Mallorca- Insel voller Überraschungen

Reisebericht

Mallorca- Insel voller Überraschungen

Der Anfang

Soller, November 2008

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Zu Anfang meines Berichtes sei gesagt, dass wir diesmal mit sehr vielen Vorurteilen behaftet waren, was Mallorca betraf und wir eigentlich den Urlaub auf Grund eben dieser Vorurteile erst schon stornieren wollten. Was wir dann aber Gott sei Dank nicht gemacht haben, denn wenn es einen schönen Platz auf der Erde gibt, dann ist das wirklich Mallorca. Ich habe mich selten in einem Urlaub so gut aufgehoben und wohl gefühlt, wie auf dieser Insel. Und erstmals hab ich so das Gefühl gehabt, dass Mallorca eine Insel wäre, auf der ich leben könnte und für die es sich lohnt doch Spanisch zu lernen, auch wenn ich weiß das dort katalan bzw. mallorqui gesprochen wird.
Wir sind diesmal von Wien aus mit NIKI geflogen. Und ich muß sagen, dass schon dort die positive Überaschung los ging. Okay, der Sitzabstand war gewohnt eng, dafür war der Service im Flieger aber richtig gut, fast schon besser als bei so manch einer etablierten Airline. Zweimal Getränkeservice während dem Flug, ein sehr leckeres Sandwich und äußerst freundliches Personal haben schon sehr auf den Urlaub eingestimmt.
In Palma haben wir dann den Mietwagen von AurigaCrown übernommen und auch hier hat alles hervorragend geklappt. Hier seien auch schonmal gleich meine ersten beiden TIPPS gegeben: 1.) Da die Gepäckausgabe in Palma sehr sehr lange dauert macht es Sinn, dass einer in der zwischenzeit den Mietwagen holt, wir haben trotz Nachsaison fast eine Stunde auf unser Gepäck warten müssen. 2.) Unbedingt die von der Mietwagenfirma angebotene Zusatzversicherung abschließen, denn Mallorca hat sehr enge Strassen und gerade Außenspiegel sind höchst gefährdet was Beschädigungen betrifft, wie wir leidvoll selber erfahren haben.
Doch nun zu meinem Reisebericht an sich. Das erste, was wir gemacht haben war kurzfristig die Unterkunt von San Augustin, einem Vorort von Palma de Mallorca und schrecklicher Betonwüste nach Soller zu verlegen. Alleine schon die Fahrt nach Soller über den Paß und den Coll de Soller war das allemal wert. In Soller hatten wir ein nettes, kleines Zimmer in einem Hostal in der Altstadt ungefähr 100 meter vom Bahnhof und der Kirche des Ortes entfernt. (Adresse siehe Tipps am Ende) Soller an sich ist eine der schönsten Städte auf der Insel, mitten in einem Tal in dem die Orangen blühen und welches einfach von absoluter Schönheit geprägt ist. Das markanteste Gebäude im Ort ist sicherlich die Kirche St. Bartomeu. Alleine der Stilmix an der Außenfassade ist schon hoch interessant. Hier sind alle Stilrichtungen vom 14. Jahrhundert bis um Modernissme vertreten, denn die Vorderfassade wurde ab 1904 von Juan Rubio i Bellver, einem Schüler Antonin Gaudis, entworfen und erbaut. Im inneren der Kirche, die auf den ersten Blick sehr dunkel wirkt, aber gerade deswegen ihren Charme hat, finden sich verschiedenste Altäre aus allen Jahrhunderten wieder. Denn mehrfach wurden die Altäre verschoben und umgebaut und somit sind jetzt Altäre aus dem Barock genauso vorhanden wie welche aus dem 20.Jahrhundert. Interessant sind die details am Hochaltar, da dort eine Marienfigur zusätzlich Orangen in der Hand hält, welche ein Hinweis darauf geben das diese Figur dem Tal von Soller gewidmet wurde. Die Kirche ist unbedingt einen Besuch wert.
Weitere sehenswerte Gebäude in Soller sind die Banco Santander direkt neben der Kirche und ebenfalls im Modernissme-Stil erbaut, der Placa de la Constitution, die Markthalle, das Grand Hotel Soller und mit Sicherheit der Bahnhof von Soller.
Der Bahnhof von Soller, die Endstation des "Roten Blitz" von Palma nach Soller, ist ursprünglich ein Herrenhaus aus dem 17.Jahrhundert. Als man Anfang des 20.Jahrhunderts die Bahnverbindung von Palma nach Soller baute, bis in die sechsziger Jahre hinein die einzige Landverbindung hierher, entschied man sich dazu das Herrenhaus zum Bahnhof umzugestalten und sanierte es im Stil des Modernissme. Im Bahnhof selber kann man zwei Ausstellungen mit Werken von Picasso und Miro kostenlos besichtigen.
Vor dem Bahnhof startet dann auch Mallorcas einzige Strassenbahn, ebenfalls wie der Rote Blitz mit historischen Wagen. Die Strecke führt von Soller nach Puert de Soller durch das Tal und durch viele Orangenhaine, das letzte Stück direkt am Meer entlang.
Mein Tipp: Soller sollte man öfter als einmal besuchen, man entdeckt in dieser wunderschönen Stadt immer wieder neue Details. Eine sehr gute Homepage der Stadtverwaltung von Soller gibt weiterführende Informationen, größtenteils auch auf Deutsch und Englisch. (www.ajsoller.net)



Strassenbahn von Soller

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Ausflüge von Soller aus

Sa Calobra, Blick auf den...

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Da meine Reisebegleitung und ich eher zu den Neugierigen Menschen gehören, die möglichst viel im Urlaub sehen wollen, haben wir von Soller aus dann einen sehr schönen Ausflug gemacht, den man gegebenenfalls auch auf zwei Tage legen kann. Zuerst sind wir am Stausee Gorg Blau vorbeigefahren zu einer der spektakulärsten Strassen auf Mallorca, der Sa Callobra, auf deutsch "Die Schlangenstrasse". Warum diese Strasse in den Jahren 1920 bis 1936 gebaut wurde ist bis heute ein Rätsel. Sie führt in spektakulären Serpentinen und Haarnadelkurven über fast dreizehn Kilometer länge zur Bucht Cala sa Callobra. An einer Stelle führt die Strasse, einem Krawattenknoten gleich, sogar unter sich selber her um dann weiter bergab zu führen. Tatsächlich soll dem Architekten der Strasse die Idee für diese Wegführung wirklich beim Krawattenbinden gekommen sein. Die Bucht von sa Callobra bestand früher nur aus einigen Fischerhäusern. Heute sind dort ein paar Restaurants, überwiegend auf Selbstbedienung ausgelegt, der Schiffsanleger für die Ausflugsdampfer aus Puerto de Soller und ein großer, im Sommer gebührenpflichtiger Parkplatz. Trotzdem hat diese Bucht einen sehr spröden und wilden Charakter durchaus beibehalten, was absolut ihren Charme ausmacht. Über einen gut gepflasterten Weg und durch zwei nur mäßig beleuchtete und niedrige Tunnel gelangt man zum Torrent de Parreis. Hierbei handelt es sich um die, nach der Schmettelingsschlucht auf Kreta, zweitgrößten Erosionsschlucht im Mittelmeerraum. Man kann von der Strandseite aus einige hundert Meter bei trockenem Wetter in die Schlucht laufen, jedoch sollte man auch bei dieser kurzen Visite trittsicher sein und klettern können. Die Durchquerung der Schlucht an sich ist nur aus Richtung Land zur Bucht möglich, allerdings gilt diese Durchquerung als die gefährlichste Wanderung auf Mallorca, die man unbedingt nur bei gutem Wetter, mit Führung, ausreichend Getränke, trockener Kleidung, guter Kondition und Bergerfahrung machen sollte, da es im Tal schon mehrere Tote gab, es im Notfall sehr lange dauern kann bis Hilfe kommt da es keine Handyverbindung in der Schlucht gibt und diese wie gesagt nur in eine Richtung begehbar ist. Außerdem kann der Torrent, das eigentlich mehr oder weniger trockene Bachbett sich bei Regen in rasendem Tempo zu einem Sturzbach verwandeln.
Wir haben uns gezwungenermaßen mit einem Blick vom Strand aus in die Schlucht begnügen müssen, da sie aufgrund des Wasserstandes auch nicht von der Meerseite für ein kruzes Stück begehbar war.
Nach dem Ausflug in die Natur und der Rückfahrt über die Schlangenstrasse sind wir dann weiter durch die Sierra de Tramuntana bis nach Puerto de Pollenca gefahren. Puerto Pollenca ist eigentlich er Ort, an dem der Tourismus auf Mallorca angefangen hat. Anfang des 20.Jahrhunderts machten hier sehr viele britische Touristen, darunter auch so bekannte Menschen wie Agatha Christie, Urlaub und auch heute noch ist der Ort fest in britischer Hand. Er hat allerdings trotz das er ein Touristenort ist einen gewissen Charme und einige sehr schöne Ecken. Zumindest ist Puerto de Pollenca nicht gar so schrecklich wie S`Arenal (El Arenal auf spanisch). Die Rückfahrt haben wir dann auf der selben Strecke hinter uns gebracht wie die hinfahrt. Unterbrochen haben wir die Rückfahrt dann nochmal kurz vor Soller in Fornalutx.
Fornalutx ist eines der schönsten Dörfer auf der Insel, es liegt am Hang umgeben von Orangenhainen und ist größtenteils nur über Treppenwege begehbar. Einzigst eine sehr schmale Strasse führt durch den Ort nach Soller. Die 300 bis 400 Jahre alten Steinhäuser sind aus dem für die Gegend typischen ockerfarbenen Stein erbaut und geben dem Ort einen unvergleichbaren Charme. Besonders beachtenswert sind die bemalten Ziegel an den überspringenden Dächern der Häuser und die Wehrtürme aus dem 17.Jahrhundert. Wir haben Fornalutx abends in der Dämmerung besucht, was dem Ort nochmals eine gewisse Note gegeben hat. In der Saison, an Wochenenden aber auch generell tagsüber ist Fornalutx von Touristen leider sehr überlaufen. Wenn man also die Möglichkeit hat, so Besuche man den Ort in der Dämmerung.
Der ganze Ausflug war sehr lohnenswert und hat interessante erste Eindrücke von der Insel gegeben. Natürlich kann man ihn auch auf zwei Tage verteilen, aber er ist durchaus in einem Tag machbar.



Sa Calobra, Details der Strassenführung

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Ein weiterer Ausflug

Embalse de Cuber

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Ein weiterer Ausflug, den wir auf der Weiterfahrt nach Alaro - unserem Wohnort für die nächsten vierzehn Tage des Urlaubs - gemacht haben, hat uns zum Embassament de Cuber, dem Stausee von Cuber geführt. Man erreicht diesen von Soller aus über die sehr schöne Strasse C-711, es ist der erste Stausee nach dem Tunnel unter dem San Torrella hindurch. Ein anderer, anstrengenderer Weg ist die Wanderung von Soller über Fornalutx, dem Gipfel des San Torrella hinunter zum Cuber. Diese Wanderung sollte gut geplant sein, vorallem wegen der Rückfahrt nach Soller. Keinesfalls bei schlechtem Wetter machen, da es über Steinwege geht die bei und nach Regen sehr rutschig sind.

Wir sind mit dem Auto bis zum ersten Parkplatz am Cuber gefahren und haben dann einen leichteren Spaziergang um den See unternommen. Es ist schon sehr beeindruckend zu sehen, wie sich die Berge der Sierra de Tramuntana um eine herum erheben und sich im klaren Wasser des Cuber wie in einem Spiegel wiederspiegeln. Die Ruhe rund um den See wird nur ab und an durch die Glocken der halbwilden Bergziegen und Schafe gestört, die auf Mallorca frei herumlaufen, weswegen man auf den Strassen im Gebirge nicht nur auf Steinschlag, sondern auch auf Ziegen und Schafe achten muß. Der Spaziergang rund um den Cuber ist für wirklich jeden machbar und absolut empfehlenswert. An der Staumauer zweigt ein etwas schwierigerer Wanderweg ab, den wir leider nicht gehen konnten, der aber auch sehr empfehlenswert ist, da er durch eine einmalige Natur führt von der man schon einen Eindruck gewinnt wenn man am Cuber spazieren geht.



Embalse de Cuber

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Alaro

Weg zum Castel de Alaro

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Wie bereits erwähnt haben wir unser Quartier in einer traumhaft schönen Ferienwohnung in Alaro bezogen (Adresse der Vermittlungsfirma am Ende unter Tipps). Alaro ist ein sehr schönes Landstädtchen in dem der "Segen" des Tourismuses Gott sei Dank noch nicht so wirklich angekommen ist. Es gibt lediglich ein kleines Hotel und ein Hostal. Alaro liegt am Ende eines Taleinschnittes zu Füßen der Sierra de Tramuntana und wird häufig besucht wegen des Castels de Alaro, oberhalb der Stadt. Auch wir haben uns zu Fuß zum Castel aufgemacht auf einer mittelschweren Wanderung, die aber auf jeden Fall Trittsicherheit und am Ende des Weges Schwindelfreiheit und ein wenig Mut voraussetzt. Auf keinem Fall sollte man diese Wanderung mit Kindern machen, da das Hochplateu nicht gesichert ist und es ziemlich steil bergab geht.
Wir sind von unserer Wohnung nahe des Dorfplatzes losgelaufen, ein kleines Stück Weg entlang einer wenig befahrenen Landstrasse die man nach ungefähr einem Kilometer verläßt um den immer schmaler werdenden, leider für PKW`s nicht gesperrten, Fahrweg zur Finca Es Verger bergan zu folgen. Nach ungefähr zweidrittel des Weges geht rechter Hand ein Wanderweg zum Castel de Alaro und zur Ermita de Mare de Deu de Refugi ab. Diesen sollte man unbedingt folgen, auch wenn er zwischenzeitlich sehr schmal und steil ist. Es ist aber allemal angenehmer diesen Weg zu gehen als weiter über den Fahrweg zu laufen. Man läuft dann üngefähr 45 bis 50 Minuten stetig bergauf durch eine immer beeindruckender werdende Natur und in immer ruhiger werdendes Gebiet. Es eröffnen sich teils atemberaubende Ausblicke auf das Tal. Kurz vor dem Ziel geht der Weg über alte Steintreppen unmittelbar am hang vorbei bis zum Burgtor. Für Leute die nicht schwindelfrei sind am besten auf diesem Stück weg nur Richtung Wand sehen, es geht einige hundert Meter bergab. Der Treppenweg ist aber mit eine Hüfthohen Mauer gesichert. Durch das Burgtor geht es dann auf das Plateu von dem aus man einen absolut atemberaubenden Ausblick auf das Umland von Alaro und bei gutem Wetter bis nach Palma hat. VORSICHT: Wie bereits erwähnt sind die Steilabbrüche des Plateus nicht gesichert, also nicht zu nah an den Rand gehen. Zurück biegt man nach einigen hundert Metern nach rechts ab Richtung Finca Es Verger. Der Weg führt noch ein gutes Stück über schmale Treppenpfade um dann auf einen breiten Fahrweg zu münden der im weiten Bogen zu der Finca führt. Wer will, kann an der Finca Pause machen, die Spezialität dort ist Lammrücken aus dem Kohlefeuer. Wir haben es nicht gemacht, da wir die Preise als ein wenig zu hoch empfanden dafür das die Produkte aus eigener Produktion stammen. Den Rückweg geht man dann über den fahrweg, man kann aber immer wieder einige Meter abkürzen durch Querverlaufende Wege, die einem die ein oder andere Serpentine und Begegnung mit einem Auto ersparen. Die ganze Wanderung nimmt zwischen drei und vier Stunden in Anspruch und ist auch im Rother Wanderführer Mallorca nachzulesen. Hierzu sei gesagt, das man die Angaben im Rother Wanderführer durchaus ernst nehmen sollte und das selbst Wege die als leicht gangbar angegeben sind für weniger geübte Wanderer sehr anstrengend werden können.
Alaro an sich hat als Sehenswürdigkeit die Kirche San Bartomeu aus dem 13.Jahrhundert zu bieten und den Placa de lÀjuntament. Ich finde, das der Ort auf jeden Fall einen Besuch wert ist, da er noch natürlich geblieben ist und hier noch Mallorca wiklich spanisch bzw. mallorquinisch ist. Mehr Informationen über den Ort findet man auf der Homepage der Gemeinde, die leider überwiegend in katalanisch ist, aber mittlerweile auch teilweise ins Deutsche übersetzt wurde. (www.ajalaro.net)



Die Kirche von Alaro

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Palma de Mallorca

La Sineu, Palma de Mallorca

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Da wir Alaro als Quartier für die nächsten vierzehn Tage hatten, haben wir von dort aus unsere Touren unternommen. Mehrere Male ging es dann auch nach Palma de Mallorca. Trotz der Häßlichkeit der Umgebung ist die Altstadt auf jeden Fall mehrere Besuche wert gewesen. Allerdings sei hier angemerkt, dass es sinnvoller ist mit der Bahn nach Palma reinzufahren, als mit dem eigenen Auto. Es gibt die Metro de Palma, in die man einsteigen kann wenn man mit dem Auto von Soller kommt und nicht mit dem teuren Zug von Soller fahren will und dann gibt es die Züge des TIB (Transport des Illes Baleares). Der Preis der Bahnfahrt hängt von den Kilometern ab. Wir haben für die Strecken Consell/Alaro nach Palma und retour für zwei Personen 4,80Euro bezahlt. Dafür kommt man aber dann auch an einem Hochmodernen, sehr hellen Bahnhof mitten in Palma, an der Plaza Espanya an und ist in wenigen Schritten in der Altstadt. Ein Parkhaus in Palma kostet 1,60Euro die Stunde!!!
Was viele, auch wir, zu allererst mit der Altstadt von Palma verbinden ist die Kathedrale La Sineu. La Sieneu ist eine Ableitung aus dem lateinischen und bedeutet nichts anderes als der Sitz, also Bischofssitz. Ich bin wirklich nicht leicht zu beeindrucken was Kirchen betrifft, aber die Kathedrale von Palma ist wirklich eine der schönsten Kathedralen der Welt. Das macht nicht nur ihre elegante Form von außen, man könnte meinen Gott persönlich hat den Baumeistern die Hand geführt um eine perfekte Kirche zu bauen, sondern auch das relativ schlcihte und feierliche innere der Kathedrale. Man ist zuerst einmal, wenn man die Kathedrale betritt, beindruckt von den Farbenspielen der hoch angebrachten Fenster. An den Kreuzgewöblen der Kathedrale spiegeln sich alle Farben eben dieser Fenster wieder. Was auch beeindruckt ist die Weite des Raumes, die schlcihte Höhe des Kirchenschiffes und auch wenn es sich albern anhören mag der Geruch in der Kirche. Die Kathedrale an sich ist ein gotisches Bauwerk, allerdings wurde nach einem Erdbeben im 19. Jahrhundert die Fassade saniert, was bis heute nicht umumstriten ist da die Fassade im völlig anderen Stil als der Rest der Kathedrale erbaut wurde. Auch der radikale Umbau des Innenraumes durch Antoni Gaudi ist bis heute heiß diskutiert. Er verlegte zum Beispiel den Chor der Kathedrale ans Ende des Kirchenschiffes, in spanischen Kirchen liegt er normalerweise mittig. Er öffnete den Blick auf den Bischofsstuhl und veränderte sehr viel Details in der Kirche. Was in der Kathedrale von Palm auch auffällt ist die Tatsache das es relativ wenige Seitenaltäre gibt, diese dafür aber aber auch nicht zu monumental sind und sich einmalig schön in die Kirche einfügen. Kurz gesagt, um hier nicht zu viel zu schreiben, die Kathedrale ist ein wahr gewordener Traum auf Erden. Die 4 Euro Eintritt sind allemal mehr als angebracht!!! Man verläßt die Kathedrale durch einen wunderschönen Kreuzgang, von dem aus man nochmals einen Blick auf den unvollendeten Kirchturm hat und muß dann leider durch den obligatorische, hier aber nicht gar so schrecklichen, Souvenirshop wieder auf die Strasse gehen. Draussen angekommen muß man sich erstmal wieder sammeln, da es schon merkwürdig ist dann auf einmal wieder im hier und jetzt zu sein.
Allerdings lohnt sich nicht nur der Besuch der Kathedrale von Palma, man sollte auch durch die engen Altstadtgassen schlenden die eine ruhe und würde ausstrahlen, das man denken könnte das hier jederzeit ein mittelalterlich gekleideter Mensch an einem vorbeigeht. Von der Kathedrale aus sollte man auf jeden Fall zu den Arabischen Bädern gehen. Das Badehaus ist das letzte Überbleibsel aus der Maurenzeit, die Mauren regierten mallorca über 300 Jahre lang. Es ist vermutlich ein Badehaus eines Palastes oder reichen Stadthauses gewesen und ist nahzu im Originalzustand erhalten geblieben. Wer weitere Kirchen in Palma besichtigen will, dem sei die Franziskanerkirche sehr ans Herz gelegt. Auch hier beeindruckt die Farbigkeit der Glasfenster und die einladende Atmosphäre der Kirche. In dieser Kirche predigte auch der spätere Begründer von San Francisco, für den vor der Kirche ein Denkmal errichtet wurde.
Aber auch Fans des Modernissme haben in Palma einiges zu sehen. Allen voran das von Gaudi entworfene Grand Hotel, heute ein Museumsgebäude, und die zwei gegenüberliegenden baugleichen Häuser. Auf jeden Fall aber auch sollte man das Castel de Belver besuchen, da man von dort oben aus eine Traumblick über Palma und die Bahia de Balma hat.
Ich gerate bei dem Schreiben wieder absolut ins Schwärmen, da ich auch jetzt noch, nachdem ich wieder im kalten Wien sitze, die Stadt und die Insel in meinem Herzen trage.
Weiterhin sollte man ein Stück über den Passeo Maritim laufen, irgendwann dann wieder in die Altstadt einbiegen und den Passeig de Born nicht vergessen zu besuchen. Wir waren insgesamt drei Mal in Palma und haben immer wieder neue, immer schönere Ecken in der Altstadt entdeckt. Auf jeden Fall sei hier der Tipp gegeben auch mal am Abend einen Besuch in Palma einzuplanen, da die Kathedrale auch und gerade bei Nacht absolut beeindruckend ist und die Altstadt dann ziemlich frei von Touristen eine typisch spanische Altstadtatmosphäre hat, die von der Lebendigkeit her fast an Madrid heranreicht. Mehr Informationen über Palma findet man auf der offiziellen Homepage der Stadt. (www.palmademallorca.es)



Palma de Mallorca

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Die "Künstlerroute"

Deia

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Diese Route habe ich so genannt, weil man von Soller aus kommend, wieder mal Soller, durch das Künstlerdorf Deia nach Valldemossa reist und diese Route wirklich die Phantasie anregt. Wie geschrieben sind wir wieder mal von Alaro aus nach Soller, diesmal allerdings durch den 2000 eröffneten Tunnel, gefahren. Nach einem kurzen Spaziergang in Soller sind wir dann über die MA-10 nach Deia gefahren. Alleine schon die Fahrt über diese Küstenstrasse ist ein Erlebnis. Hoch über dem Meer führt die Strasse an Steilküsten mit atemberaubende Ausblicken entlang in das Künstlerdorf Deia.
Auch Deia ist wie Fornalutx aus dem ockerfarbenen Stein der Umgebung gebaut worden und bezieht seine besondere Atmosphäre durch den Ausblick auf die Bucht von Deia, die viele Meter unterhalb des Ortes liegt und von einer gewaltigen Steilküste umrahmt wird. Der Ort an sich ist relativ fix durchlaufen, eizigst die Tatsache das er an einem Hang liegt und man viele Treppen laufen muß macht die Besichtigung etwas anstrengend. Auf jeden Fall sollte man den Weg zur auf dem Gipfel des Bergrückens liegenden Kirche in Angriff nehmen. Die Kirche sieht aus wie aus einem mallorquinischen Bilderbuch und beeindruckt mit einem fantastischen Blick auf das Mittelmeer und die Bucht von Deia.
Von Deia aus geht es weiter die Strasse entlang, wie immer sehr kurvig und teilweise etwas eng, nach Valldemossa. Der Ort liegt 13 Kilometer von Palma entfernt und ist vorallem wegen der karthause weltweit berühmt in der George Sand und Frederic Chopin gelebt haben. Allerdings ist der Eintritt mit 8 Euro relativ hoch und wir kamen leider zu spät in Valldemossa an, sodass wir die Kartause nicht von innen besichtigt haben. Was aber auch kein Drama war, denn auch so ist der Ort ganz nett und sicherlich wert einmal durchzuschlendern. Einzigst nervig ist, dass der Ort wirklich nur vom Fremdenverkehr zu leben scheint und ein Souvenirladen neben dem anderen liegt und diese im Verhältnis zu anderen Teilen der Insel relativ teuer sind. Ich würe aber jedem, der kulturell interessiert ist und etwas über das Leben von Chopin und Sand erfahren möchte den Besuch von Valldemossa unbedingt empfehlen.



Die Kirche von Deia

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Kirchen, Party und ein malerischer Hafen

Ermita de Sant Salvador, Mallorca

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Eine weiter Tour hatte die oben genannte Kombination indirekt als Inhalt. Von Alaro ging es über Algaida nach Randa. Auf dem Puig de Randa liegt die Ermita Nuestra Senora de Cura, ein Franziskanerkloster in dem schon Ramon Llul, ein bekannter mallorquinischer Geistlicher und Kirchenkritiker, eine Lateinschule gegründet hatte. 1830 wurde das Kloster aufgehoben und dann zu Anfang des 20.Jahrhunderts von Franziskanern des dritten Jahrhunderts wieder gegründet. Das Kloster ist sehr schön auf dem Felsrücken des Puig de Randa gelegen und hat eine sehr eigene wunderschöne Atmosphäre. Bei guter Sicht kann man von hier oben aus die halbe Insel übersehen. Auch ist es möglich in der Eremita zu Übernachten, es gibt Doppelzimmer und Juniorsuiten in einem eigenem Gästehaus, im Sommer sicherlich eine Überlegung wert. In der Kirche zu beachten ist besonders die ganzjährig aufgebaute Weihnachtskrippe, eine franziskanische und mittlerweile auch mallorquinische Tradition.
Von der Ermita aus sind wir über Llucmajor, einer verschlafenen Landstadt, weitergefahren ins nahegelegene S`Arenal (El Arenal auf spanisch). Das ganze einfach deswegen, weil wir in der Nähe waren und den "Hort des deutschen Lebens" auf Mallorca auch mal sehen wollten. Ich muß sagen, dass der Strand und die Promenade relativ schön sind, aber sobald man sich in Richtung Ort umdreht überkommt einen der Wunsch hier wieder weg zu fahren. Eine Betonburg nach der nächsten und man spricht und liest dort nur deutsch. Aber wem es gefällt... Meine Art Urlaub zu machen ist es mit Sicherheit nicht. Auch der Balneario6 und die anschließende Schinken- und Bierstrasse sind wenig spektakulär und eigentlich nur absolut häßlich.
Also haben wir uns wieder auf den Weg gemacht und sind über Felantix, einem Ort in dem man eine große Vergangenheit noch erahnen kann, weitergefahren zur Ermita de Sant Salvador. Diese Ermita liegt spektakulär auf einem 500Meter hohen Felsrücken über der ansonsten recht flachen Ebene. Um zu ihr zu gelangen muß man eine sehr kurvenreiche und abenteuerliche Bergstrasse befahren, die sich immer entlang des Felsens nach oben windet. Ungefähr nach zwei dritteln der Strecke erreicht man einen Parkplatz an dem man unbedingt anhalten sollte. Ein kurzer, mit Natursteinen gepflasterter und deshalb nach Niederschlägen etwas rutschiger Fußweg führt zu einem in den 50er Jahren des 20.Jahrhunderts errichteten Kreuz auf der Felsnase. Der Weg ist wie erwähnt gepflastert aber teilweise sehr schmal, und hat rechts und links heftige Abgründe. Aber der Weg lohnt sich auf jeden Fall, nicht wegen der Schönheit des Kreuzes, die ist relativ, sondern eher wegen der Aussicht. Vom Parkplatz aus fährt man noch ungefähr einen Kilometer über die Strasse, von der man kaum glaubt das sie zur Ermita führt sondern eher das sie irgendwo ins Tal stürzt so nah an der Felskante führt sie vorbei, zum Parkplatz vor der Ermita. Als allererstes sieht man die Statur von Sant Salvador, ein beeindruckendes Kunstwerk von welchem aus man wiederum einen traumhaften Blick über die Umgebung hat. Von der Statur aus sind es ungefähr 50 bis 100 Meter zu Fuß über den Parkplatz zur eigentlichen Ermita. Bis vor wenige Jahren war diese noch von Mönchen bewohnt, heute befindet sich in den Räumen des ehemaligen Klosters ein kleines Hotel mit einem Restaurant.. Spektakulärer kann man auf Mallorca fast schon nicht mehr wohnen und essen, geht es doch rund herum fast 500 Meter steil in die Tiefe. Das innere der Kirche birgt eine der vielen Marien die auf Mallorca nach der Reconquista wiederentdeckt worden sind, kurioserweise meistens von Hirten, und die wundersamerweise oft, wie auch bei der ermita Nuestra Senora de Cura, auf Bergen stehen wollten und derentwegen die Klöster erbaut worden sind. Die Marienstatur von Sant Salvador ist dabei eine der schöneren Figuren der Insel, die schönste allerdings sieht man in Arta, doch dazu später.
Von Sant Salvador, welches sich wirklich in meine Erinnerungen eingebrannt hat, sind wir dann weiter in das malerische Fischerdorf Portocolom gefahren. Portocolom ist ein dreigeteilter Ort. Kommt man von Felantix aus so sieht man als allererstes die Zufahrt zum Sporthafen, hier sind die meisten Hotels angesiedelt und sehr viele Restaurants. Durch den Kreisverkehr durch und die erste Abbiegung im Kreisverkehr nach rechts führt in das eigentlich Fischerdorf Portocolom, welches wirkt wie aus einem Werbeprospekt für Mallorca. Traumhaft schön auf einer Landzunge in der, nur durch eine relativ schmal zufahrt mit dem meer verbundenen Bucht gelegen, ist es typisch mallorquinisch geblieben und weitestgehend frei von Touristen. Der dritte Teil des Ortes liegt rund um den Leuchtturm von Portocolom und umfaßt wahnsinnig schöne Villen von Residenten. Eine Villa ist da schöner als die andere. Das kuriose an Portocolom ist wirklich, das jeder Ortsteil wie ein Ort wie sich wirkt und mit den anderen Orsteilen so garnicht zusammengehört. Auch wenn es nicht so klingen mag, aber Portocolom ist wirklich traumhaft schön und relativ unverbaut.



Ermita de Sant Salvador, Mallorca

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Wanderung nach Sa Trappa und San Elm

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Nahe Purto Andratx verbirgt sich ein weiteres Kleinod auf Mallorca, welches eher von schweizer Touristen besucht wird. Der relativ kleine und beschauliche Hafenort San Telmo (San Elm) liegt am Ende einer schmalen, gewundenen Küstenstrasse direkt gegenüber der unter Naturschutz stehenden Insel Sa Dragonera (Die Dracheninsel). Die Insel wurde von der GOP, einer Umweltschutzorganisation auf Mallorca, vor dem bebauen mit einem Luxusresort gerettet und sieht wirklich aus wie ein schlafender Drache. San Telmo liegt pittoresk an der von der Insel geschützten Bucht und ist ein eher verschlafener Ort, der nur ein wirliches Hotel und ein Hostal hat, dafür aber sehr viele Appartments. Wer also auch in der Saison auf Mallorca einen ruhigeren Ort sucht dem sei unter anderem san Telmo empfohlen. Vom Ortsrand aus beginnt die Wanderung zur Klosterruine Sa Trappa. Hierbei ist gutes Orientierungsvermögen im Waldabschnitt gefragt, da der Weg zwar mit sogenannten Steinmännchen markiert ist, diese aber teilweise weiter auseinader stehen. Nachdem man erst viele Meter in besagtem Wald emporsteigt wird er Weg nahe des Felsen immer schmaler und zieht sich dann am Felsen entlang. Der Ausblick wird immer spektakulärer und schließlich zieht sich der Weg relativ steil oberhalb der Steilküste entlang. Ich muß zugeben, dass ich an einer Stelle kehrt gemacht habe, da der Weg wirklich an sehr steilen Stellen entlangführt und wie wir von Sa Trappa aus festgestellt haben das letzte Stück durch einen Felskamin führt, also sollte man auf jeden Fall ein geübter trittsicherer Wanderer für diesen Weg sein und vorallem keine Höhenangst haben und schwindelfrei sein. Wir sind dann ein Stück des Weges wieder zurück gegangen um dann den nicht minder anstrengenden und richtig steilen Weg über den Fahrweg zu nehmen. Undgefähr auf dreiviertel der Strecke steht ein verschlossenes Steinhaus an dem man Pause machen kann und Kräfte sammeln sollte für den letzten Teil des Weges bis zum Paß von Sa Trappa, da dieses Wegstück sehr steil und steinig ist und man sich sehr auf den Weg konzentrieren muß. Vom Paß aus geht es dann auf einen ebenso steinigen Weg abwärts zu der Klosterruine von Sa Trappa, einem absolut spektakulär gelegenen Ort oberhalb einer Steilküste. Alleine dieser Ort lohnt die Mühen des Weges. Die Klosterruinen werden derzeit von der GOP, der Umweltschutzorganisation Mallorcas saniert um eine Herberge auf dem Fernwanderweg GR auf Mallorca zu werden. Der Rückweg führt dann wieder über den Paß und den Fahrweg. Das letzte drittel des Weges führt dann wieder durch den Wald. Wenn man nicht an der erwähnten Steilstelle kehrt macht ist mit einer reinen Gehzeit von rund vier Stunden zu rechnen. Da der Weg nur wenig durch den Schatten führt sollte man unbedingt genug zu trinken mitnehmen. Auch eßbares gibt es auf dem Weg nicht, sodass auf jeden Fall auch genug zu essen mitgenommen werden sollte. Entspannen kann man sich dann noch in San Telmo in einigen schönen Restaurants



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Cala Figuera und Cap des ses Salines

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Diese Tour ist mit Sicherheit ein Fahrt für Romantiker. Cala Figuera ist einer der romantischten Orte auf Mallorca. Der Ort liegt an einem spektakulären Naturhafen, der in zwei Teile geteilt ist und an dem wunderschöne Fischerhäuser liegen. Man kann rund um den Hafen spazieren gehen und die wunderschöne Atmosphäre dieses Traumortes genießen. Aufgrund der Tatsache, das Cala Figuera keinen Sandstrand hat ist der Ort weitestgehend vom Pauschaltourismus verschont und die paar Anbieter die Hotels dort angeboten haben, haben sich eben aus dem Grund auch von dort zurückgezogen. Die Urlauber die nach Cala Figuera sind Stammkunden die einfach die Atmosphäre des Ortes genießen und hier die Seele baumeln lassen, was man auch ohne weiteres kann. Unbedingt sollte man ein Stück auf die Steilküste laufen um die Aussicht auf das Mittelmeer zu genießen und dann am Rückweg nochmehr von der Kulisse im Hafen in den Bann gezogen zu werden. Der Ort ist fast schon kitschig schön und ich habe geglaubt, dass das ganze absichtlich so drapiert wurde um die Touristen zu verzaubern, was natürlich ncit der Fall ist, da der Ort ein aktiver Fischerreihafen ist.
Von Cala Figuera ging es dann weiter zum Cap des ses Salines, dem südlichsten Punkt Mallorcas. Einem ebenfalls verzauberten, wunderschönen Ort. Am Kap steht ein einzelner Leuchtturm, in dem ein Informationszentrum der GOP untergebracht ist und ansonsten kann man hier wunderschön spazieren gehen und das aufgewühlte Meer auf sich wirken lassen. Zum Cap führt eine Stichstrasse die nach dr Ortsdurchfahrt von Es Lombards sehr scharf links abzweigt und die man leicht übersehen kann.



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Puerto de Soller

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Ebenfalls ein wunderschöner Ort auf Mallorca ist der hafen von Soller. Hierhin gelangt man entweder per Auto oder mit der bereits im Abschnit über Soller erwähnten Strassenbahn. Soller liegt malerisch an die Bucht von Soller geschmiegt und besteht im Ortskern eigentlich nur aus wenigen Straßen die sich an der Bucht entlangziehen. Am Ort selber gibt es keinen wirklichen Badestrand, dafür hat der Ort aber Atmosphäre. In der Saison legen hier die Schieffe zur Cala sa Callobra. Ein besonders schöner Weg führt hoch zur Ermita von Soller von deren Vorplatz aus man einen traumhaft schönen Blick sowohl auf die Bucht als auch auf die Steilküste und das Mittelmeer hat. Besonders schön ist Puerto Soller in der Nachsaison, das habe ich von Residenten erfahren, da dann der Zauber des Ortes erst richtig zu spüren ist. Wer genug Zeit hat, der muß unbedingt mit der Strassenbahn von Soller nach Puerto Soller fahren.



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Cap Formentor

Mit Sicherheit auch einen Ausflug wert ist die Fahrt heraus zum Cap Formentor. Die Strasse ist vom selben Architekten geplant und gebaut worden wie die Schlangenstrasse und sie ist nicht minder beeindruckend. Sie beginnt in Puerto Pollenca und führt auf die nordwestlichste Spitze Mallorcas, eine traumhafte Strecke entlang. Spektakulär windet sich die Strasse über Kliffs und durch Felsdurchlässe hindurch an die Spitze des Caps zum Leuchtturm von Formentor. Wir haben die Tour bei Regen unternommen und waren trotzdem oder gerade deswegen absolut begeistert von der Atmosphäre am Cap. Auf dem Rückweg haben wir einen stop an der Platja Formentor eingelegt, an dem unter anderen das berühmte, im Winter leider geschlossene Nobelhotel Cap Formentor liegt. Die Bucht liegt sehr ruhig und man kann sich sehr gut entspannen. Von verschiedenen Miradors aus kann man atemberaubende Ausblicke auf die Natur rund um das Cap genießen und fühlt sich der unglaublichen Natur ein Stück näher.



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Wanderung rund um das Kloster Lluc

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Eine weitere Wanderung führte uns rund um das Kloster Lluc durch die Bergwelt der Sierra de Tramuntana. Begonnen haben wir die Wanderung mit der Besichtigung des Sanctuari de Lluc, Klöster also Monastirs gibt es auf Mallorca eigentlich garnicht, dem Hauptheiligtum Mallorcas. Das Kloster beherbergt ebenfalls eine Madonna die nach der Maurenzeit von einem Hirtenjungen namens Lluc - katalanisch für Lukas - gefunden wurde. Dieser hat die Madonna dem Pfarrer seines Heimatortes gegeben, diese ist aber auf wundersame Weise immer wieder zu ihrem Fundort zurück gekehrt und somit hat man den Wunsch der Madonna nachgegeben und an dieser Stelle eine Kapelle und später das Sanctuari de Lluc erbaut. Jeden Tag um 11.00 singen in der Klosterkirche die Blauets, der Knabenchor des an das Kloster angeschlossenen Internates. Die Kirche wurde übrigens von Antoni Gaudi ausgestattet und wirkt sehr dunkel, sie ist reichhaltig mit Gold und dunklen Holz verziert. Eine Besonderheit ist der Marienaltar über dem Hauptaltar. Denn dieser ist drehbar. Bei Gottesdienste wird die Marienfigur so gedreht das sie über dem Hauptaltar für die gesamte Gemeinde sichtbar ist, während der übrigen Zeit ist diese Figur zu einer speziell für sie gebauten Kapelle gedreht.
Unsere Wanderung begann also am Kloster und führte zuerst durch das mißlungene Siedlungsprojekt am Klosterberg, ein Stück die Landstrasse Richtung Pollenca entlang und dann über eine Mauer, die man offiziell überklettern durfte, in den Wald oberhalb des Klosters. Der Weg zieht sich an alten Köhlermeilern und versteckten Häusern entlang den Berg hinauf. Allerdings sollte man diesen Weg nicht unterschätzen, er ist zwar als leichte Wanderung tituliert aber ich empfand ihn ehrlich gesagt als mittelschwere Wanderung. Über den Coll Pelat führte der Weg dann weiter zur Finca Binifaldo von der aus wir dann dem Fahrweg gefolgt sind, vorbei an der Finca Minut durch einen verzaubert wirkenden Steinwald. Ein Stück folgte der Weg dann wieder der Hauptstrasse nach Pollensa um schließlich nach rechts über eine Leiter auf einen mit alten Steinen gepflasterten Weg einzubiegen der dann wieder retour zum Kloster führte. Der ganze Weg nahm ungefähr drei Stunden in Anspruch und aufgrund mehrer, zwar ncit dramatischer aber doch mit vorsicht zu gehender engstellen, würde ich den Weg nicht mit Kindern und Leuten gehen die nicht trittsicher sind.



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Jardins de Alfalba

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Einen Ausflug wert sind die Jardins de Alfalba, unmittelbar an der Zufahrt um Tunnel nach Soller gelegen. Die Gärten gehörten ursprünglich zu einem maurischen Herrenhaus. Sie sind sehr gepflegt und spiegeln noch heute den Gartengeschmack der Mauren wieder mit viel Wasser, Orangenbäumen, traumhaften Pflanzen und einer wunderbaren Atmosphäre. Außerdem sehr sehenswert ist auch das Herrenhaus. Es ist mit original Möbeln aus der Zeit ab dem 17. Jahrhundert eingerichtet und vermittelt einen interessanten Einblick in das Leben des mallorquinischen Landadels. Auch zeigt es eine alte Olivenpresseund viele nette kleine Details die das ganze äußerst liebenswert machen und mit Sicherheit den Besuch lohnen.



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Sineu, Arta und Ermita de Betlem, das etwas ländlichere Mallorca

Sineu bietet immer Mittwochs den größten Landmarkt Mallorcas ist aber ansonsten auch ein absolut sehenswertes Landstädtchen. Eine Besonderheit stellt die Kirche von Sineu dar, da hier der Glockenturm der Kirche nicht direkt mit der Kirche verbunden ist, sondern nur durch eine steinerne Brücke an die Kirche herangesetzt wurde. Geht man unter der Brücke hindurch gelangt man auf eine Platz auf dem ein Löwe, das Symbol des heiligen Markus steht, von dem aus man einen wunderschönen Blick auf Arta und die Umgebung hat. Es lohnt sich auf jeden Fall gemütlich durch Sineu zu schlendern. Der Ort ist einfach ein Traum.
Von Sineu aus ging es dann weiter nach Arta, ebenfalls einem Landort mit einer traumhaften Burg deren Ursprünge noch vormaurisch sind und in deren Zentrum das Sanctuari de San Salvador liegt. Hier wird die schönste Marienstatue Mallorcas verehrt die das einzige Überbleibsel der mittelalterlichen Kirche ist. Da die alte Kirche während einer Epidemie als Hospital diente, mußte diese am Ende verbrannt werden und nur die Madonna durfte erhalten bleiben. Die Statue ist aus dem 13.Jahrhundert und wie bereits erwähnt wirklich die schönste Marienskulptur auf Mallorca.
Von Arta aus sind wir dann zur Ermita de Betlem gefahren, einer auch heue noch von einem Einsiedlerorden belebten Eremitage am ende einer 9 Kilometer langen, teilweise sehr schmalen Stichstrasse. Diese führt atemberaubend durch eine einmalige Landschaft. Die Einsiedelei wurde 805 auf den Trümmern eines maurischen Gutshauses erbaut.



Arta

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Pollenca und Orient

Orient

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Auch sehenswert ist Orient, ein Bergdorf mit nur dreißig Einwohnern acht Kilometer entfernt von Alaro. Es war schon dem Verfall preisgegeben, als ein paar Residenten es entdeckt und wiederbelebt haben. Heute ist es ein beliebtes Ausflugsziel auf Mallorca bei dem schon alleine die Fahrt dahin den Ausflug wert ist, aber auch der Ort hat einen unverwechselbaren Charme.
Ebenfalls einen Besuch wert ist die kleine Landstadt Pollenca. Hier ist besonders der Kalvarienberg interessant den man über 365 Stufen ersteigt, aber auch das Dominikanerkloster und der Ortskern lohnen eine nähere Betrachtung. Pollenca ist auch ein Ort, an dem man sehr schön seinen Urlaub verbringen kann, hat allerdings gegenüber unserem Quartier in Alaro den Nachteil das es ehr weit im Westen der Insel liegt und nicht so zentral wie Alaro.



Orient

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Tipps am Ende

Fincas und Ferienwohnung: Unsere Ferienwohnung, die Casa Alaro, ist ein absoluter Traum gewesen und bei Las Isla Reisen buchbar (www.las-islas-reisen.de)

Unterkunft in Soller: Hostal Casa Margarita Trias Vives, ein kleines Haus in der Altstadt mit preiswerten, kleinen aber sehr sauberen und ruhigen Zimmer. (Hostal Casa Margarita Trias Vives, Carrer Real 3, Tel: Spanien 971634214)

Mietwagen: AurigaCrown, gute Fahrzeuge zu fairen Preisen. Unbedingt die Versicherung abschließen die angeboten wird, die 20 Euro mehr sind Gold wert.

Öffentlicher Verkehr: Die TIB fährt nicht nur mit ihren Zügen nach Palma hinein, sondern verkehrt auch mit Bussen auf der ganzen Insel, einige Busstrecken allerdings werden nur in der Saison bedient (tib.caib.es Homepage auch auf deutsch)

Reiseführer: Baedecker Mallorca, Michael Müller Mallorca und der Rother Wanderführer Mallorca

Unbedingt gute Wanderschuhe mitnehmen.

Wer gute handgearbeitete Schuhe kaufen will dem sei Ben Calcat in Soller empfohlen. (www.bencalcat.es)

Unbedingt platz im Koffer lassen, man kann auf Mallorca sehr gut und günstig Kleidung und Schuhe einkaufen, sehr gut und mehr als preiswert in einer angenehmen Atmosphäre kann man im Festivalpark bei Marratxi einkaufen. Haben wir selber an einem Regentag gemacht und es lohnt sich. (www.festivalpark.es)



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Kommentare

  • RdF54

    Wie gut, dass Du diese Reise nicht storniert hast, sonst hättest Du uns nicht diese tolle Inselführung geben können! :-)
    Locker und leicht zu lesen geschrieben! Leider zeigen Deine Bilder, dass Ihr mit dem Wetter ein wenig Pech gehabt habt ...

    LG Robert

  • Blula

    Eine Einladung für einen Urlaub auf Mallorca. Du bestätigst hier, was mir schon einige Bekannte berichtet haben, dass diese Insel in jedem Fall besser als ihr Ruf ist. Man muss sie nur kennenlernen wollen. Du hast es getan und Dein Bericht ist sehr informativ und lesenswert.
    Viele Grüße! Ursula

  • Frachtbrief

    super besten dank für den interessanten Bericht !

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