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Reisebericht: Kurztripp nach Wien und dort herrlich wohnen im Hotel 'Altstadt Vienna'
Kurztripp nach Wien und zentral zu einem fairen Preis wohnen
Kurztripp nach Wien und dort hüsch wohnen zum fairen Preis
Wiener Naschmarkt
Gerhard Urbanek strahlt wie immer pure Lebensfreude aus. Dicht gedrängt stehe ich an diesem Tag mit einer Hand voll lustiger Kunden in seinem kleinen Wurst- und Käsestandl auf dem Wiener Naschmarkt. Hinter der Theke hält uns sein Sohn Thomas ein Tablett mit kleinen Häppchen Schweinsbraten aus Kitzbühl zum probieren entgegen, während Sohn Daniel eine frische Blunzen auf einem Tablett anrichtet. Dabei verrät er uns, dass die Blunzen, eine Blutwurst vom Feinsten, vom edlen Landgasthof Muhr in der Nähe von Wien stammt.
Als Nächstes serviert Thomas ein kleines Gläschen mit frischem Wein und das legendäre Roastbeef á la Gerer, das mir auf der Zunge zergeht. Reinhard Gerer, seit zwanzig Jahren Mittelpunkt meisterlicher Kochkunst des eleganten Restaurants Korso im luxoriösen Hotel Bristol, ist dem Trend stets um eine Messerspitze voraus. Böse Zungen behaupten hinter vorgehaltener Hand, dass mit seinem steigenden Umfang die Freundinnen immer jünger werden. Ein paar Lachsalven später blicken die schmunzelnden Gesichter dann auch erstaunt auf die unschlagbar legendäre Käseauswahl und die mediteranen Spezialitäten wie Trüffelsalami und Schinken aus San Daniele.
Nach solchen fürstlichen Leckereien ist der Geldbeutel um Einiges erleichtert und die Gäste ziehen gut gelaunt weiter zur kulinarischen und kulturellen Weltreise. Auf der einen Seite des Naschmarktes einige hundert Meter vorbei an kleinen türkischen, griechischen, asiatischen, italienischen, marokkanischen und auch österreichischen Lokalen. Selbst israelische Küche wird seit zweieinhalb Monaten von Haya Molcho, der Frau des weltberühmten Pantomimen Samy Molcho, gekonnt serviert. Ein Platz im kleinen Bistro ist nur mit großem Glück zu ergattern. Da sitzen Snobs, Yuppies und Touristen neben Altwienern und lassen es sich gut gelaunt schmecken.
Auf der anderen Marktseite geht es dann zurück zum Ausgangspunkt vorbei an einer einzigartigen Mischung aus kleinen Marktständen mit orientalischem Flair, wo blutrote persische Granatäpfel mit herrlich grünen Wiener Gurken wetteifern. Wo mir der türkische Armenier Tateos pechschwarze, schrumpelig getrocknete Birnen aus der Steiermark vor meine Nase hält, die bei einer kleinen Kostprobe zuckersüß auf der Zunge zergehen. Umlagert ist der Korb mit den schrumpeligen Früchten von Körben mit Walnüssen aus Chile, Pistazien, Maulbeeren und Berberitzen aus dem Iran, Paranüssen aus Bolivien, Kalamata- Feigen aus Griechenland und Salz aus dem Himalaya. Gleich nebenan bietet Kamaljit aus Indien seit 19 Jahren die Curry-Gewürze seines Heimatlandes an und in unmittelbarer Nähe schaufelt ein eifriger Verkäufer mit seinen bloßen Händen eingelegtes Sauerkraut aus der Tiefe eines großen bauchigen Holzfasses für geduldig wartende Kunden.
Wesentlich feiner geht’s bei Daniela Gegenbauer zu. Sie tröpfelt mit einer Pipette feinste Essigtröpfchen nach einer Geruchsprobe auf den Handrücken, bevor sie mit einem ausgedehnten Seufzer auf meiner Zunge zergehen. Schon der Großvater ihres Mannes hat diese Köstlichkeiten aus Prädikatweinen und Beerenauslese hergestellt, die heute von der Familie bis ins ferne Shanghai und nach Japan verkauft werden. Alle Essigprodukte, so schwärmt die Chefin, werden komplett naturbelassen aus hochwertigem Obst ohne Geschmacksverstärker aufwendig hergestellt.
Mit wuschelig langen Haaren und Rauschebart zieht sich Fuzzi gerade in einem dunklen Verbindungsgang zünftig eine Currywurst in den hungrigen Magen. Ohne ihn würde der Naschmarkt um eine kleine Attraktion ärmer sein, zieht er doch seit Jahren als Unikum mit seinem selbstgebauten Phantasiekarren versehen mit seinem Namensschild durch die Gänge und trägt zur allgemeinen Belustigung mit flotten Sprüchen bei.
Und wer wie ich jetzt erst richtig neugierig geworden ist, streift durch die umliegenden Seitenstraßen und findet inmitten der Jugendstilfassaden so Kuriositäten wie das kleine Museum „Der Dritte Mann“ von Gerhard Strassgschwandtner oder den kleinen Laden mit den Karlsbader Oblaten. Hier werden auf 15 Quadratmeter Fläche von Gert Lagler und seinen vier Mitarbeitern im Akkord die federleichten Feinschmecker-Oblaten mit sechs 90 Jahre alten Originalpressen in Handarbeit unter strengster Geheimhaltung des Rezeptes gebacken. 4.000 Portionen wandern in Zellophan geschweißt oder in hübschen roten Dosen verpackt von Wien bis Tokio in Gourmet-Regale. Soweit will ich nun nicht an diesem Abend. Vom Schaubummel müde lasse ich mich lieber in eine kulinarische Pilgerstätte in einen altehrwürdigen barocken Innenhof im Herzen der Wiener Altstadt chauffieren, um meinen Gaumen dort so richtig nach Lust und Laune verwöhnen zu lassen.
Danach freue ich mich auf mein hübsches, kleines Hotel 'Altstadt Vienna' mit den individuell, verschieden eingerichteten Designerzimmern Gerd Krauskopf
Infos
Anfahrt in Wien zum Naschmarkt: Am schnellsten mit der U4 bis Kettenbrückengasse.
Öffnungszeiten: Montags bis Freitags von 7 bis 19 Uhr, samstags von 7 bis 17 Uhr.
Historisches: Der Name „Naschmarkt“ kommt nicht von dem Wort „naschen“, sondern von „Aschen“, was so viel wie „Eimer“ bedeutet. Im 18. Jahrhundert gab es an dieser Stelle einen Milchmarkt, der bald zum Obst- und Gemüsemarkt wurde.
Komfortabel wohnen: kann man z.B. in der kleinen Vier-Sterne-Hotelpension „Altstadt Vienna“ mit 37 individuell eingerichteten Zimmern und Suiten im restaurierten Patrizierhaus. Kirchengasse 41, A-1070 Wien, Telefon: 0043/(0)1/522 66 66, www.altstadt.at
Gepflegt essen: kann man z.B. im „Hollmann Salon“ im barocken Heiligenkreuzerhof, Grashofgasse 3, A-1010 Wien, Telefon: 0043/(0)1 96 11 960 40
Wohnen in Wien:
Bei meiner jetzigen Wienreise habe ich sehr komfortabel gewohnt in der kleinen Vier-Sterne-Hotelpension „Altstadt Vienna“ mit individuell eingerichteten Zimmern und Suiten im restaurierten Patrizierhaus. Kirchengasse 41, A-1070 Wien, Telefon: 0043/(0)1/522 66 66, www.altstadt.at. Der Service und die gesamte Betreuung haben mir sehr gut gefallen.
Wenn ich von der Stadt nichts mehr aufnehmen konnte und meine Füße gebrannt haben, habe ich mich gemütlich in den „Roten Salon“ gesetzt und in Ruhe einen Kaffee genossen und dabei Zeitung gelesen.
Ein besonderes Highlight war mein Zimmer (alle Zimmer sind individuell verschieden eingerichtet!) mit der urgemütlichen Badewanne, die traumhaft schön im Zimmer integriert war (siehe mein Foto!). Dort konnte ich wieder neue Kraft sammeln für weitere Wien-Abenteuer.
Also, das kleine Hotel werde ich bei meinem nächsten Wien-Trip wieder besuchen!
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