Reisebericht

Reisebericht: Drei Wochen Wildnis Schwedens

 
 
 
 
 
Reisebericht: Drei Wochen Wildnis Schwedens

Ein paar Tage in der Natur verbringen , ohne den Lärm den wir täglich produzieren , das wollten wir mal probieren. Die Fjälllandschaft Schwedens eignet sich dafür sehr gut.
So machten wir uns also mit Zelt und Rucksack auf den Weg. Meine Simone und ich .

 
 
 
 
 

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Mit dem Fährschiff Trelleborg begann die Reise Ende Mai . Mittags kamen wir in Schweden an und machten uns gleich auf den Weg Richtung Norden.



 
 
 
 
 

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Ein paar Kilometer kamen schon zusammen , 3800 standen am Schluß zu Buche . Vorbei ging es an vielen Sehenswürdigkeiten wie dem Göta-Kanal . Aber da wollten wir ja nicht hin . Weiter , weiter ging die Fahrt Ziel : Touristbüro Funäsdalen .
Och , und da die niederschmetternde Auskunft : wandern im Fjäll noch nicht möglich . Die machen da noch Winterfischen und heizen mit dem Schneescooter umher . wir waren jahreszeitlich zu früh unterwegs. Frust in der Tasche !
Also wieder ein paar Kilometer zurück , so im 5.Gang mit 50 km/h , tucker ,tucker.



 
 
 
 
 

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Na , da haben wir erst mal eine Pause gemacht , übernachtet . Etwas nördlich von Särna . Plötzlich in der Nacht klackerte es wie ein Specht mit Ladehemmung und ich sagte noch zu meiner Frau : komische Spechte haben die hier.
Es war aber nur unser Auto . Durch das langsame fahren mit Licht war die Batterie runter und die Zentralverriegellung ging immer ein/aus .
Morgens hat uns dann ein netter Typ angeschleppt.
Merke : nie längere Zeit unter 2000 Umdrehungen fahren .



 
 
 
 
 

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Weiter ging es mit dem Scooter , was die können , können wir auch !



 
 
 
 
 

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Und siehe da : unser Traumziel war in Sicht .



 
 
 
 
 

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Wir wurden auch schon erwartet , wie man sieht .



 
 
 
 
 

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Zum Abkühlen legte ich mich schon mal hin und meine Frau schleppte die Ausrüstung .
Ich schleppte die Verantwortung .



 
 
 
 
 

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Im Fulufjäll wanderten wir Richtung Westen bis wir an eine Hütte kamen . Da gab es mein Lieblingsessen ; Nudeln mit Tomatensoße !
In der Nähe schlugen wir dann auch unser Zelt auf .
Yeah !!!!!!



 
 
 
 
 

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Wieder : yeah !!!!!



 
 
 
 
 

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Also dunkel wird es ja da nicht richtig , aber man kann Tag und Nacht gut duch die Temperaturen unterscheiden ; ich sag mal : saukalt in der Nacht . Wenn der Kocher dann das Wasser wieder in den flüssigen Zustand verwandelt hat beginnt das Leben wieder mit Tee ,Kaffee und Zimtschnecken.



 
 
 
 
 

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Da schleppt sie wieder , ich muß ja Fotos machen . Sommerbilder .
So gehts Richtung Süden , sieht man ja. Ein Biber haben wir auch gesehen .Er war aber so schnell , daß ich kein Foto machen konnte. Ich wär fast von der Brücke gefallen , so ein schwerer Rucksack bringt einen ganz schön ins trudeln.



 
 
 
 
 

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Der Weg .



 
 
 
 
 

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Wandern, wandern,wandern ; allein ,allein ,allein . Wir haben tatsächlich tagelang keine Menschenseele zu Gesicht bekommen. Komisch manchmal , besonders Nachts , die Ruhe.



 
 
 
 
 

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Große Teile des Weges wollten wir auf dem Kungsleden wandern , aber oft sind wir auch abgeschwoft . wie hier etwas östlich . Hier war es wieder sehr kalt , hatte aber den Vorteil das der Weg gefroren war. Und keine Mücken.



 
 
 
 
 

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Wichtig ist die Kleidung , aber trotzdem jeden Tag nasse Füße .



 
 
 
 
 

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Obwohl es vielleicht nicht so aussieht , es war total schön und gefroren haben wir auch nicht . Die Schlepperei hält warm . Nach einer Woche in der Gegend zogen wir weiter .



 
 
 
 
 

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Abschiedskitschbild vom Fulufjäll .



 
 
 
 
 

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Ein Vulkan in Schweden , man glaubt es kaum !



 
 
 
 
 

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Ein Tagesausflug im Idrefjäll .



 
 
 
 
 

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Diese Vögelchen kann man den ganzen Tag suchen und nicht finden , aber wenn Krümel auf dem Tisch liegen kennen sie keine Scheu. Unglückshäher.



 
 
 
 
 

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Viele Nebenstraßen sind Schotterwege , da kann man schon mal vom Weg abkommen. Und die Räder fliegen auch gleich ab.
Wir sind aber unsterblich !
Also wieder aufgerappelt und weiter geht die Fahrt ins Hovfjäll .
Den Campingplatz " Camping 45 " möchte ich empfehlen . Er liegt zwar direkt an der E45 aber die Betreiber geben sehr gute Tips und kennen sich in Schweden prima aus . Naturfreunde ! Geologietouren , Fliegenfischen , Jagt , ........
Von dort haben wir mehrtägige Wandertouren machen können . Das Klima ist nicht so krass und auch für Familien gut geeignet.



 
 
 
 
 

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Das ist auch schön in Schweden : falls man etwas abseits unterwegs ist kann man die tollsten Spielzeuge finden . Hier räume ich ein wenig auf , denn die Holländer haben den Steinbruch unordentlich hinterlassen. Nun ist alles glatt !



 
 
 
 
 

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Hier im Hovfjäll haben wir unser Nachtlager an einem verlassenen Bauernhof aufgeschlagen . Auch hier kann man tagelang wandern. Es ist nachts so ruhig , daß man denkt man hätte ein Gehörschaden .
Nun kommen wir ein wenig vom Kurs ab , denn wir erfuhren von einer verlassenen Goldmine etwas nördlich . Wer kann da schon wiederstehen ? Goldrausch !
Auf nach Halsingland .



 
 
 
 
 

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Nach einer Tagesfahrt fanden wir den nicht ausgeschilderten Goldtagebau und füllten unsere Taschen mit Gold. Keine Sorgen mehr .
Auch übernachtetn wir hier gleich , ist total abgelegen . Kein Geschäft , nicht eine Krone auszugeben , Schiet .
Haben das Gold wieder hingelegt , wozu der Ballast ?



 
 
 
 
 

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Zelten auf Gold !
So , nun fuhren wir Richtung Süden .
Da waren wieder Geschäfte und wir erkannten das es doch keine gute Idee war das Gold wegzulegen.
In der Nähe von Hällefors gibt es eine verlassene Silbermine . Silberrausch.



 
 
 
 
 

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Diese Silbermine ist gut ausgeschildert , so daß jeder der Geld braucht dort sein Glück versuchen kann.
Leider haben die Bergleute schon ein paar Jahrhunderte geschürft , so daß nur noch ausgebuffte Profis wie wir eine Chance haben.



 
 
 
 
 

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Wald voll Silber !



 
 
 
 
 

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Und Orchideen !



 
 
 
 
 

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Und Sterntaucher ! Die haben wir lange gesucht .
Langsam mußten wir an die Heimreise denken.
Ein guter Campinplatz fiel uns noch ein : Jälluntofta .
Dort ist es ganz ruhig , man kann angeln , Kanu fahren , wandern .....
Aber Mücken ; die ganz bösen ! Die kleinen , klitzekleinen . Die hört man nicht mal anfliegen.
Wir entschieden uns fürs Kanu und nachdem ich meiner Simone alles erklärt hatte , fiel ich beim Einsteigen ins Wasser . Mit Fotoapparat ,Handy , ....
Der Fotoaparat hat es überlebt , will nun aber immer das Datum wissen wenn ich ihn einschalte.



 
 
 
 
 

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Kommentare
  • traveltime 17.06.2012 | 12:17 Uhr

    Schöner bebilderter Bericht.
    LG Rolf

  • Schili 17.06.2012 | 14:22 Uhr

    Aus jeder Silbe deines Berichts spricht Freude, Leidenschaft und Begeisterung - dazu die wirklich tollen Fotos = nen glatter 5er..:-) Ich muss unbedingt mal wieder nach Schweden, mein erster und gleichzeitig letzter Aufenthalt war 1985!

  • Lenz 18.06.2012 | 13:49 Uhr

    Schöner Ausflug mit lustig treffenden Bemerkungen... man hat das Gefühl, es hat spaß gemacht. Sicher eine interessante Erfahrung, mit seinen Partner sowas zu unternehmen... man lernt sich endlich kennen!
    Weiterhin viel Spaß beim "öfter mal leben in der Wildnis"!

    Mit freundlichem Trekkergruß
    Lenz

  • doubleegg 18.06.2012 | 13:58 Uhr

    Selten so schön schwedisch geschmunzelt. Das will ich auch erleben. Kann man sich Simone mal ausborgen - so als Sherpa - Im August? Danke auch für die hilfreichen Tipps - z. B. zum Fahrverhalten. Ich hab's genossen. LG Elke

  • schwedendidi 18.06.2012 | 16:40 Uhr

    Ich lebe ja in Nordschweden und muss sagen dass der Bericht und vor allem die Bilder supergut sind. Wenn irgend jemand einmal eine Kanu-, Angel- oder Wandertour mit erfahrenem Guide im schwedischen Lappland machen möchte kann sich gerne an einen Freund von mir wenden. Googelt einfach mal nach "Camp Micha". Das ist keine Werbung sondern soll ein gutgemeinte Empfehlung sein damit ihr den hart verdienten Urlaub auch gut und erholsam in einer fast unberührten Natur verbringen könnt. Macht dann aber viele Bilder und lasst uns euren Urlaub auch mitgeniessen. :-)

  • Gobi 19.06.2012 | 08:55 Uhr

    Ein paar mehr Kommentare zu dienen Bildern hätte ich gern gesehen, aber eigentlich sprechen die Bilder ja slebst mehr als tausend Worte.
    Ein wunderschönes Fleckchen Erde hast du dir für die Tour gesucht.

    Ich wünsche weiterhin viel Spaß am Reisen!

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