Highway to Heaven

Reisebericht

Highway to Heaven

Reisebericht: Highway to Heaven

The "Road to Hana" ist eine der schönsten Landschaftsstrecken, die man auf Hawai'i fahren kann. Von Kahului, dem Mittelpunkt Mauis, geht sie zunächst als breiter Highway nach Paia und danach als Hwy.360 an der kaum bewohnten Küste Nord-Mauis entlang in 84 km zum kleinen Ort Hana im äußersten Osten der Insel, vorbei an Wasserfällen, durch den Regenwald zu Lavaküsten am Ende der Welt.

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Traumstraße der Welt

Diese legendäre Panaromastraße ist mit 617 Serpentinen (hairpin turns) und 56 meist einspurig befahrbaren Brücken, mit mindestens 3 Stunden Fahrzeit ohne Ausweich- und Überholmöglichkeiten eine echte Herausforderung besonders für amerikanische Fahrer.
Wir fuhren erst um die Mittagszeit von der Westküste Mauis kommend los. Das bedeutete gegen den Rückreise-Strom zu schwimmen. Die kurze Zeit bis zum Sonnenuntergang machte es allerdings auch unmöglich, alles Entdeckungswerte am Straßenrand an diesem Nachmittag zu erkunden.
Wenn man morgens losfährt, sollte man Paia spätestens um 8;00 Uhr passiert haben, um nicht in die Rushhour zu kommen. Als wir 3 Tage später zum Flughafen in Kahului am frühen Morgen von Hana kommend zurückfuhren, zählten wir die Touristenbusse, die sich täglich aus den Touristenzentren auf den Weg nach Hana machen. Es waren 14 Busse bis 11 Uhr.
Wir waren sehr froh, schon von Deutschland aus ein Quartier für drei Nächte in Hana im "Hana Kai" gebucht zu haben. Für Spontanreisende gibt es nur geringe Möglichkeiten dort eine ansprechende Bleibe für die Nacht in den Sommermonaten zu finden.



Windsurfer at Hookipa Beach

Deswegen hatten wir einen gesonderten Ausflug nach Paia, zur Hookipa Beach zur Beobachtung der Windsurfer bereits zwei Tage früher ohne Zeitdruck genossen. Die beste Aussicht ergibt sich am Nachmittag kurz vor dem Meilenmarker 9 , wenn die Nordostpassatwinde wehen. Vor dem Lookout gibt es einen Parkplatz am linken Fahrbahnrand, von dem man in die Felsen am Ufer hinuntersteigen kann und einen fantastischen Blick zum Fotografieren hat.



Windsurfen an der Hookipa Beach



Bambuswälder, Wasserfälle, raue Inseln

Von Hookipa fuhren wir durch bis zur Halbinsel Keanae, durch Bambuswälder, an Wasserfällen vorbei und herrliche Buchten umrundend.
Bambuswälder hatte ich noch nie vorher in einer solchen riesigen Ausdehnung gesehen. Sie zu fotografieren gibt den Eindruck nicht wieder, es sei denn, man legte eine Tonspur unter das Foto, eine Symphonie des Windes, ein Rauschen Rascheln in den Blättern.
Es hätte einige Wandermöglichkeiten gegeben, z.B. hätte man von der Hoolawa Bridge zu den Twin Falls in 1,5 km wandern können, den1,6 km kurzen und leichten Weg auf dem Waikamoi Ridge Loop auf einen Hügel mit herrlicher Aussicht machen können.
Aber dazu fehlte uns die Zeit.



Einen Umweg wert, Keanae Peninsula!



Waianapanapa State Park

... von den Touristenbussen wegen seiner traumhaft gelegenen Picnic-Area angefahren und nach höchstens einer halben Stunde nur für weitere Touristenbusse freigemachter Ort ist viel zu schade für eine solche Stippvisite. Wir fuhren an einem weiteren Tag die 3,7 Meilen von unserem Standort in Hana und erlebten morgens um 9 Uhr eine menschenverlassene Lavaküste im Morgendunst. Wir wanderten entlang dieser Küste hinunter zur "Black Sand Beach" , die den Fotografen wegen ihres pechschwarzen Sandes begeistert, an der das Schwimmen allerdings viel zu gefährlich ist.
Von dort konnte man auf einem längeren Rundgang unter einem dichten Zweigtunnel von Hibiscus über Treppen und Stufen zu zwei Lavahöhlen gelangen (Achtung Mücken). Wir trafen dort eine japanische Familie mit deutschen Wurzeln. Die drei Kinder genossen das Springen und Schwimmen im kühlen Wasser der Lavacaves, deren Tiefe wir mit Augenmaß nicht abschätzen konnten. Aber sie waren tief genug zum Springen.
Als wir auf unserem Roundtrail zur Picnic-Area kamen, stauten sich die Busse. Die Touristen gingen etwa 200 m bis zu einem Spouting Horn, danach waren wir wieder für uns alleine.
Es gibt einen Pfad am Meer entlang, den man bis Hana zurückgehen kann. Wir waren mehr lustwandelnd unterwegs mit vielen begeisternden Blicken und erlebten diesen Weg nur knapp zur Hälfte.



Im Morgendunst


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Kommentare

  • BuWe

    Ein echter "Sehnsucht-Bericht", toll! Schön, dass Ihr die Strecke genießen und auch noch stille Plätze abseits des Touristen Rummels finden konntet. Nur einen kleinen Teil der "Long and Winding Road" haben wir kennengelernt: Regen, Regen, Regen...

  • RC-Redaktion

    Ein schöner und sehr informativer Reisebericht. Unsere heutige Empfehlung auf der Startseite.

  • agezur

    Es muss dort wunderschön sein. Und wenn man auch noch viel Zeit mitbringen könnte....!
    LG Christina

  • u18y9s26

    Ich freue mich, dass ich meine Begeisterung für diesen Teil unserer Hawaii-Reise deutlich machen konnte. Herzlichen Dank für die Anerkennung.
    Hattet ihr euch Hawaii so vorgestellt?
    LG Ursula

  • ursuvo

    ...wer weiß - eines Tages.............:-)))) - auf alle Fälle ein sehr animierender Bericht!!

  • rena1976

    Sehr schöner Reisebericht, der die Landschaft entlang der Strecke zutreffend beschreibt! Die Seven Pools während der "Stoßzeiten" sind in der Tat fast wie Disneyland...

    Wir sind letztes Jahr auch den nicht zugelassenen Teil der Straße am Fusse des Haleakala weitergefahren und die "Straße von Hana weg" war eigentlich fast noch schöner als die Straße nach Hana. Nicht mehr üppig grün, sondern teilweise eher eine Mondlandschaft mit ganz faszinierender Küstenlinie.

    Wenn man Hana als Tagesausflug macht, ist die "verbotene" Strecke aufgrund der landschaftlichen Kontraste ganz toll und eigentlich etwas entspannter als die Rückfahrt nach Kahului über die gleiche Straße, denn es gibt kaum Gegenverkehr. Man muss halt mit dem Auto aufpassen und sich bei den NP Rangern nach dem Zustand der Straße vorher erkundigen. Mit unserem Cabrio hat es prima geklappt, aber wir haben auch Touris gesehen, die nicht aufgepasst haben und im Graben gelandet sind.

  • Zeitreisende

    Seuzf, ich will da jetzt auch sofort hin ! Du hast die Stimmung dort sehr schönr rübergebracht ! Und ich dachte immer, Hawaii bestünde " nur " aus weissen Sandstränden und seichten Stränden ! Bin gespannt, was Du uns noch zu berichten hast. Deine Bilder zu diesem Bericht haben mir auch sehr gut gefallen- es ist mir fast so, als wäre ich dabei gewesen ! LG Dani

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  • globetrotter

    sehr schöner Bericht mit tollen Bildern:)
    Ich sehe schon, ich muss doch noch mal hin:)
    Lg Ute

  • u18y9s26

    Ich danke euch allen für euer Interesse und die wunderbaren Kommentare. @ Ute: Wo warst du, was hast du anders erlebt oder versäumt? @ Annedore: Das Wetter spielt natürlich eine große Rolle. @ Rena: So unsinnig scheinen die Vorschriften dann doch nicht zu sein. Es ist schon atemberaubend, wenn man in circa 100m Höhe über dem Meer auf einer schmalsten einspurigen Straße ohne Leitplanken fährt. Da wird einem wirklich schwindelig. @ Dani: Es gibt auch weiße Sandstrände, aber seicht !!!, na ja!
    LG Ursula

  • Blula

    Da möchte ich doch am liebsten SOFORT meinen Koffer packen..... Dein großartiger Bericht und die tollen Fotografien bringen mich zum Träumen....!
    LG Ursula

  • Wilfried_S.

    Ich war zu wenig aufmerksam, um den Bericht auf der Startseite zu entdecken, aber auf dem "Umweg" über das Profil gibt es immer wieder Interessantes zu entdecken.
    lg Wilfried

  • mamaildi

    Ich hab deinen Bericht auch eben erst entdeckt. Vor zwei Jahren hatte ich schon intensive Reisevorbereitungen für Hawaii getroffen, aber irgendwie fehlte uns immer eine Woche Zeit, die nicht rauszuschlagen war, und so entschieden wir uns für Ostafrika, das bequem in einem Nachtflug zu erreichen ist. Um so schöner, nun all das von dir präsentiert zu bekommen, was wir uns gerne angeguckt HÄTTEN - und ich schiele schon auf den Kalender, ob dieses Jahr mal 3 Wochen am Stück drin sind! Ein absolutes Sehnsuchtsziel!

  • toronto

    schöner Bericht - erinnert mich an meine Tour auf der "road to Hana" im Frühjahr 2003" - nach drei Tagen im Nebel und im Zelt durch den Haleakala-Krater war das viele Grün an der Küste, das intensive Blau des Pazifik mit seinen starken Brechern, ein eklatanter, aber sehr angenehmer Unterschied.

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  • RELDATS

    Hallo !
    Nach Deinem netten Kommentar zu meiner Hawaii-Story haben mich Deine Geschichten von dort natürlich auch interessiert. Ja, drei Wochen hätte ich damals auch gerne Zeit gehabt, bzw. die monitären Möglichkeiten dazu. Ich bin leider nie mehr dazu gekommen, noch ein "Bier auf Hawaii" zu trinken.
    Nette Grüße von Josef

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