LAOS - "Von West nach Ost"

Reisebericht

LAOS - "Von West nach Ost"

Reisebericht: LAOS - "Von West nach Ost"

Wir flogen der Sonne entgegen und landeten pünktlich am Morgen in Bangkok. Auf den Anschlussflug nach Laos mussten wir bis Mittag warten.
Dann war es endlich soweit, wir bestiegen eine mit Palmen und Fischen bemalte Propellermaschine ATR72 von Bangkok Airways für unseren Flug nach Luang Prabang. Wegen starken Flugverkehrs starteten wir verspätet um 12,20 Uhr, Bangkok lag im Dunst unter uns.
Über Laos waren unzählige kleine Hügel, durchzogen von den Mäandern des Mekong zu sehen. In Luang Prabang landeten wir um 14,05 Uhr.
Die Sonne schien vom blauen Himmel, es war herrlich warm und wir genossen die Wärme in vollen Zügen.

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Im Anflug auf Luang Prabang



Wir sind gelandet

Laos, ein Land ohne Zugang zum Meer grenzt an Thailand, Kambodscha, Vietnam, China und Burma. Es hat eine Fläche von 236.800 km2 und zur Zeit ca 5,5 Mill. Einwohner.



*gelandet*



Unser Reiseleiter empfängt uns in Luang Prabang

"Mönchsbad im Mekong"

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Reiseleiter Sird hatte uns abgeholt. Die Gruppe wurde in zwei kleine Busse verteilt und anschließend fuhren wir mit allen Koffern ins Hotel Muang Luang. Die Koffer hatten wir in Wien abgegeben und alle hatten trotz zweimaligem Umladen das Ziel erreicht.
Erster Ausflug zum Phousie Felsen. Beim Fluß Nam Khan stiegen wir aus, junge Mönche badeten im Wasser und an den Ufern waren terrassenförmig Gemüsefelder angelegt.
Luang Prabang hat sich seit 1997 nicht viel verändert. Immer noch wenig Verkehr und eine Atmosphäre der Gelassenheit liegt über der Stadt.



Am Treppenaufgang mit Naga-Brüstung standen Bud...



Die Stufen rauf zu That Chomsi

.. nur noch 328 Stufen hinauf...

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Wir stiegen gemächlich 328 Stufen zum That Chomsi an der Spitze des Phousi empor, um die Tempellandschaft und träge dahinfließenden Flussläufe des Mekong und Nam Khan aus der Höhe zu betrachten. Am Treppenaufgang mit Naga-Brüstung standen Buddha in Erdanrufungsgeste und die Erdgöttin Thorani.



Erster Blick auf den Mekong bei Luang Prabang



Warten auf den Sonnenuntergang am Mekong

Goldene Spitze am Phousi-Berg

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Am höchsten Punkt des Phousi war vor vielen Jahrhunderten eine Stätte der Geisterverehrung, bevor der erste buddhistische Schrein erbaut wurde. Der heutige, 21 m hohe That wurde im 20. Jh. erbaut, seine abgestufte, rechteckige Plattform ist in die Felsspitze eingemeißelt. Erste schriftliche Erwähnung findet die Siedlung am Zusammenfluß von Mekong und Nam Khan im 5. Jh. vor Chr. Die Geschichte Luang Prabangs als Königsstadt begann 1353 mit Fa Ngum dem König des ersten laotischen Großreichs, der als Staatsreligion den Buddhismus einführte. Von ehemals 65 Klöstern im 18. Jh. sind heute noch 29 in Betrieb, es gibt 2000 Mönche und Novizen in der Stadt.
1995 wurde Luang Prabang von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.



Blick auf die Umgebung von Luang Prabang



..abends am Mekong in Luang Prabang

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Auf der Tempelplattform mit Blick zum Mekong warteten wir mit vielen anderen Touristen auf den Sonnenuntergang und jeder versuchte, ein schönes Motiv zu erwischen.



..es wird Nacht am Mekong...



Wir besuchten den Königstempel

Wat Xieng Thong. Die Rückseite...

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Wat Xieng Thong – am Ende der Halbinsel, in der Nähe des Zusammenflusses von Mekong und Nam Khan gelegen, wurde 1560 errichtet. Bis 1975 war er der "königliche Tempel" indem die Lao Könige gekrönt wurden.
Nach einer ausführlichen Besichtigung verließen wir die Tempelanlage über eine lange Treppe und stiegen zum Mekong hinunter. Dieser Treppenaufgang war einst der wichtigste Zugang zur Stadt.



Wat Xieng Thong in Luang Prabang



das Dorf Ban Xang Hai am Mekong

Wir besteigen die Langboote

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Mit einem Langboot begann eine gemütliche Fahrt auf dem Fluß. Der Mekong ist 4800 km lang und fließt 1800 km durch Laos. Der Fahrtwind war kühl, auch in Laos war Winter. Am Ufersand waren Gemüsefelder angelegt. Bald legten wir beim Dorf
Ban Xang Hai , ursprünglich ein Töpferdorf, an. Man fand Scherben und Krüge aus dem 18. Jh. Heute wird im Dorf Schnaps - lao lao - gebrannt.



"Begrüßungskomitee"



...bei den "Schnapsbrennern am Mekong.....

...am Weg ins...

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Vom Flussufer erreicht man das Dorf über eine wacklige Bambusbrücke und Erdstufen.
In kleinen Tonkrügen wird Reis mit Hefe angesetzt, vergoren, dann in einer großen Blechtonne gebrannt und aus einem Bambusröhrchen fließt das Feuerwasser. 30 kg Reis ergeben etwa 20 Liter lau lao mit einem Alkoholgehalt von 45 %. Gleich beim Dorfeingang stand der Schnapsofen und wir bekamen gleich eine Kostprobe. Dieser Schnaps wird auch mit eingelegten Schlangen und Skorpionen verkauft. Hoffentlich wird man davon nicht blind!



"Destillerie" am Mekong



Bootsfahrt am Mekong

Vor der "Pak Ou"-...

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Unser nächster Besuchspunkt waren die
Pak Ou-Höhlen mit den Höhlentempeln von Tham Ting, eine der bedeutendsten buddhistischen Kultstätten von Nordlaos, an.
Die unter Höhle, Tham Loum, liegt am Fuße einer hohen Felswand an der Mündung des Nam Ou in den Mekong. Die obere Höhle Tham Theung liegt rund 200 m höher.
Über 200 Stufen führten zur oberen Höhle, der Eingang ist mit einem Holztor und Eisengitter gesichert. In der dunklen Tham Theung befinden sich Höhlenmalereien, die schon sehr verblasst sind, einige Figuren und ein Stupa. Es war der Kultraum der Königsfamilie.



Blick aus der "Pak Ou-Höhle" auf den ...



Im Dorf Bam Pak am Mekong

"Gebetspause" im Dorf...

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Wir besuchten auch den Tempel dieses Dorfes aus dem 16 Jht.. Vor mancher Hütte stand ein Webstuhl, wo Baumwoll-Seiden-Schals angefertigt wurden. Nach kurzem Handel war die Hälfte der Gruppe mit Seidenschals versorgt. In diesem Dorf befindet sich auch die Schule für die nahen Dörfer am Mekong.



Blick auf das Dorf Bam Pak am Mekong



Durch die Straßen der Stadt

"Gebackene Mäuse"

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Zurück in Luang Prabang spazierten wir in Richtung Hauptstraße, kosteten Laos-Chips aus Maniokmehl mit Sesam, Kokos und Erdnüssen zu einem Teig verrührt, zu dünnen runden Platten ausgerollt und auf Bambusgerüsten in der Sonne getrocknet und schließlich in Öl herausgebacken – schmeckt gut! Ein Stück weiter sahen wir beim Papierschöpfen zu – Holz und Rinde des Maulbeerbaumes werden zerkleinert und im Wasser aufgeweicht, gleichmäßig in einem Sieb verteilt, herausgehoben und in der Sonne getrocknet. Manchmal werden Gräser und Blumen dazu eingelegt. Am Markt waren dann Lampions aus diesem Papier zu kaufen.



"Laos-Chips" (Maniok) werden in der...



Im Königspalast- u Tempel

Phra Bang Buddha im Nationalmuseum

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Wir fuhren weiter zum Königspalast, heute Nationalmuseum. 1904 als Geschenk von den Franzosen erbaut, die Laos verwalteten (Indochina)
Danach zum Museum wo wir Phra Bang Buddha, eine Skulptur aus Gold, Silber und Bronze, 43 kg schwer und 83 cm hoch in der abhaya-Mudra (Furchtlosigkeit) – die heiligste Statue des Landes fotografieren durften.
Sie wird jedes Jahr am Neujahrstag in einer Prozession zum Wat Mai gebracht und drei Tage lang zu rituellen Waschungen aufgestellt.



Königlicher Tempel Wat Ho Pha Bang



Tempel der "Begräbnisbarke"

Gleich neben dem Königspalast befindet sich der kleine Tempel, reich geschmückt mit Goldevertäfelungen an allen Seiten, in welcher die "Totenbarke" der ehemaligen Lao-Könige aufbewahrt wird.



Tempel der " Totenbarke"



Besuch am Gemüsemarkt der Stadt

Wer möchte gerne zugreifen,...

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Um 8 Uhr verließen wir das Hotel, es war wieder nebelig, und wir besuchten den Gemüsemarkt mit einem reichen Angebot an Mango, Papaya, Tamarinden, Ingwer, Pfefferholz (war gestern im Rindfleisch), lebenden Kröten, Schlangen, Vögeln, Fledermäusen, Ratten, Wasserläufer ... ein unheimliches Angebot.







Bei den "Bio-Bäuerinnen" in Luang...



Die laotischen Freunde bereiteten mir ein tolles Fest

Eröffnung der Geburtstagsfeier

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Wir mussten die Schuhe ausziehen und nahmen auf der Terrasse eines Restaurants am Flussufer Platz. Aus dem Dorf waren Männer und Frauen gekommen, hatten Blumen, Speisen, Musik und weiße Bändchen mitgebracht. Alle saßen im Schneidersitz um einen Gabentisch am Boden und wir nahmen im Halbrund Platz. In der Mitte türmte sich ein kegelförmiges Gesteck aus Bananenblatt und Blumen auf, umgeben von kleinen Tagetes, Schälchen und Teller mit Kuchen und süßem Reis. Bei Kerzenlicht und Räucherstäbchen rezidierte ein älterer Mann Strophen, die zunächst die wichtigsten Götter einluden. Anschließend wurden die Seelen angerufen und weiße Baumwollbändchen um unsere Handgelenke gebunden. Das Binden symbolisierte das zeitweilige Festhalten einer Seele und wurde von guten Wünschen für eine schöne Reise begleitet. Als Geburtstagskind bekam ich das Blumengesteck, um es morgen im Tempel zu opfern (habe ich auch gemacht). Wir alle wurden mit Kuchen und Lao-lao Schnaps verwöhnt, dazu spielte das Kling-klong-Orchester auf.
Nachdem wir alle verbundene Handgelenke hatten, nahmen wir bei Tisch Platz und das Abendessen wurde serviert, typisch laotisch mit Klebereis, gebackenem Seetang mit Sesam und Rindfleisch mit Pfefferholz gekocht.



Ein "Baci" für alle anlässlich eines ...



Geburtstags - Baci zu Ehren von "reisefreudig"

Ein "Baci" zum Geburtstag

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Beim Abendessen im Restaurant, ein BACI -
zu Ehren meines heutigen Geburtstages, die populärste animistische Zeremonie in Laos, wird zu verschiedenen Anlässen wie Abreise, Ankunft, Neujahr oder Geburtstag begangen. Bei diesem Ritual werden die Seelen eines Menschen an den Körper gebunden. Nach laotischem Glauben gliedert sich der Mensch in 32 Körperteile auf, von denen jedes eine schützende Seele besitzt. Diese Seelen halten den Menschen gesund, können den Körper aber auch verlassen und ihn schutzlos Krankheiten ausliefern. Mit der Baci Zeremonie wird der Seele die Rückkehr schmackhaft gemacht.



...so eine Geburtstagsfeier vergisst man wohl n...



Vom laotischen...

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Als Überraschung folgten noch hübsche Tempeltänzerinnen und Szenen aus dem Ramayana mit Hanuman und Rama mit Pfeil und Bogen. Whisky und Lao-lao flossen in Strömen und bald waren alle lustig. Zum Schluss tanzten wir noch mit den feschen Apsaras. Ihr könnte auch denken, es ist sehr, sehr spät geworden in dieser Nacht.



"Laotische Tänze zu Ehren des "Geburt...



..heute war die große "Tempeltour" angesagt....

That Pathoum Stupa

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Auf unserer heutigen "Tempeltour" besuchten wir noch Wat Sri Moungkhoun, Wat Sop,
Wat Mai - königliches Kloster und bis 1975 Sitz des höchsten Würdenträgers. Gegründet 1796.
Wat Vixounarat und die That Pathoum Stupa, welche bereits 1504 errichtet worden war.
Darüber hinweg ein schöner Blick zum Phousi Berg mit dem goldenen Tempel.
Wat Manorom , das „Kloster des Herzens“, erbaut 1375, gehört zu den ältesten Klöstern Luang Prabangs. Als einen der schönsten Tempel besichtigten wir am Ende des Tages den Wat SEN im letzten Fotolicht.



Wat Sen im letzten Fotolicht



Am Grab des Entdeckers von Ankor

...heute ist Waschtag am Mekong...

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Zuletzt zum Fluß Nam Khan. Ein steiler Pfad führte uns zum Flussufer. Wir wanderten ein Stück am Ufer entlang zum Grab von Henri Mouhot. Geboren 1826 führte ihn eine Forschungsreise 1860 nach Angkor. Seine Berichte über diese Tempel ...herrlicher als alles was griechische und römische Kunst je schuf ... weckten die Neugier der westlichen Welt und brachten ihm den Ruf als Entdecker Angkor Wats ein. 1861 bereiste er Laos, verstarb in Luang Prabang an Malaria und wurde am Ufer des Nam Khan begraben. Sein Grab geriet in Vergessenheit, wurde 1990 wieder entdeckt und restauriert.
Bei der Rückfahrt hielten wir beim Dorf Ban Phanom . Im 17. Jh. wurden aus Südchina Angehörige der Lue angesiedelt, um für das Königshaus in Luang Prabang zu weben. Bis heute ist das Dorf für schöne Seidenwebereien bekannt, die natürlich auch zu kaufen waren.



Am Grabmahl des Entdeckers von Angkor



Die "leisen" Mönche am Morgen

Im Gebet mit seinem...

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Wir wurden zeitig geweckt, bereits um 05,30 Uhr läutete das Telefon. Wieder lag Nebel über Luang Prabang.
Vor dem Hotel marschierte eine lange Reihe von Mönchen wortlos durch die Straßen. Beim morgendlichen Almosengang in ihren Ordinationsjahren entsprechender Reihenfolge sammeln sie ihre täglichen Essensrationen ein. Am Straßenrand warteten die Frauen mit Speisen, um sie in die Schalen der Mönche zu legen. Die Mönche bedanken sich nicht für das Essen, denn nach buddhistischer Auffassung haben sich die Gebenden zu bedanken, da ihnen Gelegenheit zum Erwerb von Verdiensten gegeben wurde.



Ohne ein Wort zu sprechen werden die Gaben empf...



400 Km bis Vientiane

...die Schwester als...

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Um 07,15 Uhr begannen wir die lange Fahrt – 400 km bis Vientiane. Auf einer guten Asphaltstraße rollte der Bus mit 50 km/h gemächlich dahin, durch Teakwald, Bambus und Bananenstauden, Gemüsefelder und kleine Dörfer. In vielen Kehren führte die Straße bergan, der Nebel stieg auf und die Sonne schien, während im Tal noch dicke Nebelschwaden lagen. An der Straße und vor den Hütten waren Elefantengraswedel zum Trocknen aufgelegt. Daraus werden dann Besen gemacht, die in ganz Südostasien verkauft werden.



..im Bergdorf der Hmongs...



Durch die Dörfer der "Hmongs"

Kinder der Hmongs

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Die kurvige Bergstraße führte uns immer weiter ins Gebirge zu Bergdörfer der Hmong-Stämme. Ihre Hütten sind aus Bambusmatten, die Dächer mit Elefantengras gedeckt. Frauen schleppten in großen Körben Kürbisse herbei. Unsere Gruppe – allein „auf weiter Flur“.
Die Gegend ein „Naturschauspiel“- Motiv an Motiv.



... nein, nein ! - nicht m e i n e Familie....



...schüchtern"

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Die Straße schlängelte sich über mehrere Pässe und an knapp 2000 m hohen Bergen vorbei.
Schroffe Kalksteinberge ragten aus dem dichten Dschungel und wir hielten bei einem Dorf der Hochland Lao. Ihre Hütten haben keine Stelzen und sind aus Bambusgeflecht mit Elefantengrasdach. Die Kochstelle befindet sich in der Hütte am Boden. Aus den aufgeblühten Elefantengraswedeln wird Füllmaterial für Polster gewonnen.
Hmong und Meos sind Hochland-Lao, die durch Brandrodung Felder gewinnen, Bergreis und Gemüse anbauen, Schweine und Hühner halten und auch Opium anbauen, angeblich zur Verwendung in der Medizin.



"...das Tagwerk ist vollbracht..."



Hmongs-Familie in Kasi

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Wir fuhren hinunter nach Kasi, zwischen den Hügeln lagen abgeerntete Reisfelder und Mutterfelder mit frischen Pflänzchen. Um 14 Uhr erreichten wir den kleinen Ort am Fluß Xong und kehrten zu Suppe, gebratenem Reis und Nudeln ein.
Die Straße von Vientiane nach Luang Prabang wurde Anfang der 40er Jahre von den Franzosen angelegt und im 2. Indochinakrieg von den Amerikanern ausgebaut. Vor der Fertigstellung der Asphaltstraße brauchte man für die Straße durch unwegsames Gelände zwei bis drei Tage.



"Laotische Flusskulisse"



...am Fluß entlang in Laos...

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Nach der Machtübernahme durch die Pathet Lao verschlechterte sich der Straßenzustand sehr und in den 90er Jahren mit der Öffnung des Landes wurde mit Reparaturen begonnen. Seit 1996 ist die Straße wieder befahrbar, doch kam es immer wieder zu Überfällen. Die Armee richtete sodann eine Reihe von Militärposten ein, noch 2003 wurden erneut Busse angegriffen.
Bei Vang Vieng führte die Strecke durch eine schöne Karstlandschaft, die Karstberge sind bis 1300 m hoch und sahen wie in Guilin aus. Sie ragten in vielen Schattierungen auf, dazwischen immer wieder Riesenbambusbüsche.
Beim steil aufragenden Zacken des Phou Pachao – 1892 m hoch – hielten wir an. Eine Bambusbrücke und der Fluß bildeten einen schönen Vordergrund.
Wir durchfuhren nun Vang Vieng, ein Ort mit 20.000 Einwohner.
Die Straße führte uns immer weiter nach Süden, wir ließen die Berge hinter uns und das Gelände wurde immer flacher. Um 18,30 Uhr ging die Sonne unter und je näher wir der Hauptstadt Vientiane kamen, mehrten sich Mopeds und Autos.
Am Abend, Quartiernahme im Hotel in Vientiane-



..ein Morgen am Fluß in Laos...



"Tempelhüpfen" in Vientiane

Kopie des Smaragdbuddhas in...

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Unsere Stadtbesichtigung - heute war "Tempelhüpfen" in Vientiane angesagt - am nächsten Morgen führte uns zuerst zum Ho Phra Keo in einer schönen Gartenanlage. Das frühere Kloster Wat Phra Keo wurde 1565 als Stätte für den Jade-Buddha erbaut, der von den Siamesen erbeutet wurde und heute im Wat Phra Keo in Bangkok verehrt wird. Ein kurzes Stück weiter liegt



Königstempel in Vientiane



Im Wat Sisaket – das älteste...

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Wat Sisaket – das älteste Kloster Vientianes. Es wurde 1818 erbaut, wurde als einziger Wat von den Siamesen verschont und ist heute noch ein Kloster.
Wat Si Muang – dem Stadttempel, der Vientiane vor Unheil beschützen soll. Ursprünglich 1560 erbaut, von den Siamesen zerstört, wurde das Kloster im 20. Jh. wieder aufgebaut.
Kurz danach standen wir am Tor zum Nationalsymbol....



Am Tor des Nationalheiligtums



Am Nationalheiligtum

"Unglaublich aber wahr -...

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Im Osten der Stadt erhebt sich das Nationalsymbol und bedeutendste religiöse Monument von Laos der Stupa That Luang - goldglänzend in der Sonne, rundum 30 kleine Stupas für 30 Tage im Monat oder 30 Jünger Buddhas. Ein erster kleiner Stupa entstand im 3. Jh. vor Chr. als der Buddhismus unter König Ashoka von Indien ausging. Die heutige Gestalt des That geht auf König Setthathirat zurück, der ihn 1566 errichten und mit 500 kg Blattgold beschichten ließ.
 



That Luang - das Nationalsymbol



Der Präsidentenpalast

Patuxai – Siegestor in Vientiane

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Im Zentrum von Vientiane liegt Präsidentenpalast , früher Amtssitz des Gouverneurs, heute nur für Staatsbesuche genutzt und nicht bewohnt. Wir durften nur durch die Gitterstäbe fotografieren. Die Flagge von Laos – rot-blau-rot mit einem weißen Punkt im blau – flatterte im Wind. Davor befindet sich der Null-Kilometer-Stein, von hier aus werden die Entfernungen im Land gemessen.
Eine breite, vierspurige Straße führt zum Stadttor Patuxai – Siegestor, es erinnert an den Triumphbogen in Paris. Das Bauwerk wurde in den 50er Jahren begonnen und mit dem Zement errichtet, den die USA Laos für den Ausbau des Flughafens spendeten.



Der Präsidentenpalast in Vientiane



... im Xieng Khouan oder Buddha Park

"Erawan"

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Am Nachmittag fuhren wir zum Buddha – Park am Ufer des Mekong, 24 km südöstlich von Vientiane. Die Straße war teilweise aufgerissen und es staubte fürchterlich.
Die Freundschaftsbrücke war im Dunst zu sehen. Sie überspannt den Mekong im Nordosten Thailands bei Nong Khai und Laos, der Grenzübergang ist tagsüber geöffnet.
Xieng Khouan oder Buddha Park ist eine gepflegte Gartenanlage mit hinduistischen und buddhistischen Skulpturen aus Beton. Der rund 1 ha große Park wurde 1958 vom Philosophen und Künstler Boun Leua Soulilat geschaffen, der verschiedene Religionen zu einer Weltanschauung vereinigte.



RAHU, der Dämon "verschlingt" den Mond.


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Kommentare

  • weltreisen

    ein wunderbarer bericht mit schönen bildern, Harald. du hast damit natürlich auch meine erinnerungen geweckt an luang prabang mit dem einmaligen ambiente und dem sonnenuntergang und der unvergesslichen fahrt auf dem mekong mit dem besuch der kleinen dörfer.
    anhand deines berichts habe ich gesehen, dass es sich lohnt, auch das "weitere" laos unbedingt zu besuchen.
    inge

  • Blula

    Auch dieser Bericht trägt natürlich wieder unverkennbar Deine Handschrift, Harald. Er ist wie stets überaus gehaltvoll, informativ und lebendig gehalten. Nach dem Lesen sowie dem Betrachten der guten und aussagekräftigen Fotos, die Du ja immer dabei hast, kenne ich mich nun schon recht gut aus in einem Land, das ich auch noch nie bereist habe. Ja, ich sollte das doch mal noch auf meine "to do - Liste" setzen.
    So, und nun wäre ich ja mal noch gespannt, ob demnächst (!) bei Dir daheim Deine Gäste auch im Halbrund im Schneidersitz um den Gabentisch Platz nehmen.... und manche imstande sein werden, eine Baci-Zeremonie aufzuführen :-)))))
    LG Ursula


  • reisefreudig

    Danke Inge, danke Ursula,
    Freue mich immer wieder, wenn Euch mein Bericht gefällt. Ist, nach meinem letzten im Oktober zu Indien, vorerst der letzte den ich hier einstelle. Meine Termine lassen zu Zeit eine Gestaltung von neuen Berichten nicht zu. Außerdem ist hier das "Hochladen" von Bildern zur Zeit dem Zufall überlassen.
    Freue mich jedoch sehr zu Eurer immerwährenden Interesse und den so tollen Bewertungen. Danke auch zu den netten, ausführlichen Kommentaren, mit denen ich erkennen kann, dass IHR Euch tatsächlich intensiv mit meinem Bericht auseinandergesetzt habt. Aber darin seid IHR zwei ja Experten, deren Urteil/Bewertung von ALLEN hier geschätzt wird.
    Ursula, ja nächste Woche geht wieder mal zu einem "Baci" (Geburtstagsfeier) bei mir zu Hause. Ha,ha, leider sind meine Freunde fast in einem Alter wie ich und da tun wir uns im "Schneidersitz" schon schwer. Da aber alle diese Freunde bei der Reise durch Laos dabei waren, wissen sie wenigstens wie es damals - in der Ferne - am Geburtstagsfest in Laos war.
    Durch diesen Bericht und den Bildern dazu bleibt uns doch die schöne Erinnerung an damals in Laos.
    lg Harald

  • Pinky3

    Meine "Vorschreiberinnen" haben eigentlich schon alles gesagt, deshalb fasse ich mich kurz und sage es in einem Wort, GRANDIOS!!!
    LG Gaby

  • therese

    Wieder einmal ein großartiger Reisebericht von Dir. Laos gehört zu den Ländern, die ich unbedingt noch sehen möchte. Schon allein deshalb habe ich Deinen Bericht mit großem Interesse gelesen. Vielen Dank und hoffentlich überlegst Du es Dir noch einmal wegen weiterer Reiseberichte.
    LG therese

  • reisefreudig

    Nochmals ein Danke schön an alle. Ich verneige mich zu Eurem Lob, zu dieser Interesse, zur so hohen Bild/Berichts Bewertung, den netten, hier ersichtlichen Kommentaren und "beflügelt" mich zu weiteren Einstellungen in nächster Zeit ( dauert aber jetzt ein wenig ),
    lg Harald

  • tacitus

    Wie immer ein toller Bericht mit grandiosen Fotos. Er hat die Erinnerungen an meine eigene Reise nach Laos vor rund 18 Jahren auf angenehme Weise wieder aufgefrischt. Danke hiefür. Es war auch einiges Neues dabei, dass mir sehr gut gefallen hat. Super.
    LG Tacitus

  • nach oben nach oben scrollen
  • Schalimara

    Schöner und interessanter Bericht incl. Fotos - hat Freude gemacht alles zu lesen und zu betrachten.
    Die Geburtstagsfeier war sicherlich Dein persönliches Highlight :-)
    LG Schalimara

  • reisefreudig

    Danke Schalimara,
    Du hast recht, diese Geburtstagsfeier war ein schönes Erlebnis ( besonders die klassischen Tänze der Mädchen haben mir u meiner Gruppe sehr gefallen - hat man ja nicht immer ) in diesem so interessanten Land,
    lg Harald

  • ursuvo

    da bin ich jetzt auch sehr gern mitgereist. Und dank Deiner so zahlreichen interessanten Fotos konnte ich mir auch gut vorstellen wie Eure tolle Reise verlaufen ist.
    Danke fürs Mitnehmen:-)
    LG Ursula

  • nobile

    Ein Super-Reisebericht Marke Harald. Man meint, man ist dabei. Dazu die herrlichen Fotos. Danke Harald,
    lg helmut

  • tumtrah

    Mit den Worten " unsere Fotos ein „Schatz“….." hast du deine Schilderung beendet und ich möchte behaupten, dass dieser Bilderschatz deinem gewohnt guten Bericht das Sahnehäubchen aufsetzt. Für mich sind die Länder des gesamten ehemaligen "Hinterindiens" alle noch ein weißer Fleck auf meiner (Reise-)Landkarte. Nach dem Lesen eines solchen Berichts und dem Betrachten der Bilder bin ich der Meinung, dass sich das unbedingt ändern muss. Vielen Dank für die Einstimmung auf dieses offenbar überaus besuchenswerte Land!
    LG Hartmut

  • tumtrah

    Mit den Worten " unsere Fotos ein „Schatz“….." hast du deine Schilderung beendet und ich möchte behaupten, dass dieser Bilderschatz deinem gewohnt guten Bericht das Sahnehäubchen aufsetzt. Für mich sind die Länder des gesamten ehemaligen "Hinterindiens" alle noch ein weißer Fleck auf meiner (Reise-)Landkarte. Nach dem Lesen eines solchen Berichts und dem Betrachten der Bilder bin ich der Meinung, dass sich das unbedingt ändern muss. Vielen Dank für die Einstimmung auf dieses offenbar überaus besuchenswerte Land!
    LG Hartmut

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  • tumtrah

    Mit den Worten " unsere Fotos ein „Schatz“….." hast du deine Schilderung beendet und ich möchte behaupten, dass dieser Bilderschatz deinem gewohnt guten Bericht das Sahnehäubchen aufsetzt. Für mich sind die Länder des gesamten ehemaligen "Hinterindiens" alle noch ein weißer Fleck auf meiner (Reise-)Landkarte. Nach dem Lesen eines solchen Berichts und dem Betrachten der Bilder bin ich der Meinung, dass sich das unbedingt ändern muss. Vielen Dank für die Einstimmung auf dieses offenbar überaus besuchenswerte Land!
    LG Hartmut

  • globetrotter

    Ein sehr interessanter Bericht mit vielen Einzelheiten und wunderschönen BIldern:)
    Laos steht ab sofort auch auf meiner Wunschreiseliste:)
    LG Ute

  • reisefreudig

    Servus Ute,
    ..ich danke Dir zu Deiner Interesse, Ausdauer beim Bewerten und auch zum so zustimmenden, netten Kommenar. Nochmals DANKE an alle hier, insbesonders freut es mich, dass die Bilder des vorliegenden Berichtes mit nahezu 1.400 "Klicks" bewertet wurden. Auch daraus erkenne ich, mit dem Bericht ins "Schwarze" getroffen und Eure Interesse zu LAOS geweckt haben dürfte. Ist noch immer ein Land, welches nicht so von den "Massen" gestürmt wird und die Landschaft an den Ufern des Mekong ist einfach unbeschreiblich schön und noch immer naturbelassen,
    lg Harald

  • wechselbaer

    Beim Ansehen der Fotos bekommt man Fernweh. Eine sehr interessante große Reise nach "Hinterindien".
    Es gibt sicher nicht viele Österreicher, die dort waren. Gratuliere zu dem Bericht. Nun wünsche ich weiter
    so schöne Reisen und immer wieder ein gesundes nach Hause kommen.
    lg Hans

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