Schottland und die Orkneys im Herbst 2010

Reisebericht

Schottland und die Orkneys im Herbst 2010

Reisebericht: Schottland und die Orkneys im Herbst 2010

Da uns schon längst der Schottlandvirus ergriffen hatte, war das Land auch dieses Jahr unser Urlaubsziel. Unser Hauptziel sollten diesmal die Orkney, eine Inselkette, welche weit im Norden von Schottland liegt, sein. Die Orkney bestehen aus ca.70 Inseln, von denen16 bewohnt sind. Die Hauptinsel ist Mainland, die für ihre vielen prähistorischen Ausgrabungen bekannt ist.

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1.Tag

Diesmal ging es mit der Lufthansa nach Edinburgh, erstaunlicherweise war dies das preiswerteste Angebot für diesen Zeitraum. Der Flug sollte am frühen Nachmittag losgehen, leider verspätete sich die Maschine um eine Stunde. Die Autoanmietung ging diesmal sehr flott und wir bekamen wieder einmal ein Update, anstatt eines gebuchten Matiz, bekamen wir einen Mercedes 160 und als Krönung dazu als Automatik.Wir hatten uns bei der Autobuchung mit den Gedanken gespielt einen Automatik zu buchen, um uns das Fahren zu erleichtern. Das Linksfahren ist für uns das kleinere Problem. Das Schalten ist besonders in den Roundabouts allerdings eine Herausforderung.
In weiser Voraussicht hatten wir uns schon ein B&B im Internet in der Gegend von Pitlochy rausgesucht und direkt im ersten B&B fanden wir ein traumhaft schönes Zimmer für 25 Pfund pro Person und Nacht.



2.Tag

Highlands

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Heute sind wir etwas früherer aufgestanden, denn haben wir noch ca. 350 km vor uns, bis zur Fähre von Gills Bay nach St.Margret´s Hope. Zu den Orkney gibt es zwei Fährverbindungen, diese war die billigere und schnellere. Auf der Rückfahrt sollte es sich heraus stellen, das es für uns auch die wohl bessere Verbindung war, aber dazu komm ich noch später.

Da der Weg für uns auch das Ziel war, wollten wir es langsam angehen lassen, um genug Zeit zu haben um dort zu stoppen, wo es uns gefiel. Als wir in Pitlochy auf die A9 fuhren, sollte diese Straße bis fast zur Fähre unsere Begleiterin sein. Es ging durch die Highlands und Carnigorm, dann an Inverness vorbei bis weiter in den Norden. Die Strecke bis Inverness kannten wir schon aus vorigen Urlauben, so hielten wir vielleicht ein-zweimal an um Fotostopps zu machen. Hinter Inverness fing dann für uns Neuland an.
Wir fuhren am CromartyFirth vorbei. In dieser Bucht liegen mehrere Ölbohrinseln. Ob dort Öl gefördert wird oder die Inseln gebaut oder gar entsorgt werden, konnten wir nicht erkennen. Die A9 verläuft hier fast die ganze Zeit am Meer entlang. Laut unserer Karten sollten dort auch ein paar weitere Brochs liegen, an den wir leider vorbei fuhren, da die Schotten dort ausnahmsweise keine Hinweisschilder aufgestellt hatten. Zu einem Leuchtturm führte leider nur ein Privatweg. In Lybster gab es am Leuchtturm noch ein kleines Cafe, wo wir erstmal einen Kaffee tranken. Das Meer war sehr aufgewühlt und wir hofften, das die Fährfahrt nicht all zu stark schwanken würde. Gegen 15:00 waren wir in Gills Bay angekommen und reservierten unseren Fährplatz. Nun hatten wir fast noch zwei Stunden, aber John o´ Grates wollten wir nicht ansehen, es ist einfach zu tourimäßig. Wir entschieden uns dann zu dem wirklichen nördlichen Punkt Großbritannies Dunnet Head, und dessen Leuchtturm zu fahren. Auf den Weg dort hin sahen wir noch ein paar Galloways. Direkt am Leuchtturm war es sehr windig, sodass die Informationsbude mit Seilen und Harken am Betonboden fest gemacht war.
Auf den Rückweg sahen wir vom Auto aus noch ein paar Seehunde am Strand liegen. Also aus dem Auto raus, Tele auf die Kamera und los gings. Wir beobachten die Tiere noch eine Zeit lang und fuhren dann wieder zum Fährhafen. Die Wartezeit vertrieben wir uns mit Karten spielen, pünktlich um 18:00 kam dann die Fähre. Nachdem wir unser Auto abgestellt hatten, gingen wir in die Cafeteria und waren froh das die Fährfahrt im großen und ganzen ruhig verlief. Nach ca. 1 ½ Stunden kamen wir in St. Margaret´s Hope an und machten uns auf den Weg zu unserem B&B, welches wir schon in Deutschland gebucht hatten. Jürgen hatte dieses B&B auf einer Farm als Tipp von eine Arbeitskollegen bekommen. Die Suche nach der Unterkunft war nicht so einfach, doch mit der Hilfe eines Mitarbeiters eines nahe gelegenen Hotels fanden wir den Weg. Nachdem wir uns in unserem Zimmer eingerichtet hatten, gingen wir noch kurz in den Gemeinschaftsraum, tranken einen Tee und lernten unsere Mitbewohnerin, eine Hawaiianerin kennen. Wir unterhielten uns noch kurz und gingen dann zu Bett.



Hafen von Lybster



3. Tag

Stones of Stenness

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Als wir am Morgen aus dem Fenster sahen, zeigte sich das Wetter nicht gerade von seiner besten Seite, es war sehr stürmisch, grau, doch es regnet nicht. Nach einem typisch schottischen Frühstück fuhren wir los. Die ersten Punkte, die wir uns ansehen wollten waren die Stones of Stenness und der Ring of Brogdar. Erstaunt mussten wir feststellen, das sich die Landschaft der Orkney vom nördlichen Schottland stark unterscheidet. Während der Norden Schottlands sehr rau ist, oft aus Moorlandschaft besteht und fast menschenleer ist, ist hingegen Mainland ( Hauptinsel der Orkney) reich an Landwirtschaft, sehr grün und auch die Hauptstadt Kirkwall ist nicht gerade eine kleine Stadt.
Angekommen an den Stone of Stenness mussten wir den Anblick nur mit ein paar Schafen, die dort weideten, teilen. In Sichtweite steht ein weiterer Menhir, der Watch Stone, dessen Funktion unbekannt ist. In ein paar hundert Meter Entfernung steht der Ring of Brodgar, welcher mit einem Kreisdurchmesser von 104 m größer als Stonehenge ist. Von ehemals 60 Steinen sind noch 27 Steine erhalten. Der Steinkreis ist von seinen Ausmaßen her sehr imposant. Leider war das Wetter heute nicht gerade fotogen. Trotz alldem machte ich noch ein paar Bilder. Alle diese Stein gehören zum Unesco Weltkulterbe „The Heart of Neolithic Orkney“ .
In Kirkwall wollten wir erstmal in der Stadt nach einem Wanderführer in der Buchhandlung suchen. Leider fing es auf den Weg dort hin an zu regnen und es sollte den ganzen Tag nicht mehr aufhören.
Also machten wir erstmal noch einen kleinen Stadtbummel und besichtigen die St.-Magnus-Kathedrale. In diese Kirche liegt eine norwegische Bibel, denn die Orkney gehörten bis 1468 zu Norwegen, erst dann wurde es schottisch. Da es draußen immer noch regnete, entschieden wir uns die Leuchttürme, die auf unserer Karte eingezeichnet waren, anzufahren. Auf dem Weg dort hin machten wir in einem kleinen Museum eine Pause um etwas warmes zu Essen und zu Trinken. Später kamen wir an einen schönen kleinen Sandstrand, den Seal´s Sands of Wright. Dort hatten wir das Glück drei Seehunde im Meer zu entdecken und wir schauten ihnen zu. Kurz danach sah ich noch einen Otter über die Straße laufen.
Zwei Leuchttürme fanden wir gar nicht, für den dritten mussten wir ein kleines Stück wandern. Da es immer noch regnete, zog ich zum ersten Mal meine Regenhose an. Ich hatte sie mir schon vor drei Jahren gekauft, immer dabei gehabt, aber noch nie gebraucht. Doch diesmal war es soweit. Jürgen hatte keine Lust erst noch seine Wanderschuhe auszuziehen, um dann seine Fahrrad-Regenhose anzuziehen. Der Vorteil meiner Hose war, dass ich diese über meine Wanderschuhe anziehen konnte. Den Weg sahen wir uns noch im Wanderführer, den wir heute morgen gekauft hatten, an und dann ging es los. Da es zum Regen auch noch sehr stürmisch war, kam der Regen fast waagerecht. Am Wegrand wurde gerade an einer Farm ein Gebäude zu einem Cafe umgebaut. Wir kamen an einer alte Bunkeranlage vorbei und sahen den Leuchtturm vom weitem. Da Jürgens Jeans auf einer völlig durchnässt war, gingen wir zurück zum Auto.
Da es langsam Abend wurde fuhren wir zurück nach Kirkwall, um Essen zu gehen. Unterwegs machte ich trotz dem schlechten Wetter ein paar Fotos. In Kirkwall gingen wir lecker im Restaurant Dilse in der Bridge Street indisch essen und danach fuhren wir zurück zu unserem B&B. Dort unterhielten wir uns noch längere Zeit mit Shayla und einem neuen Gast, Anne aus Los Angeles, bis war ins Bett gingen.



Ring of Brodgar


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Kommentare

  • toscany

    sehr informativ mit vielen guten Tipps !!
    Auch die Landschaftsaufnahmen sind sehr schön trotz des schlechten Wetters.

    Weiter so !

  • Zeitreisende

    Das steht auch noch auf meiner To-Do-Liste !! Sehr schöner Bericht- und die Fotos sind so richtig schön schottisch;-))) ! LG Dani

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Schottland und die Orkneys im Herbst 2010 5.00 8

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