Reisebericht

Reisebericht: Namibia - Ein Traumziel - aber... - Teil 1: Der Süden

 
 
 
 
 

Ankunft in Windhoek

Es ist bitterkalt in den Abend- und Morgenstunden. Trotz Lagerfeuerromantik haben wir am Abend heftig gefroren in Joe's Beerhouse. Am nächsten Morgen zeigt das Thermometer 6°Celsius. Glücklicherweise öffnen die Läden schon um 8:00 Uhr. So können wir uns zusätzliche Lagen Vliespullover kaufen, bevor es in die zivilisationsarmen Regionen geht.



 
 
 
 
 

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On the road

Namibia in 12, 16, 20 oder 23 Tagen, 280 km; 300 km; 300 km; 280km; 300 km; 170 km (hurra, soooooo kurz!!!!!); 350 km, so gestaltet sich unsere Reise durch den Süden Namibias: Wer alle Besonderheiten des Landes sehen möchte, muss mit diesen Entfernungen als Tageskilometer rechnen.
An die endlos langen Fahrten über Straßen und Pisten mit sich nur geringfügig verändernden Landschaften müssen wir uns erst gewöhnen. Bald liebe ich das gelbe Gras, das bis zum Horizont reicht und von einem gleißend blauen Himmel überstrahlt wird. Ein gutes Hörbuch am Ohr hilft aus dem Alltagsstress in diese Ruhe und Weite zu gleiten.
Leider bleibt bei langer Fahrtzeit zum nächsten Zielort im Winter wenig Zeit zum Aussteigen, Anfassen, Riechen, Fühlen und Schmecken, wenn man vor Einbruch der Dunkelheit im neuen Quartier ankommen möchte.
Die Canon Lodge erreichen wir tatsächlich fast gleichzeitig mit dem Sonnenuntergang, so dass wir unseren Abendspaziergang auf den nächsten Morgen 7:00 Uhr früh vor dem Frühstück verschieben müssen



Tipp Mein Tipp
 
 
 
 
 
Canon Lodge

Persönliche Meinung von u18y9s26:
Kleine Häuschen zwischen Riesenfelsen; gemütlich eingerichtet, auch wenn der Fels ins Haus eindringt; Sonnenuntergang und Mondaufgang in erster Reihe; Köcherbäume vor Mondlicht, ein Mitglied unserer Reise wartete nur auf dieses Foto; ein Swimmingpool für die Nicht-Winterzeit in traumhafter Umgebung



Wahl der Reisezeit

So nehmen wir zunächst den blauen Himmel vorwiegend aus dem Fenster des Busses schauend wahr. Viel zu schade, auch wenn uns der Abendhimmel sehr gefällt.
Im Morgengrauen geht es nach einem kurzen Ausflug in die Natur dann wieder weiter, fahrend, fahrend fahrend.
Gerade deshalb gehören die besonderen kurzen Momente am Fahrbahnrand im Foto festgehalten zu den Höhepunkten einer solchen Reise. Das allerdings konnte ich erst zuhause beim Anschauen meiner Bilder feststellen. Schade, wenn man die Sommerferientage im Bus verbringt. Das sollte man sich ernsthaft überlegen, wenn man den Zeitpunkt einer Namibiareise festlegt.



Fish River Canon

Den zweitgrößten Canyon der Welt können wir mit einer Wanderung am Canonrand von einem zum nächsten Aussichtspunkt ausgiebig genießen. Wie gut das tut, sich einmal mehr als zwei Stunden im Freien zu bewegen und in Ruhe dieses Naturspektakel zu bestaunen.



 
 
 
 
 

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Natursensationen am Straßenrand

Auf der Wanderung zum Sonnenaufgang stolpern wir über eine Rose aus Stein, eine Doloritknospe. Eine dreiviertel Stunde gibt uns die Reiseleitung im Köcherbaumwald. Einen ganzen Tag könnte ich im sommerlichen namibischen Winter dort herumstreifen, sitzen und träumen. Der Paradiesvogel "Maskenbülbül" oder Redeyed Bulbul" (dessen Name ich mittlerweile über die Community erfahren habe) leistet uns Gesellschaft beim Mittagessen.
Einzigartige, endemische Pflanzen-Spezies Namibias sind die "Lebenden Steine", der "Hottentotten-Popo" und der "Tauben-Schiss"
Endemische Spezies Namibias, die nicht jeder das Glück hat zu sehen, erst recht nicht, wenn man mit knappem Zeitbudget unterwegs ist. Wir hatten das Glück. Unserer Reiseleiterin waren diese Pflanzen eine Pause wert. Und wir dankten es ihr.



 
 
 
 
 

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Menschenspuren

Es gibt wenige Spuren von Menschen in diesem Land, manche aus schwer vorstellbaren, alten Zeiten der Entdecker und Diamantensucher. Sehr viele Kilometer fährt man, ohne einen Menschen zu sehen. Die Bevölkerungsdichte in Namibia liegt bei
2,4 Einwohnern pro km². Viele davon leben in den wenigen Städten z. B. Windhoek, Swakopmund, Lüderitz .



 
 
 
 
 

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Wildpferde

Auf der Rückfahrt von Lüderitz durch die Wüste denkt man kaum an Lebewesen, die diesen Naturbedingungen trotzen. In der endlosen Weite dieses Landes, nicht weit von Klein Aus Vista finden die Wildpferde ihren Lebensraum. Wir hatten das Glück, sie bei Sonnenuntergang auf dem Weg zum Wasserloch zu beobachten.



 
 
 
 
 

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Sossuvlei

Wird es der Höhepunkt der Reise werden oder werden wir wegen eines bevorstehenden Sandsturms kaum die Hand vor Augen sehen? Diese Frage ist bei einem Zeitfenster von 1 1/2 Tagen entscheidend. Wir haben Glück! Das Wetter verändert sich und lässt uns die Wüste in herrlichsten Farben sehen. Aber auch wieder viel zu kurz. Ich könnte mir durchaus vorstellen, ein bis zwei Wochen, am liebsten in der "Wolwedans Lodge" mitten in der Wüste zu verbringen



 
 
 
 
 

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Auf dem Weg nach Swakopmund

Ist das eintönig oder faszinierend in seiner Kargheit?
Sind die Pflanzen schön oder?
Welwitschia mirabilis, diese uralte Pflanze, die heftigste Klimaverhältnisse überlebt, hat auch Bewohner. Wer kennt die kleinen Käfer oder Wanzen, die an den Früchten? oder Blüten? der Pflanze hängen?



Swakopmund

Die Stadt empfängt uns echt deutsch, mit Nebel und Regen und viel deutschem Lokalkolorit, das wir auf einem Stadtrundgang ohne Kamera erleben.



 
 
 
 
 

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Teil 2: Der Norden - Erongogebirge- Wüstenelefanten - Himbas - Felsenmalerei - Etosha NP

All diese Themen habe ich in einem zweiten Teil beschrieben, in einigen Abschnitten der interessantere Teil unserer Reise durch Namibia, weil es wärmer war im Monat Juli, weil wir mehr Menschen kennengelernt haben und weil wir mehr Zeit hatten zu verweilen.



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Kommentare
  • mamatembo 04.03.2010 | 07:36 Uhr

    Sehr schöne und interessante Bilder, aber der Bericht klingt für mich ziemlich gehetzt und gelangweilt zugleich. Dieses tagelange Fahren, dazu noch mit einem "Hörbuch am Ohr", das wäre überhaupt nicht mein Ding!

    Welcher Reiseveranstalter macht solche Touren? Da wäre "Mut zur Lücke" meiner Ansicht nach besser gewesen: lieber weniger sehen, aber dafür intensiv!
    Ich hoffe ja für Euch, dass es im zweiten Teil besser wird!
    LG Beate

  • RdF54 14.03.2010 | 14:47 Uhr

    Hallo Ursula,

    Du hast hier in eines der landschaftlich schönsten Länder hineingeschnuppert! Wie Du selbst bemerkt hast - kann man in einer Reisegruppe nicht auf alle Wünsche eingehen, also nimm dieses Abenteuer als Startpunkt und fahre vielleicht mal auf eigene Faust durch dieses herrliche Land ... :-)
    Tolle Fotos!

    LG Robert

  • u18y9s26 14.03.2010 | 17:11 Uhr

    Danke Robert, so sehe ich das auch! Ich habe erst zuhause an den trotzdem wirklich beeindruckenden Fotos gemerkt, wie sehr es sich lohnt, mit dem Mut zur Beschränkung zu reisen. Die echte Begegnung ist nur möglich, wenn man mit ausreichend Zeit Mensch und Tier begegnet und in Landschaft eintauchen kann.
    LG Ursula

  • traveltime 16.03.2010 | 19:47 Uhr

    Eins der schönste Reiseländer unserer Erde.
    Schöner Bericht!
    LG Rolf

  • freeneck-farmer 16.03.2010 | 23:10 Uhr

    Ich wollte immer noch mal nach Namibia, diese BIlder sind ja auch schön. Aber mit so eine Reisegruppe macht es, wenn ich jetzt alles richtig verstanden habe, kein Spaß. Dan lieber selbst organiseren. Geht das in Namibia?
    LG Anneken

  • mamatembo 17.03.2010 | 16:32 Uhr

    @Anneken, in Namibia ist das überhaupt kein Problem!
    Aber das Reisen in kleiner Gruppe kann durchaus seine Vorteile haben; s. dazu auch meinen Tipp:
    http://www.geo-reisecommunity.de/tipp/270987/Deutschland-Unheimliche-Reisen-der-dritten-Art
    :-)) Beate

  • irrlicht 29.06.2010 | 19:16 Uhr

    Hallo Ursula,
    ganz toller Bericht! Da kriege ich so richtig Lust auf Namibia.
    LG
    Anja

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  • venus 30.06.2010 | 07:15 Uhr

    Vielen Dank, eine schöne Dokumentation...

  • Jane 30.06.2010 | 09:57 Uhr

    Schöner Bericht mit tollen Fotos - und er kommt genau richtig, fahren in 6 Wochen auch nach Namibia. Allerdings glücklicherweise auf eigene Faust mit dem Mietwagen. Schade, dass ihr das Fahren so als Belastung empfunden habt. Gerade diese Weite empfinde ich als Faszination - hier ist der Weg das Ziel!

  • u18y9s26 30.06.2010 | 13:33 Uhr

    Im Mietwagen kannst du jedem Zeitpunkt des Tages entscheiden anzuhalten und auszusteigen. Dann ist der Weg das Ziel. Das hatten wir uns auch so vorgestellt, aber mit 23 Mitreisenden in einem Kleinbus gestaltete sich das etwas anders. Wir haben bei Meyers Schadenersatz für die Überbuchung der Reise und des Busses erhalten.

  • Guido 19.09.2011 | 20:38 Uhr

    Liebe Ursula,
    für mich eine wunderschöne Bilderbuch-Reise.
    Liebe Grüsse
    Guido

  • u18y9s26 19.09.2011 | 21:52 Uhr

    Herzlichen Dank, Guido! Du bewertest den Gesamtertrag, den eine Reise mit sich bringt, Großartiges,Enttäuschungen, Unvorhergesehenes!
    Wenn wir uns hier in der RC darüber informieren, was jemanden erwarten könnte, so ist das eine fantastische Reisevorbereitung. Das gilt auch für deinen Bericht über die Mongolei!
    Herzliche Grüße Ursula

  • Guido 20.09.2011 | 09:01 Uhr

    Ja ich habe deine beiden Berichte, Teil 1 und 2, mit 5 Punkten bewertet. Ich finde es richtig, ehrlich und mutig von dir hier nichts schön zu reden. Ich bewerte ja den Bericht und nicht die Tour.
    Dass du aus Fehlern lernst, hast du ja auf deiner Indonesien Reise eindrücklich bewiesen.
    Liebe Grüsse
    Guido

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