Namibia - Zwischen Namib und Kalahari

Reisebericht

Namibia - Zwischen Namib und Kalahari

Reisebericht: Namibia - Zwischen Namib und Kalahari

Die Dünen des Sossusvlei, der Fish River Canyon, die Tierwelt des Etosha-Nationalparks, im Sand versunkene Goldgräberstädte, das verhieß Abenteuer in zivilisierter Form. Eine 5500 km lange Tour führte uns in drei Wochen zu einigen der Highlights Nambias

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Ankunft in Windhoek

Durch die Wüste

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Mehr als ein halbes Jahr hatten wir geplant: Eine Tour nach Afrika sollte es sein, die kinderverträglich ist und in eine relativ sichere Gegend führt. Nach einigem Suchen im Internet hatten wir uns für Namibia entschieden. So nach und nach kristallisierte sich eine Selbstfahrer-Rundreise heraus, für die uns Itravel geeignete Lodges und Gästefarmen reservierte.
In Windhoek angekommen übernahmen wir gleich unser blitzblank geputztes und fast neues Double-Cabin und Vierrad-angetriebenes Auto, das nach der einzigen vierwöchigen Vormiete bereits 6000 km gefahren war.
Sehr vorsichtig chauffierte ich es durch den zum Glück nur mäßigen Links-Verkehr der Hauptstadt zur Pension Moni. Die Anweisungen "weite Kurve" bzw. "enge Kurve" halfen mir beim Abbiegen. Statt zu Blinken wurde eben ab und zu mal die Windschutzscheibe geputzt



Windhoek

Den Ratschlägen der Reiseführer gehorchend, begaben wir uns zu Fuß zu einem Stadtrundgang, wobei wir statt eines Rucksacks nur eine Plastiktüte mitnahmen. Sicherlich waren wir dennoch sofort als Touristen erkennbar. Allerdings hatte ich statt beider Kameras nur meine uralte Spiegelreflexkamera dabei, so dass ich keine digitalen Bilder aus Windhoek hier einstellen kann.
Überrascht waren wir von einem deutschen Buchladen auf der Independence Ave und einem Lokal namens "Der Wirt", in dem unser Sohn natürlich Leberkäse mit Kartoffelsalat essen musste. Nach Besichtigung des Meteoritenbrunnens, des Tintenpalasts, der Christuskirche und der alten Festung wanderten wir noch hoch zur Heinitzburg, wo wir auf der vornehmen Terrasse mit Blick auf die Stadt einen Kaffee genossen.
Abends hatten wir in Joes Beerhouse, einer urgemütlichen Kneipe, Plätze reservieren lassen. Am Parkplatz wurden wir mit dem namibischen Parkwächtersystem konfrontiert und wussten zunächst nicht, wieviel wir dafür zu zahlen hatten; mit 10 Namibia-Dollar war der Bursche jedoch zufrieden und wir gespannt, ob wir nach dem Essen unser fast neues Auto auch noch vorfinden würden. Zum Essen gab es dann gleich Kudu- bzw. Oryx-Steak, was hervorragend schmeckte.



Heroes Acre

Sam Nujoma

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Heute hatten wir die erste Fahretappe vor uns, etwa 500 km nach Keetmanshoop im Süden. Unübersehbar ragt das erst 2002 fertiggestellte Nationaldenkmal neben der Straße in die Höhe. Die Statue erinnert an Sam Nujoma, den Führer der SWAPO, der Namibia in die Unabhängigkeit führte und erster Staatspräsident war. So früh am Morgen waren wir allein an dieser Heldengedenkstätte, die Inhaberin des Kiosk freute sich über den Kaffee, den wir bei ihr tranken.



Hardap Stausee

Wildpark am Hardap Damm

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Oft schnurgerade zieht sich das Asphaltband durch die Kalahari. Die wenigsten Autofahrer halten die vorgeschriebenen 120 kmh ein. Rehoboth, wo wir in einem ordentlichen Supermarkt vor allem Getränke kaufen, erweist sich als kleines Nest. Bei Mariental zweigen wir ab zum Erholungsgebiet des Hardap Stausees. Restaurant und Infocenter liegen hoch über den Ufern des in der Sonne gleißenden Wassers des Sees, wo man Pelikane erkennen kann - ein völlig ungewohntes Bild in der ausgetrockneten, staubigen Halbwüste. Außer einer französischen Touristenfamilie, die wir auf unserer Tour noch öfter treffen werden, sind wir allein im Restaurant; die namibische bzw. südafrikanische Urlaubssaison ist erst im Dezember.
In der Umgebung des Stausees befindet sich ein Wildpark. Gespannt begeben wir uns auf die Piste; nach bisher sehr gepflegten Teerstraßen ist es die erste Begegnung mit Holperstrecken. Von Tieren ist aber nur sehr selten etwas zu sehen und nach einiger Zeit brechen wir die Runde ab, um rechtzeitig bis Einbruch der Dunkelheit nach Keetmanshoop zu gelangen.


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Kommentare

  • Zypresse

    Schöner Bericht über die große, klassische Namibia Runde. Ruft viele Erinnerungen wach!

  • ToniE

    Informativ, umfassend, ohne Schnörkel. Ein gelungener Bericht.
    Man kommt zu dem Schluß: die Reise hätte ich auch gern gemacht.

  • RC-Redaktion

    Ein schöner, umfassender Reisebericht über die viele Eindrücke aus Namibia. Unsere Empfehlung auf der Startseite für Sonntag.

  • ursi67

    Danke für den eindrücklichen bericht und den schönen Bilder. Das weckt auch bei mir wunderschöne Erinnerungen! Lg, Ursi

  • agezur

    Danke für diesen Bericht, der viele Fragen beantwortet und viele Informationen gibt!
    LG Christina

  • u18y9s26

    Ein hervorragender und eindrucksvoller Bericht! Die Bilder geben einen guten und umfassenden Überblick, gehen aber nur selten ins Detail! Also lohnt es sich wieder hinzufahren und all die Kleinigkeiten am Wegesrand zu entdecken. Wie war das Wetter im namibischen Winter???? oder hat die Reise zu einer anderen Zeit stattgefunden?
    LG Ursula

  • Kakombo

    Wirklich gut berichtet. Spannend zu lesen. Toll ! Gruss Kakombo

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