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GEO SAISON Nr. 05/13 Seite 1 von 1


Reisekasse: Mobil surfen im Ausland

Schnell mal mit dem Smartphone eine Website, App oder E-Mails öffnen: Tipps, damit die liebe Gewohnheit im Ausland nicht zur Kostenfalle wird

Text von Markus Linden

Wer einige Ratschläge beherzigt, kann auch im Ausland mobil surfen (Foto von: John Lamb/The Image Bank/Getty Images)
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Wer einige Ratschläge beherzigt, kann auch im Ausland mobil surfen

Für Gelegenheits-Surfer

"Datenroaming aus! heißt die Grundeinstellung des Handys, die hinter der Grenze in jedem Fall viel Geld spart. Wer online gehen will, sucht nach kostenlosem WLAN mit Apps wie WIFI-FINDER. Bei Angeboten von Cafés, Restaurants und Hotels ist kaum Datenmissbrauch zu befürchten, ansonsten bei dubiosen Network-Namen lieber nicht einloggen. Eine Alternative in der EU ist, ab und zu Datenroaming einzuschalten: Kein Anbieter darf mehr als 83,3 Cent pro Megabyte geladener Daten berechnen, außerdem wird die Verbindung bei mehr als 59,50 Euro aufgelaufener Kosten abgebrochen und erst wieder aktiviert, wenn Sie dies per SMS bestätigen. Wer per Einstellung Push-Nachrichten untersagt und E-Mail-Anhänge generell nur in einem WLANNetz öffnet oder verschickt, der erreicht das Limit kaum. Die oft horrenden Roaming-Preise in Nicht-EU-Staaten umgehen Sie entweder durch disziplinierten Verzicht oder: siehe unten.


Für Durchschnitts-User

Welche Datenmengen verbrauche ich pro Tag im Schnitt? Die Frage beantwortet die persönliche Statistik des Smartphones (unter "Einstellungen"). Kommen Sie auf mehr als 5 MB, so der Schnitt der User weltweit, zahlen Sie je nach Urlaubsland dafür zwischen ca. 5 und 100 Euro. Ein Auslandspaket Ihres Anbieters ist oft billiger. Im EU-Paket von Simyo bekommt man zum Beispiel 50 MB für 5 Euro, bei der Telekom, die die Schweiz mit eingemeindet, kosten 100 MB 14,95 Euro. Netter Nebeneffekt: Oft werden so auch Telefonate ins Heimatland günstiger. Aber Vorsicht: Die meisten Angebote gelten nur für eine Ländergruppe, und Pakete für Nicht-EU-Staaten sind deutlich teurer. Die Telekom zum Beispiel berechnet bis zu 21 Euro für ein 10 MB-Kontingent, das zudem nur 24 Stunden gültig ist. Also: Kleingedrucktes lesen und unbedingt klären, was passiert, wenn das Kontingent aufgebraucht ist. Falls das teuer wird: siehe unten.


Für Marathon-Browser

Eine halbe Stunde ohne Netz bedeutet den Ruin oder andere Katastrophen? Dann sollten Sie sich nach Grenzübertritt vom heimischen Anbieter verabschieden und sich eine SIM-Karte eines Prepaid-Anbieters im Reiseland zulegen, am besten mit Flatrate. Nachteile: Sie erhalten eine andere Telefonnummer mit der entsprechenden Ländervorwahl, die Sie z. B. per E-Mail verschicken müssen, um Anrufe zu erhalten, und Anrufer aus der Heimat zahlen für ein Auslandsgespräch. Vorteile: Sie gehen zu ähnlichen Konditionen wie zu Hause rund um die Uhr ins Netz. Das klappt nicht bei Smartphones mit SIM- oder Netlock, der Bindung an eine SIM-Karte oder den heimischen Anbieter (dort nachfragen). Manche Anbieter schalten das Smartphone auf Wunsch frei. Wenn nicht, am besten ein Billig-Smartphone im Urlaubsort oder einen mobilen UMTS-Router kaufen: siehe unten.


Wo gibt es SIM-Karten

In Telekommunikationsläden im Urlaubsland gibt es Billighandys und Prepaid- Cards. Eventuell müssen Sie Ausweis oder Pass vorlegen und die Karte online aktivieren. Das übernehmen meist die Verkäufer, die auch wissen, ob Sie eventuell eine Micro-SIM brauchen. Prepaid-Karten können Sie auch vor der Reise online bestellen, z. B. unter www.simlystore.de. Ausländische Anbieter, die Karten nach Deutschland verschicken, z. B. unter www.billigertelefonieren.de/mobiles-internet-ausland

Die besten Einstellungen?

Stellen Sie Ihre E-Mails von "Push" auf "Pull". Jetzt werden Neueingänge nur angezeigt, wenn Sie die E-Mail-Funktion aufrufen. Stellen Sie E-Mails so ein, dass keine Anhänge heruntergeladen und nur die ersten zwei oder drei Zeilen angezeigt werden. Installieren Sie Apps vor dem Urlaub. Prüfen sie daheim, ob Apps offline laufen. Rufen Sie Nachrichten-Sites etc. möglichst über Apps auf statt über Browser wie Safari, wo meist größere Datenmengen fließen.

Was sind UMTS-Router?

Die handlichen Geräte, die etwa genauso groß sind wie ein Smartphone, werden im Urlaubsland mit einer lokalen SIM-Karte bestückt und spannen ein WLAN-Netz für Handy, Computer oder Tablet auf. So bleiben Sie per Telefon über Ihre deutsche Nummer erreichbar, surfen aber zu Monatspreisen, je nach Land zwischen 10 und 30 Euro (gute Geräte ab 60 Euro im Fachhandel). Die Stiftung Warentest hat gängige Modelle getestet: www.testberichte.de



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