Reisebericht

Reisebericht: Dili, Osttimor

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Eine Very Importent Person.

 
 
 
 
 
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Ich habe im Flugzeug von Dili nach Bali einen Sitz am Gang zugeteilt bekommen. Diesen Platz hätte gerne ein Südkoreaner, also tauschen wir, nun sitze ich am Fenster und sehe seltsames. Ein roter Teppich wird eingerollt, ein hoher Militär mit zahlreichen Orden salutiert und weitere Menschen stehen in einem Durchgang, der mit VIP angeschrieben ist. Wer ist da noch an Bord gekommen? Als das Flugzeug losrollt, hat sich der Militär nicht bewegt, er salutiert immer noch, die anderen winken fröhlich.

In Bali rollt das Flugzeug ans Ende des Flughafens. Auch dort gibt es einen Durchgang, der mit VIP angeschrieben ist. Auch hier wird ein roter Teppich ausgerollt und zahlreiche Besucher warten. Dann steigt er aus, er ist es wahrhaftig! Guerillakämpfer, Freiheitsheld, Friedensnobelpreisträger und Premierminister des jungen Staates Osttimor: Xanana Gusmao! Was für ein Ausklang meiner Kurzvisite in Dili!



 
 
 
 
 
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Wer nach Osttimor will, braucht Zeit und Geld und wenn man keine Zeit hat, viel Geld. Die Infrastruktur für Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen, das Land ist ja auch erst seit etwas über 10 Jahren unabhängig, noch 1999 verwüsteten indonesische Truppen Teile Dilis. Tägliche Flüge gibt es nur nach Bali und Darwin und diese Tickets kosten. Vielleicht hat man sich auch nur zu sehr an tiefe Flugpreise gewöhnt. Air Timor fliegt auch nach Singapur, 3x pro Woche für richtig viel Geld. Wer will kann auch günstiger nach Kupang in Westtimor reisen und von dort auf dem Landweg einreisen. Ich habe diese Variante aber verpennt, denn dazu muss man sich vorher ein Visum (z.B. in Kupang - das braucht fünf Tage sagte man mir) organisieren und da ich viel zu langsam gereist bin, fehlt mir die Zeit. Auch die Schiffahrt nach Oecussi fällt aus demselben Grund ins Wasser. Dennoch wollte ich unbedingt Dili sehen, so einen Fuss hineinsetzen in ein Land, das sich toll anhört.



Air Timor oder doch nicht?

 
 
 
 
 
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So sitze ich also im Gate in Singapur und stelle fest, dass Air Timor gar keine Flugzeuge hat. Die Silk-Air hilft aus, mit einem uralten Flieger. Die Mitreisenden scheinen vor allem UNO- und NGO- und Botschaftsmitarbeiter zu sein, fröhlich sehen sie nicht aus eher freudlos. Sie sitzen da und gaffen in ihre Laptops. Unter vorgehaltener Hand, so habe ich mir sagen lassen, geben selbst die UNO-Mitarbeiter zu, dass ihre Arbeit in Timor überhaupt nichts bringt. Sie bekommen einen sehr hohen Lohn inklusive Spesen etc., wohnen in den teuren Hotels, sitzen in den teuren Restaurants und Hotelbars, fliegen mit ihren Helikoptern und Flugzeugen in ihre Einsatzgebiete im Hinterland, machen sich ein schönes Leben, während der Staat Timor Leste, wie er offiziell heisst, weder über eine Fluggesellschaft noch über brauchbare Strassen verfügt, , die Bevölkerung unter massiver Armut leidet, die Infrastruktur aus dem letzten Loch pfeift (der Versuch im Internetcafe eine Mail zu schreiben gelangt zwar, ich brauchte dafür aber 40 Minuten). Sobald es zu Aufständen kommt, müssen australische UNO-Truppen eingeflogen werden, weil weder die Timorer Polizei noch die Armee in der Lage sind, für Ruhe zu sorgen. Es hat sich, so habe ich mir sagen lassen, eine Zweiklassengesellschaft zwischen den Langnasen und ein paar weniger Timorer und dem Rest der Bevölkerung entwickelt. Immerhin scheint es in den letzten Jahren aber doch endlich aufwärts zu gehen. Seit fünf Jahren ist Timor relativ ruhig und wie ich feststellen werde, ein Paradies für Rucksacktouristen, die bekanntlich immer am Anfang eines touristischen Aufschwungs stehen.



Dili - ein teures Pflaster

Ich jedenfalls habe keine Ahnung was mich erwartet, aber als das Flugzeug zur Landung ansetzt, stelle ich fest, dass diese Insel sehr hügelig ist und tolle Strände haben muss. Das Hotel hatte ich ausnahmsweise im voraus gebucht, ich habe mir etwas Angst einjagen lassen ab den Geschichten, dass Hotelzimmer knapp seien, weil alles von UNO und NGO-Mitarbeitern besetzt sein soll. Wie habe ich mich nur verändert, früher wäre mir eine Vorausbuchung nie in den Sinn gekommen.

Dili ist ziemlich langezogen, zahlreiche Hotels, die etwas günstiger sind, wir sprechen hier von 75 Dollar, sind im Botschaftsviertel, ziemlich weit weg vom Zentrum. Nachts gehen alle Taxifahrer nach Hause und ob man in Dili im Dunkeln einen längeren Spaziergang machen sollte, ist vielleicht nicht das Klügste, zumindest nach meinem Reiseführer. Wer im Zentrum nächtigen will, der muss pro Nacht mit 100 Dollar und mehr rechnen. Es gibt zwar einen Backpacker, vielleicht einen Kilometer vom Zentrum entfernt, früher wäre ich dahin, aber mittlerweile schätze ich ein Einzelzimmer mit Bad, zudem meide ich Dormitories, seit ich einen anderen Rucksacktouristen in meinem Rucksack rumwühlen sah.



Switzerland? Europe?

 
 
 
 
 
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Der kleine, schmucklose Flughafen von Dili ist gut organisiert. Zuerst muss ich ein Visa on arrival kaufen und das kostet 30 Dollar. Ich finde das ja wunderbar und auch in Ordnung, aber ich muss weder Visumsantrag ausfüllen noch ein Foto abgeben. Nein, ich blättere 30 Dollar hin und bekomme dafür einen Stempel und eine Quittung innerhalb von zwei Minuten. Es scheint sich hier eher um eine Eintrittsgebühr zu handeln. Anschliessend geht es zum Zoll. Der schüchterne Zöllner blickt etwas hilflos in meinen Pass bevor er ein schüchternes "Sweden?" von sich gibt. Aha Switzerland. Liegt das in Europa? Dann findet er es sehr schade, dass ich nur 5 Tage bleibe, es gäbe hier doch soviel zu sehen! Ich habe ein extrem gutes Gefühl, Osttimor ist ein tolles Land.



Ein erster Eindruck

 
 
 
 
 
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Im Taxi, ein anderes Transportmittel gibt es am Flughafen in die Stadt nicht, bekomme ich einen ersten Eindruck der Timorer. Sie sind eher schüchtern und lernen als erste Fremdsprache ihre Landessprache portugiesisch. Warum um alles in der Welt lernt man in diesem Teil der Welt portugiesisch? Wo kann man das denn brauchen? Als Zweitsprache lernen sie noch englisch. Bald gebe ich es auf, mit den Timorern portugiesisch zu reden, denn ich stelle fest, dass sie alle, zumindest in Dili, ziemlich gut englisch können. Nun, das Taxi hat die halbe Windschutzscheibe mit Klebestreifen zugeklebt, jetzt sieht das Auto zwar rassig aus, aber ich muss mich ziemlich ducken, um überhaupt etwas zu sehen. Der Fahrer ist etwas kleiner und scheint damit kein Problem zu haben. Er stellt sich als Marcos vor und ist mir recht symphatisch. Fahrzeuge in Osttimor haben sie das Steuerrad auf der anderen Seite, fahren aber auf der gleichen Strassenseite wie in Europa. Während wir durch das Botschaftsviertel Richtung Stadt rollen, auch in Dili hat es sehr viel Verkehr, zählt Marcos alle Botschaften auf. Die Sprache verbindet: Brasilien und Mosambik haben ihre Botschaft und an bester Lage Portugal. Hier stehen auch viele Leute an. Möglicherweise kommt man hier an einen EU-Pass. Natürlich sind auch China und die USA vertreten. Auf dem Weg ins Hotel sehe ich auch eine Unterkunft, die Zimmer für 25 Dollar anpreist. Je mehr Touristen kommen werden, desto mehr Hotels wird es geben desto mehr werden die Preise sinken. Das wäre natürlich sehr wichtig, denn diese hohen Preise schrecken natürlich viele Reisende ab.

Dili gleicht mehr einem grossen Dorf als einer Stadt, das sich der Küste entlangzieht. Die Promenade wird nur getrennt durch den Hafen, der sich so ziemlich in der Stadtmitte befindet und nicht besonders gross ist. Die Menschen haben eine hellbraune Hautfarbe, sind eher klein und schlank. Die Frauen sind sogar für asiatische Verhätnisse klein und vorallem unglaublich mager. Fleisch ist da kaum vorhanden, sodass es schwer fällt zu glauben, die diese kleinen herzigen Frauen Kinder kriegen können. Dennoch sieht man viele Mütter mit vielen Kindern. Ihr Alter abzuschätzen, gelingt mir nicht.



Hotel Timor

 
 
 
 
 
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Reisende entdecke ich in Dili praktisch keine. Südkoreanische Reisegruppen, ein paar Australier, that's it. Dabei gibt es kaum ein besseres Land für Abenteurer, hier ist Reisen noch wie früher. In alten Bussen über holprige Landstrassen, einfachste Unterkünfte, Menschen, die sich über Reisende freuen, Berge und einsame Strände. Landschaftlich ist diese Insel grandios.

Ich habe mich im Hotel Timor einquartiert, denn ich habe gelesen, hier wehe ein Hauch von Geschichte, was mir aber nicht aufgefallen ist. Das Hotel entspricht einem Mittelklassehotel und ich bin sehr zufrieden. Natürlich mangelt es hier und da, es ist schwierig zu duschen ohne das gesamte Bad unter Wasser zu setzen, da die Schiebetüre klemmt, damit kann ich leben. Den Hotelrezeptionistinnen merkt man an, dass ihnen die Routine im Umgang mit Touristen fehlt. Einen Schweizer haben sie noch nie gesehen, könnte man meinen. Überhaupt scheine ich der einzige Blonde in Dili zu sein. Kinder starren mich an und kreischen vor Freude, die Älteren rufen Hello Mister und Schülerinnen kichern. Total nettes Land. Wo erlebt man noch sowas.



Nachtleben?

 
 
 
 
 
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Unter der Woche ist abends in Dili wenig los. Wenn es eindunkelt, wird es ziemlich dunkel, trotz der Strassenbeleuchtung. Man muss ziemlich aufpassen, denn Dili hat wie alle asiatischen Städte ein Verkehrsproblem und die Autos sind sich gewöhnt, dass die Fussgänger ihnen den Vortritt lassen. Es gibt eine Kneipenmeile im Zentrum, doch dort herrscht gähende Leere. Die Kellnerinnen sind total nett, etwas schüchtern, irgendwann meinen sie, ich sähe aus wie ein Brasilianer. Vielleicht liegt das daran, dass ich mein portugiesisch in Brasilien gelernt habe.

Zuvor war ich in der Bar des Hotel Timor. Hier hat es ziemlich viele Gäste, vorallem Nichttimorer. Eben, diejenigen die sich drei Dollar für das kleine Bier leisten können. Timor hat übrigens keine eigene Währung, man zahlt mit US-Dollar, statt Cents gibt es hier aber Ostimorer Centavos. Überhaupt ist Dili nicht billig. Weder im Supermarkt, noch in den Restaurants. Das leuchtet natürlich auch ein. Alles muss importiert werden, zudem weiss ich nicht, ob sich das Verhältnis zu ihrem Nachbarn Indonesien entspannt hat. Immerhin bekommt man indonesisches Bier oder wie mittlerweile in jedem Winkel der Erde, ein teures Heinecken. Wie es diese hässliche Pfütze geschafft hat, als teures Bier sich weltweit zu etablieren ist beeindruckend. Am Geschmack und Preis kann es nicht liegen.



Harley Davidson

 
 
 
 
 

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Im Hotel ist die Hölle los. Der Harley Davidson Club Jakarta ist eingetroffen - mit Polizeieskorte. Für sie tut man alles, den Osttimor ist froh um jeden Touristen, vorallem natürlich um so zahlungskräftige wie diese Motorradfahrer. Die Harleys werden bewacht, es dürfte sich um rund fünfundzwanzig Fahrzeuge handeln. Zwei Frauen sind auch dabei. Am nächsten Tag brechen sie wieder auf. Am nächsten Tag bin ich per Zufall gerade auf einer Wanderung und kreuze ihren Weg. Zuerst wird die Strasse komplett gesperrt, dann rasen zwei Polizeautos mit massiv übersetzter Geschwindigkeit an mir vorbei, dann zwei Polizeitöffs, die Harleys hinterher, anschliessend wieder zwei Polizeitöffs und dann ein Einsatzfahrzeug für die Mechaniker, Reiseleiter, Kamerateam. Ich finde es doch etwas gar kriminell, wie die durch die Gegend rasen. Ich dachte immer, Harley fahren sei gemütlich. Möglicherweise haben die Polizisten viel die grössere Freude daran zu rasen, wie die Harley-Fahrer.

Am Abend sitze ich mangels Alternative wieder in der Hotelbar. Die Harley-Fahrer scheinen wirklich ein grosses Ereignis für Osttimor zu sein. In den Nachrichten wird lang und breit darüber berichtet, dass Hotelpersonal lauscht gebannt. Hoffentlich ist dies ein weiterer Kick um mehr Touristen nach Timor zu holen.



Perle Dilis

 
 
 
 
 

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Dili mag man als Stadt schön finden oder weniger, wahrscheinlich eher das Zweite. Wer aber die wirkliche Schönheit dieser Stadt entdecken will, der muss nach Osten, zur Statue Cristo Rey wandern. Denn wenige Kilometer östlich von Dili beginnen die Traumstrände. Es beginnt mit einem nicht ganz so schönen Strand, hier hat es aber tolle Restaurants, (überhaupt kann man in Dili ausgezeichnet essen) die in jede europäische Sommerdestination passen würden. Hier kann man direkt am Wasser sitzen. Viele Gäste hat es nicht, eigentlich keine. Vielleicht bin ich auch zu früh dran. Dann kommt ein Abschnitt, der mir am besten gefällt. Bäume die mitten im Wasser stehen geben einem ein ganz spezielles Gefühl. ein menschenleerer Strand umgeben von Bäumen. Danach kommt der Areia Branca, der schöne Stadtstrand von Dili. Die wenigen Menschen, denen ich begegne grüssen freundlich, hier ist eine andere Welt. Hinter der Statue Cristo Rey beginnen die einsamen Strände. Wer also einen Strand ganz für sich haben will, der ist hier richtig. Ich treffe auf Manuel, er arbeitet bei der australischen Botschaft und lädt mich spontan ein, am Wochenende mit ihm in den Ausgang zu gehen, damit ich mal Dili so richtig kennenlerne. Leider bin ich dann schon weg. Dann lass uns am Abend treffen, er gibt mir seine Telefonnummer. Ich, wie ich feststellen muss, bekomme aber mit meinem Hand keinen Netzempfang hin.

Zurück am Areia Branca genehme ich mir eine Mahlzeit und trinke ein Bier. Das hätte ich besser sein lassen. Der Marsch hat mir zugesetzt, ebenso die Sonne und die Hitze. Hier hat es eien paar australische Touristen die hier am Strand in einem Hotel wohnen. Es ist wunderschön hier.

Ich breche eine gute Stunde später auf zurück nach Dili, gute 45 Minuten Fussmarsch schätze ich. Das Bier liegt mir schwer im Magen, und vielzu wenig Wasser habe ich getrunken. Ziemlich erschöpft treffe ich im Hotel ein. Ich will mich nur noch hinlegen und einen kühlen Lappen auf mich legen doch dann das! Ein Krampf im Oberschenkel, so heftig wie selten zuvor und er geht nicht weg, dabei kann ich vor Müdigkeit kaum noch stehen. Zudem fürchte ich, dass ich einen leichten Sonnenstich habe. Wie konnte ich nur so fahrlässig mit meiner Gesundheit umgeben. Alter macht eben nicht immer klug. Endlich löst sich der Krampf, das dauerte auch. Ich lege mich hin, doch nun geht es richtig los. Nun ja, ich habe es überlebt.



 
 
 
 
 
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Das Taxi vom Hotel zum Flughafen ist schon besetzt. Eine wirklich hübsche Timorerin sitzt bereits drin, aber ich solle ruhig zusteigen. Sie steigt unterwegs aus und ich komme nicht darum herum sie zu mustern, schliesslich ist sie eine der wenigen Frauen hier, die richtig gut gebaut ist. Schlank, aber nicht so mager oder dünn wie ihre Landsfrauen. Sie verabschiedet sich sehr nett von mir und wir fahren weiter. Da fragt der Taxifahrer "Mister like?" "Hä?" "Mister like friend?" Ach so die Frau, ja es stimmt, mir hat sie sehr gut gefallen, also kann man das ja auch sagen, vielleicht ist es ja seine Frau und er ist stolz auf sie oder sonst was. Also gebe ich es zu und sage, ja, sie sieht toll aus. Der Taxifahrer fängt an zu brüllen vor Lachen "uuuu Jigii Jigii Yes?" Das verstehe ich sofort und bin erstmal sprachlos. "Mister jigii jigii friend?" Ich muss zugeben, dass mich der Wunsch diese tolle Frau zu spüren, kurze Zeit innehalten liess, doch bald darauf kehrte die Verstand zurück. So sage ich, dass mein Flug in zwei Stunden geht, aber das scheint für ihn kein Problem darzustellen. Er rufe sie gleich an, Hotel und hahaha. Ich werde misstrauisch. In Dili kann ich mir sowas nicht vorstellen, da muss etwas faul sein. Als wir beim Flughafen sind, verlangt er den doppelten Fahrpreis, daher weht also der Wind. Alles klar Junge. Hier sind 10 Dollar.



 
 
 
 
 
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Der bewegende Moment kam völlig unerwartet. Draussen vor dem Flughafen spielten Kinder. Sie rannten um mich herum und riefen "Hello Mister" und "Whats your Name". Als ich zum Flugzeug laufe, entdecken mich die Kinder wieder, sie sind auf der Aussichtsplattform des Nebengebäudes. Sie schreien und winken "byebye Mister". Ich drehe mich um und winke. Nun winken alle auf der Plattform mir zum Abschied zu.

Es war eine Stippvisite, nun habe ich Appetit bekommen. Ich komme garantiert wieder und dann reise ich ein paar Winkel dieses tollen Landes ab. Jetzt ist die Zeit für Osttimor, jetzt wo die Leute vom Tourismus noch unverdorben sind, sich über Reisende freuen und wo reisen noch reisen ist. Hier muss man sich die Etappen verdienen, gerade in Zeiten der Billigfliger wie Oriental, AirAsia, Jetstar und wie sie alle heissen, zieht man verständlicherweise den Flug der langen und anstrengenden Busreise vor. Reisen verändert sich, auch ich ertappe mich, wie ich das Flugzeug wähle, damit ich noch mehr Destinationen sehen kann. Hier in Osttimor ist man Langsamkeit und Einfachheit ausgeliefert. Perfekt!



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Dili, Osttimor 5.00 1