Motorrollertouren - Spreewald, Dresden und das Erzgebirge

Reisebericht

Motorrollertouren - Spreewald, Dresden und das Erzgebirge

Reisebericht: Motorrollertouren - Spreewald, Dresden und das Erzgebirge

Eine knappe Autostunde südöstlich von Berlin liegt der Spreewald, eine einmalige Naturlandschaft in Europa, die zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Auf einem etwa 500 Quadratkilometer großen Niederungsgebiet erstreckt sich ein vernetztes Fließsystem, das fast 1.000 km Länge hat.

Spreewald



Es geht los

Spreewaldhotel Raddusch

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Da die Strecke zum Spreewaldtreffen für uns über 700 km lang war, fahren Evelin und ich erstmals zu einem Rollertreffen mit einem Motorradanhänger im Schlepptau. In Schönebeck legen wir eine Zwischenübernachtung ein. Dies hat am nächsten Tag den Vorteil, dass wir relativ ausgeruht in Raddusch, einem Dorf inmitten des Spreewaldes, in idyllischer und ruhiger Lage, direkt am Gurkenradweg und dem Göritzer Mühlenfließ mit einem eigenen kleinen Naturhafen, ankommen. Das dortige "Spreewaldhotel Raddusch" entpuppt sich als idealer Ausgangspunkt für Motorrollertouren und der Genuss der regionale Küche kommt hier ebenfalls nicht zu kurz.



Rund um den Spreewald

Germanisches Langhaus

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Am Freitag geht es zu einer ersten Tour auf romantischen Alleestrassen durch diese landschaftlich reizvolle Umgebung. Ein besonderes Highlight ist das "Germanische Langhaus" in Krügersdorf.

Eingebettet in die schöne landschaftliche Gegend des Oder- Spree Landes, nahe der Stadt Beeskow, umgeben von alten Eichen befindet sich hinter hohen Holzpalisaden ein Wirtshaus der besonderen Art. Nachdem wir mit einem kräftigen Schluck aus einem Kuhhorn von den Mägden begrüßt haben, lassen wir uns an einer langen Eichentafel die Speisen aus dem Reisigofen schmecken.

Am Abend ist eine Fahrt mit dem Spreewaldkahn - einem langen, flachen Boot mit geringem Tiefgang, das mit einer langen Stange ("Rudel") gestakt wird und sich auch durch schmale und flache Kanäle steuern lässt - angesagt. Ruhig gleitet unser Kahn dahin und die Abendstimmung lädt zum Träumen ein. Auch die berühmt-berüchtigten Mücken sind uns wohl gesonnen - sie fehlen einfach.



Germanische Langhaus



Der nächste Tag

Bismarckturm

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Fast 30 Motorroller aus allen Teilen Deutschlands sind mittlerweile eingetroffen und es geht zur großen Spreewaldtour. Erstes Ziel ist der Bismarckturm, ein in den Jahren 1915 bis 1917 erbautes, 33 Meter hohes Denkmal auf dem Schlossberg nördlich des Ortes Burg ( Tipp : In Burg erinnert noch der zu einem Gasthof umgebaute Bahnhof an die Spreewaldbahn. Die Gaststätte ist als Museum für die Spreewaldbahn eingerichtet. Die Getränke werden von einer Modelleisenbahn an die Tische gebracht).

Später machen wir an der historischen "Holländermühle Staupitz" Rast, wo wir auch die Gelegenheit zu einer Mühlenführung haben. Die Mühle in Straupitz vereint drei Mühlen : eine Kornmühle, eine Ölmühle und eine Sägemühle. Die Ölmühle presst auch heute noch Leinöl, welches direkt in der Mühle verkauft wird.
Beeindruckend ist auch das Tropenparadies "Tropical Islands" in der ehemaligen Cargolifter-Halle in Brand, welches wir am Nachmittag anfahren. Die 360 m lange, 210 m breite und 107 m hohe Halle ist aufgrund des ursprünglich geplanten Verwendungszweckes die größte freitragende Halle der Welt.

Diesen Abend werden wir mit einem typischen Spreewaldbuffet wie zu Urgroßmutters Zeiten verwöhnt, u.a. mit "Filling" (ähnlich Grützwurst) und Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl.

Nach dem Abendessen tritt eine echte Spreewaldhexe in heimischer Tracht auf und erklärt den erstaunten Zuhörern, mit welchen Kräutern und Liebestränken die Mädchen sich früher einen Mann zu angeln wussten. Eine kleine Kräuterkunde ist inbegriffen. Anschaulich demonstriert sie dann, wie viele Röcke, Leibchen und Schürzen eine Spreewälderin übereinander trug, und wie aufregend es war, diese alle aufzubinden, abzulegen oder auch die Stecknadeln zu entfernen. In gemütlicher Runde klingt der Tag bei einem frischen Bier und netten Gesprächen aus.



Spreewald - Motorrollertour



Es geht weiter

Slawenburg Raddusch

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Nach einem ausgiebigen Frühstück ist allgemeine Abreise. Evi und ich sowie einige andere Motorrollerfahrer nehmen nochmals die Gelegenheit war, die nur wenige KM entfernte Slawenburg Raddusch, eine äußerlich weitgehend originalgetreue Nachbildung einer Slavenburg, zu besichtigen.

Anschließend geht es zu unserem nächsten Ziel, die Stadt Dresden.



Dresden - Elbflorenz

Dresden - Semperoper

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Dresden liegt beiderseits der Elbe, eingebettet zwischen den Ausläufern des Osterzgebirges, dem Steilabfall der Lausitzer Granitplatte und dem Elbsandsteingebirge und ist insbesonders durch seine Altstadt und Museen sehenswert.

Am ersten Tag machen wir eine Stadtrundfahrt in einem Doppelstockbuss, um uns einen ersten Eindruck von der Stadt zu verschaffen. Tipp : Aussteigen sollte man auf jeden Fall bei "Pfunds Molkerei" welche als der schönste Milchladen der Welt gilt (Anm.: trotz der vielen Touristen). Auch die Station "Waldschlösschen" lädt zum Verweilen in der dortigen Brauerei mit einem tollen Panoramablick auf Dresden ein.

Eine Führung durch eines der schönsten Opernhäuser der Welt - die Semperoper - und die Besichtigung des Zwingers und der Frauenkirche darf natürlich nicht fehlen. Eine weitere berühmte Sehenswürdigkeit ist das Grüne Gewölbe im Dresdner Schloss. Es beherbergt den Schatz des ehemaligen sächsischen Königs und ist tatsächlich eine Besichtigung wert (Tipp: wer bereits um 8.00 Uhr ansteht, kann tatsächlich noch Karten bekommen).

Einen hervorragenden Insidertipp für den Magen bekommen wir von unserm Freund Lutz : Historische Schankwirtschaft "Zum Schießhaus" mit Biergarten, wenige Minuten von der Altstadt entfernt.

Bei bestem Sommerwetter unternehmen wir natürlich auch eine Fahrt zur "Bastei", einer sehr sehenswerten Felsformation in der sächsischen Schweiz. Von der Bastei fällt das schmale Felsriff über 194 m steil zur Elbe ab. Sie bietet eine weite Aussicht ins Elbtal und über das Elbsandsteingebirge sowie zur "Festung Königstein", welche wir anschließend ebenfalls besuchen



Die Elbe - Blick von der Bastei



Erzgebirge

Annenkirche

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Die letzten 2 Tage verbringen wir in Annaberg-Buchholz in Erzgebirge, welches wir über die sogenannte "Silberstrasse" erreichen. Sehenswert ist hier u.a. die Annenkirche und die historische Innenstadt mit zahlreichen Bürger- und Patrizierhäusern und Teilen der alten Stadtmauer. Man sollte auch einen Abstecher zum "Frohnauer Hammer" machen, einem historischen Hammerwerk welches einen bedeutenden Sachzeugen der industriellen Entwicklung im Erzgebirge darstellt.



Frohnauer Hammer



Es geht zurück

Es ist soweit. Der Urlaub ist zu Ende. Wir übernachten noch einmal unterwegs in Mellrichstadt, wo an diesem Wochenende das traditionelle "Honda Silver Wing Treffen" stattfindet. Im Kreise guter "alter" Bekannter lassen wir uns am Abend das zünftige Grillbuffet schmecken und planen dabei schon die nächste Tour.


Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Motorrollertouren - Spreewald, Dresden und das Erzgebirge 4.33 3

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps