CHIEMGAU - Fahrradtour im Frühling

Reisebericht

CHIEMGAU - Fahrradtour im Frühling

Reisebericht: CHIEMGAU - Fahrradtour im Frühling

Eine Radltour für Jedermann

Wunderbares, sonniges Frühlingswetter war angekündigt und so holte ich an einem Samstag im März mein Fahrrad aus dem Keller und machte mich am späteren Vormittag auf den Weg. Von Traunstein aus, meinem Wohnort, wollte ich nach Ruhpolding radeln und weiter über Inzell, wieder zurück. Die rund 40 Kilometer lange Strecke war mir schon von einigen vorherigen Ausflügen bekannt. Gerade richtig für die erste Tour im Frühjahr mit dem neuen Tourenrad.



Johannes-von-Nepomuk Steg

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

In knapp zehn Minuten habe ich von zu Hause aus den Johannes- Nepomuk-Steg über die Traun im Ortsteil Daxerau erreicht. Von dort radle ich gemütlich auf dem Kiesweg am rechten Ufer flußaufwärts entlang, passiere das Wehr bei Seiboldsdorf, daß viel Wasser aus der Traun in den Mühlbach ableitet. In den Wiesen rund um den Weiler Lohhäusl spitzen schon überall weiße Anemonen aus dem braunen Altgras.



Traun



Traunzusammenfluß

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Dann komme ich kurz vor Siegsdorf, in der Nähe des örtlichen Schwimmbades, an der Stelle vorbei, wo die Rote und die Weiße Traun sich geräuschvoll gurgelnd vereinigen, nun einfach Traun. Die Rote Traun entspringt im Inzeller Moos und deshalb ist dieses Wasser rotbraun gefärbt. Die Weiße Traun kommt aus der Laubau und wird durch milchig grünes Schmelzwasser gespeist. Durch Siegsdorf bin ich schnell durch und dann gibt es mehrere Möglichkeiten, weiter nach Ruhpolding zu radeln. Ich halte mich vor dem Bahnübergang am südlichen Ortsende von Siegsdorf wieder an den Uferweg, diesmal aber links des grünlichen Wasserlaufs bis Höpfling.



Traunzusammenfluß



Traunufer

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Dort überquere ich die Brücke und folge nun dem teilweise aufgeweichten(batzigen) Weg durch lichtes Gehölz, das schon ganz zaghaft, neue Blätter austreibt. Goldgelbe Dotterblumen leuchten aus überschwemmten Senken hervor. Nach ein paar kurzen Anstiegen und Abfahrten erreiche ich Eisenärzt. Unterhalb des „Forellenhofes“ quere ich dort auf einem überdachten Holzsteg wieder über die Traun. In der Ortsmitte schiebe ich das steile, schmale Gäßchen nach Hörgering hoch, trete an den Pensionen und Gästehäusern vorbei und danach geht´s auf einer holprigen Forststraße wieder flott runter zum Traunufer.



Schmelzwasserfall



Wo geht´s hin?

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Bald zwingt mich ein extrem steiles Wegstück wieder aus dem Radsattel. Es ist nicht sehr lang und als ich oben aus dem Wald komme, sehe ich vor dem Hintergrund des Unternberges schon die Ruhpoldinger Kirche, die hoch über der Otrschaft trohnt. Ein Feldweg führt mich durch hügelige Wiesen nach Vordermiesenbach und von dort sause ich jetzt ein gutes Stück auf der Straße abwärts bis zum Ortsteil Sankt Valentin. Dort kehre ich im Gasthof „Zur Alten Säge“ zum Mittagessen ein.



Weiße Traun



Der Windbach

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Am Zeller Kirchlein vorbei, geht es dann ständig leicht aufwärts zum laut rauschenden Windbach und an diesem entlang in Richtung Rabenmoos. In dem schattigen Tal liegt noch reichlich Schnee und die Forststraße ist ziemlich aufgeweicht. Bei der Windbachhütte muß ich dann umkehren, denn der Wanderweg nach Inzell ist mit dem Fahrrad nicht mehr passierbar. Macht nicht´s.



Windbachklamm



Der Frühling kommt !

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Jetzt fahre ich halt ein paar Kilometer auf der Deutschen Alpenstraße bis Aschenau, wo ich dann am noch vereisten Froschsee vorbei flott vorankomme, da es nun abwärts geht bis nach Niederachen. Eine tolle Sicht bietet sich auf den bekannten Wintersportort Inzell. Im Hintergrund die noch schneebedeckten Gamsknogel und Zwiesel.



Inzell



Inzeller Moos

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Ich lasse die Inzeller Filze(Moor) rechter Hand liegen und biege auf die schmale Teerstraße nach Hammer ein. An der kleinen Antonius- Kapelle mache ich kurz Rast und gleich danach beobachte ich eine Weile zwei Esel, die sich gelangweilt in einer Koppel bei Gschwall die warme Sonne auf den grauen Pelz scheinen lassen. Ich mag Esel.



Antonius-Kapelle



Rote Traun

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Auf einmal höre ich eine Frauenstimme hinter mir: „ Das ist doch der Josef. Hey! Servus!“ Es ist Rosi, eine gute Freundin. Sie hatte die gleiche Idee gehabt wie ich und sich auf ihr Mountainbike geschwungen, war aber eine ganz andere Strecke geradelt. Zusammen setzen wir die Fahrt auf dem befestigten Nebenstraßerl fort, flußabwärts, mehr oder weniger nah entlang der Roten Traun. Wir radeln durch die Ortschaft Hammer, wo wir die B 306 unterqueren. Danach dauert es etwa ein Viertelstündchen, bis wir in der Heutau in das gleichnamige Cafe einkehren. Wir brauchen auf diesem Streckenabschnitt nicht allzuviel treten, denn der gut gepflegte Radlweg hat immer ein leichtes Gefälle.



Johannes-von-Nepomuk Steg

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Gemütlich kann man in dem immer gut besuchten Cafe Heutau in der Sonne sitzen und Kaffee und Kuchen oder eine deftige Brotzeit genießen. Bevor wir zu faul werden machen wir uns auf zur letzten Etappe zurück nach Traunstein. Dieses Teilstück erfordert nicht mehr viel Anstrengung. Wir strampeln auf geteerten Seitenstraßen locker voran. Beim Weiler Vitzthum fahren wir unter der Autobahn A8 hindurch und dann lassen wir die Radl bis Wernleiten rollen. Nun verbummeln wir die letzten vier, fünf Kilometer auf dem bewaldeten Fuß- und Radweg rechts (in Fahrtrichtung) der Traun, bis wir uns am Steg inder Daxerau „Auf Wiedersehen“ sagen. So gegen 17:30Uhr steige ich daheim, sehr zufrieden mit dem Ausflug, von meinem Radl runter.


Copyright by: Fotos und Text, Josef Stadler


Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Kommentare

  • moho

    Gratulation zur Erwähnung im Newsletter. Im Moment hier noch Meterdicke weiße Schneedecke!
    Aber BALD werden hier in den Isarauen solche Bilder zu sehen sein wie auf deinen Ersten. Ich freu mich.
    LG aus München in den "auch nicht wärmeren" Süden
    Moni

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. CHIEMGAU - Fahrradtour im Frühling 4.44 9

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps