Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben.
Reisebericht: Von Melbourne nach Cairns II
Nach unseren australischen Einstand in Victoria, reisten wir über Canberra und Sydney Richtung Norden
Victoria
Unsere Fahrt von Melbourne nach Canberra führte über eine menschenleere Autobahn. So hatten wir ausgiebig die Gelegenheit uns gemütlich an den Linksverkehr zu gewöhnen. Bisher sind immer unsere Freunde mit unserem Leihwagen, einem Toyota Camry gefahren.
Mit dem Übernachtungsstop in Albury haben wir die Grenze nach New South Wales überschritten. Die Unterkünfte unserer Reise haben wir genau wie den Mietwagen und Ausflüge bereits vor Reiseantritt von Deutschland aus gebucht. So hatten wir zwar einen strengen Zeitplan, der uns zum Teil hinderte spontan das eine oder andere zu unternehmen, aber wir konnten so alles sehen und unternehmen was wir uns vorgenommen hatten.
Canberra
Nachdem sich zum 01. Januar 1901 sechs britische Kolonien zum Australischen Bund zusammenschlossen, war man auf der Suche nach einer geeigneten Hauptstadt. In die engere Wahl fiel Sydney oder Melbourne. Die Rivalität zwischen beiden Städten war so groß, dass keine der beiden Städte es akzeptiert hätte, wenn die andere Hauptstadt geworden wären. Die Wahl fiel letztendlich auf Canberra, ein Gebiet in New South Wals. Der Staat New South Wales trat das Land an das heutige Australia Capital Territoy ab.
Canberra wurde komplett unter der Leitung von Walter Burley Griffin geplant. Man merkt der Stadt diese Planung bis heute an. Am besten kann man das Stadtlayout mit einen großen Dreieck bezeichnen. In diesem Dreieck sind öffentliche Gebäude mit Blickachsen und Brücken miteinander verbunden. Die Stadtplaner von einst hatten bereits ein Herz für die Autofahrer von heute. Überall gibt es vier- und sechsspurige Straßen. Selbst Parkplätze sind in Hülle und Fülle vorhanden. So gibt es zum Beispiel unter dem Parlament ein riesiges Parkhaus. Eine sehr Autofahrer freundliche Stadt.
Es fehlt zwar etwas an der weltstädtischen Atmosphäre einer hektischen Hauptstadt, aber dennoch hat es uns in Canberra mit seinen ca. 300.000 Einwohnern trotz des nach wie vor schlechteren Wetters sehr gut gefallen.
Sydney 1. Tag
Sydney bei Sonne kennt man von genügend Bildern aus dem Fernsehen, aber Sydney bei Dauerregen mit nur kurzen lichten Blicken ist eher unbekannt. Diese unbekannte Seite sollten wir zur Genüge kennenlernen.
Für Sydney hatten wir zwei Tage geplant. Das war für einen kurzen Überblick auch ausreichend, aber um die Stadt besser kennenzulernen definitiv zu kurz.
Vom Hotel sind wir mit dem Bus bis zum Circular Quay gefahren. Zwischen den ganzen Fähren haben wir dann die Spitzen vom Dach der Sydney Oper gesehen. Spätestens jetzt wussten wir, dass wir in Australien sind. Ich konnte mich noch dunkel erinnern, dass man von der Oper die Habour Bridge sehen kann. Also musste ich erstmal kurz die Brücke sehen und ich war glücklich als ich sie sah.
Wir liefen im strömenden Regen durch die Stadt und hofften, dass bis zum Abend der Regen eine Pause einlegt. Wir hatten einen Helikopterflug mit anschließendem Dinner gebucht.
Und der Wettergott war ausnahmsweise auf unserer Seite. Eine gute Stunde vor dem geplanten Abflug war strahlender Sonnenschein. Nach einen Glas Sparkling ging es für ca. 45 Minuten entlang der Küste bis zu den nördlichen Vororten von Sydney. Dann flogen wir Richtung CBD und drehten dort die eine oder andere Runde. Alles wurde uns auf sehr humorvoller Art erklärt. Nach der Landung am Kingsford Smith Airport fur uns ein Auto des Heli-Tour Anbieters entspannt zum "Toast Rack", dem neuerbauten East Circular Quay. Bei einen ausgezeichneten Dinner und den passenden Weinen und Blick auf die nächtliche Harbour Bridge ging dieser Urlaubstag zu Ende.
Sydney 2. Tag
Auch an unserem letzten Tag in Sydney spielte das Wetter nicht mit. Da für den Nachmittag schwere Unwetter angesagt waren, nahmen wir vom Circular Quay, dem wichtigsten Fährhafen der Stadt, die nächste Fähre nach Manly. Nach einer unruhigen Überfahrt mit hohen Wellen wähnten wir uns in einer anderen Welt. Vom hektischen Treiben der City waren hier in diesem gemütlichen Badeort nicht viel zu spüren. Wir können gut nachvollziehen, warum Manly Beach neben Bondi einer der bekanntesten der über 170 Strände Sydneys ist. Nach Fish und Chips und einem Bummel auf der malerischen Strandpromenade ging es zurück in die Stadt.
Wir schlenderten durch The Rocks, dem ältesten Viertel von Sydney. Dieser geschichtsträchtige Ort stellt den Ursprung der europäischen Besiedlung Australiens dar. Von hier hat man einen gute Aussicht auf die Oper und das Geschäftszentrum von Sydney.
Als Indoor Aktivität haben wir uns aufgrund des feuchten Wetters für das Sydney Aquarium entschieden. Hier kann man über 650 verschiedene Arten von Meeresbewohnern und Reptilien bewundern. Durch einige der großen Becken, wie zum Beispiel dem Hai Becken, kann man durch einen Tunnel schreiten. Am eindruckvollsten fanden wir die Seelöwen. Wir waren überrascht wie grazil sich diese Tiere bewegen können.
Hunter Valley
Wir haben Sydney am nächsten morgen bei Regen in nördlicher Richtung verlassen und sind ins Hunter Valley gefahren. Die Weinberge sehen eher aus wie Weinfelder, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass im Hunter Valley, wie auch im Yarra Valley erstklassische Weine produziert werden. Diese Weinanbauregion ist die älteste Australiens.
Übernachtet haben wir in der Sovereign Hill Country Lodge, einem von über hundert kleinen Weingütern. Nach dem hektischen Sydney haben wir auf unserer Terrasse, endlich bei angenehmen frühsommerlichen Temperaturen bei der einen oder anderen Flasche Wein unsere Seelen baumeln lassen.
New South Wales
Unsere Route führte weiter Richtung Norden durch Vielzahl kleiner Städte wie Port Maquarie und Kempsey.
Wir haben uns unterwegs noch mit der einheimischen Fauna in einem Wildpark auseinandergesetzt und uns Wallabies, Kängurus und Koalas aus nächster Nähe (ohne Zäune dazwischen) angesehen. Die Wallabies konnte man sogar füttern und sie fraßen einem aus der Hand.
Die Landschaft ist mehr und mehr von endlosen menschenleeren Stränden und einer subtropischen Vegetation geprägt. Wir passierten Coffs Harbour. Dieser Ort gilt aus Bananenhauptstadt von New South Wales. Entsprechend wurde in australisch typischer Manier eine große Banane aus Beton errichtet. Bei einer Fahrt über eine Bananenplantage lernt man viel über diese Frucht und deren Anbau, auch kann man im Shop einige nützliche und weniger nützliche Dinge rund um die gelbe Frucht kaufen.
Ein paar Tage habe wir Pause im Byron Bay gemacht. In diesem Ort wird Australien jeden Morgen von der Sonne wach geküsst (Eigenwerbung des örtlichen Touristikbüros), denn es ist der östlichste Punkt von Australiens Festland. Der Ort selber ist eine Mischung aus Überbleibsel der Hippie-Ära, Badeort, Backpackersammellager und Surf Spot. Eine interessante Mischung, die man mal gesehen haben sollte. Party und Feiern wird hier groß geschrieben. Zahlreiche Bars, Restaurants und Bottle Shops prägen das Stadtbild.
Einen kurzen Badestop legten wir in einen Vorort von Surfers Paradies ein. Wir haben bereits die Grenze zu Queensland überschritten. Am Horizont sahen wir die Wolkenkratzer von Surfers und haben umso mehr unseren ruhigen Strand genossen. Umgeben von lauter diziplinierten Schulkindern, die zu Lifesafern ausgebildet wurden, haben wir einen weiteren sonnigen Tag verbracht.
Im nächsten Teil durchfahren wir den Sunshine State bis nach Cairns.
-
Stimmt es, dass von den Aposteln einige in den Fluten versunken sind? Deine Reisbericht ist wie immer Kurzweilig und sehr informativ geschrieben. Die Fotos sind außergewöhnlich schön.
LG, WOlfram -
Schade, dass Ihr so in Eile wart und dass das Wetter nicht mitgespielt hatte!
Dein Bericht ist gut geschrieben und Deine Fotos wecken wieder diese Erinnerungen!!
Bin schon auf den nächsten Teil gespannt!!
LG Robert -
Servus,
vielen Dank für die Blumen:-) Am nächsten Teil habe ich schon angefangen, aber wie so oft fehlt etwas die Zeit.
Wolfram, in der Tat es sind schon einige Felsen im Meer versunken. Wir haben aber mal gehört, dass es angeblich nie 12 Felsen waren. Es ist auch nicht eindeutig überliefert, woher der Name Twelve Apostles stammt.
Robert, dass Wetter wurde zum Glück besser je weiter wir in den Norden fuhren. Alle haben sich bei uns für das Wetter entschuldigt und uns gleich aufmerksam gemacht, dass der Regen dringend gebracht wird. Bei unseren anschliessenden Australienreisen hatten wir mehr Zeit und Musse.
LG Camparispezial -
Super Bericht;Reise kann so Nachfolgzogen werden. Tolle Bilder!!
-
Schade, dass es in Sydney so viel geregnet hat. Aber da Ihr anscheinend nach dieser Reise noch einige Male in Down Under ward und höchstwahrscheinlich besseres Wetter hattet, ist es nicht sooo schlimm.
Freue mich schon auf die Fortsetzung!
LG Susi -
Sehr schöne Eindrücke, die trotz des schlechten Wetters die gute Stimmung vermitteln! lg, Petra
-
Zwei Tage Sydney sind wirklich zu kurz. Dass Ihr trotzdem die Gelegenheit hattet, diese Stadt auch mal im Regen zu erleben, darum beneide ich Euch. Ehrlich!
LG Beate -
nach oben
-
Grosse Klasse.... auch der 2.Teil Deines Ausstralienberichtes hat mir mächtig gut gefallen. Vielleicht schaffe ich's ja auch nochmal auf diesen ach so fernen Kontinent.
LG Ursula -
Eine ziemlich ähnliche Strecke bin ich vor Jahren auch gefahren. War echt toll, genau wie der interessante Bericht.
Nette Grüße......Josef
Lesezeichen für diesen Reisebericht setzen bei ...
-
Mister Wong
-
Google Bookmarks
-
YiGG
-
del.icio.us
-
Digg
-
StumbleUpon
-
Magnolia
-
Webnews
Bookmark in Ihrem Browser speichern Schließen