Kreuz und quer durch den Indischen Ozean

Reisebericht

Kreuz und quer durch den Indischen Ozean

Reisebericht: Kreuz und quer durch den Indischen Ozean

Eine Kreuzfahrt von Südafrika zu den Seychellen mit der MS Columbus: Ein Zuludorf eine Verfolgungsjagd mit Zyklon Ivan, ein Radausflug und Baden im Meer , Lemuren und Chamäleons, der Duft von Ylang Ylang, exotische Schönheit und bunte Märkte. Ein Feuerwerk an Eindrücken erlebten wir auf dieser dreiwöchigen Kreuzfahrt im Februar 2008.

Durban - Richards Bay

Verheiratete Frau

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Wir besuchen ein Zuludorf, in dem das Leben nach ursprünglichen Regeln abläuft. Wir lernen die Gewohnheiten und Bräuche der Zulus kennen.
Die wunderschönen Hüte, die die verheirateten Frauen mit Stolz tragen, sind fest mit den Haaren verflochten und können auch beim Schlafen nicht mehr abgenommen werden.



Hüttendorf



Der Zyklon Ivan

Meereswellen vor Madagaskar

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Ivan, der Schreckliche
Für uns kommt die Nachricht unverhofft. Ivan, so heißt der Zyklon, der sich vor uns im Indischen Ozean bewegt, scheint unseren Weg zu kreuzen. Der erste Landaufenthalt in Madagaskar fällt buchstäblich ins Wasser. Es ist gar nicht daran zu denken, irgendwo an Land gehen zu können. Volle vier Tage und vier Nächte schaukeln wir auf unserem Schiff durchs Meer. Am fünften Tag erreichen wir die französische Tropeninsel La Réunion. Ivan ist weiter nach Osten abgezogen und wir können endlich an Land gehen und festen Boden betreten.



La Réunion

Radausflug

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Tanz auf dem Vulkan
Die Vulkaninsel La Réunion beeindruckt durch eine mächtige Bergwelt, eine subtropische Vegetation und einem immer noch aktiven Vulkan. Am Grund der Wasserfälle laden kleine Seen zum Abkühlen ein, das Meer schlägt wild und stürmisch an die Küste, die vor allem aus zerklüfteten Vulkanfelsen besteht. Die wenigen Strände sind eher zum Surfen als zum Baden geeignet.
Wir leihen uns Fahrräder, die das Schiff mitführt und machen eine kleine Tour nach Boucan Canot, zum schönsten Badestrand der Insel.
Auf dem Weg dorthin besuchen wir auf dem Marinefriedhof das Grab eines echten Piraten. La Buse lebte im 18. Jh. und hinterließ eine Schatzkarte, die bis heute nicht entziffert wurde. Um ihn gnädig zu stimmen, liegen Opfergaben wie Rum oder Zigarren auf seinem Grab.



Meeresstrand



Mauritius

Badebucht

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Die Perle im Indischen Ozean
Heute genießen wir ein Bad im lauwarmen Meer.
Wir verbringen leider nur wenige Stunden in diesem Paradies, da uns Ivan, der Zyklon schon wieder auf den Fersen ist. Er hat sich gedreht und kommt wieder auf uns zu. Wir müssen unseren Aufenthalt drastisch kürzen, damit wir auf dem Weg nach Madagaskar genügend Vorsprung bekommen.

Erstaunt hat uns die Aussage des einheimischen Taxifahrers. Er erzählt uns , dass viele Leute auf Mauritius keine Arbeit hätten und unbedingt von der Insel weg wollten. Wohin? Nach Kanada (wissen die, wie kalt es dort ist?), USA, Europa oder Australien.... Ist die Welt nicht verkehrt, wir vermuten auf dieser tropischen Insel das Paradies und die Mauritianer glauben, ihr Glück bei uns zu finden!







Meeresträume



Madagaskar

Straßenszene

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Das Land, wo der Pfeffer wächst
Wir sind in Antsiranana angekommen. Neugierig gehen wir von Bord, hinaus in eine völlig unbekannte Welt. Es hat geregnet, das ganze Hafengelände steht unter Wasser. Trotzdem finden wir den Weg in die Stadt. Unsere Fotoapparate klicken. Es sieht aus wie in einem Film aus der Kolonialzeit. Doch die Menschen sind freundlich und sehen uns genau so neugierig an, wie wir sie. Frische Vanillestangen werden uns angeboten, Pfeffer finden wir keinen. Eine Unterhaltung ist kaum möglich. Wir sprechen zwar ein bisschen französisch, aber ihr Dialekt ist für uns schwer zu verstehen. Es gibt ein nobles, westlich anmutendes Hotel in der Hauptstraße. Wir möchten einen Kaffe trinken, doch die haben Schwierigkeiten mit Umwechseln. So nehmen wir vis-à-vis in einer einheimischen Bar Platz, wo sie gerne unsere Dollars nehmen.



Kolonialhaus



Andere Länder - andere Sitten

Im Tropengarten

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Die Madegassen verehren Ihre Ahnen. Ihr Glaube gebietet Ihnen, so zu handeln, dass es den Ahnen gefallen würde. Ich würde es mit unserem Gewissen vergleichen.
Ein besonderes Fest ist die Famadihana, was so viel wie "Umwandlung der Toten" heißt. Das ganze Dorf feiert mit, wenn die Gebeine der Toten ausgegraben werden. Feierlich werden die Überreste gereinigt und in frische Tücher gewickelt. Dann werden sie durch das Dorf getragen und es wird ihnen erzählt, was sich seit ihrem Ableben so getan hat. Welches Geschäft neu eröffnet wurde, wer in der Zwischenzeit geheiratet hat, wer Kinder bekommen hat, wer gestorben ist.
Das Fest dauert einige Tage, je nach Finanzlage des Ausrichters. Es wird gegessen, getrunken und getanzt. Wenn das Geld aufgebraucht ist, werden die Toten wieder beerdigt und dürfen bis zur nächsten Famadihana weiterschlafen. Die findet statt, wenn man es sich nach einigen Jahren wieder leisten kann.



Gladiolen



Nosy-Bé

Kinder

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Insel der Lemuren
Ein zweiter Halt in Madagaskar gibt uns die Möglichkeit, von Nosy-Bé aus die Lemureninsel Nosi-Kombo zu besuchen. Als wir mit dem Schnellboot ankommen (manche von uns mehr nass als trocken) werden wir von einer Schar Kinder begrüßt, die uns Fremde schon erwarten. Ihre Gesichter sind kunstvoll bemalt und sie tanzen und singen aus Leibeskräften. Wir brauchen einige Zeit um all diese Eindrücke zu verarbeiten. Gemeinsam macht sich unsere Gruppe auf den Weg zum Maki-Park. Die Äffchen lassen sich schnell blicken, sie scheinen Touristen schon gewöhnt zu sein. Die Führer locken sie mit Schreien und Futter und schon kraxeln sie von den Bäumen und lassen sich auf unseren Schultern nieder. Welch ein kuschelig weiches Fell sie haben!



Kinder



Komoren

Tänzer

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Inseln am Ende der Welt
Moroni, die Hauptstadt der Komoren ist unser nächstes Ziel. Wir fahren in einen tropischen Naturpark. Bedingt durch das feuchtwarme Klima gedeiht hier eine Unzahl an tropischen Grünpflanzen. Der Hauptexportartikel der Insel ist Ylang Ylang. Diese stark duftende Pflanze wird zur Herstellung von Parfum verwendet.
Die Komoren zählen zu den ärmsten Ländern der Welt. Wir sehen auf unserer Fahrt durch die Insel immer wieder halbfertige Häuser. Oft ist nicht zu erkennen, sind sie im Aufbau oder schon im Verfall, teilweise sind sie von Bäumen und Pflanzen überwuchert. Wir erfahren, dass viele Einheimische ihr Glück als Gastarbeiter in der Fremde suchen. Wenn sie wieder in ihrer Heimat sind, bauen sie weiter. Doch wie wir sehen können, kommen viele nicht mehr zurück.
Am Nachmittag kommen wir am Hauptplatz der Stadt vorbei, wo ein Fest stattfindet. Der Chor singt für uns und wir werden sogar mit einem "Herzlich Willkommen, liebe Gäste" begrüßt.



In Moroni



Mayotte

Gewürze

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Duft nach Ylang Ylang
Geografisch zu den Komoren zählend, politisch aber von Frankreich verwaltet, ist Mayotte die modernste und reichste Insel dieser Inselgruppe. Bunt und fröhlich geht es auf dem Markt zu. Frisches Gemüse und Obst in allen Farben, duftende Gewürze, bunte Stoffe und Körbe, heimisches Kunsthandwerk und Plastischuhe aus China, hier auf dem Markt von Mamoudzou finden wir Souvenirs und Mitbringsel für uns und unsere Daheimgebliebenen.



Eier



Seychellen

Badebucht

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Paradies auf Erden
Unsere Reise geht dem Ende zu. Seit der Abreise von Mauritius haben wir nichts mehr von Ivan gespürt. Unsere Reise hat uns weiter in den Norden in ruhigere Wetterzonen geführt. Vor ein paar Tagen ist der Zyklon mit seiner ganzen Wucht auf Madagaskar gestoßen und hat dort das erwartete Unheil angerichtet. Jedes Jahr toben regelmäßig die Wirbelstürme in dieser Region. Naturgewalten, gegen die der Mensch keine Chance hat.
Wir machen Halt vor der Insel La Digue und werden mit einem Tenderboot an Land gebracht. Autoverkehr gibt es hier keinen, Ochsenkarren und Fahrräder sind die einzigen Verkehrsmittel. Wir mieten uns ein Rad und fahren damit an die Nordspitze, wo wir im Hotel L'Ozean ein kreolisches Mittagessen genießen. Am Nachmittag fahren wir weiter an die Anse Source d'Argent. Die schwarzen Granitfelsen, der weiße, feine Sand und das türkisblaue Meer kennen wir aus Film und Werbung und wir fühlen uns wie in einer Traumlandschaft gefangen.



Göttin



Das Schiff

Liegestühle

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Die MS Columbus ist ein kleines aber feines Schiff mit ca. 400 Passagieren. Wer Trubel und laute Animation sucht ist hier fehl am Platz. Es bietet keinen großen Luxus, aber von den Kabinen angefangen, über Service, Veranstaltungen, Ausflügen hin bis zur Qualität der Speisen ist alles perfekt und gediegen.



Abendshow


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Kommentare

  • Blula

    Sehr guter und informativer Bericht. Habe ich gerne gelesen und einiges über ein Fleckchen Erde erfahren, das ich bisher noch nicht bereist habe. Die Fotos, die Du hier beigefügt hast, sind sehr gut und unterstreichen Deine schönen Reiseeindrücke auf hervorragende Weise.
    LG Ursula

  • hallenser (RP)

    Feine Bilder u. tolle Berichte. Danke!

    LG

    hallenser

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Kreuz und quer durch den Indischen Ozean 4.29 7

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