Reisebericht

Reisebericht: Auf eigene Faust als Rucksacktourist durch Myanmar

 
 
 
 
 
Reisebericht: Auf eigene Faust als Rucksacktourist durch Myanmar

Mitte November 2002 brachen meine Frau Anong und ich zu einer knapp 7-wöchigen Asienreise auf. In Chiang Mai/Thailand besorgten wir uns Flugtickets und Visa für Myanmar. Wir flogen von Chiang Mai nach Mandalay, reisten dann auf eigene Faust mit Bus und Bahn durch das Land bis nach Yangoon, von wo aus wir dann nach Bangkok flogen.

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Mandalay

 
 
 
 
 

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Wir begannen unsere Erkundung von Mandalay an einer Pagode gleich in der Nähe unseres Hotels. Wir gingen weiter zum ''Zeygo'' Markt. . Wir besichtigten den Zeygo-Markt, ein ganz anderer Markt als man ihn aus Thailand kennt, mehr einem Großmarkt ähnelnd. Bei einem Besuch einer weiteren Pagode verloren wir die Orientierung und fanden uns in einem ärmlichen Wohnviertel Mandalays ohne jegliche Straßenbezeichnung wieder. Dort sah man keine Rikschas oder Pferdekutschen, die uns zurück zur Hauptstrasse hätten bringen können. Irgendwie kamen wir dann doch auf einer Hauptstrasse aus. Mit einer Fahrrad-Rikscha ließen wir uns zum Hotel bringen. Abends aßen wir ein gutes Dinner in einem Shan-Restaurant in unmittelbarer Umgebung des Hotels.



 
 
 
 
 

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Am nächsten Tag engagierten wir uns einen Führer mit Auto, der uns Mandalay und Umgebung zeigen sollte. Wir fuhren zuerst zu einem Kunsthandwerksbetrieb, wo allerlei Souvenirs hergestellt wurde. Von dort aus fuhren wir zu einer Pagode, die komplett aus Teakholz erbaut ist. Die Seitenwände, Giebel und Treppenaufgänge sind mit sehr schönen Schnitzereien versehen. Dort mussten wir uns ein Ticket kaufen, das uns zum Eintritt in alle Sehenswürdigkeiten von Mandalay und Amarapura berechtigt. Wir fuhren weiter zu einem Kloster in dem ca. 1300 buddhistische Mönche leben. Sie stellen sich jeden Tag gegen 10:00h zu einer Prozession auf um dann gemeinsam ihr Essen zu sich zu nehmen. Einerseits ein schönes Spektakel, das leider wahrhaft touristisches Ereignis, haufenweise Packagetouristen, die sich das ansahen, teilweise wirklich alles fotografierten, sogar mit der Videokamera vor dem Auge durch den Speisesaal gingen als ob das was besonderes ist, Mönche beim Essen zu sehen.



 
 
 
 
 

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Ich schoss ein paar Fotos von der Prozession und dann fuhren wir weiter zur U Bein's Bridge, einer über 200 Jahre alten und ca. 1km langen Brücke aus Teakholz, die über einen See führte. Wir erwehrten uns einiger Souvenir- und Postkartenverkäuferinnen und gingen dann ganz gemächlich über die Brücke auf die andere Seite des Sees. Der See ist sehr flach, man kann Fischer sehen, die mitten im See standen und angelten und denen das Wasser etwa bis Brusthöhe steht. Auf der anderen Seite des Sees angekommen spazierten wir durch ein kleines Dorf. Dort ließen wir uns an einem kleinen Straßencafe` nieder, tranken dort ein Erfrischungsgetränk und beobachteten ein wenig das Dorfleben. Schließlich gingen wir wieder zurück über die Brücke zum Auto.



 
 
 
 
 

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Nach ein paar Metern war die Fahrt schon wieder zu Ende. Eine Hochzeitsgesellschaft fuhr mit lautem Gehupe im Konvoi an uns vorbei. Ein Stück weiter war die Straße wieder dicht. Eine Gruppe Musiker und Tänzer zog mit lauten Dschingderassabumm durch die Straße und überall wo Geld gespendet wurde, führten sie den Elefantentanz auf.



 
 
 
 
 

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Schließlich kamen wir doch weiter, wir fuhren über eine kombinierte Eisenbahn - Straßenbrücke über den Ayeryawaddy-River nach Sagaing. Bei der Fahrt über die Brücke sahen wir dann, was uns erwartete - Pagoden über Pagoden, auf und um den Sagaing-Hill stehen ca. 300 Pagoden und Klöster. Wir fuhren langsam den Berg hoch und stoppten bei einer schönen Pagode. Wir gingen den überdachten Treppenaufgang hoch und besichtigten die Pagode. Schließlich fuhren wir weiter zur anderen Seite des Sagaing-Hill und besichtigten eine weitere Pagode, die rundherum eine Terrasse hat von der aus man eine schöne Aussicht über das Umland, den Ayeryawaddy bis nach Mandalay hat. Mittlerweile war es schon früher Nachmittag, unsere Mägen knurrten. Wir fuhren zu einem chinesischen Restaurant und aßen dort zu Mittag.



 
 
 
 
 

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Danach fuhren wir zurück über die Brücke nach In-Wa, einer alten versunkenen Stadt von der es nur noch spärliche Reste gibt. Wir mußten mit einer kleinen Fähre über einen Nebenfluß des Ayeryawaddy übersetzen. Dann fuhren wir mit einer Kutsche über holprige und matschige Wege mitten durch die Reisfelder zuerst zu einem Kloster ganz aus Teakholz. Dann ging es weiter zu einem Aussichtsturm der ganz bestimmt um einiges schiefer ist als der ''Schiefe Turm zu Pisa''. Ich kletterte die Außentreppe des Turmes hoch. Von dort oben hat man eine wundervolle Aussicht bis hin zum Sagaing-Hill.



Dann kamen wir zu einem alten Palast. Hier wurden wir von einer Schar Kinder in Empfang genommen, die recht aufdringlich wurden. Sie folgten uns durch den gesamten Palast und wollten uns unbedingt Postkarten und Souvenirs verkaufen, was wir aber immer wieder konsequent ablehnten. Nach deren 43. Frage, ob ich Postkarten kaufen wollte und meiner 43. Verneinung platzte mir der Kragen und ich schickte sie weg, leider ohne Erfolg. Also schwieg ich konsequent. Zum Schluß, als ich meine Schuhe wieder anzog, wollten sie Schuhgeld haben weil sie mir mit 3 Mann versucht haben, die Schuhe auszuziehen, dessen ich mich jedoch wiedersetzte. Schließlich verließen wir den Palast und fuhren zurück, zuerst zum Fluß, setzten über und dann nach Mandalay. Den Tag ließen wir dann schön gemütlich bei einem leckeren Essen im Shan-Restaurant ausklingen.



 
 
 
 
 

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Am nächsten Morgen ließen wir uns von einem Uralt-Pick Up Taxi zum Aufgang des Mandalay Hill bringen. Unten standen 2 riesige steinerne Löwen als Torwache. Es galt ca. 1200 wellblechüberdachte Stufen zu erklimmen, wobei alle 50 - 80 Stufen ein Absatz war auf dem eine kleinere oder größere Pagode stand. Auf diese weise haben wir so etwa 15-20 Pagoden auf dem Weg nach oben besichtigt.



 
 
 
 
 

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So allmählich erreichten wir dann die obere Terrasse vom Mandalay Hill mit der Hauptpagode. Man hatte dort eine tolle Aussicht auf das Umland von Mandalay. Ein paar Leute verdienten sich Geld damit, indem sie Ferngläser vermieteten. Nach einiger Zeit gingen wir wieder runter, nicht ohne eine etwas längere Pause in einen Cafe zu machen. Unten angekommen wollte ich noch zwei weitere Pagoden in der näheren Umgebung besichtigen, doch Anong streikte. Sie war geschafft vom Vortag und dem Aufstieg zum Mandalay Hill. ''Die Pagoden hier sehen doch alle gleich aus:'' argumentierte sie. Wir fuhren zurück zum Hotel.



 
 
 
 
 

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Nachmittags, nach ein paar Stunden Ruhe, gingen wir zum Mandalay Fort. Wir kamen nur bis zum Eingangstor, der weitere Zutritt ist für Ausländer untersagt. Wir gingen in ein Restaurant und ließen den Tag dort ausklingen.



 
 
 
 
 

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Übersicht Myanmar


Stadt: Mandalay

Kommentare
  • winni 04.01.2008 | 10:03 Uhr

    Es ist auch für mich immer noch ein Traumland. Vielleicht schaffe ich es auch einmal dort hinzufahren. Ein Tipp zum Bericht. Ich würde die Bilder noch verkleinern. vg winni

  • panthera 23.04.2010 | 16:09 Uhr

    mein nächstes ziel freu mich schon

  • danjela 19.06.2010 | 22:08 Uhr

    Es ist immer wieder toll, über die Reise in ein Land zu lesen, welches man selbst besucht hat - ich habe gerade festfestellt, in und um Mandalay herum habe ich viel verpasst....

  • kapitaensueswasser 26.07.2010 | 15:12 Uhr

    Eine sehr interessante Reise. Die Fahrten mit den Bus oder der Bahn zusammen mit der einheimischen Bevölkerung sind bestimmt ein Erlebnis. Wir sind leider nur geflogen.

  • Blula 15.10.2010 | 23:45 Uhr

    Auf eigene Faust durch Myanmar als Rucksacktourist.... das ist natürlich etwas ganz besonderes. Das macht Euch nicht gleich jeder nach. Aber auf diese Weise habt Ihr natürlich eine besondere Sicht auf Land und Leute gehabt. Dein Bericht über diese erlebnisreiche Tour hat mir sehr, sehr gut gefallen.
    LG Ursula

  • ursi67 10.12.2011 | 21:45 Uhr

    Vielen Dank, habe Deinen Reisebericht mit viel Interesse und Vorfreude gelesen! :-)) Da kann ich mich wirkliche freuen! Herzlichen Dank für die Info's und die vielen Bilder. Liebe Grüsse, Ursi

  • freeneck-farmer 13.12.2011 | 18:18 Uhr

    Sehr gut geschrieben und viel Info. Muß man ausser englisch auch noch die einheimische Sprache können um so eine Reise zu machen?
    Wir reisen meistens mit Rücksack auf eigene Faust und schlafen auch fast überall

    LG Anneken

  • nach oben nach oben scrollen
  • rrobby 14.12.2011 | 21:58 Uhr

    @ Anneken: Da, wo es etwas zu sehen gibt, wo touristische Einrichtungen sind, kommt man gut mit Englisch durch, Abseits der touristischen Pfade wird es schwieriger, aber meist findet sich dann doch noch jemand der etwas englisch kann.
    LG Robert

  • traveltime 04.01.2012 | 09:31 Uhr

    Erst jetzt entdeckt, weckt Reiseerinnerungen *****
    LG Rolf

  • yunnanfoto 02.10.2012 | 22:36 Uhr

    1985 bin ich mit Rucksackund Kamera durch Myanmar, damals hies es norch Burma, gereist, alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Was hat sich nicht alles geändert seit dieser Zeit. Schön diesen Wandel zum Besseren hier in Deinem spannenden Bericht wiederzufinden.
    LG, Herbert

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Auf eigene Faust als Rucksacktourist durch Myanmar 4.18 17