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Interview: Das mediale Klima

Der Klimawandel ist in den vergangenen Jahren zu einem der ganz großen internationalen Medienthemen geworden - und hat damit auch die Aufmerksamkeit von Kommunikationswissenschaftlern geweckt. Wie wird das Thema in verschiedenen Ländern dargestellt? Wo gibt es Verkürzungen und Übertreibungen? Derlei Fragen stellen sich Forscher wie die Hamburger Journalistik-Professorin Irene Neverla. Sie hat herausgefunden, dass Katastrophenszenarien typisch deutsch sind, Schweden als Vorbild taugt - und erklärt, was die Erderwärmung mit Unschuld zu tun hat


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Irene Neverla ist Professorin für Journalistik an der Universität Hamburg (Foto von: Universität Hamburg)
© Universität Hamburg
Irene Neverla ist Professorin für Journalistik an der Universität Hamburg

Seit wann ist der Klimawandel überhaupt ein Medienthema?
Die Klimaforschung hat in den 1960er Jahren begonnen; viel berichtet wurde aber erst in den 1980er Jahren, nachdem die Klimaforscher sich aktiv an die Politik gewandt hatten. Und danach wieder zwischen 2005 und 2007, weil es große Ereignisse gab, die auch die Boulevardmedien aufweckten: vor allem den Hurrikan Katrina in den USA. Durch diese Katastrophe ist ein Interesse entstanden, das bis heute andauert.

Die Allgegenwärtigkeit wirkt fast erdrückend ...
... und lässt einen leicht wegsehen. Klimawandel hat ja eine spezielle Raum- und Zeitdimension: Erfolge jetzigen Handelns sind erst in 70 Jahren sichtbar; das übersteigt die Vorstellungskraft. Und die Motivation, etwas zu tun. Außerdem wirkt der Klimawandel überall auf der Welt, wodurch man ihn schwer verorten kann. Zudem sind bei anderen Umweltproblemen die Schuldigen klarer auszumachen - wie BP bei der Ölkatastrophe. Das funktioniert beim Klimawandel nicht so einfach. Umso größer sind die Herausforderungen an die Medien, kreativ und anschaulich zu berichten.


Ikone des Klimawandels: Eisbär auf Eisscholle (Foto von: Paul Souders/Corbis)
© Paul Souders/Corbis
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Ikone des Klimawandels: Eisbär auf Eisscholle

Da ist es einfacher, auf den Zug der Klimaskeptiker aufzuspringen?
Klimaskepsis hat Konjunktur, seit englische Forscher Erkenntnisse zurückgehalten haben und sich der Weltklimarat bei der Gletscherschmelze im Himalaya verrechnet hat. Das hat zu einer heftigen Debatte in den Medien über die Glaubwürdigkeit der Klimaforschung geführt. Vielleicht hat nicht nur der kalte Winter, sondern auch dieses "Climategate" Wirkung in der Bevölkerungsmeinung gezeigt. Die BBC hat im Februar 2010 eine große Umfrage durchgeführt. Ergebnis: Nur 26 Prozent sahen als wissenschaftlich erwiesen an, dass Klimawandel durch Menschen gemacht wird - im Gegensatz zu 41 Prozent nur drei Monate zuvor. Das Klimathema ist wieder strittig geworden.

Kann es sich erholen?
Medien vergessen schnell. Und der Klimawandel hat einen Aspekt, der ihn zum langfristigen Thema macht: Er weckt starke Assoziationen wie den Glauben an die Natur, an Reinheit und Ursprünglichkeit. Deshalb ist das Thema auf einer ganz elementaren Ebene zunächst einmal positiv besetzt. Es gilt etwas zu schützen, das einen Unschuldscharakter hat. Auch deswegen ist der Klimawandel das neue Metathema geworden, eine Thematik, an der Journalisten viele andere Themen, oft Umweltthemen, andocken können, weil sie Anschlusskommunikation zulässt. Klima, das ist ein Politik-, Wirtschafts- oder Kulturthema. Es ist global, überregional und lokal.

Inwieweit bestehen lokale Unterschiede in der Berichterstattung?
Vordergründig wird weltweit über ein gemeinsames Thema debattiert. Aber tatsächlich ist der Zuschnitt national komplett unterschiedlich. In Deutschland haben wir einen Katastrophismus, der früh stark zuspitzt und auffordert, schnell etwas zu tun. Ähnlich ist es in Schweden - mit einem Unterschied: Die Medien appellieren dort viel stärker an die Verantwortung des Einzelnen und seine Möglichkeit, etwas zu tun. In Deutschland wird vor allem die Regierung in die Verantwortung genommen. In Südeuropa wiederum steht das Thema kaum im Vordergrund.

Und über die Ozeane geblickt?
In Australien, das eine einflussreiche Kohleindustrie hat, gibt es einen Kulturkampf: Wenige Klima-Aktivisten gegen eine Mehrheit, die das Thema abwiegelt. In Indiens Zeitungen ist der 'Norden' schuld - und man selbst deshalb nicht so sehr in der Verantwortung. Die steigenden CO2-Emissionen der eigenen Mittel- und Oberschicht sind kein Thema. In den USA kommt beim "balanced reporting" immer die Gegenseite zu Wort - auch wenn sie einer radikalen Minderheit angehört. Deshalb haben Klimaskeptiker viel Beachtung gefunden. Und der US-Journalismus hat sich, wie in vielen Ländern, dem politischen Mainstream angepasst: der Klimaskepsis, die dort unter Bush lange herrschte.

Was bemängeln oder vermissen Sie in der Berichterstattung?
Es gibt noch immer Verkürzungen und Überzeichnungen. Die Erderwärmung ist zum Beispiel nicht für jeden zu warmen Sommer verantwortlich. Oder nehmen wir die Bilder des Eisbären auf der Eisscholle, die uns fast ikonenhaft präsentiert werden - aber für sich genommen nichts beweisen. Und so genau will man es oft gar nicht wissen. Warum etwa sind in Bangladesh die Folgen des Meeresanstiegs so groß? Im extrem dicht besiedelten Deltagebiet leben 40 Millionen Menschen, von denen 60 Prozent Analphabeten sind. Sie sind arm, schlecht informiert, haben keine Alternative - und leben deshalb teils vor den Hochwasserdeichen! Solche sozialen Zusammenhänge werden oft verschwiegen. Oder schlichtweg vergessen.

Das Interview führte Torsten Schäfer


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Kommentare zu "Das mediale Klima"

Schlichte | 06.02.2011 19:55

Wie bei vielen anderen aktuellen Themen, vermisse ich einen tiefergehenden medialen Informationsaustausch, der sich wenigstens auf EUROPA bezieht. Unser nächstgelegener u. auch für die Zukunft wichtiger Einzugsbereich ist uns meist nur über Schlagzeilen zu einem punktuellen Ereignis bekannt. Kontinuierliche Berichterstattung finden wir vielleicht,wenn wir die Auslandspresse lesen, aber wer macht das schon regelmäßig? Ist ein Thema in einem Land nicht so beliebt, geht es vielleicht auch dort unter. Um auf das Thema Umwelt zu kommen: Was wäre zum Beispiel in Itralien, Spanien und Portugal sinnvolles zu tun in Sachen Umwelt? Die Hitzewellen im Mittelmeergebiet sind eine Katastrophe - könnte man mit vereinten Kräften dort vielleicht Wälder wieder aufforsten, um das Kleinklima u. den Wasserhaushalt zu verbessern? Von der Situation der Meere habe ich gar keine Ahnung, wäre aber wirklich interessiert. Wo werde ich mit solchen Informationswünschen (u. auch anderen, weiterführenden) fündig? Beitrag melden!

Sandro Herbrand | 03.12.2010 08:01

Das Wesen des Klimas ist der Wandel. Als Konstante bräuchten wir nicht darüber reden. Die Frage ist also ob der Mensch ein Recht hat den natürlichen Wandel des Klimas in seinem Sinne zu beeinflussen und welche langfristigen Wirkungen (möglicherweise zu seinem Schaden) diese größenwahnsinnige Idee hat. Daß wir die Umwelt zu schonen haben versteht sich von selbst. Die wesentliche Methode ist immer noch sparen. Vor allem sind wir viel zu viele. Hört auf Euch derart zu vermehren, so wichtig seid ihr nicht. Beitrag melden!

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