil Tokai gelegen, bieten sich hier leider keine bemerkenswerten Ausblicke in die Landschaft. Trotz allem immer sehr beliebt und voll. Warum bloß? Vielleicht wegen der hervorragenden und preisgünstigen Küche im Clubhaus. Viel mehr bleibt nicht hängen an positiven Eindrücken, außer vielleicht die schönen Löcher 12 + 16. (255 Rand)

    11.Durbanville: Genau wie Bellville nördlich der N1 gelegen, ist dies ein Durchschnittsplatz mit einigen schön angelegten Bahnen und weitem Blick in die Ebene Richtung False Bay. Die ersten Neun sind eindeutig attraktiver als die zweiten Neun, da sich letztgenannte entlang einer viel befahrenen Straße ziehen. Die Fairways und die schnellen Grüns sind brauchbar, das Layout könnte insgesamt etwas spannender sein. Gute Alternative, wenn mal wieder der Wind weht, da hier in Durbanville eine etwas geschützere Ecke ist. (215 Rand)

    12. Parow: Dies ist der Platz in Kapstadt, der so unattraktiv ist, dass selbst das günstige Greenfee nicht locken sollte. Die Bahnen sind meist wenig abwechslungsreich und ungepflegt. Zwar kann man von fast jedem Loch den Tafelberg sehen, das war es dann aber auch an Schönheiten. Ach ja, und ab und zu läuft einem ein Pfau über den Weg. Davon gibt es auf dem Platz mehrere. Trotzdem ist der Platz gut besucht und eine Startzeit sollte man schon haben. Affiliated rate 200/220 Rand, jeweils wochentags/Wochenende.

    Nicht bewertet: Simons Town (9 Loch) und Metropolitan (nach Neubau des WM-Stadions nur noch 4 Loch). Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

    Die Plätze in der Weinregion und im Bezirk Overberg folgen im Teil 2.

    Bilder von Aixplorer zu Golfen am Kap - Teil 1: Kapstadt

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