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Reisebericht: Begegnungen der anderen Art mit den grauen Riesen
Es ist eines der schönsten und großartigsten Erlebnisse Afrikas Wildtieren zu Fuß zu begegnen, besonders den "Grauen Riesen".
Unsere Aktionen auf der anderen Flußseite in Zimbabwe waren nicht sonderlich erfolgreich, deshalb haben wir den Fluß überquert um im Lower Zambezi in Zambia erfolgreicher zu sein.
Wir sind bei der „Conservation Lower Zambezi“ einer „Non profit organization“ in Zambia. Die Organisation betreut ein riesiger Gebiet von 6.400 Quadratkilometern. Es werden keine Gäste/Besucher aufgenommen.
Jetzt müssen wir wieder suchen. Nach dem richtigen Gelände und Elefanten. Dieses Gebiet ist nicht geeignet. Zu unübersichtlich. Niedriger Mopane,- und Dornbusch. Wir wollen wieder wie am Vortag zum Ufer mit den großen Bäumen.
Wieder sind Bullen da, die in der Nacht heruntergefallen Blüten fressen. Dieser Bulle droht bereits aus der Entfernung von ungefähr 15 Metern. Mit ihm ist offensichtlich nichts zu machen.
Ein besonders großer Bulle. Er wittert zwar in meine Richtung, zeigt aber keine Anzeichen von Unruhe oder Aggression.
Er beachtet mich nicht – also näher ran. Natürlich hat er mich bemerkt. Stehen bleiben und abwarten.
Man beäugt sich. Noch keinerlei Anzeichen von Unruhe. Ich finde das schönste Foto. Mensch und Elefant nur wenige Meter auseinander. Friedlich, obwohl die grauen Riesen immer gejagt wurden.
Ich bleibe stehen. Direkt vor mir liegen einige große Blüten. Was wird er machen?
Dreht er ab? Weicht er aus?
Nun kommt er direkt auf mich zu.
Uli stand auf 08:00 Uhr. Der Elefant hatte ihn zwar gesehen, beachtete ihn aber aufgrund des Abstandes von ca. 10 Metern nicht.
Der Elefantenbulle griff dann plötzlich an. Ich geriet ins stolpern. Der Bulle fast über mir stoppte. In diesem Moment hätte Uli fotografieren müssen. Es hätte das "Wildlifefoto 2009" werden können. Im entscheidenden Moment hat Uli leider nicht mehr auf den Auslöser gedrückt und die Flucht ergriffen.
Die Fotos sind während unserer Elefantenpirsch zu Fuß im Zambezi-Valley entstanden. Fotomontagen, außer wenn eindeutig als solche erkennbar und gekennzeichnet, lehne ich ab. Im Zambezi-Tal gibt es keine Elefanten die von Menschen aufgezogen, oder Kontakt zu diesen hatten. Es sind völlig freilebende wilde Tiere. Die Aufnahmen von dem Elefgantenbullen und mir hat Uli gemacht.
Unser Schicksal liegt in Gottes Hand. Wenn es passieren soll wird es geschehen so oder so.
Wir können vor unserem Schicksal nicht davonlaufen.
Mohandas Karamchand Gandhi
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Na das war aber mutig. Das hätte ich dann nicht drauf. Tolle Bilder habt ihr gemacht. lg Romy
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mamatembo, die Mutter der Elefanten sagt "Danke!" für diese wunderbare Geschichte mit den großartigen Fotos.
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Hallo enfrente,
mag komisch klingen, aber mit Mut hat das wenig zu tun. Ist Erfahrung, Berechnung und grenzenloses Vertrauen, dass wie immer alles gut geht. Wenn ich besonders mutig wäre, dann würde ich den K4 besteigen, oder mit dem Schlitten den Nordpol überqueren.
Für mich gibt es zwei Grundsätze:
Keine andere Person in Gefahr bringen
Nichts zum Schaden der Tiere unternehmen.
In Afrika werden jährlich viele Menschen bei einer unvorhergesehenen Begegnung mit Großwild getötet, weil sie sich völlig falsch verhalten.
Nur wenn man die Verhaltensweisen des Wildes kennt sind Konflikte, die häufig tödlich ausgehen vermeidbar.
Es gibt ganz wenige Situationen wo es wirklich brenzlich wurde. Den Versuch am ersten Tag im Lower Zambezi Tal habe ich abgebrochen, weil der Bulle nicht kooperativ und das Risiko nicht mehr einschätzbar war. Es ist meine Art im Verhältnis zu Wildtieren. Wer etwas mehr wissen möchte:
http://www.privatsafaris.de/html/sigi-teil_1.html
Wenn es interessiert stelle ich auch diesen Teil ein.
Gruß
Sigi
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