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Reisebericht: Ein Hauch von Hollywood und ganz viel Wilder Westen
Es gibt viele Legenden um den Westen Amerikas. Ich wollte es wissen: Worin liegt der Charme des Wüstenortes, in dem die Hollywood-Stars in den 60ern und 70ern ihre Winter verbracht haben? Was machen Cowboys den ganzen Tag lang? Wie lebt es sich auf einer Ranch? Wie ist das, dieses grenzenlose Freiheitsgefühl, das man angeblich haben soll, auf den Highways zwischen Canyon und Küste?
- Einfach den East Highway 10 nehmen, ist doch ganz easy. Oder?
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Einfach den East Highway 10 nehmen, ist doch ganz easy. Oder?
"Which category do you want?" fragte mich der Mann von der Avis-Autovermietung am Flughafen von Los Angeles. "Kleinste und billigste" antwortete ich. "Ok, in that category we have a Chevrolet Aveo" sagte der Mann und zeigte in einem Prospekt auf ein großes, komfortables Stufenheck-Modell, das bei uns mindestens in die Mittelklasse eingeordnet würde. Aber noch kleinere (... ) Autos gibt es einfach nicht, in Californien fährt man riesige Pick-Ups, Jeeps oder Vans.
Mein neuer Wagen besaß Veloursbezüge, Air Condition und: Automatik. In Amerika hat man es ja gern so bequem wie möglich, wer schaltet da schon Gänge. Dumm nur, dass ich noch nie mit automatischer Schaltung gefahren war und der Avis-Mann mir erst erklären musste, wie das ging. Ich drehte vor seinen Augen ein paar Proberunden auf dem Parkplatz, bis er den Daumen hoch hielt und meinte: "Now you can make it." Da war ich mir allerdings nicht so sicher. Ich musste durch das Highway-Wirrwarr von L.A. auf die Autobahn Richtung Palm Springs und hatte keinen Plan, wie. Es war spät, kurz vor Mitternacht, ich müde.
Als ich den richtigen Interstate-Highway gefunden hatte, war ich nassgeschwitzt. Im Moment war das alles zuviel für mich: Die Geschwindigkeit zeigte mir das Cockpit in Miles per Hour an, tanken musste ich Gallons, draußen waren es 111 Grad Fahrenheit, auf den Schildern stand nur "East", "West", "North" oder "South", aber nicht die nächstgrößere Stadt. Ich hatte weder eine Ahnung, wie schnell ich fahren durfte, wieviel Gallonen in einen Tank reinpassten, was 111 Grad Fahrenheit bedeutete. Nichts unter 35 Grad Celsius, soviel war klar.
Um nach eins kam ich in Palm Springs an. Dem Ort, in dem die amerikanischen Hollywood-Stars in den 60ern und 70ern ihre Winter verbracht haben. Dem Ort, der durch seine 70er-Jahre-Architektur heute immer noch reizvoll für Kunstfreunde und wegen der bizarren Wüstenvegetation beliebt bei Naturliebhabern ist.
Die Lobby im Royal Sun Inn hatte normalerweise nur bis 23 Uhr geöffnet. Ein genervter Motelbesitzer öffnete mir um kurz vor zwei die Tür. Ich war für heute fertig mit allem.
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Tolle story, du hast wirklich etwas Aussergewöhnliches erlebt! Macht doch mal wieder Lust auf Amerika...
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Toller Bericht!!! Man glaubt, die Reise selbst erlebt zu haben. Und bei mir kommt wieder die Sehnsucht hoch, in die USA zu reisen. Ich liebe dieses Land!
LG
Susi -
sehr schöner Reisebericht. Er liest sich "wie Butter" und kann alles ganz genau nachvollziehen.
Da ich selber noch nie in den USA war und so weite Reisen bisher gescheut habe bietet mir dein Resiebericht einen sehr guten Einblick auf das, was ich wohl bisher so verpasst habe =/
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Sehr netter Erlebnisbericht, man war mittendrin dabei...
Danke und liebe Grüße..... -
Eigentlich wollte ich nur den ersten Absatz lesen. Als ich nach einer halben Stunde die letzten Worte Deines Berichtes gelesen hatte, kam ich nur langsam in die Realität zurück.
Gruß Mietsch -
Wow! Story mit Gänsehauteffekt!
Nach dem lesen ist nicht alles beim Alten. -
Großartige Erlebnisse großartig beschrieben - da macht das Lesen richtig Spaß! Und Lust, nach langer Abstinenz vielleicht doch mal wieder Amerika ins Programm zu nehmen...
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