Reisebericht

Reisebericht: Kochen und Radfahren in Bangkok

 
 
 
 
 
Reisebericht: Kochen und Radfahren in Bangkok

Kochen und Fahrradfahren gehören sicherlich nicht zum normalen Programm von Bangkok-Besuchern, aber beides geht und macht Spaß.

Inhaltsverzeichnis
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Kochen

 
 
 
 
 

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Wir sind 6 Kochschüler, die sich am heutigen Freitag Nachmittag an der thailändischen Küche versuchen wollen, außer mir noch 2 Frauen und 3 Männer aus Australien, Chile, Japan und Kanada. Die maximale Klassenstärke beträgt 11 Personen, wir haben also Glück, eine wesentlich kleinere Gruppe zu sein, und die Unterrichtssprache ist Englisch. Die Baipai-Kochschule, die in einem Privathaus untergebracht ist, bietet insgesamt 8 Menüs mit je 4 Gerichten an, die im Wechsel vor- und nachmittags praktiziert werden. Heute Nachmittag steht Set 2 auf dem Programm, bestehend aus:

„Toong Tong“ oder „Golden Bags“ (kleine Beutel aus Frühlingsrollenteig, die mit Fleisch gefüllt und dann in Öl gebacken werden)
„Pa-nang Gai“ (ein klassisches Chicken Curry)
„Tom Yam Goong“ (eine scharf-saure Suppe, auch ein Klassiker der Thai-Küche)
„Khao Pad Moo“ (Reis mit Schweinefleisch).

Zwei nette junge Thai-Mädchen sind unsere Lehrerinnen. Jeder Gang läuft so ab, dass eine von ihnen vor unseren Augen das jeweilige Gericht zubereitet, während die andere, „Marie“ laut Namensschild, dazu Erläuterungen gibt. Sodann ist praktisches Üben angesagt. Jeder von uns hat eine eigene Kochstelle, wo dienstbare Geister alle benötigten Zutaten schon bereitgestellt haben, und dann müssen wir schneiden, schnippeln, mixen und das Gericht in einem Wok auf dem Gasherd nachkochen. Anschließend setzt man sich zu Tisch, und die eigene Kreation wird sofort verspeist. Auf diese Weise werden innerhalb von 4 Stunden die genannten Gerichte zubereitet und verzehrt.

Als ich Marie frage, wie sie tatsächlich, also mit thailändischem Namen heißt, sagt sie „Kedsara“, und sie gibt auch gleich eine Erläuterung, wie sie zu diesem ungewöhnlichen Namen kam. Ihrer Mutter hat seinerzeit das bekannte Lied von Doris Day „Que sera“ so gut gefallen, dass sie spontan ihre Tochter danach benannte, und aus dem spanischen „Que sera“ wurde dann der Thai-Name „Kedsara“.

Die Teilnahme an diesem Kochkurs ist nicht nur ein Riesenspaß, man kann hier auch richtig etwas lernen, und alle Speisen schmecken authentisch und sehr, sehr gut – wie in einem teuren Thai-Lokal. Die Kochstunde ist perfekt organisiert, dennoch hat man nie das Gefühl, dass hier ein Routineprogramm abgespult wird, sondern man wird ständig persönlich angesprochen. Entsprechend begeistert sind alle Teilnehmer, und ich beschließe spontan, einen weiteren Kurs zu belegen. Der Spaß kostet 1.800 Baht (= 45 €) pro Vor- oder Nachmittag, nicht ganz billig angesichts der thailändischen Löhne und Preise, aber ein sehr fairer Preis für das, was geboten wird. Selbstverständlich bekommt jeder die Rezepte der heute gekochten Speisen ausgehändigt, und ich bin gespannt, ob beim Nachkochen zu Hause alles genauso gut gelingt wie hier.



 
 
 
 
 

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Kommentare
  • cirrus 24.11.2010 | 10:10 Uhr

    Sehr interressant, klasse geschrieben...hattest Du die Tour und den Kochkurs schon vorher gebucht ? Vielleicht hast Du noch Kontaktdaten ???
    LG Christel

  • rrobby 01.12.2010 | 17:27 Uhr

    Interessante Radtour..... gut beschrieben... vielleicht werde ich die im Januar bei meinem BKK-Besuch auch machen...
    LG Robert

  • mamatembo 01.12.2010 | 18:17 Uhr

    Zwei sehr interessante Ideen eine Stadt wie Bangkok kennenzulernen. Wobei mir die erste Variante am besten gefällt! :-))
    LG Beate

  • wallyRe 02.12.2010 | 08:45 Uhr

    tolle impulsidee...thx lg wally

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