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Reisebericht: Erinnerungen an Nepal und Indien (1974–2007)
Meine erste grosse Reise (1974), von Milano nach Goa, über Türkei, Iran, Afghanistan, Pakistan, hat viele Monate gedauert. Zu Hause hatte ich mit Yoga angefangen, Bücher über Hinduismus und Buddhismus gelesen, Spiritualität gesucht. Auf der Reise habe ich was anderes gefunden, die harte Realität, die mich fast aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Aber das ist eine andere Geschichte. Und der Anfang.
1992. Nepal. In Europa bin ich 42, in Nepal 99 und in Tibet 161 Jahre alt.
Ich wohne beim Emil, ein Schweizer der seit Jahren in Kathmandu lebt. Er hat ein Haus, nicht weit von Durban Square. Mit ihm fahre ich nach Chitwan National Park, wo er Bungalows besitzt. Wunderschöner Ort! Ich reite auf Elefanten, oder fahre, in der Morgendämmerung, mit dem Boot auf dem Fluss. Leider sehe ich keinen Tiger, nur die Spur im Dschungel. Es gibt Vögel die singen: «One more bottle, one more bottle», unglaublich.
Ich reise viel herum, aber kein Trekking. Ich esse Dhal Bat mit Reis, einfach aber gut.
Auf dem gefürchtete Prithvi Highway, unterwegs nach Pokhara. Die Aussicht auf den Bergen ist fantastisch, aber die Strasse ist eine Welt für sich. Die Unfälle eines Tages kann man fast nicht zählen. Umgehen kann man sie nicht, ausser man fliegt, was auch nicht ungefährlich ist.
Ich bleibe fast 2 Monate hier in Nepal.
Happy New Year at Bodnath, walking around the big Stupa, waching the people dancing, too many tourists, too many cameras.
Pashupatinath, Hindu Temple on the Bagmati River, where the deads are cremated and the worshippers are bathing. Smoke and colors.
Die fotogenen Sadhus, ihrer Attraktivität bewusst.
Ich treffe viele Leute, Ausländer die hier in Nepal arbeiten, wie zum Beispiel Claire, eine Amerikanerin, die immer von «my women» spricht. Sie leitet ein Projekt in Janakpur. Eine Werkstatt, wo Frauen verschiedenes Handwerk lernen, wie zum Beispiel Siebdruck. Die Objekte, T-Shirts, Stoffe, werden in Kathmandu verkauft.
Ich fahre nach Janakpur und besuche die Werkstatt. Die Muster sind wirklich schön, die Frauen arbeiten gerne hier, sie sind selbstbewusster geworden und die Ehemänner haben es mit der Zeit akzeptiert. Sie verdienen auch nicht schlecht. Trotzdem irritiert mich Claire, wenn sie von ihren Frauen erzählt.
Gala spricht ein wenig Englisch und sie lädt mich nach der Arbeit zu sich nach Hause ein. Das Dorf in dem sie wohnt, ist nicht weit von Janakpur. Ich werde von der ganzen Familie verwöhnt. Das Dorf ist wegen den wunderschönen Murales, die die Lehmhütten verzieren berühmt. Das traditionelle Muster, das auch für den Stoff gebraucht wird, erinnert mich ein bisschen an Motive der Indios.
Holi Festival at Janakpur, water und colors, end of winter. Watching the festival from the balcony, so many Sadhus and Yogis, chiloms and incredible eyes!
The temple, the music, the people, too much stoned!
Ich habe vor dem Tempel Hanfgebäck gekauft und mit einer Französin, die im gleichen Hotel wohnt, essen wir es mit Hilfe von viel Chai. Keine Ahnung, wie stark es ist. Zurück zum Tempel, fühlen wir uns in eine andere Dimension versetzt. Alles ist so intensiv! Nach einer Weile sind wir so stoned, dass wir Panik bekommen, es ist zu viel. Wir torkeln zurück zum Hotel, wo Millionen von Moskitos auf uns warten.
Am nächsten Tag fahre ich, in einem erbärmlichen Zustand, mit dem Bus nach Indien.
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Danke für diesen wunderbar geschriebenen Bericht aus meinem geliebten Indien. Ich kenne die meisten Ecken die Du beschreibst ziemlich genau und kann Dir nur zustimmen. Lediglich Rameswaram (wo ich in einer ziemlich heruntergekommenen Pilgerherberge wohnte) habe ich positiver erlebt als Du es schilderst.
Ach, ich möchte jetzt gleich wieder aufbrechen, möchte am großen Teich im Meenakshi-Temple einfach nur auf den Stufen sitzen oder früh morgens auf einem Einbaum auf dem Rapti dahingleiten ...
LG Beate
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liebe beate, vielen dank, freu mich, dass die berichte dir gefallen haben! ich würde auch gerne jetzt im meenakshi temple sitzen und mich von farben und gerüchen berauschen lassen, statt in meiner wohnung zu sitzen und den schnee draussen zu beobachten! Ich habe gesehen, dass du schon viele berichte geschrieben hast, auch über indien. Ich werde sie sehr gern lesen. herzliche grüsse aus zürich
alda -
Ich habe diesen Bericht jetzt ein 2.mal gelesen und freue mich auf ein Land wo ich noch nicht war und es leider nur in Stipvisiten 2011 besuchen werde.
Rolf -
ein einfach ganz toller Bericht
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grazie mille!!!
alda -
Hallo Alda! Deinen Bericht habe ich leider erst heute entdeckt. Ich finde ihn wahnsinnig interessant. Ja, er verdient es wahrhaftig, mehrmals gelesen zu werden. Ich bin sehr angetan von den Erlebnissen und Erfahrungen, die Du hier schilderst. Sehr angetan bin ich auch von Deinen Fotografien.
LG Ursula -
Liebe Ursula, ganz herzlichen Dank! Dein Kommentar kommt genau richtig, Balsam für die Seele! Ich habe auch erst jetzt angefangen deine Reiseberichte zu lesen, Malaysia und Thailand, und ja, es ist schon alles gesagt worden und ich kann mich nur allen Kommentaren anschliessen. Deine Berichte sind sehr lebendig, informativ, gut geschrieben, einfach toll! Ich werde sie weiter lesen. LG aus Zürich. Alda
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