Faszinierender Norden (Lappland, Nordkapp, Lofoten uvm)

Reisebericht

Faszinierender Norden (Lappland, Nordkapp, Lofoten uvm)

Do. 03.06.2004 - 1. Tag: Abflug & Kebnekaiseleden

Kiruna

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Abflug in Wien mit der Tyrolean um 6.40 Uhr nach Stockholm und von dort um 10.55 Uhr mit der SAS nach Kiruna.
Wien verabschiedet uns mit Regen, doch Stockholm begrüßt uns schon mit Sonnenschein und am Weiterflug nach Kiruna haben wir eine Super Aussicht auf die verschneiten Berge und die unzähligen Seen Schwedens.
Bei Holliday Autos (Hertz) haben wir einen Wagen in der Kategorie eines Ford Focus gebucht, doch da die Kategorie nicht mehr verfügbar ist, bekommen wir (natürlich zum selben Preis) einen Volvo S 40 mit Klima, Tempomat und viel Platz - was will man mehr?



Samenkota bei Nikkaluokta

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In Kiruna habe ich über Internet im Yellow House ein Zimmer reserviert (400,- SEK ohne Frühstück) Da es gerade Mittag ist und wir unser Zimmer bereits bezogen haben (nettes Zimmer mit Fernseher, Dusche & WC aber am Gang) machen wir uns auf ins Zentrum, Essen gehen - am "Hauptplatz" gibt's 'ne kleine Selbstbedienungs-Pizzeria wo wir für 2 Pizzen & 1 Getränk knapp 110,- SEK zahlen, überraschend günstig. Wir gehen noch mal schnell ein paar Lebensmittel & Getränke einkaufen - aber selbst Wasser ist hier echt schweineteuer!



Rentier

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Anschließend machen wir uns auf den Weg nach Nikkaluokta (Richtung Kebnekaise - dem höchsten Berg Schwedens), laut unserem Dumont Nord-Skandinavien Reiseführer ist es eine der 3 Traumstrassen ins Fjell, na ja, die Strecke ist schön aber Traumstrasse würd' ich mal sagen ist übertrieben, aber am Ende in Nikkaluokta genießt man eine schöne Aussicht und die Landschaft ist schon faszinierend, und uns laufen, im wahrsten Sinne des Wortes, die ersten Rentiere über den Weg - sprich vor unserem Auto über die Strasse.



Rentiere



Fr. 04.06.2004 - 2. Tag: von Kiruna (Schweden) durch Finnland nach Alta (Norwegen)

Lappland

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Auf der Strecke nach Alta machen wir bald nach Kiruna einen kleinen Abstecher zum Icehotel, von dem aber nur mehr die Überreste zu sehen sind, die kurze Strecke durch Finnland benutzen wir um unsere letzen Euros beim Tanken auszugeben (Super 95 1,26 Euro/Liter) in Kautokeino (bereits Norwegen) besuchen wir die Juhl's Silvergalerie - sehr groß, trotz Eingang durch die Werkstatt - hier sieht man gleich wie der sehr schöne, händisch gefertigte Schmuck entsteht - und man kann hier schnell viel Geld loswerden...
Nach einem anfänglich in Englisch geführten Gespräch mit einer Verkäuferin von wo wir kommen, begrüßt sie uns mit Wiener Dialekt und den Worten: Endlich mal wieder "österreichisch"...



Pikefossen

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Weiter Richtung Alta lädt beim Pikefossen ein Super Rastplatz zum Verweilen ein.
Die ganze Strecke von Kiruna bis Alta ist als absolut herrlich zu bezeichnen und es gibt immer wieder schöne Plätze die zum Rasten einladen und einfach die Natur, die Stille und die herrlich saubere Luft zu genießen.



Felszeichnungen im Altamuseum

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In Alta angekommen besuchen wir das Alta Museum mit den 2500 bis 6000 Jahre alten Felszeichnungen, auch kann man hier auf einem der vielen Plätze einfach nur sitzen und die herrliche Aussicht auf den Altafjord geniessen.
Unser heutiges Quartier habe ich auch bereits über's Net reserviert - eine nette, kleine Hütte beim Alta River Camping um 400,- NOK. Da wir gestern durch den Flug doch ein wenig geschlaucht früh ins Bett fielen, bekommen wir heute das erste Mal so richtig den "Polartag" mit als um 23.00 Uhr noch immer die Sonne schien als wäre es 11.00 Uhr mittags...
Strecke: 548 km



Altafjord





Sa. 05.06.2004 - 3. Tag: Nach Hammerfest und zum Nordkapp

Unser genialer Rorbua am Nordkap

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Eigentlich wollten wir heute Vormittag den Alta Canyon 'erwandern' doch das Wetter macht uns zum 1. Mal 'nen Strich durch die Rechnung, da es bereits in der Früh sehr grau in grau ist und zu Nieseln beginnt verschieben wir das Programm und fahren nach Hammerfest, wo wir ein wenig durch die Stadt spazieren, denn der sicher schöne Panoramaweg über der Stadt macht bei strömenden Regen und kaum Fernsicht keinen Sinn...
Weiter Richtung Nordkapp durch den knapp 7km langen Honningsvågtunnel der 212m unter dem Meeresspiegel verläuft (186,- NOK Maut pro Fahrt) geht's auf die Insel Magerøya.
Nach einem kurzen Abstecher nach Honningsvåg beziehen wir unseren, über Internet reservierten, Rorbua von North Cape Cabins um 400,- NOK, echt genial, nagelneu, einsam am Bootssteg mit Spitzenaussicht, nur das Wetter spielt mal wieder nicht mit...



Mitternachtssonne auf Magerøya



Nordkap um Mitternacht

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Da es erst knapp 16.00 Uhr ist machen wir uns noch auf zum Nordkapp - doch es begrüsst uns mit + 1° & Schneefall... da die Fernsicht auch gleich Null ist, sind uns die 190,- NOK pro Person im Moment zuviel und wir fahren wieder retour und hoffen auf besseres Wetter morgen früh. Wir genießen einen schönen Abend mit leckerem selbstgekochtem Essen in unserer schönen Hütte am Fjord.



Mitternachtssonne am Nordkapp





Mitternachtssonne



Blick zum Hornvika vom Kirkeporten

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Doch 1. kommt es anders und 2. als man denkt: Um 21.00 Uhr beginnt es aufzuklaren und die Sonne kommt durch, somit entscheiden wir uns, jetzt nochmal unser Glück zu versuchen und fahren nochmal zum Nordkapp. Es ziehen zwar immer wieder Wolkenfetzen durch, aber dazwischen kommt immer wieder die "Mitternachtssonne" zum Vorschein und die Fernsicht ist auch gut. Für den schweineteuren Eintritt kann man zwar einiges sehen, aber das Gefühl des Touri Nepp wird man nicht so ganz los.



Hornvika

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Wir bleiben bis 1.00 Uhr (da schließt das Museum) und da das Wetter noch passt entschließen wir uns zu einer "Nachtwanderung" in Skarsvåg zum Kirkeporten. Nach 30 minütigem Marsch über den Berg zieht vom Meer ein Schnee-Eis-Regenschauer herein, somit kommen wir zwar bis zum Kirkeporten und haben einen schönen Blick zum Hornvika aber der Blick durch den Kirkeporten zum Hornvika geht sich nicht mehr aus.
Strecke: 472 km



So. 06.06.2004 - 4. Tag: Vom Nordkapp nach Langfjordbotn und nach Øksfjord

Rentiere am Sandstrand

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Durch die Nachtbeschäftigung schlafen wir heute etwas länger und genießen unser Frühstück vor der Hütte mit Blick auf den Fjord, dann geht's auf nach Alta (unterwegs entdecken wir noch ein paar Rentiere am weißen Sandstrand vor Olderfjord) wo wir die gestern verschobene Wanderung zum Alta Canyon nachholen wollen, aber das Wetter meint es nicht gut mit uns, immer wieder Regen, Schnee und Eisregen, da ist das Thema Alta Canyon leider erledigt und wir fahren weiter zu unserer reservierten Hütte in Langfjordbotn. Klugerweise vergaßen wir in Alta Geld abzuheben und merken beim Altafjord Camping (400,- NOK) dass wir zu wenig Kronen haben und hier weder Kreditkarten noch Bankomatzahlung möglich ist...



Es ist Sonntag und die nächste Bank ist ca. 20 Minuten mit dem Auto entfernt in Burfjord - dort gibt's allerdings keine Minibank (so nennt man hier 'nen Bankomat)... Was nun? Da es erst 16.00 Uhr ist und die Strecke nach Øksfjord schön sein soll, fahren wir die 40 km dorthin um Geld abzuheben... Die Strecke ist wirklich wunderschön (faszinierend das manche Tunnel für den Verkehr freigegeben sind - einspurig mit Buchten zum Ausweichen bei Gegenverkehr, ohne Beleuchtung, Wasser tropft von der Decke...) wenn, ja wenn nicht immer wieder die Schnee-Regenwolken einem die schöne Sicht rauben würden.



Bubbelen

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Zurück bei unserer Hütte entdecken wir noch einen super Tip: Nur 4km mit dem Auto und 500 Meter "Bergwandern" kommt man zu einer Gebirgsbachquelle die den Abstecher absolut wert ist.
Strecke: 392 km





Mo. 07.06.2004 - 5. Tag: Nach Tromsø und Richtung Lofoten / Vesterålen

einsame Wohngegend

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Da wir heute eine lange Etappe vor uns haben heißt es früh los. Bei Alteidet machen wir noch einen Abstecher rechts nach Jøkelfjord um dort die Zunge des Øksfjordjøkul Gletscher zu sehen. Am Endpunkt der Sackgasse erkennt man aber leider nur wenig, man müßte lt. Wegweiser am Parkplatz ca. 8 km hinwandern - wenn man Zeit hat sicher sehenswert. Aber auch die kurze Strecke dorthin ist schön denn wir hatten eine Super Aussicht auf das Trolldalstind-Massiv.



Fjordland



Schneesturm am Kvaenangsfjell

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Am Kvænangsfjell, auf 402 m, wo man angeblich eine geniale Panoramaaussicht haben soll, erreicht uns wiedermal ein Schneesturm, teilweise sogar mit Schneefahrbahn, also nix mit Aussicht... Beim Fosselv Campingplatz hat sich das Wetter wieder verzogen und man hat schöne Sicht auf dem Fosselv Wasserfall.



Die Eismeerkathedrale

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Weiter geht's nach Tromsø (der Metropole des Nordens) wo wir einen Stadtbummel machen und bei Burger King Mittagessen, alle anderen Preise sind Irrsinn (Pizza knapp 20 Euro usw.) Mit der Seilbahn auf den Storsteinen hinaufzufahren, von dem man eine Aussicht auf Tromsø wie von einem Flugzeug haben soll, macht wegen dem diesigen Wetter leider keinen Sinn. Von Tromsø geht's wieder ein Stück retour bis Øvergard, da wir nicht auf der E6, sondern "hinten herum" auf der R87 Richtung Narvik fahren wollen, um unter anderem am Malselvfossen vorbeizukommen und nicht immer nur Fjorde zu sehen sondern auch Wald- und Wiesenreiche, liebliche Flußlandschaft.





Am Weg nach Tromso

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Da wir für heute noch kein Quartier reserviert haben und Morgen zeitig in Andenes zum Whale Watching sein wollen, versuchen wir so weit wie möglich Richtung Vesterålen zu fahren. So gegen 19.30 Uhr sehen wir einige Kilometer nach Bjerkvik den Wegweiser zum Annamo Camping mit Hüttenvermietung (7km von der E10 nach Norden). 250,- NOK ist ok, Paul Huber, der Besitzer, ist gebürtiger Schweizer, somit kann man auch super Quatschen, die Hütten sind dem Preis entsprechend klein, spartanisch und unkomfortabel, aber für eine Nacht zum Aushalten und Morgen müssen wir sowieso wieder früh los damit wir um 10.00 Uhr in Andenes sind.
Strecke: 621 km



Der Malselvfossen



Di. 08.06.2004 - 6. Tag: Lofoten / Vesterålen

Brücke ins Nichts

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Quälend ziehen sich die Kilometer nach Andenes, durch die ewigen 60 km/h Beschränkungen brauchen wir rund 3 1/2 Stunden nach Andenes, um dann zu erfahren dass auf Grund des schlechten Wetters heute keine Walsafari stattfinden kann... Nach einem kleinen Sandstrandspaziergang machen wir uns enttäuscht auf den Weg Richtung Svolvær, wo wir bei Hammerstad Camping für die nächsten 3 Nächte eine komfortable Hütte am Fjord (Cabin No. 2 mit WC, Dusche & Küche) um 450,- NOK reserviert haben.



Leuchtturm von Andenes

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Bei der Fähre Melbu - Fiskebøl begrüßen uns die Lofoten mit keiner besonderen Sicht, doch als wir unsere Hütte beziehen scheint bereits wieder die Sonne. Wir fahren noch nach Borg zum Lofotr Wikinger Museum das uns mit strömenden Regen aufwartet. Unterwegs auf den Lofoten kommt man an unzähligen, karibisch anmutenden, herrlichen Buchten mit weißem Sandstrand & blauem Meer immer wieder vorbei. Am Retourweg bummeln wir noch ein wenig durch Svolvær und den Abend verbringen mit einem leckeren, selbst zubereiteten Abendessen in unserer Hütte mit Blick auf den Fjord.
Strecke: 556 km



fast könnte man glauben wir sind in der Karibik



Mi. 09.06.2004 - 7. Tag: Å, Reine, Nusfjord

Schafe am Sandstrand

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Laut Wettervorhersage soll es heute unbeständig sein, beim Whale Watching haben wir angerufen - 50:50 die Chancen dass heute ev. am Nachmittag eine eine Fahrt stattfindet... somit entscheiden wir uns heute den Süden der Lofoten zu erkunden. In Utakleiv finden wir einen wunderschönen weissen Sandstrand mit traumhaft türkisem Meer, vom Berg kommt ein kleiner Bach der im Sandstrand seine letzten Windungen macht. Wir genießen den einsamen Traumstrand als plötzlich Glöckchen zu hören sind und von den Bergwiesen Schafe zum Strand marschieren...
Weiter geht's entlang der atemberaubenden Naturkulisse nach Reine, wo wir auf den Reinebriggen "klettern" wollten um die geniale Aussicht zu genießen, doch wiedermal spielt das Wetter nicht so ganz mit.



Sandstrand bei Utakleiv





Nusfjord

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Also weiter nach Å wo wir, nachdem wir uns an den hier besonders extrem "duftenden" Stockfischgeruch gewöhnt haben, das Fischereimuseum mit den faszinierenden alten Fischerhütten besuchen. Am Retourweg machen wir noch einen Abstecher nach Nusfjord, einem alten Fischerdorf das komplett aus dem 19. Jahrhundert "herübergerettet" wurde und mittlerweile auf der World Heritage List der UNESCO steht.



Å i Lofoten





Weidefläche auf den Lofoten...

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Und überall der "wohlriechende"Stockfisch. Am Rückweg entdecken wir nach Leknes ein paar Ziegen auf einem Hausdach grasen... Von unserem Hüttenvermieter erstehen wir sehr günstig einen fangfrischen absolut delikaten Seelachs zum Abendmahl, wir rufen nochmal bei der Walsafari an und sie sagen uns, daß das Wetter morgen gut sein soll und es ziemlich sicher eine Whale Watching Tour geben wird.
Strecke: 376 km



Idylle auf den Lofoten



Do. 10.06.2004 - 8. Tag: Walsafari

Pottwal - Fluke

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Heute soll es endlich soweit sein, schon mit der 1. Fähre geht's um 6.30 Uhr von Fiskebøl nach Melbu und weiter nach Andenes wo wir bereits gestern telefonisch unsere Walsafari reserviert haben. Um 10.30 Uhr geht's mit Museumsführung & DiaShow los, um 12.00 Uhr legen wir Richtung Polarmeer ab. Mit Entsetzen mußte ich feststellen daß mir der offene Atlantik nicht ganz gut tut, wovon ich weder auf den Fähren noch beim Segeln in Kuba etwas merkte, aber das liegt sicher auch ein wenig am "Fischkutter" mit dem wir unterwegs sind. Aber es ist das Geld und die "Anstrengung" allemal wert, wir bekommen 6 Pottwale teilweise ziemlich nah zu Gesicht und es ist wirklich ein einmaliges, unbeschreibliches Erlebnis (ca. Ende August - September stehen die Chancen Killerwale zu sehen auch sehr gut). Die knapp 700,- NOK schrecken zwar Anfangs ein wenig, ich finde aber dass es das Geld absolut wert ist, hier wird einem für sein Geld doch einiges geboten, im Gegensatz zu den knapp 200,- NOK beim Nordkapp.



Pottwal im Polarmeer





Mitternachtssonne

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Nach unserer Rückkehr gegen 16.30 Uhr geht es ab zu unserer Hütte um ein wenig zu relaxen, denn heute steht wieder ein "Nachtprogramm" an. Da das Wetter heute wunderschön ist und die Sonne strahlt (trotz relativer Kälte am Boot, haben wir im Gesicht etwas Farbe aufgezogen!), wollen wir ein wenig die Mitternachtssonne "anbeten". Der wunderschöne Sandstrand in Eggum offenbart sich uns als idealer Platz.
Strecke: 492 km



Mitternachtssonne am Sandstrand von Eggum



Fr. 11.06.2004 - 9. Tag: nach Skutvik, Narvik & Kiruna

Wohnzimmerpanorama

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Nach unserem nächtlichen Ausflug schlafen wir uns heute mal ordentlich aus. Der Ausflug mit dem Schiff zum Trollfjord, den wir für gestern geplant hatten, fällt aus Zeitmangel leider aus. Mit der 11.00 Uhr Fähre geht's über den Vestfjord von Svolvær nach Skutvik, wunderschöne Aussicht vom Schiff, durch die atemberaubend schöne Landschaft geht's nach Bognes & mit der Fähre über den Tysfjord (der so tief ins Land reicht dass er Norwegen nahezu zweiteilt).



Auf der Fähre...



Narvik

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Weiter fahren wir nach Skarberget und Narvik, einer relativ unspektakulären Industriestadt. Nach einem kurzen Stadtspaziergang und Foto beim "berühmten" Wegweiser, fahren wir weiter Richtung Lappland, das uns am Torneträsk mit einem der meist fotografierten Landschaften in Schweden begrüßt - Lapporten - dem Tor zu Lappland, weiterfahren wir über Abisko nach Kiruna, wo wir von unterwegs wieder im Yellow House (400,- SEK ohne Frühstück) ein Zimmer reserviert haben.
Strecke: 339 km



Lappland



Sa. 12.06.2004 - 10. Tag: Gällivare, Sjöfallsleden

Stora Sjöfallet Nationalpark

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Heute geht's gemütlich zum Stora Sjöfallet Nationalpark, in Gällivare finden wir eine günstige Hütte (450,- SEK mit Wohnküche, TV WC & Dusche) beim Gällivare Camping. Im Supermarkt kaufen wir mal groß ein, um uns am Abend ein leckeres Mahl zu bereiten, dann geht's los in den Stora Sjöfallet Nationalpark.



der Sjöfallsleden



eine der 3 Traumstrassen ins...

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Eine der 3 Traumstrassen ins Fjell, so wie der Kebnekaiseleden in Kiruna, entlang der langen Fahrt und am Endpunkt hat man zwar eine Super Aussicht und die unendliche, einsame Weite hat auch etwas, aber das was es wirklich wert war hierher zu fahren, ist dass wir unseren 1. und einzigen Elch in freier Wildbahn hier im Hohen Norden gesehen haben (der sich natürlich unserer Kamera entzog als wir nur ein bißchen näher kamen...), ansonsten wären die 1 1/2 Tage zwischen Nordkap & den Lofoten doch besser plaziert gewesen. Am Abend fahren wir noch beim Nördlichsten Schloss der Welt (dem Fjällnäs) vorbei und genießen am Dundret, dem "Hausberg" von Gällivare, die schöne Aussicht (bei guter Fernsicht bis zu den Gletschern des Sarek Nationalparks).
Strecke: 529 km



So. 13.06.2004 - 11. Tag: Jokkmokk, Storforsen

Storforsen

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Bevor wir heute wieder zurück nach Kiruna fahren, wo wir morgen früh, mit kurzem Zwischenstop in Stockholm, nach Hause fliegen, fahren wir heute noch weiter Richtung Süden. Nach kurzem Stop beim "Kraft"-Monument in Porjus geht's nach Jokkmokk.
Da das Ajjte-Fjäll- & Samenmuseum Sonntags erst um 12.00 Uhr öffnet, fahren wir noch weiter zum Storforsen Naturreservat, der größten naturbelassenen Stromschnelle Skandinaviens. Am Weg dorthin überqueren wir auch den Polarkreis. Auf 5 Kilometer Länge hat der Fluss ein Gefälle von 80 Metern, wobei 60 Meter auf die beiden letzten Kilometer entfallen. Mitten im Park gibt es unzählige super Rastplätze mit Grillmöglichkeiten usw. tja, Storforsen war es doch wert hier runter zu fahren.



Storforsen





Fuchs du hast...

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Am Retourweg besichtigen wir das Ajjte-Fjäll- & Samenmuseum in Jokkmokk, doch um es in Ruhe genau zu besichtigen braucht man einige Stunden. Auf dem Weg nach Kiruna machen wir nochmal Halt in Gällivare um nochmal im Supermarkt (die hier auch Sonntags geöffnet haben) einzukaufen und im einzigen, ein wenig an Österreichische Qualitätsansprüche herankommenden, Kaffeehaus einen gemütlichen Kaffee zu trinken. Mitten im Nirvana kreuzt noch einFuchs unsere Straße... Unsere letzte Nacht in Kiruna habe ich schon von Anfang an im Yellow House (400,- SEK ohne Frühstück) reserviert, diesmal haben wir ein sehr großes Zimmer im Nebengebäude mit eigener Küche.
Strecke: 580 km



Mo. 14.06.2004 - 12. Tag: Stockholm, Abflug

Gamla Stan - die Altstadt von...

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Bereits um 06.15 Uhr geht unser Flieger von Kiruna nach Stockholm, somit haben wir einige Zeit um Stockholm (das wahre Venedig des Nordens) zu besichtigen, bis um 20.20 unser Flug von Stockholm nach Wien geht. Mit dem Shuttlebus fahren wir 45 Minuten zum Cityterminal im Zentrum von Stockholm, durch die Vasagatan (eindrucksvolle Einkaufsstrasse) schlendern wir Richtung Gamla Stan (die Altstadt) und fahren mit dem Lift auf Katarinahissen, um einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt zu haben. Freilich benötigt man mehr viel Zeit, als die paar Stunden die wir heute haben, um Stockholm ausführlich zu besichtigen, um z.B. auch das Vasa Museum (hat nichts mit Knäckebrot zu tun ;-) !) zu sehen, aber irgendwann komme ich ja sicher wieder...
Strecke: 7 km (zum Flughafen)



Blick auf Stockholm von Katarinahissen





Vasagatan, eindrucksvolle...

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Fazit: 5065 Kilometer, faszinierende Landschaft, einmalige Erlebnisse, herrliche Ruhe & angenehme gute Luft, alles geht ein wenig ruhiger ab& wir kamen bald wieder und besuchten den Süden Skandinaviens.
http://www.geo-reisecommunity.de/reisebericht/9595/1/Faszinierendes-Schweden


Noch mehr Infos, Tipps & Bilder (auch als ecard zum Versenden) über diese und andere Reisen durch Skandinavien mit zahlreichen Tipps, Links & Fotos findet Ihr auf http://www.berniemayer.info/reiseberichte/


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Kommentare

  • s.gerhard

    Komm schon... Ein bisschen mehr Text ist doch drin , oder?!

  • BernieMayer

    OK, der 1. Versuch war nicht ganz gelungen... - hab mir nun ein wenig mehr Zeit genommen. Bernie

  • BernieMayer

    In vorfreudiger Vorbereitung auf meinen nächsten Trip in den Hohen Norden (Alaska 2010), habe ich mich nun nochmal meinem "alten" Nordskandinavien Bericht gewidmet, die alten, noch analog mit einer "Pocketkamera" geknipsten Bilder ein wenig überarbeitet und den ganzen Bericht nun hier veröffentlicht. Hoffe es gefällt.
    lg, Bernie

  • debby83

    Danke für die Überarbeitung des Berichts - da werden viele Erinnerungen wach... Die Wanderung zum Alta Canyon mussten wir übrigens auch wegen schlechtem Wetter auf die nächste Reise in den hohen Norden verschieben.

  • Blula

    Die Überarbeitung hat sich gelohnt, auch wegen der guten Fotos, die Du nun angefügt hast.

  • Claus_Wagner

    Du lieferst mir wieder einen Beweis dafür, dass ich umbedingt mal etwas weiter nördlich Urlaub machen sollte. Text und Fotos sind klasse. Danke für die Einladung zum lesen!
    Gruß
    Claus

  • RC-Redaktion

    Heute haben wir einmal wieder in den älteren Berichten gestöbert und möchten den - gerade nach der Überarbeitung - lesenswerten Bericht empfehlen.

    Herzlichen Grüße, das Team der GEO-Reisecommunity

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  • Seeigel

    Bin immer wieder erstaunt, wie ähnlich doch die Reisen bzw. Reiserouten der Mitglieder sind. Wahrscheinlich laufen wir uns alle mal, irgendwo auf der Welt , über`n Weg.
    Gruß
    Seeigel

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