Kalkutta - Ein Kampf ums Überleben

Reisebericht

Kalkutta - Ein Kampf ums Überleben

Reisebericht: Kalkutta - Ein Kampf ums Überleben

Von seinen Bewohnern wird Kalkutta "Stadt der Freude" genannt. Durch westliche Augen gesehen gibt es dafür eigentlich keinen Grund. Für die Menschen der niederen sozialen Klassen beginnt mit jedem Sonnenaufgang ein neuer Kampf ums Überleben für sich und ihre Familie.

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Tara



Ein sehr persönlicher Reisebericht

Dies ist ein sehr persönlicher Reisebericht, von Bernadette und mir. Vielleicht gibt es aber doch Geo RC Mitglieder die Interesse daran finden. Wir wollen uns damit nicht keinen falls als Gutmenschen darstellen, doch es ist halt ein wichtiger Teil, der zu unserer Art des Reisen dazu gehört: Die Augen vor dem Elend nicht zu verschliessen und wenn möglich einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Situation einzelner Menschen zu Leisten



Kalkutta mit der Howrah Brücke



Howrah Bridge - Das Ergebnis ist lärmender Stau von früh bis spät.

Howrah Station, der Bahnhof Kalkuttas: Fliegende Händler schreien, Lokomotiven pfeifen, Träger bahnen sich brutal ihren Weg, Menschen, wohin man blickt. Nur ein paar Meter von der Howrah Station überspannt die Howrah Bridge (Rabindra Setu) die trüben Wasser des Hoogly-Flusses, eines breiten Ganges-Nebenarms. Tag für Tag überqueren Millionen von Menschen die Brücke, zu Fuß, mit Lastwagen, Fahrrädern, Karren, Bussen, Autos - unterwegs zum Zentrum Kalkuttas. Das Ergebnis ist lärmender Stau von früh bis spät. Die pfeilerlose Brücke sieht stattlich und schön aus. Das 97 m hohe Wahrzeichen wurde 1943 erbaut.



Indurschi heute



Direkt vor unserem Hotel leben ganze Familien auf der Strasse

Kurz vor Mittag erreichen wir Kalkutta, vier Stunden später als ursprünglich geplant. Wir werden abgeholt von Tara mit einem gemieteten Auto plus Fahrer. Nach einer halbstündigen Autofahrt über die Howrah Brücke erreichen wir unser einfaches Hotel, das 5 Minuten von Taras Wohnung entfernt liegt, nahe dem Bahnhof Sealdha. Vor unserem Hotel unter den Arkaden leben vielen Familien auf der Strasse, schlafen und kochen dort. In Kalkutta herrscht unverstellbar Armut. Über drei Millionen Menschen sollen laut Worldvison obdachlos sein. Ganze Familien leben auf der Strasse, Kinder werden dort geboren und grossgezogen. Vor allem Mädchen sind der Gefahr von Gewalt und Missbrauch ausgesetzt.
Nach dem wir und begrüsst und die Geschenke ausgetauscht haben fahren wir wie geplant zu 50 km entfernten Diamond Harbour wo der Hooghly ( Gangesarm ) in den Golf von Bengalen fliesst.


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Kommentare

  • pleuro

    Hut ab vor Eurem sozialen Engagement! Das ist wirklich ein sehr persönlicher Reisebericht und ein sehr persönliches Erlebnis!!
    Liebe Grüße Anne

  • RdF54

    Reisen müssen persönlich sein - sonst wird sie eigentlich bei der Heimkehr schon wieder vergessen!
    Toller Bericht über eine zufällige Begegnung und ihrer Auswirkung für die Zukunft einer ganzen Familie!

    LG Robert

  • mamaildi

    Das ist wirklich eine beeindruckende Geschichte! Wenn man nur kurz darüber nachdenkt, wie ihr dieser Familie in ein neues Leben geholfen habt, das wahrscheinlich über Generationen hinweg gesichert ist, dann muss man doch selber auch aktiv werden!! Chapeau vor eurem Einsatz und hoffentlich für viele Nachahmer. Steter Tropfen höhlt den Stein...

  • Blula

    Man kann nur wieder DANKE sagen für diesen, in jeder Hinsicht beeindruckenden Bericht. Er hinterläßt eine nachhaltige Wirkung. Euer Einsatz und soziales Engagement ruft auch bei mir allerhöchsten Respekt hervor. Großartig!
    LG Ursula

  • harley_flanigen

    Vor den Farbbomben hatte ich mich immer fern gehalten denn von anderen Touristen hatte ich schon gehört, das die Farben sehr schlecht auszuwaschen sind ;-)
    Ein gut zusammengefasster Bericht der auch Blicke hinter die WIRKLICHE Kulisse werfen lässt.
    LG
    Patrick

  • venus

    sehr interessant, auch ich bedanke mich...

  • doubleegg

    Es gehört schon eine ganze Portion Beherztheit dazu sich dem Elend zu stellen. Wieviel einfacher ist es doch wegzusehen oder gar nicht erst hinzufahren. Doch selbst wenn man sich persönlich nicht so stark einbringen möchte/kann, gibt es immer noch genug Möglichkeiten seinen Beitrag in dieser ungerechten Welt zu leisten. Danke für diesen Bericht!

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  • Raudi

    Wieder ein Klasse Reisebericht aus deiner Feder!Schön das ihr nicht nur den Urlaub
    geniest ! Ihr macht euch auch Gedanken über die Menschen die in euerem Urlaubsland Leben.
    LG Hans

  • shootingstar

    Gut, dass ihr immer als nachhaltig Reisende unterwegs seid und nicht nur als konsumierende Touristen. Wunderbar, dass ihr bereit seid zu teilen. Wichtig, dass ihr darüber berichtet.
    lG Claudia

  • kawasakipower

    Hallo Guido,
    es ist mal wieder alles gesagt,ich ziehe meinen Hut vor euch.
    Lg Melanie

  • Jane

    Eigentlich ist beinahe alles gesagt: Hut ab vor Euch, dass ihr den Mut habt, hinzusehen und zu helfen, wo Hilfe benötigt wird, und nicht einfach vorübergeht. Das ist mal wieder der Beweis, dass man auch als einzelner etwas verändern kann. Danke!

  • freeneck-farmer

    Ich bewundere eure Mut eine Familie so zu helfen. Ob jeder das so kann weiss ich nicht.
    Mach weiter so und erzähl viele Menschen wie sowas geht. Vielleicht hilft das noch mehr Menschen.
    LG Anneken

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