TEIL IV: ALWAYS ONE STEP AHEAD OF THE DEVIL...DIE PANAMERICANA VON KOLUMBIEN bis PERU

Reisebericht

TEIL IV: ALWAYS ONE STEP AHEAD OF THE DEVIL...DIE PANAMERICANA VON KOLUMBIEN bis PERU

Reisebericht: TEIL IV: ALWAYS ONE STEP AHEAD OF THE DEVIL...DIE PANAMERICANA VON KOLUMBIEN bis PERU

Eine Drehreise für die NDR Redaktion "Länder Menschen Abenteuer". Über 6 Monate fuhren wir von San Francisco nach Ushuaia, an das Ende der befahrbaren Welt. Im Teil Vier wird die Strecke von Kolumbien bis Peru beschrieben.
Mehr Info und Bilder auf ndr.de/panamericana

Cali, Salsa,Ecuador, Äquator,Panamahüte Alpakas, Quetschua, Veringos und Gold

Unser Hilux kämpft sich durch...

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Den Darien Gap in Panama haben wir überflogen und sind inzwischen in Kolumbien angekommen. Endlich: wir bekommen unser Auto wieder! In Kolumbiens Hafenstadt Buenaventura, einem ganz üblen Nest wo öfters mal was in die Luft fliegt, steht der Wagen im Container. Nach viel TamTam und dem Schaulaufen aller möglichen Amtsträger, kommt unser Hilux aus der Box. Dann geht es weiter nach Cali, eine der großen Städte Kolumbiens und bekannt für seine Speed Salsa Tänzer. Wir lernen Angie kennen, eine Profitänzerin und bekommen Einblick in ihren Alltag. Der besteht aus täglich 4 Stunden proben und aus bis zu 5 Auftritten am Abend, das alles macht sie mit einer Freude und einem Enthusiasmus das einem die Luft weg bleibt. Und Angie tut alles, das wir nicht schlecht über Kolumbien denken! Trotzdem fahren wir mit doppelter Eskorte 1600 Kilometer streng bewacht raus aus dem Land der Guerilla Kämpfer und Drogenkriege – wir dürfen nirgendwo anhalten. Die Zeit unserer Reise ist denkbar schlecht, so kurz vor den Wahlen in Kolumbien.
Wir gelangen unversehrt und guter Dinge zur Mitte der Welt in einem Land, das genau daher seinen Namen hat: Ecuador! Wir umrunden den Äquatormarkierungsstein dreimal mit dem Auto und stauben den Hilux ordentlich ein, das ist seine Äquatortaufe. Bis hierhin haben wir es schon mal geschafft, fehlt nur noch der südliche Teil der Welt und wir sind am Ziel.
In Panama haben wir keinen einzigen Menschen mit Panamahut gesehen. Alle tragen Baseballkappen, niemand den klassischen Strohhut mit dem irreführenden Namen. Nun sind wir in Ecuador, bestaunen die Hutmanufakturen in Cuenca und Sigsig und die männlichen und weiblichen „Panamahutträger“. Denn der Panamahut stammt aus Ecuador und das ärgert die Ecuadorianer ordentlich. Daher fühlen wir uns verpflichtet die Welt aufzuklären und drehen ordnungsgemäß in Ecuador die Herstellung des Panamahutes. Der alte Hutmacher ist schwerhörig, wir werden Zeuge eines eigentümlichen Verkaufsgespräches und legen uns alle ein paar Hüte zu.
Die Anden haben begonnen, wir sehen die ersten schneebedeckten Berge, Alpakas, Lamas und überhaupt, hier sehen die Menschen schon anders aus. Unser Auto schnauft die Berge rauf und runter und ich bin immer wieder dankbar das unser Fahruntersatz so gut hält.
Wir fahren durch endlose Sandwüsten am Rande des Pazifiks nach Piura, das liegt in Nordperu. Hier lebt Dokotor Fahsbender, der deutsche Vorfahren hat und unglaublich gut „Guten Tag“ sagen kann. Doktor Fahsbender ist Tierarzt und hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Perus Nackthunde, die Veringos zu schützen. Diese liebenswert hässlichen Hunde habe keine Haare, sehen etwas knittrig aus und sind Perus einzige Hunderasse. Sie wurden schon von den Inkas als lebende Wärmflaschen benutzt. Wir drehen Luis, einen Rikschafahrer mit seiner Veringozucht im Slum in der Sechura Wüste. Kleine knubbelige, fiepsende Welpen begrüßen uns an der Tür: sie sind wirklich unglaublich hässlich – und unglaublich niedlich!
Peru ohne Gold ist wie Köln ohne den Dom. Wir suchen das Gold der Moche, einem Urvolk Perus und finden es in einem wunderschönen Museum in Sipan. Perfekt ausgeleuchtete Ausstellungsstücke, wunderbar präsentiert – irgendwie erwartet man so eine Professionalität nicht gerade in einem Kaff in Peru. Wir drehen in der Restaurationswerkstatt, wo der Glanz der alten Fundstücke sorgfältig wieder hergestellt wird. Diese Menschen haben Geduld. Wir haben aber keine und fahren weiter.
Uns kommt zu Ohren, das man in Ecuador und Peru Meerschweinchen nicht züchtet um sie liebevoll zu streicheln – nein, hier landen sie in der Pfanne und werden als „Röntgenmaschinen“ benutzt. Wie das geht, zeigt uns die Meerschweinchenzüchterin Geralda. Sie nimmt ein fettes großes Meerschwein, zieht es an den Pfoten lang und dann rubbelt es über ihren Kopf, ihre Brust, ihren Bauch – und entschuldigt sich, das sie zu steif ist, es auch über ihren Rücken zu rubbeln. Sinn und Zweck dieser Übung: die Meersau heilt indem sie die Krankheit des Menschen in sich aufnimmt. Danach wird das Meerschweinchen zerlegt und man sieht, woran es mit der Gesundheit hapert.
Und in dem Stil geht es dann auch weiter mit unserer Reise, wir staunen über die Ideen und Lebenskonzepte der Peruaner.
Wir fahren nach Nazca, dort haben vor vielen 1000 Jahren Menschen überdimensional große Scharrbilder in die flache Wüste gescharrt. Bilder sind entstanden, die allerdings nur aus Flughöhe erkennbar sind: Affen mit Ringelschwanz, Kraniche, Astronauten, ein Wal der spuckt und all so etwas. Keiner weiß genau wieso und wozu, aber das Phänomen lockt scharenweise Touristen an und so auch uns. Wir fliegen mit einem kleinen Flugzeug, denn der Helikopter war kurz vorher abgestürzt. Mir wird schlecht, dem Kameramann zum Glück nicht und so haben wir dann das Enigma Perus aufgenommen.



Schön und neugierig: Alpakas


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Kommentare

  • Jabba

    Und beim nächsten Dreh nehmt Ihr mich einfach mal mit! :-)
    Habt Ihr cuy wenigstens probiert? Lecker!!
    Werden wir ja sehen können - in Eurem Bericht.

  • s.gondolf (RP)

    Hey, Tesla und Chris haben Cuy gegessen, Michi und ich haben gedreht.... alles live beim NDR zu sehen... ;)-

  • Jabba

    Termin steht! Freu mich!

  • reinhardadel (RP)

    Das soll einer verstehen – das Auto nach Buenaventura verschiffen lassen, dann schnell nach Cali hetzen und anschließend quasi nonstop nach Ecuador flüchten. Kolumbien hat eine derart stiefmütterliche Behandlung nicht verdient. Im dem Land gibt es vermutlich mehr zu sehen und tun, als in allen anderen lateinamerikanischen Ländern zusammen. Von den hilfsbereiten Menschen ganz zu schweigen. Aber wer sich von – alten und überholten – Negativschlagzeilen bis heute beeinflussen lässt, der wird das nie kapieren. Schade eigentlich.

  • s.gondolf (RP)

    Leider ist das so. Verantwortung und Sicherheit für die Produktion gehen jederzeit vor.

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