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Reisebericht: Von Melbourne nach Cairns I
Unsere erste Reise in Australien führte uns von Melbourne über Canberra und Sydney nach Cairns. Von dort haben wir einen "kleinen" Abstecher in das Outback Australiens unternommen. Bei dieser ersten Reise an das andere Ende der Welt haben wir uns mit dem nicht heilbaren Australienvirus angesteckt.
Australien. Was für Name. Mit diesem Kontinent verbindet jeder eine andere Geschichte. Für mich war es ein Traum meiner frühesten Kindheit. Eine Reise dorthin war zum Beispiel auf meiner imaginären Liste der Dinge, die ich bis zu meinen 30 Geburtstag erreicht haben wollte. Wenn ich ehrlich bin, habe ich von dieser Liste nichts erreicht. Außer die Reise nach Australien. Und das auch nicht ganz. Einen Monat nach meinen 30. Geburtstag ging es von München nach Dubai. Unsere einjährige Reisevorbereitung ging zu Ende. In Dubai haben wir zwei Tage mit shoppen und staunen verbracht.
Das eigentliche Abenteuer begann mit einen 13 Stunden non stop Flug nach Melbourne. Wir waren so aufgeregt, dass wir kein Auge zu bekommen haben. Außerdem haben wir auch das Entertainment System von Emirates ausführlich testen und ausprobieren müssen.
Freunde bei denen wir die erste Tage übernachten konnten, haben und zu einer unzivilen Zeit vom Flughafen abgeholt. Nach einer Fahrt quer durch die Metropole am Yarra River gab es unser erstes australisches Frühstück mit Vegemite und Rosinentoast. Wir sind angekommen. Zu mindest der Körper. Unser Kopf war noch ganz woanders. Wir wussten nur nicht wo, aber definitiv nicht am für uns schönsten Ende der Welt. Der Wettergott hat es mit uns nicht gut gemeint. Nach 20 Grad in München und 40 Grad in Dubai waren wir im Australischen Frühling bei guten 10 Grad und wolkenverhangenen Himmel.
Um dem Jetlag zu entgehen, gingen unsere Aktivitäten sofort nach dem Frühstück am späten Vormittag los. Es ging mit einem Vorortzug in die Stadt. Das CBD (Central Business District) ist schachbrettartig angelegt.
Unser Weg führte uns zum Beispiel zum Coops Shot Tower. In diesem Turm wurden früher Bleikugeln hergestellt. Dann liefen wir durch viele kleine Arkaden zum Yarra River. Dieser Fluss stellt die Südgrenze vom CBD dar. Auf der anderen Seite vom Fluss, der gemächlich durch die Stadt fließt, befindet sich der Botanische Garten mit dem alten Gouverneur Haus und dem ANZAC Memorial.
Dieses Denkmal, auch Shrine of Remembrance genannt, erinnert an die Männer und Frauen, die im 1. Weltkrieg in den ANZAC (Australian and New Zealand Army Corps) ihren Dienst getan haben und zum Teil ums Leben gekommen sind. Heute erinnert es an alle Australier die in Kriegen ihr Lebens ließen.
Unser Weg führte uns durch den Botanischen Garten wieder Richtung CBD. Wir nutzen diese Gelegenheit zu einer Fahrt auf den Rialto Tower, eines der höchsten Gebäude der südlichen Hemisphäre. Von dort hatten wir einen guten Überblick über die Ausmaße und die Fläche die Melbourne. Die Ausdehnung von Melbourne entspricht ungefähr der von Los Angeles. Und das bei gerade einmal 3 1/2 Millionen Einwohnern.
Um das Zentrum fährt eine Touristenstraßenbahn. Diese verkehrt kostenfrei und im dichten Takt. Nach einer gemütlichen Fahrt ging unser erster Tag in Down Under zu Ende.
Am nächsten Tag haben wir unseren Leihwagen für die nächsten Wochen übernommen. Unsere erste Tour führte ins Yarra Valley. Unsere Freunde haben uns dabei ihre Lieblingsweingüter gezeigt. Auch beim Weinanbau merkt man, dass Australien eine junge Nation ist. Die Weingüter im Yarra Valley, und wie wir im Laufe der Zeit festgestellt haben in den meisten Weinanbaugebieten Australiens, geprägt von moderner Architektur. Es fehlt zum Glück, das hochachtungsvolle, schon etwas hochstilisierende Gefühl, was man ab und an auf Weingütern in Deutschland hat. Alles ist jung, offen und modern.
Was ist ein Aufenthalt in Melbourne ohne eine Fahrt auf der Great Ocean Road. Das Wetter war immer noch eher herbstlich als frühlingshaft, aber wir haben uns alle so auf den Ausflug gefreut.
Über Geelong führte der Weg weiter Richtung Süden, Richtung Great Ocean Road. Diese von Kriegsheimkehrern in der Zwischenkriegszeit gebaute Straße verbindet einige Küstenorte und Fischerhäfen, die bis dahin nur per Schiff zu erreichen waren. Diese damals neue Straße sorgte für einen Aufschwung in der Region.
Heute ist diese Route von sagenhaften Ausblicken auf den tobenden Ozean und einer abwechslungsreichen Landschaft geprägt. Man fühlt sich der Natur hier sehr nahe.
Kurz vor Apollo Bay hat ein Koala unseren Weg gekreuzt. Bis zum Mittelsteifen ist er gekommen, aber dann hat er sich nicht mehr weiter getraut oder war einfach schon ausgepowert. Die Australier sind in so einen Fall einfach unkompliziert und haben dem Koala den Rest des Weges weitergeholfen.
Nach einen kleine Spaziergang im Regenwald, haben wir die Twelve Apostles erreicht. Eines unserer Highlights unserer Reise nach Australien.
Der Name verrät nur die halbe Wahrheit. Geologen zu folgen handelte es sich nie um mehr als 9 Felsen. Die es während unseren Besuches auch noch waren. In den letzten Jahren sind zwei eingestürzt. Die Twelve Apostles gehören nach Uluru im Outback zur am meisten fotografierten Touristenattraktion.
Am nächsten Tag fuhren wir die Great Ocean Road entlang der Shipwreck coast weiter. Es war noch früh am Morgen und Tagesgäste aus Melbourne waren noch nicht da, so hatten wir die Naturschönheiten wie das Loch Ard Gorge für uns allein.
Der nächste Reisebericht berichtet über unsere Tour von Canberra über Sydney bis nach Surfers Paradies.
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Na, wer Vegemite und Rosinentoast zum Frühstück aushält überlebt auch Taipane und Rotrückenspinnen ... ;-)
Schöner und gutgeschriebener Startbericht mit tollen Fotos, der Lustt auf die Fortsetzung macht. Da ich fast die selbe Tour auch schon zweimal gemacht habe, kommen die Erinnerungen wieder hoch ... Danke!!
LG Robert -
Habe nun auch begeistert zu lesen begonnen! Schöner Start! Nach Australien will ich auch mal. Wenn nur der lange Flug nicht wäre...
LG Susi -
Hallo Stefan,
mir geht es ähnlich wie Robert: Dein Bericht und vor allem die tollen Fotos bringen Erinnerungen und wecken wieder die Sehnsucht nach Down Under ...
LG Beate -
Ich kenne die Route auch von einer früheren Reise.
Ich find es immer wieder aufregend und interessant, solche Berichte mit eigenen Erlebnissen zu vergleichen.
Nette Grüße -
Australien...., wenn's nur nicht so furchtbar weit weg wäre...!! Aber Dein schöner Bericht macht Appetit!
LG Ursula
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