Diskussion: Sacred Art of the Himalya Europe Tour 2010

Thomas12

offline

am 27.04.2010 13:31 Uhr

Sacred Art of the Himalya Europe Tour 2010

hallo zusammen,

abschätzig werden solche Veranstaltungen gerne als "funding tour" bezeichnet.
Im positiven Sinne tun sie eben auch dieses, sie verschaffen den Mönchen im Himalaya dringend nötige finanzielle Mittel zur Instandhaltung, Restaurierung und
den Erhalt ihrer Klöster und somit auch ihrer Kultur.

Damit tragen sie auch zum Erhalt ihrer Zeremonien bei, sprich die Traditionen, Rituale und Tänze werden praktiziert, das Wissen und Können tradiert. D

Denn auch hier besteht die Gefahr, daß es einfach verloren geht (Tibet existiert nicht mehr, alte Mönche sterben, junge Mönche "lernen" die Tänze u.U. nicht mehr, die Übung, Praxis, ...) fehlt, ggf. auch das Interesse sich so etwas "altmodisches" anzusehen.

Kritikpunkte die man immer wieder hören kann, sollen aber auch hier nicht unerwähnt bleiben: "cultural show", keine Einheit (da nur einzelne Tänze), aus dem spirituellen Kontext herausgenommen, ...

Bin gespannt, ob sich jemand äußern wird, und was der/die-jenige(n) zu sagen haben.

Grüße
Thomas12
Thomas Wilden

rolfpessel

offline

am 27.04.2010 14:20 Uhr

Sacred Art of the Himalya Europe Tour 2010

Was soll man dazu schon sagen?
Hat und Lord of the Dance Irische Kultur näher gebracht?
Oder die Don Kosaken die Russische?

So wird halt wieder mit der Sensationsgier Geld gemacht, die nach immer neuen und möglichst exotischen Darbietungen lechtst.
Bei den Mönchen wird wenig Geld ankommen wenn überhaupt.

Wer etwas direkt tun möchte, sollte vor Ort helfen. Am 08. Mai eröffnet in St. Ursanne/CH eine Fotoaustellung, die u.a. auch meine Bilder aus Zanskar und Ladakh im Format 150x100cm zu Verkauf anbietet. Der Erlös geht direkt in die Stiftung ein und kommt somit eins zu eins den Menschen in Zanskar zu gute. Dieses Jahr feiern wir übrigens das 10 jährige Jubiläum der Schule in Stongde.
Näheres unter http://www.rigzen-zanskar.org/
LG Rolf

Thomas12

offline

am 30.09.2010 13:03 Uhr

comment zu rolf pressel's comment

hallo zusammen,

nicht umsonst heisst es ja auch "funding tour".

Im Übrigen hab ich heute erst gesehen, daß Rolf Pressel einen Kommentar geschrieben hat. Danke dafür.

Was sag ich dazu ?

Er unterstützt eben Stongde, die Tsekarmo Mönche eben ihr Kloster, 2008 die gleiche Tour von Mönchen aus Phyang, die damit ihr kaputtes Kloster wieder instand gesetzt haben.

Sensationsgier ? Vielleicht.
Aber es rennt ja auch jeder zu den Dia-Vorträgen und Multivisions-Shows und fährt dann auch nicht gleich nach Ladakh. Vielleicht aber auch besser so.

Was mich da eher stört, daß die Bedeutung und der Kontext der Tänze bei derartigen Touren komplett verloren gehen. Bis heute hat mir da leider kein Mönch was zu erklären wollen.

Ist ja doch ein Unterschied, ob ich in Ladakh 8 Tage meditiere und zum Abschluß eine 2-tägige Cham-Zeremonie vollständig "tanze", oder ob ich mich hier im Westen auf die Bühne stelle, und grad mal Schwarzhut-Tanz, 1-2 dharmapala Schutzgötter und den Hirschen auf die Bühne stelle. Was soll daß dann bedeuten ? Show, sonst wohl eher nichts, weder für den Betrachter, noch für den Tänzer und Mönch.

Dennoch, wenn es die einzige Möglichkeit bleibt, Interesse und Kultur durch derartige Show-Programme am Über-Leben zu erhalten, nehm ich auch daß in Kauf, wenn es den Bestand im Kloster als religiöse komplette Zeremonie am Leben erhält.

Grüße
Thomas Wilden
Foto-Journalist
Koblenz

Thomas12

offline

am 30.09.2010 13:08 Uhr

Sandmandala

hallo zusammen,

Tsekarmo und die Mönche hatten mich gebeten, noch darauf hinzuweisen, daß sie auch ein Sandmandala streuen werden.

Hier die Infos vom Lindenmuseum:

Mönche aus dem Kloster Tserkarmo, Ladakh
Acht Mönche und zwei Laien aus dem Kloster Tserkarmo sind zu Gast im Linden-Museum und streuen das Mandala von Avalokiteshvara (tib. Chenresig), dem Bodhisattva des Mitgefühls.
Das Kloster liegt eingebettet zwischen den Felsen des Städtchens Tingmosgang und ist eines der vier großen Zweigklöster von Lamayuru.

Ein Sandmandala wird in Klöstern als Herbeirufungsritual ausgelegt. Es dient als Meditationsanleitung zur Visualisierung einer Gottheit. Seine Aspekte werden in Symbolform angedeutet. Abschließend wird das Bild zusammengefegt und der Sand in ein Gewässer gestreut, wodurch sich die manifestierten Energien in alle Weltgegenden verbreiten können.

Die Besucher können zu den regulären Öffnungszeiten zeitlich unbegrenzt teilnehmen. Für die Streuung wird kein Entgelt erhoben. Gemäß dem buddhistischen Verständnis wird jedoch erwartet, dass man einen selbst gewählten Betrag spendet. Dieser kommt sozialen Projekten sowie dem aktiven Umweltschutz in Ladakh zugute.

Zeiten:
Freitag, 22.10., 10 bis ca. 18.30 Uhr
Samstag, 23.10., 10 bis 17 Uhr
Sonntag, 24.10., 10 bis 15.30 Uhr

Quelle:
http://www.lindenmuseum.de/html/deutsch/programm/programmdetail/programmdetail.php?id=1882&jahr=2010&monat=10&katid=

Leider kein Foto vorhanden. Ich könnte bestenfalls ein eigenes aus Spituk vom Yamantaka-Mandala im Sommer 2010 beifügen.

Vermute aber, es passt nicht, da Spituk Gelugspa = Gelbmützen und Tsekarmo zu Lamayuru gehörend, Drukpa = Rotmützen.

Keine Infos, welches Mandala sie streuen werden.

Im übrigen gilt die gleiche Kritik. Alle reisen in den Westen und streuen Sandmadalas gegen Geld. Auch da kann man sich fragen, was daß spirituell bedeuten soll.

Thomas12

offline

am 01.10.2010 11:05 Uhr

nachtrag & korrektur / ergänzung

hallo zusammen,

möchte daß gerne noch nachtragen,

Lamayuru gehört zur Drigung Kagyu Sekte, wie eben auch Phyang und Tsekarmo als Unterkloster, daß zu Lamayuru gehört. 3. Kloster im Bunde der Drigung'pas wäre Shashukul am Pangong Tso.

Grüße
Thomas Wilden

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