Campen auf einer einsamen Insel in Thailand

Reisebericht

Campen auf einer einsamen Insel in Thailand

Reisebericht: Campen auf einer einsamen Insel in Thailand

es gibt sie noch, die einsamen Strände, die Richard in THE BEACH gesucht hat, man muss nur ein bisschen Glück haben!

eine einsame Insel in Thailand

Es ist schon merkwürdig, wie Menschen, die sich nicht kennen, in anderen Ländern leben, sich treffen und zusammen eine kleine Zeit ihres Lebens miteinander verbringen. So geschehen in Thailand, genauer im Süden Thailands in Ko Lanta. Nessa aus Irland und Felipe aus Spanien und ich trafen uns hier und vom ersten Augenblick wussten wir, wir reisen die nächste Zeit zusammen!
Ko Lanta ist ein Traum, schon deshalb, weil Ko Lanta es bisher (!) geschafft hat, sich dem Massenansturm der Touris zu widersetzen. Hier gibt es noch keine Hotelburgen, Plastikliegen, Händlerläden aneinander gereiht, Animateure und Thaidamen, die einen alle Nas´ lang ansprechen. Noch ist Ko Lanta ein Ort, wo die Hütten am Strand stehen und wo man von seiner Terrasse aus den Sonnenuntergang am Horizant ansehen kann. Die Menschen sind entspannt, der Strand weit und wenig besucht, dass Meer herrlich erfrischend, die Preise für Unterkünfte und Essen ein Traum für jeden Geldbeutel!



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die wunderbare Kate

In Ko Lanta verbrachten Nessa, Felipe und ich eine großartige Zeit. Chillen, quatschen, sonnen, aber auch vor plötzlichen Regengüssen flüchten. Es war kurz vor Weihnachten und Beide wunderten sich, dass die Deutschen schon am 24. die Geschenke bekommen, sie selber müssten bis zum 25. warten. 'Selber Schuld', meinte ich, 'ich könnte da als Kind gar nicht schlafen, vor Aufregung.' - 'Konnten wir auch nicht', sagte Nessa. - 'Selber Schuld', wiederholte ich und wir tranken Singha Beer.
Wir lachten, tranken und sahen auf das Meer, als plötzlich Kate vor uns stand. Sie war um die Dreißig, kam aus England und war nach fünf Thailandbesuchen hier hängen geblieben und mit ihrem Mann Neal arbeite sie gerade daran ein kleines Unternehmen zu gründen. Sie hätten ein kleines Boot, Taucherausrüstung, Zelte, kühle Getränke und eine Menge Lust, Leute aus aller Welt kennen zu lernen.
Hey, da passten wir doch zusammen!



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Ko Muk und Ko Kradan

Kate berichtete uns von ihren Zielen und die lagen ungefähr 2-3 Stunden Schifffahrt vor der thailändischen Küste. Die Inseln Ko Muk und Ko Kradan. Hier könnte man herrlich schnorcheln und campen. Da auf Ko Kradan zur Zeit noch keine Saison ist (Anfang Dezember und es auch nur wenige Hütten gibt) wäre dort niemand, außer uns.
Hey?! Eine einsame Insel, mit den wunderbarsten Menschen, die man gerade um sich hat? Wer sagt da nein?
Der Preis pro Person wurde ausgehandelt, wie es in Thailand üblich ist, und wir einigten uns auf 2500 Baht. Am nächsten Tag sollte es losgehen!



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Inseltraum im Regen

Kates und Neals kleines Unternehmen nennt sich 'freedom-adventures.com', und ein Abenteuer war es tatsächlich. Neal steuerte immer wieder wunderbare Strände an, die wir schnorchelnd erreichten. Einige davon waren nicht im Lonley oder Lohse verzeichnet. Dementsprechend neugierig waren wir auf Ko Kradan, der Insel, auf der wir übernachten sollten. Am Himmel bildeten sich gewaltige Regenwolken und ein starker Wind zog auf. Irgendwie keine guten Anzeichen für ein Nacht im Freien.



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doch nicht ganz alleine

'hej, hej, wer bist du denn?' Dieser nette kleine Kerl empfing uns auf der Insel Ko Kradan. Er freute sich riesig über unsere Gesellschaft (in den 2 Tagen haben wir nicht herausfinden können, wo der Besitzer war...) und wir freuten uns auch.
Die Insel zu erkunden war das Erste was wir taten. Strände so weit das Auge reichte, das Meer in den verschiedensten blau und grün Schattierungen und am Himmel Wolkenberge von tiefstem weiß, bis ins pechschwärzeste Schwarz. Und Neal und Kate hatten Wort gehalten, wir waren alleine! Ein wenig unheimlich war das schon, gerade, weil der Sturm immer heftiger aufzog. Nessa merkte an, 'zurück können wir jetzt auch nich mehr, seht euch mal die Wellen an!' Und tatsächlich, unser kleines Boot sauste auf den Wellen hoch und runter, da wären wir niemals an Bord gekommen.
Ich machte Nessas Sorgen auch nicht geringer, als ich meinte: 'Kennst du 'LOST'? Die wurden bisher auch noch nicht gefunden...'



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ein perfekter Abschluß!

Ja, es hat geregnet an diesem Nachmittag und nicht nur ein wenig...es war, als hätte man kurzerhand das Meer nach oben gedreht und in einem Mal schoss die Wassermege auf uns nieder. Da wir eh schon nass waren, der Regen und das Meer warm, entschieden wir uns für ein Bad im Ozean. Die Regentropfen trafen uns wie Hagelkörner und taten heftig weh.
Das alles dauerte ungefähr 2 Stunden und dann beruhigte sich das Wetter. Neal bereitete am Strand über Steinen Fisch und Chicken zu, wir tranken Bier, fütterten den Hund und suchten irgendeinen trockenen Flecken an unserer Kleidung (den wir nicht fanden, wir haben schön in klammen Klamotten die Nacht über gepennt).



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Nessa und Neal

Zum Abschied am nächsten Tag kam die Sonne heraus und wir hatten einen fantastischen Bootsausflug zurück nach Ko Lanta. Ebenso eine einmalige Gelegenheit sich über seine Ängste klarzuwerden. Neal und Kate kennen eine Lagune, die nur durch eine Grotte zu erreichen ist und in der man 80 Meter (!) in vollkommener Dunkleheit schwimmt! Nur Neals kleines Taschenlampenlicht war unsere kleine Hoffnung nicht verschütt zu gehen. Fragt Neal nach der Grote, ich will sie nicht aller Welt mitteilen, es ist schon was besonderes! Und die Lagune ein Traum!

Zwei Tage, die in keinem Reiseführer stehen; zwei Tage, die Nessa, Felipe und mich noch mehr zu Freunden gemacht haben; zwei Tage, die man nicht vergisst, die einem bleiben, auch die klammen Klamotten sind eine Erinnerung, wie der heftige Regen, der gebratene Fisch am Strand und der Hund, der sich immer wieder auf Gesellschaft freut - besucht ihn mal auf Ko Kradan!!!

Ahoi, Euer Phillp


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Kommentare

  • Tina_Torsten

    ...ich will da auch hin!!!!!! eine einsame insel. diese strände. was will man mehr???
    Torsten

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