Reisebericht

Reisebericht: 2012.03 Ecuador

 
 
 
 
 
Reisebericht: 2012.03 Ecuador

Meine Klassenlehrerin schenkte mir in der Grundschule das Buch "Im Schatten des Chimborazo" von Josè Maria Rocafuerte.

Diesen Traum wollte ich mir verwirklichen, zumal es Ende der 70er gefühlt soweit weg, wie auf einem anderen Planeten war.

Der Plan war mit einem Postschiff über den Rio Napo und andere Nebenflüsse des Amazonas nach Peru zurück zu fahren.

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Wir kommen über den Landweg von Peru mit einem lokalen Bus nach Loja. Es ist gerade Karneval, was in Loja am Sonntagabend heisst, dass kein Mensch auf der Strasse ist, da die Leute schon vom vielen Feiern "erschöpft" sind. Mit großer Mühe und der Hilfe der örtlichen Polizei finden wir noch etwas zu Essen.
Die Fahrt war sehr schwierig. Wir haben uns ein Jahr ausgesucht, in dem die Regenfälle besonders heftig sind. Einige Straßen waren nur mit Mühe passierbar. Trotz des heftigen Regens feiern die Menschen in allen Dörfern ausgelassen und wohl "feucht fröhlich" mit entsprechender Soundanlage auf den Dorfplätzen.
Der heftige Regen hat, abgesehen von den Erdrutschen zur Folge, dass es wunderschön grün in Ecuador ist, was doch ein krasser Gegensatz zu der Westküste von Peru darstellt.
Es wird also eine große Auswahl von Blumen und Pflanzen in dem Reisebericht zu sehen geben, was uns auch ein wichtiger Aspekt der Reise war.



Am nächsten Tag erreichen wir Vlicabamba. Auch hier ist der Karneval im vollen Gange. Die Leute besprühen sich alle mit Schaum aus der Sprayflasche, trinken viel und tanzen wild auf der Straße.
Wir waren eigentlich froh dem Rummel entkommen zu sein....

Vilcabamba ist die Stadt der Aussteiger. "Josh" klärt uns über das zu erwartende Ende der Welt am 21.12.2012 auf. Er hat schon auf einer Bergspitze ein neues Haus bezogen und harrt nun der Dinge.
Wir diskutieren stundenlang über die Verrücktheiten der ganzen Welt und erhalten einen ausführlichen Bericht über die Wirkung von psychedelischen Pilzen, deren Generalimporteur nach Deutschland "Josh" in seinem früheren Leben war.
Wir hatten auf unserer Reise gerade das Hörbuch "Die dunkle Seite des Mondes" von Martin Suter gehört und konnten mit etwas "Insiderwissen" glänzen.



 
 
 
 
 

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Hier in Vilcabamba ist auch für uns Europäer ein ausgezeichnetes Klima. Hier sind mehr als die Hälfte aller Bewohner, wie man bei uns sagt "Zugereiste" aus der ganzen Welt. Aber durchgängig mit esotherischem Anspruch. Man sagt hier sei "das Herz der Erde". Hier werden die Bewohner auch überdurchschnittlich alt.

Uns reichen die sanften "Drogen" und wir erweitern unsere Fotosammlung - Biere der Welt.



 
 
 
 
 

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Vilcabamba liegt an der alten Inkastrasse von Quito nach Cusco. So ist wohl der Inka Fürst "Túpac Yupanquis" hier vorbeigekommen als er seinen Regierungssitz nach Cuenca Ecuador verlegt hat. Sein Sohn "Huayna Cápac" übernahm die Macht als 11. Sapa Inka. Er teilte nach seinem Tod das Reich im Norden für "Atahualpa" und im Süden für "Huáscar" auf. Die beiden Söhne bekriegten sich und Atahualpa zog von Quito an Vilcabamba vorbei nach Süden. Er besiegte zwar seinen Bruder, wurde aber später von den Spaniern erdrosselt (obwohl er ein Zimmer voll Gold als Lösegeld bezahlt hatte).

Wir gehen auf den "Mandango", ein heiliger Berg. Er soll wie ein schlafender Inka aussehen.



 
 
 
 
 

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Der Aufstieg dauert 2 Stunden und ist nicht sehr anstrengend. Hier gibt es schöne Blumen und Schmetterlinge zu bestaunen.



 
 
 
 
 

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Weiter geht unsere Reise nach Cuenca. Der Inka "Huayna Cápac" zeugte hier über 200 Kinder und wir sind schon gespannt, was uns dort erwartet.




 
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Kommentare
  • shootingstar 05.04.2013 | 11:13 Uhr

    Danke für die interessante Berichterstattung! Will schon lange mal nach Ecuador, da ein Freund von uns in Quito seit 5 Jahren deutsches Bier braut.
    LG Claudia

  • biggipomm 07.04.2013 | 12:01 Uhr

    Hallo Claudia,
    danke für Deine gute Bewertung.
    Euren Freund solltet Ihr unbedingt einmal besuchen. Ecuador war wirklich schön und wenn man genug Zeit hat, kann man wohl auch schöne Wanderungen machen.
    Zu Deinem Bild: Ja das waren diese besagten Affen, sehen eigentlich ganz lieb aus, aber wehe.
    LG Birgit

  • shootingstar 07.04.2013 | 12:21 Uhr

    Ich finde es klasse, dass du deinen Plan von damals jetzt auch umgesetzt hast! Wie funktioniert das mit den Postschiffen, sind die öffentlich, fahren sie nach Plan???? Das würde ich gerne auch so machen. Da wir auch immer als Indi-Reisende unterwegs sind und nur mit den Öffentlichen Reisen wäre das genau das Richtige für uns.
    LG Claudia

  • biggipomm 07.04.2013 | 22:47 Uhr

    Hallo Claudia,
    schau mal hier:http://www.travelblog.org/South-America/Peru/Loreto/blog-628619.html.
    Es gibt aber auch noch viele andere Berichte.
    Wir wolltenden Rio Napo ursprünglich von Coca nach Iquitos (Peru) fahren und dann hinauf nach Yurimaguas. Alle Boote sind abhängig vom Wasserstand und von den Passagieren, wobei die Mobilität der Bewohner (und Erdölarbeiter) rapide zunimmt. Während unserer Reise hat es furchtbar geregnet (Reisebericht folgt demnächst) und so hatten wir die Befürchtung den Rio Maranon und den Rio Huallaga nicht hinauf zu kommen. Außerdem hatte uns meine Nierenbeckenentzündung schon in der Zeit zurück geworfen.
    Lese Dich ruhig mal in die Berichte ein, es gibt ja kein Fleck auf der Erde, über den nicht schon einer geschrieben hat.

    LG Birgit

  • Steffania 21.04.2013 | 11:38 Uhr

    Hallo Birgit,
    ich habe Deinen Bericht mit großem Interesse gelesen. Eine Freundin war vor Kurzem auch in Ecuador und nachdem ich ihre Bilder gesehen habe, ist dieses Land für mich ebenfalls interessant geworden.
    LG Steffi

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