300 Kilometer nördlich vom Polarkreis, eine Fahrradreise auf den Lofoten!

Reisebericht

300 Kilometer nördlich vom Polarkreis, eine Fahrradreise auf den Lofoten!

Vor Svolvaer



24.06.2011 Anreise

Die Anreise zum Ausgangsort meiner Radreise erfolgte mit dem Auto. Am 24.06.2011 fuhr ich von Schwerin nach Norwegen und erreichte dort am 26.06.2011 den Ort Nesna.



Abendrot auf der Schwedenfähre



27.06.2011 mit Postschiff auf die Inseln

Hier begann am nächsten Tag meine Radreise, indem ich mit dem Postschiff auf die Lofoten übersetzte.
Pünktlich um 5:30 Uhr legte das Postschiff sanft am Kai an. Zwei seitliche Ladeluken öffneten sich und ein Gabelstapler kam mit einer Palette aus dem Speicher angefahren. Als ich das Rad auf die Gangway schob, stand ich auf einmal vor 8 Treppenstufen, das Schiff legte hier nur für 5 Minuten bis zur Abfahrt an. Bevor ich in Gedanken schon alle Packtaschen von meinem Rad montierte, kam mir ein männliches Besatzungsmitglied zur Hilfe und wir hatten im Nu das Hindernis genommen. Erleichtert standen wir (Ronny ein radreisender Schwede und ich) jetzt im menschenleeren Foyer an der Rezeption, hier bekamen wir die Nachricht, die Räder sollen auf das Autodeck.



Nesna



Zurück ging es über mehrere Treppen und Gänge zum Foyer, von hier fuhren wir mit dem Fahrstuhl auf die oberen Decks. Ronny wollte einen Kaffee trinken gehen und ich an die frische Luft, so trennten sich unsere Wege.



Das Sonnendeck am frühen Morgen



Auf dem obersten Deck angekommen, atmete ich erst einmal tief durch, um diese Zeit war hier kein Passagier zu finden. Ich will nicht lügen, kein munterer Passagier, im Schutz der Deckaufbauten schliefen zwei eingehüllte Gestalten auf ihren Liegen. Das Wetter konnte nicht besser sein, blauer Himmel und Sonnenschein bis zum Horizont.



Morgendunst über der Bucht

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Für mich stand an diesem Morgen meine erste Überquerung des Polarkreises bevor. Mit einer Durchsage wurden alle Passagiere über dieses Ereignis rechtzeitig informiert, und somit füllte sich auch das Deck mit Leben. Am 27.07.2011, um 7:17 Uhr war es soweit, das Postschiff, die "Midnatsol" passierte nahe der Insel Vikingen den Polarkreis, bei etwa 66° 33′ 44′ N.



Polarkreismonument

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Im Laufe der weiteren Reise zog die gewaltige Küstenlandschaft am Betrachter vorüber, in besonderer Erinnerung ist mir die Anfahrt auf eine Gletscherzunge des Svartisen geblieben. Der Svartisen ist mit 370 km² der zweitgrößte Gletscher Norwegens, der Name leitet sich aus dem altnorwegischen Wort “svartis” ab und bedeutet so viel wie “schwarzes Eis”. Damit ist der Kontrast von frischem Schnee zu altem, dunkelblauen Eis gemeint.



Vor Grønøy, mit Blick zum Gletscher Svartisen



In Bodø hatten wir einen längeren Zwischenstopp, bevor es weiter in Richtung Lofoten ging. Die Lofoten-Kette sah vom Wasser aus schon sehr beeindruckend aus, aber bis zur Ankunft in Stamsund mussten wir uns noch etwas gedulden.



Wir lassen das Festland hinter uns



Die Überfahrt gelang an diesem Tag nicht planmäßig und so kamen wir mit einer Verspätung von 20 Minuten dort an.



Die Lofot-Kette taucht am Horizont auf



Es war schon 20:00 Uhr und ich wollte noch den Campingplatz Brustranda Sjøcamping erreichen. In der einer Bucht hatte ich freinen Blick auf das Meer und konnte die Midnatsol beobachten, die jetzt ohne mich die Reise fortsetzte.



Das Schiff verlässt den Hafen von Stamsund ohne...



28.06.2011 Brustranda Sjøcamping-Sandsletta, 100 km

Gegen 8:00 Uhr fuhr ich ab, die Tagestemperatur am Morgen betrug, bei aufziehendem Regen, satte 17° C.



Brustranda Sjøcamping



Das Wetter blieb auf der Tagestour regnerisch und meine Eindrücke waren es auch. Von der E 10 ging die Straße Nr. 816 zum Ort Henningsvær ab, dem ich unbedingt einen Besuch abstatten wollte.



Die Sonne verliert den Kampf und es ziehen dunk...



Henningsvær
Das kleine, ursprünglich wirkende Fischerdorf mit seinen dicht aneinandergereihten Häusern und dem Fischereihafen wird auch als Venedig des Nordens bezeichnet. Im Winter herrscht hier im Hafen, wenn der Kabeljau zum Laichen kommt, Hochbetrieb. Davon ist heute nicht viel zu spüren, nur wenige Touristen schlendern durch die Fischersiedlung und betrachten die Auslagen von kleinen Keramik- und Kunstgewerbeläden.



Henningsvær



Als es erneut zu nieseln begann, fuhr ich zurück auf die E 10, um das 24 km entfernte Svolvær anzusteuern.



Straße Nr. 816



Bilder von der Lofoten-Kathedrale beschloss ich auf meiner Rücktour zu machen, immer in der Hoffnung auf besseres Wetter.



Das Moos ist genügsam



Einen Lichtblick gab es dann doch, vor Svolvær wurden Radwege neben der E 10 angelegt, somit konnte ich dem nassen Stress auf der "Inselautobahn" entgehen.
In Svolvaer absolvierte ich eine kleine Stadtrundfahrt und sah mir den Hafen mit den Ausflugsschiffen zum Trollfjord an, anschließend fuhr ich noch eine Kleinigkeit einkaufen. Die Verschnaufpause tat gut und dem Regen für einen Moment zu entkommen war auch sehr angenehm, aber ich wollte weiter nach Norden.



Radpflege in Sandsletta



Nach weiteren 26 Kilometern, nordwestlich von Svolvær, erreichte ich gegen 17:00 Uhr den Campingplatz Sandsletta. Als ich mein Zelt aufbaute, machte der Regen eine kleine Pause,



Camp Sandsletta



29.06.2011 Sandsletta-Tengelfjord, 109 km

Der Wetterbericht, der in der Rezeption auf dem Zeltplatz Sandsletta ausgelegen war, versprach einen teilweise sonnigen Tag, das entsprach nicht den mir bekannten Vorhersagen. So war ich unsicher, in welche Richtung ich weiter fahren sollte. Bei gutem Wetter wollte ich nach Digermulen fahren, so war mein Plan. Wann war gutes Wetter?



Bei der Landschaft bekommt man feuchte Augen, n...

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Bis Fiskebøl hatte ich noch Zeit mich zu entscheiden, von dort entweder mit der Fähre nach Melbu auf den Vesterålen, oder zum Raftsund bis Digermulen zu fahren.



Abzweig Fiskebøl

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Also fuhr ich auf der E 10 in Richtung Digermulen, von der einzigen Landverbindung war mir bekannt, dass es hier die ersten Tunnel gab.



Myrlandsstunnel



Als ich aus dem ersten Tunnel kam, setzte Regen ein und ringsherum wurde es immer dunkler, mein Plan war geplatzt.Ich beschloss, bis zur Raftsundbrücke zu fahren, ein Foto vom Raftsund zu machen und anschließend mit der Fähre von Hanøy nach Kaljord überzusetzen. Von dort wollte ich zunächst nach Norden bis Sortland und am nächsten Tag weiter nach Melbu, um dann auf der Rücktour bis Digermulen zu fahren.



Raftsundbrücke

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Aber auch dieser Plan zerplatze, die Fähre nach Kaljord fuhr erst gegen 17:45 Uhr. Ohne einen besseren Plan zu haben, fuhr ich nun doch nach Digermulen und hoffte, die dichte Wolkendecke würde noch einmal aufreißen.



Der Raftsund von der Brücke gesehen



Der Raftsund ist eine Wasserstraße, welche die Vesterålen mit den Lofoten verbindet. Auf diese Landschaft war ich besonders gespannt, von ihr hatte ich im Vorfeld schon einiges gelesen.



Eine Landschaft zum Niedernknien

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Kaiser Wilhelm der II besuchte ertsmals 1898 Digermulen, unter anderem war er auf dem Digermulkollen (Kaiserberg). In den folgenden Jahren reiste der Kaiser häufiger auf die Lofoten und brachte somit den Tourismus auf die Insel.



Am Raftsund

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Vom Raftsund gelangt man in den bekannten Trollfjord, den die Schiffe der Hurtigroute regelmäßig als Höhepunkt ihrer Lofotenreise ansteuern.



Ein Postschiff biegt in den Trollfjord ein

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Pitschnass erreichte ich mein Ziel Digermulen, dort besuchte ich noch den Markt.
Dann ging es zurück zum Campingplatz, die Aussicht auf eine warme Dusche und ein leckeres Abendessen trieb mich voran. Die Sonne ließ sich zwar nicht mehr blicken, dafür gab es ein anderes Highlight. Als ich über die nächste Anhöhe fuhr, sah ich ein Postschiff, es steuerte auf den Trollfjord zu. Einmalig, dass ich dieses Erlebnis noch auf meinem Speicherchip festhalten konnte. So bekam der verregnete Tag doch noch seine besondere Note. Nach meiner warmen Mahlzeit schlüpfte ich zufrieden in meinen Schlafsack.



Camp am Raftsund

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30.06.2011 Tengelfjord-Lyngvær, 82 km

In der Nacht setzte heftiger Regen ein, trotzdem oder gerade deshalb schlief ich gut. So kam ich erst um 7:00 Uhr aus dem Schlafsack. Das Zelt war innen und außen komplett nass, so dauerte es bis 9:30 Uhr, um reisefertig zu werden. An diesem Tag kam alles anders als erwartet. Obwohl ich vorsorglich meine Regensachen trug und für diesen Tag auch schlechtes Wetter angesagt war, regnete es die ganze Tour überhaupt nicht mehr.



Landschaft vor Svolvaer

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Nach meiner letzten Durchfahrt am Sløverfjordtunnelen (Länge 3340 m, unter dem Sløverfjord - 112 Meter unter dem Meeresspiegel), bog ich auf die E 10 in Richtung Svolvær ein und hatte Rückenwind. Kurz vor der Hauptstadt der Lofoten kam dann noch die Sonne heraus.



Svolvaer



In Svolvær traf ich auf Ingrid und Rolf, die in 3 Monaten zum Nordkap fuhren. Nach einem längeren Gespräch gab es noch ein Foto am Hafen. (www.durchgedreht-online.de)



Die Lofoten im Farbenrausch



Als ich in Svolvær im Sonnenschein abfuhr, gab es jede Menge Fotomotive, dabei war auch die Lofoten-Kathedrale, wie auf der verregneten Hinreise erhofft.



Lofoten-Kathedrale



Auf meinem Weg befand sich noch der Ort Kabelvåg, den ich auf der Hinfahrt nicht anfuhr, jetzt aber einen Besuch abstattete.



Kabelvåg

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Hier unternahm ich einen Bummel durch den Ort mit seinen verwinkelten Gassen. Zum Gedenken an Øystein Magnusson, der 1103 hier eine Kirche und einige Fischerhütten errichtete, wurde auf einer Anhöhe oberhalb der Ortsmitte ein Denkmal errichtet.



Am Hafen von Kabelvåg

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Schließlich kam ich auf dem Campingplatz, den Ingrid mir empfohlen hatte, gegen 17:00 Uhr an. Der Platz war unscheinbar und ohne den Tipp von Ingrid hätte ich ihn wohl nicht angefahren. Bei schönstem Sonnenschein saß ich noch lange draußen bevor ich mich schlafen legte.



Passend zum Land schrieb ich meine Tagebuch an ...

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01.07.2011 Lyngvær-Ramberg, 127 km

Der Morgen begann mit Sonnenschein und blauem Himmel, sollte das ein sonniger Tag werden?



Gimsøystraumen



Nach der Überquerung der Brücke bog ich nach rechts auf die Grimsøya, abseits des Verkehrs wollte ich dieses Naturschutzgebiet genießen. Zu meinem erstaunen befand sich hier der nördlichste Golfplatz der Lofoten.



Der nördlichste Golfplatz

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Die Strecke war recht flach und schnell kam ich in eine Weide- und Moorlandschaft, die ein Vogelparadies zu sein schien.



Sturzflug

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Weit und breit sah ich an diesem Tag keinen Menschen, nur die Möwen fühlten sich von mir gestört, sie flogen gleich einen Angriff nach dem anderen auf mich. Es war nie gefährlich, wirkte jedoch schon als Bedrohung.
Ein Hinweisschild vor dem Ausgrabungsort Borg weckte mein Interesse auf das hier angekündigte Wikingermuseum, zumal ich noch Zeit aus der verkürzten Nordtour hatte.



Borg, Wikingermuseum

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Dieser Ort war so bedeutend, dass die Geschichte der Wikinger nach diesen Funden neu geschrieben werden musste. Im Innern des Museums gab es einen Raum mit Videoinstallationen. Mit dem Audio Guide konnte man dort Informationen zu den Funden und der Lebensweise der Wikinger erhalten.



Ab Vareid kam ein schöner Straßenabschnitt, der an der Küste bis Ramberg entlang führte. In der Ortschaft Flakstad, hinter einer Düne, unmittelbar am Meer schlug ich mein Zelt auf.



Camp Flakstadt

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02.07.2011 Ramberg/Flagstad-Bodø, 50 km + Fähre

Heute sollte laut Wetterbericht die Sonne scheinen, leider war am Morgen davon nichts zu sehen.



Am Strand von Flakstad

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So spulte ich die Kilometer ab, wollte aber alles mitnehmen, was es auf den Lofoten gab. In Ramberg, am größten Sandstrand der Lofoten, konnte ich dem glasklaren Wasser nicht widerstehen und sprang in das kühle Nass.



Ramberg

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Nach meiner freiwilligen Abkühlung ging es dann auf der E 10 weiter nach Hamnøya, Reine, Moskenes nach Å .



Über Brücken ging es von Hamnøy nach Reine

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Die kleinen Inseln waren ein willkommenes Fotoparadies für mich, und da ich keine Eile hatte, hielt ich sehr oft an, um meine Kamera in Position zu bringen.



Reine



Als ich in Moskenes ankam, fuhr ich zum Fähranleger, um den nächsten Abfahrtstermin nach Bodø zu erfragen. Das nächste Schiff fuhr um 19:30 Uhr, dadurch hatte ich noch reichlich Zeit und die wollte ich in Å verbringen.



Å

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Die Zeit vertrieb ich mir in der Touristeninformation und am Fähranleger. Vor der Information, oder war es im Café nebenan, traf ich zwei deutsche Radreisende, die noch eine Hütte in Bodø suchten. Denn die Fähre legte gegen 23:40 in Bodø an und sie hatten keine Lust mehr zu zelten, sagten sie.



Fähre im Hafen von Bodø

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03.07.2011 Bodø-Reipå, 118 km

Für die kurze Nacht kam ich recht früh auf die Beine und zu meiner Freude gab es strahlenden Sonnenschein. Die Fahrt durch Bodø verlief problemlos, bis ich mich auf einem Radweg in die Irre führen ließ und in einer Sackgasse landete. Von diesem Zeitpunkt an fuhr ich auf der Straße.



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In dem Ort Løding zweigte die Küstenstraße RV 17 ab, diesen Abschnitt nennt man auch Erlebnisstraße, die Küstenstraße wurde deutlich weniger befahren als die E 10 auf den Lofoten.



Saltstraumen I



Ein besonderes Ereignis war der Saltstraumen, er gilt als stärkster Gezeitenstrom der Welt und befindet sich zwischen dem Saltenfjord und den Skjerstadfjord.



Saltstraumen II



Eine 50 Meter breite und drei Kilometer lange Meerenge, durch den Wechsel der Gezeiten strömen knapp 400 Millionen Kubikmeter Wasser in die Meerenge hinein und wieder heraus.



Saltstraumen



Die Strömung erreicht eine Geschwindigkeit von 20 Knoten, dabei können mächtige Strudel entstehen, die dann einen Durchmesser von 10 Metern und eine Tiefe von 4 Metern erreichen können.



Anstieg auf der Erlebnisstraße



An der Gemeindegrenze von Bodø und Gildeskål befindet sich das U-Boot-Denkmal "Uredd".



U-Boot Denkmal

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In Reipå angekommen, baute ein weiterer Reiseradler sein Zelt im Wind auf. Wir hatten genügend zu besprechen, bei der Radreiseerfahrung von Kalle aus Köln. Er berichtete von seinen zahlreichen Touren, die er auch auf anderen Kontinenten unternahm. Am Ende war es gut ihn getroffen zu haben, denn er kannte die Strecke, die noch vor mir lag, fuhr deshalb mit der Schnellfähre von Nesna bis Ørnes. Bekanntermaßen sollte man diesen Streckenabschnitt per Schiff zurücklegen, so haben es andere Radreisende auch beschrieben. Auf dem Streckenabschnitt befindet sich der 7 km lange Svartisen-Tunnel, der für Radfahrer gesperrt ist.



04.07.2011 Reipå Camping-Hilstad PolarCamp, 70 km

Nachdem ich das Camp verlassen hatte, dauerte es nicht lange und ich war in Ørnes, einer kleinen Stadt in der Region Meløy.



Auf dem Weg nach Ørnes,



Von hier sollte die Fähre abgehen, mit der ich den Tunnel umfahren konnte.



Ohne Ende



Neben zahlreichen Auf- und Abfahrten gab es auf der Strecke noch 7 Tunnel und bis Nesna insgesamt 3 Fährüberfahrten.



Was für eine Landschaft!

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Der Straßenverlauf zum Fjordende ging schön bergab, das konnte nur bedeuten, dass es auf der anderen Seite wieder genauso bergan gehen würde.



Abfahrt

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Trotz aller Anstrengungen und jedem vergossenen Liter Schweiß, es war die Landschaft wert.



2 Liter Wasser danach



Drei Tunnel waren bis Jetnik zu durchfahren, dabei war der längste, der Straumdaltunnel mit 3200 Metern, auch der unangenehmste von allen. Dunkel, kein Seitenstreifen für Fußgänger oder Radfahrerteil, feucht, und teilweise waren Lampen ausgefallen. Gut, dass es kaum Verkehr auf dieser Strecke gab. Heil und froh kam ich an der letzten Fähre an, die sollte mich nach Kilboghamm bringen.



stürmische Überfahrt

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Von Kilbogham waren es nur wenige Kilometer bis zum Polar Camp in Hilstad, meinem heutigen Tagesziel.



05.07.2011 PolarCamp Hilstad-Nesna Feriesenter, 95 km

Der Morgen auf dem PolarCamp begann früh, denn ich wollte an diesem Tag den Ort, an dem meine Reise begonnen hatte, erreichen. Es sah nicht nach strahlendem Sonnenschein aus, das obligatorische Foto vor dem Eingangschild des Campingplatzes wurde trotzdem noch gemacht. Die Fahrt ging zurück zum Fähranleger und dann weiter auf der Küstenstraße.



Polarcamp

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Auf einer Anhöhe stand eine Hinweistafel aus Holz mit Angaben zur Polar-Region. Die Aussicht war toll, leider versteckten sich die Berge wieder hinter einem dichten Wolkenband.



Hinweistafel

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In Grønsvik fuhr ich an einem Kriegsschauplatz der deutschen Wehrmacht vorbei, schaute mir noch die 2 Geschütze neben einer Hinweistafel an. Auf dieser Tafel wurde das Gelände mit seinen Baracken und Stellungen beschrieben. Weitere Einzelheiten wollte ich über diesen Ort nicht erfahren und fuhr weiter.



Grønsvik. Gedenkstätte

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Das erste Teilstück des heutigen Tages war gemächlich gegen das zweite, mit diesen Steigungen hatte ich nicht gerechnet. Ronny hatte schon auf der Hinfahrt auf dem Postschiff von einer anstrengenden Anreise gesprochen.

Er war von Mo I Rana bis Nesna gefahren und hier fuhr ich jetzt auf demselben Streckenabschnitt. Bei meiner Anreise mit dem Auto hatte ich diese Steigungen gar nicht wahrgenommen. Das war wieder einmal der Beweis, mit dem Rad erlebt (erfährt) man die Reise ganz anders.



Regenbucht

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Fähren gab es nicht, dafür hatte ich noch einige Tunnel zu durchfahren und nach jeder Durchfahrt gab es ein erleichterndes Gefühl gratis.
Zur Belohnung gab es kurz vor Nesna noch den krönenden Abschluss meiner Radreise, eine Elchdame sagte mir freundlich goodbye.



krönender Abschluss

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Meine weitere Planung sah an diesem Tag noch die Abreise mit dem Auto vor, ich wollte noch einige Kilometer in Richtung Trondheim fahren.



Fähre von Nesna

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Mit dem Besuch in Tronheim endete meine Reise und ich fuhr mit wundervollen Eindrücken und Bildern zurück in meine Heimatstadt. Sicher war das nicht der letzte Besuch in nördlichen Gefilden.


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Kommentare

  • freeneck-farmer

    Die Lofoten sind schön. Ich war auch schon da habe aber nicht so viel gesehen und auch kein Rad gefahren.
    War bestimmt eine scöne Radtour.

  • RuedigerKonau

    Hallo Anneken,
    bei Radreisen sieht Mann/Frau tatsächlich mehr von Land und Leuten.
    Du bist immer mittendrin und alle Sinne werden angesprochen.
    Habe dort auch sehr nette Landsleute von Dir getroffen.

    LG Rüdiger

  • freeneck-farmer

    Meine Landsleute findet mann überall :-))

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