“..Ein ABENTEUER -das "versteckte" Tal, zuerst war da der KHARDUNG-LA ( höchster Pass der Welt )”

Reisebericht

“..Ein ABENTEUER -das "versteckte" Tal, zuerst war da der KHARDUNG-LA ( höchster Pass der Welt )”

Reisebericht: “..Ein ABENTEUER -das "versteckte" Tal, zuerst war da der KHARDUNG-LA ( höchster Pass der Welt )”

Als wir zuhause bei der Planung unserer Routen in Ladakh beschlossen haben, auch ins NUBRA-Valley, in dieses versteckte Tal in Ladakh, nahe zur pakistanischen Grenze, zu reisen, wussten wir noch nicht was alles auf uns zukam.....

Die Streckenplanung.

Nachdem wir schon den CHANG-LA ( 5.320m ) bewältigt und die Klöster HEMIS und LAMAYURU ( siehe dazu die vorliegenden Reiseberichte ) besichtigt hatten, war unser nächstes Ziel, die Fahrt über die höchste befahrbare Bergstraße der Welt, um damit den KHARDUNG- LA (5.630 m ) zu „bezwingen“
Für insgesamt 2 Tage war der Besuch im „Tal, hinter dem KHARDUNG-LA, dem NUBRA- Valley, nahe der Grenze zu Pakistan angesagt.






Der Streckenplan



Die Reise beginnt.

Guide Sonam RINCHEN (hinten...

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Zeitig am Morgen ging es los. Unsere Fahrzeuge waren technisch überprüft und auch gewaschen worden, so dass sie im Sonnenlicht direkt glänzten. Unsere Fahrer, wie immer gut gelaunt und zu Späßen aufgelegt.
Abfahrt mit unseren Jeeps, auf in Nubra Valley.
Vorerst verließen wir Leh, zuerst am Kloster TIKSEY ( eines der schönsten Klöster in Ladakh – wir werden es später besichtigen ), dann hinauf in die Berge.



Der Weg hinauf zum höchsten Pass der Welt.



..nur nicht hinuntersehen....

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Nun die steile und lange Anfahrt zum höchsten Pass der Welt.
Die Bewältigung des KARDUNG-LA ist für jeden eine Herausforderung und nicht ungefährlich ( davon zeugen die jährlich zahlreichen Unfälle, leider auch mit bösen Folgen ).
Auch wir hatten deshalb großen Respekt vor dieser Strecke, insbesonders, da wir Tage vorher ja schon am CHANG-LA ( Bericht liegt vor ) unterwegs waren.

Nach unzähligen Serpentinen haben wir die bewohnte Gegend verlassen, unser Blick schweift in Tal hinab.
Ohne jegliche Absicherung zu den Abgünden ins Tal sind wir auf dieser Bergstraße unterwegs, Kurve um Kurve muss wegen des Gegenverkehrs vorsichtig „genommen“ werden.



....kurz vor dem Pass..



Spektakuläte Ausblicke taten sich uns auf. Eine unwirkliche Gegend, nur schroffe Felsen, Felsabrüche und Überhänge beflanken die "Straße".
In unwahrscheinlichen Manövern gelang es unseren Fahrern immer den entgegenkommenden Armeelastwagen auszuweichen.
Die „Straße“ war in eine Naturfahrbahn übergegangen, Schmelzwasser ( welches an den Seitenwänden zu Eis gefroren war ), mit Muren, Steinschlägen, Baustellen und Engstellen muss man ständig rechen. Hier spielt die Fahrzeit keine Rolle, die sichere Ankunft geht bevor.
Über 4 Stunden ging es hoch zum Pass.
Dann endlich war der Pass bezwungen und wir standen oben am KHARDUNG-LA, in einer Höhe von 5.630 m. Keiner von uns war je höher gewesen. Schwer atmend, doch schon etwas mit Stolz hier zu sein, machten wir unser „Gipfelfotos“ an der Passstraße, natürlich vor dem Schild der Örtlichkeit.
Die Luft ist dünn, unser Atem geht schwer, immer wieder müssen wir trinken.



..geschafft, wir sind oben angelangt auf 5.630 m.



Hinunter zum Kloster Diskit ins Nubra Valley.

auf der Fahrt ins Tal...

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Nach einem kurzen Aufenthalt geht es atemberaubend auf der anderen Seite ins Tal, in Anfahrt auf das Nubra Valley.

Über Stock und Stein führte der Weg ( Straße kann man nicht sagen) die vielen, vielen Kurven hinab ins Tal.
Hier oben, nach Eis und Schnee am Pass ist die Gegend scheinbar völlig "tot", nur kahle Felsfomationen begrenzen, diesen dem Berg "abgerungenen" Weg.
Stopp bei der Polizeistation ( Kontrolle) in North Pullu, wir müssen uns dort anmelden.

Nach Stunden im Tal, öffnet sich der Blick auf kleine, schmale, etwas grüne Täler und einige einsame Häuschen tauchen auf.
Später im Ort Kahrdong nahmen wir unser Picknick, eigentlich froh, diese Fahrt gut hinter uns zu haben.

Der Sheyok- Fluss führte graues Gletscherwasser und hatte ein weit verzweigtes Bett mit vielen Sandbänken, am Ufer blühten rosa Tamarisken.

Eng und schmal, sowie oftmals unterhalb von breiten Geröllhalden führt der Weg nach HUNDAR
.
Unser Weg führte nun dem Shejok- Fluß entlang, der wegen dem Gletscherwasser stark Hochwasser führte.
Viele Bereiche der Straße waren überflutet. Unsere Fahrer mussten nun die befestigte Fahrbahn "erraten".
An steilen Felshängen und breiten Geröllhalden vorbei führte der Weg zum Kloster von DISKIT.



..schon wieder eine kollonne an...



Das Kloster DISKIT ist erreicht.

die große Maitreya-Statue vor...

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Schon von Weitem kann die große Maitreya-Statue, als Wahrzeichen des Klosters, gesehen werden.
Das Kloster DISKIT ist mit einem Alter von 570 Jahren das älteste im NUBRA-Valley.

Unser Aufstieg zum Kloster führte über viele Stufen, entlang den Manimauern mit unzähligen kleinen Täfelchen mit eingravierten Ornamenten und Segenssprüchen, vorbei an vielen kleinen Gebetsmühlen kamen wir zu einer großen Gebetsmühle mit Glocke und zum Klosterhof.
Hier durften wir den Tempel der Schutzgottheiten (Gonkhang) betreten, ihre Gesichter waren mit Tüchern verhüllt. Die Statue des Schutzgottes Mahakala ist hier weiß, anstatt üblicherweise schwarz oder dunkelblau angemalt, sie steht im rechten hinteren Eck des beeindruckenden Raumes.
In der großen Versammlungshalle eine Statue von Maitreya. Es gibt dzt. 70 Mönche in Diskit. Vom Kloster hatten wir einen schönen Blick ins Tal, die Mönchswohnungen scheinen an die Felsen geklebt.
Die Oase HUNDAR, ist mit rund 200 Häusern und 1000 Einwohnern das größte Dorf Nubras. Von den Bergen braust der Hundar-Fluss und verzweigt sich im Ort in kleine Kanäle zur Bewässerung der Gärten und Felder.
Kurz später erreichten wir das Hotel Karma Inn und machten im Garten Teepause, es war herrlich warm.
Das Hotel KARMA INN ist neu hier im Tal und auch das beste, die Zimmer einfach aber sauber, das warme Wasser wird in einem Kessel vor dem Haus aufbereitet.
Die Bedienung ist sehr höflich und aufmerksam. Das Essen am Abend schmeckte meiner Gruppe unerwartet gut.
Noch einmal kam etwas Sorge bei mir auf, als es in der Nacht zu regnen begann und ich befürchten musste, dass „es oben“ am Pass heftig schneien würde. Wir mussten ja am nächsten Tag den KHARDUNG-LA neuerlich „bezwingen“.
Meine Sorge war jedoch unbegründet, die Passstraße war am Übergang schneefrei. Nur die Ausblicke, die Landschaft schneebedeckt hatten sich verändert. Unsere Bilder zum Bericht sind bei den unzähligen Fotostopps und „Begegnungen“ entstanden.
Als wir am Abend unser Hotel in LEH erreichten, waren wir alle der Meinung ein „tolles“ Abenteuer erlebt zu haben. Diese Fahrt wird uns wohl unvergesslich sein.
Sollten SIE jemals diese Fahrt über den KHARDUNG-LA unternehmen, so soll dieser authentische Bericht zu IHREM Gelingen etwas beitragen ( ein kleiner Hinweis sei mir erlaubt – wenn SIE hier ein Fahrzeug mieten, - dann n u r mit einem Fahrer ).
..Am Ende meines Berichtes, unser Dank und großes Lob an die Fahrer und unserem Guide SONAM. Sie haben es sich verdient!



..das Klostrer DISKIT liegt vor uns.



Die Fahrer (Driverguides) in Ladakh.

Guide Sonam RINCHEN (hi...

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„Good Morning“ – mit diesem Gruß begrüßen die Fahrer in Ladakh IHRE Gäste am Morgen.
Das Fahrzeug – „bliz-blank“ gereinigt und das Wasser für die Touristen im Fahrzeug verstaut.
Sie sind die Bezwinger der „Straßen“, …die Bezwinger der Bergstraßen, u n d die Bezwinger der höchsten Pässe der Welt.
Schon mehr als 100 x haben viele dieser Fahrer die angeführten Pässe überquert. Die meisten von Ihnen haben Ihre Lenkerkarrieren auf Lastwagen begonnen.

Jeder Tourist, welcher diese Pässe bereits „bezwungen“ hat, weiß inzwischen, welche Leistung diese Fahrer dabei erbringen.

Oft trennen das eigene Fahrzeug nur Millimeter von den Abgründen, am liebsten würde man „aussteigen“, doch mit „Please Sir“ und mit einer kleinen (beruhigenden) Handbewegung geben die Fahrer zu verstehen, dass sie auch die „engste“ Situation stets im „Griff“ haben.

Zumindest drei Monate – fern ihrer Familien – verrichten sie täglich ihren „Job“ für die
doch schon beträchtliche Zahl an Touristen in Ladakh.
Bei zahlreichen Touren sind sie nicht nur Fahrer, sondern auch die Guides der Touristen.
Ich habe mir vielen Touristen gesprochen, alle waren froh, hier so sichere Fahrer kennen gelernt und mit ihnen die schweren „Strecken“ bewältigt zu haben.

Die „Bezwinger der Pässe“ in Ladakh sind für ein GELINGEN der Touren in Ladakh enorm wichtig, deshalb dieser Hinweis auf IHRE WAHL des Fahrers ( Guide ).

Ich habe deshalb bei jeder meiner Touren in Ladakh immer die gleichen Fahrer. Immer weit vor unserer Ankunft werden die Fahrer zur Reise verständigt und gleichzeitig geordert.

Auch solche Umstände sollten SIE bei der Planung von einer Tour ( Trekking ) in Ladakh stets beachten.


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Kommentare

  • Pinky3

    wieder ein toller spannender beitrag, vielen dank..........lg gaby

  • weltreisen

    welch eine tolle reise und dann dein grossartiger reisebericht.

  • mamaildi

    Da bin ich mit dir im Handumdrehen über den zweiten Mega-Pass gereist...
    Das Nubra-Tal steht schon länger auf meiner Wunschliste, ich hoffe, dass ich das irgendwann mal schaffe, wenn es irgendwie geht aber lieber zu Fuß. Deine Schilderungen der Strecke und Erlebnisse hier bestärken mich in diesem Wunsch, ich glaube ich hätte wirklich Schwierigkeiten, mich den Fahrern dort "auszuliefern". Danke für die wertvollen Infos!
    LG Ildiko

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