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Kreationismus: "Kein Grund zur Sorge!"
In einem GEO.de-Interview kritisierte der Biologe Ulrich Kutschera von der Universität Kassel den Vormarsch des Kreationismus in Deutschland. "Kein Grund zur Sorge", entgegnet heute der Molekularbiologe Siegfried Scherer von der Technischen Universität München, der als einflussreicher Wortführer der Kreationisten gilt. Mit der Publizierung von Scherers Beitrag setzt GEO.de die Kontroverse fort
"Den Wissenschaftsstandort in Deutschland kenne ich ganz gut, gerade die Biologie. Aus erster Hand, sozusagen als Fachmann. Und ich finde: Kein Grund zur Sorge. Auch Kreationismus, "Intelligent Design" (ID), und die Evangelikalen kenne ich und weiß um ideologische Strömungen im amerikanischen Kreationismus, die kaum von Fachkenntnis getrübt sind. Ultrakrass. Aber dem begegnet man am besten sachlich und unaufgeregt. Robert Spaemann hat recht: Das wird sich bei uns nie durchsetzen, das bleibt Randerscheinung, und die Leute sollen ihre Meinung doch auch frei äußern dürfen.

Und wie sieht es im Unterricht an deutschen Schulen aus: Kreationistisches Weltbild und sechs Tage Schöpfung in Biologie? - Nein, weder Kultusministerin Wolff, noch Ministerpräsident Althaus, noch "Wort und Wissen" haben so etwas im Sinn. Vermutlich nicht mal George Bush. Ich übrigens auch nicht (www.siegfriedscherer.de/schule.html).
Jedes Ding hat zwei Seiten
Auch mit der Evolutionsbiologie bin ich leidlich vertraut, auf dem Gebiet forsche ich gelegentlich sogar (zum Beispiel Loewe et al 2003, Science 302,1558-1560). Aufbauend auf Charles Darwin (der Mann war wirklich gut!) haben Evolutionsbiologen gezeigt, dass beobachtbare Evolution im Sinne von Variation, Anpassung und Artbildung ein fundamentales Kennzeichen des Lebens ist. Ja, insofern ist Evolution eine Tatsache. Auch aus der Erdgeschichte (die Daten sprechen nicht gerade dafür, dass die besonders kurz war) und vergleichender Biologie gibt es Befunde, die sich im Rahmen von Makroevolution ganz gut deuten lassen. - Nein, kein Trick, der Meinung bin ich tatsächlich!
Allerdings - und da läge Herr Kollege Kutschera schon richtig, wenn er es gesagt hätte - meine ich, dass zum Beispiel das Problem der Entstehung biologischer Information nicht gelöst ist: Entstehung der ersten Zelle, der molekularen Maschinen des Lebens oder von neuen Bauplänen. Keine peanuts; das stellt die bisher vorgeschlagenen Makroevolutionstheorien ziemlich in Frage. Man schaue mal in "Junker & Scherer, 2006, Evolution - ein kritisches Lehrbuch" rein. Ehrlich, das Buch ist viel besser, als www.evolutionsbiologen.de meinen. Und es ist recht erhellend, dieses Buch neben Kutscheras "Evolutionsbiologie" (2006) vergleichend zu lesen.
Äpfel und Birnen
Natürlich ist wissenschaftlich gut fundierte Kritik an Evolution kein Beweis für Schöpfung, noch nicht einmal Widerlegung der Evolutionsidee, sondern höchstens Falsifikation bestimmter Teilhypothesen. Kreationismus (Sie haben schon gemerkt, dass ich dem kritisch gegenüber stehe) beruht auf Glauben, und das ist halt keine Naturwissenschaft, wirklich nicht. Auch ID geht über Naturwissenschaft hinaus. Klar, auch ich deute naturwissenschaftliche Daten im Rahmen meines Schöpfungsglaubens, das ist eine weltanschauliche Grenzüberschreitung, nicht Naturwissenschaft. Selbst wenn ich Recht hätte. An Schöpfung muss man eben glauben. Aber an eine erwürfelte evolutionäre Entstehung der ersten Zelle auch, sogar richtig fest.
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Kommentare zu "Kreationismus: "Kein Grund zur Sorge!""
Die Entstehung der Biodiversität auf unserem Planeten ist mehr als hinreichend belegt. Auf dem Gebiet der Naturwissenschaften werden dauernd neue Erkenntnisse gewonnen, welche die Aussagen der Evolutionsbiologen stützen und als Faktum beweisen. Kreationisten bilden sich nicht weiter und bringen ewig die gleichen verstaubten Argumente hervor! Würden die Kreationisten Evolution anerkennen, würden ihre Argumente sofort als irrational enttarnt. Der Kreationismus hat auch im Schulunterricht nichts zu suchen, sonst können wir unseren Kindern ja gleich die Erde als Scheibe und Zentrum unseres Planetensystems verkaufen!
Einige Kommentare hier sind schon erschreckend, das sind ideologische Grabenkämpfe und keine Diskussion eines Problems. Ich habe mir die Webseite von Scherer angeschaut und muss sagen, der Mann hat für einen Kreationisten eine außergewöhnlich rationalen Umgang mit vielen Fragen, z.B. der, Kreationismus als Schulstoff, und viele seiner Ansichten kann ich ohne weiteres unterschreiben, auch wenn ich der Überzeugung bin, dass das Leben spontan entstanden und sich entwickelt (=Evolution) hat, also in fachlicher Hinsicht abweiche. Von ihm können auch viele lernen, die davon überzeugt sind, dass es keinen göttlichen Schöpfer gibt. Den Kreationisten sei gesagt, die Evolutionslehre insgesamt ist keine Frage des Glaubens, selbst wenn einige diese so fanatisch wie sonst nur Religionsanhänger verteidigen. Und den anderen sei gesagt, dass die Schöpferhypothese nicht völlig widerlegt ist, da die Entstehung des Lebens eine noch offene wissenschaftliche Frage ist, nur die 7-Tage-Hypothese ist tot.
Also nichts gegen euch Wissenschaftler... aber die Arroganz mit der hier teilweise aufgetreten wird ist wirklich erschütternd! Das bezieht sich auf die Kommentare zu Siegfried Scherers Beitrag!
Elisa: Evolution ist beweisbar,in sich schlüssig und somit eine Tatsache! Herr Gitt bewegt sich auf Gebieten von denen er keine Ahnung hat! In einer Veranstaltung hat Herr Gitt die Spaltöffnungen (Stomata) der Pflanzen als "Poren" bezeichnet. Das nur als Anmerkung zu seinem Wissen über Biologie! Ich bezweifle auch das er den Unterschied zwischen "Prozyte" , "Euzyte" und die "Endosymbiogenese" erklären kann! Ich bin selber Biologe und Äusserungen über solche Dinge sollte man Leuten überlassen die etwas davon verstehen... Es gibt viele sehr gute Bücher über Evolutionsbiologie und von den Büchern von Herrn Gitt kann ich nur abraten! Einen Gott gibt es nicht! Gott ist eine Erfindung der Menschen zur Gewissensberuhigung! Es gibt nichts was man nicht mit Hilfe der Naturwissenschaften erklären kann!
Zu Oliver Funke und Martin (Neukamm?): Siegfried Scherer spricht oben sehr ironisch und selbstkritisch. Er hat Humor: "(Zitat) Klar, auch ich deute naturwissenschaftliche Daten im Rahmen meines Schöpfungsglaubens, das ist eine weltanschauliche Grenzüberschreitung, nicht Naturwissenschaft. Selbst wenn ich Recht hätte. An Schöpfung muss man eben glauben. Aber an eine erwürfelte evolutionäre Entstehung der ersten Zelle auch, sogar richtig fest. " Attacken gegen Prof. Gitt sind auch blosse Rechthaberei... Evolutionismus im Sinne der Makroevolution ist durch nichts zu beweisen.Wenn Sie mir mal sagen können, wer die Urmasse gebildet oder das erste Ei gelegt hat, werde ich an die Evolution glauben. Aber Gott ist dann noch lange nicht tot! Heute überzeugen mich Nicht-Wissenschaftler klar mehr: Siehe dazu http://www.aaronedition.ch/Aus_kleinen_Steinen_Dimensionen,aktuell.pdf oder http://www.aaronedition.ch/Aus_kleinen_Steinen_Glauben_was_ist_das,aktuell.pdf
Simon: Lesen Sie mal ein Lehrbuch der Evolutionsbiologie! Anhand Ihrer Aussagen wird ersichtlich das Sie von Evolutionsbiologie keine Ahnung haben!! Evolution wird durch eine Fülle von Beweisen gestützt und ist in sich schlüssig! Zudem ist sie nie Wegbereiter für Rassismus o. Ä. gewesen! Mit "Survival of the fittest" ist die Anpassung eines Lebewesens an seinen Lebensraum gemeint. Es überlebt nicht der Stärkste(mit den dicksten Muskeln) sondern der am besten angepasste(Weitergabe der Gene an die Nachkommen). Kreationisten versuchen die Menschen "für dumm zu verkaufen". Die Schöpfungsgeschichte wiederspricht jeglicher Logik. Sämtliche Bücher der Kreationisten zum Thema Evolutionsbiologie bzw. Naturwissenschaften sind wenig kompetent (Verdrehung von Tatsachen,falsche Darstellungen usw.) ! Z. B das Buch "Wenn Tiere reden könnten" von Werner Gitt. Hier liest man das Lumbricus terrestris 100 Tage unter Wasser überleben kann(Er atmet über die Haut und würde ersticken!).
@WOBX121: Ihre Behauptungen entkräften die unten aufgeführten Aussagen pro Kreationismus, die sich belegen lassen, nicht. Also nichts mit dem letzten Wort. Evolution ist die Lehre vom Tier, die totale Gottlosigkeit, die 40 dunkle Jahre lang - dank der Piltdown Man Hoax - linksrechtsfaschistisch als bewiesen verkauft wurde. Als sie aufflog, verschwieg man es und log weiter! Man kann eine Lüge oder eine Hypothese milliardenfach wiederholen - in allen wichtigen Zeitschriften und Medien, an den grössten Kolloquien - sie wird trotzdem nie wahr. Hitler und Lenin verkündeten sie beide als Wahrheit, aber sie wahr so wenig wahr wie Hitler und Lenin, der Islam und die römisch-katholische Kirche zusammen... http://www.aaronedition.ch/Weisheiten_04.htm (Piltdown Man Hoax)
Ja da staun ich jetzt aber - irgenwie schein ich sehr unbedarft zu sein und habe doch bisher echt geglaubt, dass Kreationismus eine amerikanische Unsitte ist, die durch die Entwicklung der amerikanischen Bevölkerung oder anders ausgedrückt eine gesellschaftlich - evolutionärer Ausdruck der intellektuellen Negativauslese während der Entwicklung der amerikanischen Durchschnitsgesellschaft darstellt und somit ein nicht ernstzunehmendes Produkt einer seltsamen Entwicklung hin zum Einfachen, leicht Verständlichen ist. Auch habe ich ID bisher immer als Intelligenz Defekt erklärt bekommen, was wahrscheinlich etwas zynisch erscheint. Doch nach Studium dieser hier niedergeschriebenen Seltsamkeiten von Seiten der kreationistisch Angehauchten würde ich sogar noch weitergehen und das ganze ID als Idiotisches Desaster deuten. Viel Freude noch
Schaltergene !!! Man muß sich einmal überlegen, was das für die Evolutionswissenschaft bedeutet. Schalter haben die Aufgabe, bestimmten Prozessen einen geordneten Ablauf zu geben und arbeiten niemals "aus eigenem Ermessen". Schalter sind Teil einer Steuerung oder kybernetischen Systemes und werden von einem übergeordneten Programm betätigt. Damit hat die DNA eine unbegreifliche Komplexität. Spätestens mit dieser Erkenntnis müßte jedem klar werden, daß die Evolutionstheorie ein untaugliches Mittel ist, die Entwicklung des Lebens zu erklären.
Lönnig verbessert mich, es sind mehr als SCHALTER: http://www.weloennig.de/Genduplikationen.html Allerdings ist seine Veranschaulichung sehr hilfreich – finde ich: „Wer glaubt, allein mit der Vervielfältigung von Schaltern, die Heizungsanlage eines Wohnhauses in ein Kohle- oder Kernkraftwerk umwandeln zu können, hat die wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang offenbar übersehen.“ Dass ein weiteres Rippenpaar „gebildet wird“ erklärt nicht im geringsten warum es Rippen gibt. Aber man kann (der Schöpfer konnte es auch) aus einer Rippe ein neues Individuum erzeugen – es heißt klonen, oder so. Also bitte noch mal die Frage: Welches ist das für Sie überzeugende Argument, dass man von der von Micro- auf Makroevolution schließen kann? Ich muss noch mal Mayr bemühen: „Leider sind aber gerade diese Moleküle (DNA) in der Evolution sehr häufig eigene Wege gegangen. Insbesondere Stammbäume die sich auf die 18S-RNA stützen, erweisen sich oft als irreführend.“ DAS IST EVOLUTION von Ernst MAYR 2005.
Wissensdurst ist eine Gabe Gottes, nur sollte man nicht Fakten ignorieren. Oder gar eine falsifizierte Theorie durch wahnwitzige Stützhypothesen dadurch immunisieren, dass man sagt: „Da ist noch eine Lücke und wir verstehen nicht – (z.B. „in welcher Reihenfolge die ersten Eukaryonten ZUSAMMENGESETZT wurden“ Mayr) wie es die Evolution …, aber künftige Generationen von Wissenschaftlern werden beweisen, dass es so ist.“ Ist das Wissenschaft? Oder ist es eher so wie Scherer sagt: „An Schöpfung muss man eben glauben. Aber an eine erwürfelte evolutionäre Entstehung der ersten Zelle auch, sogar richtig fest.“ Danke übrigens für die Mühe bei der Recherche. War es denn wirklich falsch ‚normale’ (b) Wissenschaftler zu bemühen? Es war nicht klug mit % zu spielen – es kommt nicht auf die Quantität an. Die Wahrheit wird nicht demokratisch entschieden. Vor 200 Jahren hätte man sagen können dass ‚Leading scientists still belief in God’. Was wird man in 200 Jahren über führende Wissenschaftler sagen?
@ WOBX121 | 08.10.07 14:01 NATURE 2002 “A major morphological transition in metazoans occurred about 400 million years ago, when six-legged insects diverged from crustacean-like arthropod ancestors with multiple limbs. … Previous studies led us to propose …” Wikipedia sagt, sie traten plötzlich auf und blieben bis heute – fast unverändert! http://de.wikipedia.org/wiki/Gliederf%C3%BC%C3%9Fer Welche Beweise/Erklärungen hat „man“ für die Annahme, dass Krebstier ähnliche Gliederfüßer zu sechsfüßigen Insekten wurden? Reines Wunschdenken? In dem Buch Die Insekten, schreibt Peter Farb auf Seite 14: „Wir kennen kein Fossil, das uns verdeutlichen könnte, wie die allerersten Vorfahren der Insekten ausgesehen haben mögen“. Was werden künftige Studien „nahe legen“? Wie oft musste sich die „Wissenschaft“ revidieren? Welch faszinierende Wunder Homeobox-Gene auslösen, kann man vom Feinsten in „Evolution Ein kritisches Lehrbuch“ von Junker & Scherer Seite 92f nachlesen. Es sind SCHALTER, mehr nicht.
...und damit wird mir der Kampf gegen Ihr Spiel mit Aussagelosen Zitaten und Bibelstellen zu sehr zu einer Energieverschwendung. Keine Ahnung, bei wem Sie mit solch Blendereien Erfolg haben, und ja, es gibt große Lücken in der ET, aber noch einmal: für ID oder Kreationismus gibt es einzig und allein eine aufgeschriebene Geschichte... mal sehen, wann es wirklich Leute gibt, die tatsächlich an das Fliegende Spaghetti Monster glauben!
Ach Nachtigall, so schön Du auch singst, so falsch ist Dein Gesang… Zuerst zu den Artikeln in Nature – einer Zeitschrift in der sicher zu Ihrem Unbehagen Herr Kutschera einige Publikationen hat: Den von Ihnen angesprochenen Artikel in Nature 394, 313 - 313 (23 Jul 1998) sollten Sie sich erst einmal komplett durchlesen, bevor Sie ihn zitieren. Wirkliche Recherche besteht wie gesagt aus dem lesen schwierigerer Artikel, nicht aus dem Kontextfreien zitieren von irgendwo aufgeschnappten ‚Fakten’. Tatsache bei diesem Artikel ist z.B. die Überschrift: ‚ Leading scientists still reject God’. Im Verlauf des Artikels wird nicht nur diese Behauptung klar, sondern auch Ihre ‚imposante’ Zahl von 40% gläubigen Wissenschaftlern in den USA stark relativiert. Dazu sind drei Gruppen der Bevölkerung der USA betrachtet worden:
(a) ‚normale’ Menschen (also keine Wissenschaftler), (b) ‚normale’ Wissenschaftler sowie (c) Mitglieder der National Academy of Sciences, also die höchstangesehenen und –ausgezeichneten Wissenschaftler. In Gruppe (a) gibt es ca. 90% Gläubige, in Gruppe (b) – also die von Ihnen bemühte Gruppe – ca. 40% Gläubige und in Gruppe (c) nur noch 7% Gläubige. In Anbetracht der großen Gläubigkeit in Gruppe (a) ist Gruppe (b) um mehr als 50% weniger gläubig – wohl kein Zufall. Über den Wert aus Gruppe (c) braucht man dann wohl gar nichts mehr zu sagen. Ihre Zitierung dieser Studie ist also falsch – bitte recherchieren Sie Ihre Zitate für die ab nun kommenden Auseinandersetzungen mit anderen Usern besser. Sie tun damit übrigens auch Ihrem Ziel nicht viel Gutes, aber vielleicht geht das eben auch nicht wirklich…
Aus dem Artikel der Nature Nature 415, 914 - 917 (06 Feb 2002) mit dem Titel ‚ Hox protein mutation and macroevolution of the insect body plan’ ein kurzes Zitat: ‘Mutations in homeotic (Hox) genes have long been suggested as potential causes of morphological evolution, and there is abundant evidence that some changes in Hox expression patterns correlate with transitions in animal axial pattern.’ Den gesamten Artikel werde ich hier sicher nicht zitieren, allein schon aus Urheberrechtlichen Gründen, aber ich würde Sie auffordern, sich den Artikel zu beschaffen und gründlich zu studieren. Wie gesagt: das gehört eben zu Recherche und wahrlich kritischer Auseinandersetzung mit einem (auch ungeliebten) Thema.
Nun zu Ihren letzten beiden Beiträgen, die wohl das gleich Argument beinhalten, nämlich das Design-Argument. Dawkins haben Sie wohl auch nicht gelesen, sonst würden Sie genau wissen, was dieser dazu sagt. Kurz und unscharf umrissen: Ein Entität (Gott?), die ein so komplexes Gebilde wie eine Zelle (oder einen Menschen) ‚designt’ haben soll, muss zwangsläufig selbst komplexer sein. Demnach muss auch diese Entität erklärt werden, denn ansonsten kann eben auch eine Zelle einfach ‚da gewesen’ sein. Nur gibt sich die Wissenschaft eben nicht mit einer solchen Erklärung zufrieden, sondern versucht, die wahren Hintergründe zu erforschen. Wenn Sie damit ein Problem haben, dann kann Ihnen wohl kaum geholfen werden, ansonsten bleiben Sie bitte wahrlich kritisch und nutzen nicht die Religion, eine ‚heilige’ Schrift oder Ihren persönlichen ‚Glauben’ als heilige Kuh (im wahrsten Sinne des Wortes).
Also zurück zum „Austausch von Argumenten“ (GEO.de | 03.09.2007 09:46). Auf Seite 211 von "Religion, Staat, Gesellschaft" 2/2006 wird Richard Dawkins mit den Worten zitiert: „the machine code of the gene is uncannily computer-like“. Und Bill Gates hat bemerkt „DNA is like a computer program but far, far more advanced than any software ever created“. Beide 1995. Die heutige Einsicht offenbart einen noch weit komplexeren Aufbau der DNS: (siehe Abbildung unter: 'Genome as network' auf http://www.sciencenews.org/articles/20070908/bob9.asp) „In der ALTEN (!) Ansicht saß jedes Gen an einer exakt genau deffinierten Stelle auf seinem Segment des Genoms. Andere Gene konnten nahe gelegen sein, aber WISSENSCHAFTLER nahmen an, dass sie sich nicht überschnitten.” „Jetzt [08.09.2007] ist KLAR, dass ein einzelner Abschnitt der DNA in mehrfacher Weise übertragen werden kann. Das zentrale DOGMA des Standard-Gen-Konzepts IST überholt.” (Versalien von mir). Wie wird wohl Dawkins die DNS jetzt bezeichnen?
In „Das ist Evolution“ 2001 schreibt MAYR auf S. 71 „Wie der Zellkern entstanden ist, in dem die Chromosomen in einer Membran eingeschlossen sind, ist bisher nicht geklärt.“ „In welcher Reihenfolge die ersten Eukaryonten zusammengesetzt wurden und wie sie ihren Zellkern erwarben, ist nach wie vor umstritten.“ Im Vorwort allerdings: „presentation of the evidence is no longer needed.“ WER soll eine Zelle, WARUM zusammengesetzt haben? In dem Vortrag ‚Religion und Naturwissenschaft’ sagte MAX PLANCK: „Lebt Gott nur in der Seele der Gläubigen oder regiert er die Welt unabhängig davon, ob man an ihn glaubt oder nicht glaubt? Der religiöse Mensch [Planck betrachtete sich selbst als "tief religiös"!] beantwortet die Frage dahin, daß Gott existierte, ehe es überhaupt Menschen auf der Erde gab, daß er von Ewigkeit her die ganze Welt, Gläubige und Ungläubige, in seiner allmächtigen Hand hält und daß er auf seiner aller menschlichen Fassungskraft unzugänglichen Höhe unveränderlich thronen bleibt“.
@WOBX121 | 01.10. 14:16 Nennen Sie bitte ein Argument aus Nature 2002, welches Sie überzeugt hat, dass „man“ von Micro- auf Makroevolution schließen kann! Wenn man danach urteilen wollte, was Gerichte zu einer bestimmten Zeit tun, müsste man auch John Scopes Verurteilung am 21. Juli 1921 als eine Niederlage für die Evolutionstheorie werten. „Alle gegen sie erhobenen Vorwürfe, so das Gericht, hätten sich als nicht substantiiert erwiesen.“ (Die Welt, 26.03.2005) http://www.jehovaszeugen.de/akt/psc/art/20050324/default.htm Doch lassen wir Jehovas Zeugen aus dem Spiel. Ich dachte mir nur: Wer kann bessere Argumente für die Existenz Gottes anführen (besonders in Deutschland) als eine Religionsgemeinschaft welche Hitler und seinem Packt mit der Katholischen Kirche http://de.wikipedia.org/wiki/Reichskonkordat trotzte und im GLAUBEN an ihren Gott JHWH das III Reich überstand? Ein Beweis für Gottes Existenz? Weder Gerichte noch irgendwelche „Methoden“ können die Wahrheit auf Dauer unterdrücken.
Mit Bibelzitaten um sich zu werfen ist keine Kunst… Ähnliches kann ich auch: „Der gesunde Gelehrte: der Mann bei dem Nachdenken keine Krankheit ist.“ (Georg Christoph Lichtenberg (1742-99), dt. Aphoristiker u. Physiker) Jedoch sind weder dieses Zitat noch Ihre Bibelstellen Argumente oder gar Beweise für irgendetwas! In Bezug auf Beweise verhalten Sie sich fast absurd: Die Wissenschaft soll Beweise vorlegen, aber für die Religion reicht es, die Übernatürlichkeit Gottes als Argument für die Unanfechtbarkeit anzuführen – wie unerträglich! Legen Sie Ihren Doppelstandard ab! Sie verlangen Beweise, bekommen Referenzen, wollen sie aber nicht lesen? Ja, so etwas ist nicht einfach und vielleicht auch anstrengend. Im Sinne einer wirklichen (!) Diskussion muss man sich aber wohl tatsächlich mit den Argumenten der Gegenseite beschäftigen - so ist Ihre Argumentation absolut wertlos!
@’Fliegenschnäpper’: Ach herrje, es könnte fast lustig sein… Dass Sie mich auf einen Text ohne wissenschaftlichen Hintergrund verweisen, um die Existenz Gottes darzulegen – und das von einer Gemeinschaft, die sogar von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen mit Kennzeichen einer Sekte in ihrem Sinne belegt wird (http://www.sueddeutsche.de/,tt2m2/deutschland/artikel/78/50028/) – stellt fast alles in den Schatten! Doch der Hammer kommt, wenn sie von vorneherein alle Argumente gegen diesen Text als irrelevant darstellen, weil sich Gott „den von Menschen aufgestellten ‚Wissenschaftskriterien’“ nicht beugt. Genau das ist ein Totschlagargument. Ich jedenfalls werde mich von Ihren Argumenten nicht mehr totschlagen lassen!
@ Klaus Prehn | 23.09. „Glaube heißt nicht Wissen“, das mag Ihre katholische/persönliche Sichtweise widerspiegeln, entspricht aber nicht der BIBLISCHEN Definition! „Der Glaube ist die Wirklichkeit erhoffter Dinger (lat.: substạntia), ein überzeugender Beweis (lat.: argumẹntum) von Dingen die man nicht sieht.“ Hebräerbrief Kapitel 11 Vers 1. Ebenso wie ein Kaufvertrag über ein neues Auto, für mich ein „überzeugender Beweis“ dafür ist, dass ich mein bestelltes Auto mit Sicherheit haben werde. Das erhoffte wird Wirklichkeit, obwohl man es noch nicht sieht. Meine hypóstasis wird durch den élegchos zu einem Glauben, der MEHR leistet ALS WISSEN! „Glauben heißt Vertrauen, und im Vertrauen bezeugt sich die Wirklichkeit dessen, worauf wir hoffen. In solchem Vertrauen befolgte Noach die Anweisungen Gottes, obwohl von der angekündigten Katastrophe noch nichts zu sehen war. Er gehorchte Gott und baute die Arche, in der er mit seiner ganzen Familie gerettet wurde.“ Hebräer Kapitel 11 Vers 1+7 (GNB)
@ WOBX121 | 27.09. „Selbst diese Wissenschaftler konnten viel Beweisen, aber nicht die Existenz eines Gottes!“ Nun, es steht mir nicht zu Argumente zu diesem Thema, hier in GEO zu veröffentlichen, aber es gibt diese - auch im Internet. Z. B. unter http://www.watchtower.org/x/200609/article_01.htm Manche mögen einwenden: „Das sind aber keine wissenschaftlichen Argumente! Nun, Gott wird sich den von Menschen aufgestellten „Wissenschaftskriterien“ nicht beugen! Wenn die „Wissenschaft“ ihre verdunkelnde Brille (http://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaft#Wissenschaftstheorie) nicht abnimmt, bleibt sie blind. „Weil Gott die Welt geschaffen hat, können die Menschen sein unsichtbares Wesen, seine ewige Macht und göttliche Majestät mit ihrem Verstand an seinen Schöpfungswerken wahrnehmen. Sie haben also keine Entschuldigung. [Aber] Ihre Gedanken liefen ins Leere und in ihren unverständigen Herzen wurde es finster. An die Stelle Gottes ... setzten sie Tiere [Evolution?].“ Römer 1 Vers 20-23 (GNB)
@ WOBX121 | 27.09. Ich weiß nicht genau was Totschlagargumente sind; in Ihren 3 Posts gab es noch nicht mal „richtige“ Argumente. Es ist bezeichnend, dass sich die „Medien“ (Nachtigall 18.09. 00:31) von den „Experten“ blenden lassen und oft gar keine Argumente mehr anführen – keine Tatsachen/Fakten; Mayr: „That evolution has taken place is so well established that such a detailed presentation of the evidence is no longer needed.“ Lorenz: „restlos als wahr erwiesen“. Es wird Zeit, an die Evolutionstheorie die Gleichen Maßstäbe heranzulassen, welche sie an ID ansetzt. Diese Theorie wurde lange genug immunisiert! Ich weiß auch nicht was Nature 2002, über Makro-/Mikroevolution schreib (ich weiß allerdings, dass Makroevolution nicht stattfindet – also eine Phantasie) ich zitiere aber gerne was Nature 1997 berichtete „fast 40 Prozent der befragten Biologen, Physiker und Mathematiker sind nicht nur von der Existenz eines Gottes überzeugt, sondern glauben auch, dass er Gebete hört und erhört.“
In mancher Hinsicht mag es wichtig und interessant sein, wie alles entstand und woher wir kommen. Viel wesentlicher aber erscheint mir ein Überdenken unser derzeitigen Standpunktes und die Frage, wohin wir uns entwickeln...
Darwin hat nicht phantasiert! Diese Behauptung ist schier unglaublich! Phantastisch ist die Bibel, eine Geschichte! Das Hexenhaus aus Lebkuchen habe ich bis jetzt auch noch nicht gefunden, warum bloß nicht? Darwin hat Beobachtungen gemacht, diese in einen Zusammenhang gebracht und so die Evolutionstheorie begründet. Die Implikation, die ET sei zuerst als phantastisches Konstrukt in Darwins Kopf entstanden zeugt von absolutem Unwissen in Bezug auf die wissenschaftliche Methode! Klar, Argumente die lächerlich wirken, kann man ja wunderbar verwenden, um ein Prinzip, für dass sie einstmals sprechen sollten, in eben die Lächerlichkeit zu ziehen. Nur weil es schlecht geführte Argumente für ein Prinzip gibt (die dann sogar wirklich phantastisch sind), ist das Prinzip aber nicht falsch! Wenn die lächerlichen Argumente auch von ET-Vertetern als lächerlich angesehen werden, dann hat das wohl seinen Grund…
Es tut mir wahnsinnig leid, aber ich kann nicht mehr ruhig bleiben, vielleicht werde ich jetzt sogar jemanden beleidigen! Kaum zu glauben, was in diesem Forum für Verbindungen hergestellt, Behauptungen aufgestellt und Implikationen verwendet werden! Über Evolution kann man kaum sinnvolle Streitgespräche führen, jedenfalls nicht im Verhältnis zu Kreationismus, hier sind die vorhandenen Beweise und die Art wie sie gefunden wurden so stark asymmetrisch verteilt, dass ein solches Gespräch für den ET-Vertreter keinen Spaß machen kann und für den Kreationisten nur im Austeilen von Totschlagargumenten enden kann. Nur weil es Wissenschaftler gibt, die einen übernatürlichen Schöpfer nicht ausschließen können, gibt es ihn noch lange nicht! Selbst diese Wissenschaftler konnten viel Beweisen, aber nicht die Existenz eines Gottes!
Den Beweisstand der ET mit dem von ID oder Kreationismus gleichzusetzen ist einfach nur dreist und frech. Ebenso: Makro- und Mikroevolution sind eben sehr wohl miteinander zu verbinden, viele Evolutionsbiologen versuchen die Begriffe mittlerweile zu vermeiden, um kein ‚Pseudoholz’ für das Feuer der ET-Kritiker zu liefern. Ein klares Zeichen, dass die ET-Kritiker nur durch Ihre Existenz die Wissenschaft einschränken! Zum Thema Makro-/Mikroevolution siehe auch auch Nature 2002, Vol. 415, P. 914-917. Wir wollen alle eine wissenschaftliche Diskussion führen. Doch jetzt müssen Verteter von Kreationismus und ID erst mal den wissenschaftlichen Anspruch dieser beiden ‚Theorien’ deutlich machen. Dann lassen sich die ET-Verteter nur zu gerne auf eine wissenschaftliche Diskussion ein!
Tja ,Nachtigal ick hoer dir Trapsen. Evolution hin und her. Glaube heisst nicht Wissen. Und Wissenschaft weiss auch nichts,das macht auch nichts. Aber der Herr Scherer versucht es Humorvoll zu erklaeren und darueber zu reden. Und das ist gut so. Sein Spruch, dass gute Sachkenntnis und Wissenschaft ein wenig Kritik und Stichelei abkoennen und ueberwinden koennen muss/sollte finde ich stark. Hat eine gute feste Intelligents der Herr so auch einen feinen tiefsinnigen Humor!! Weiter so Herr Scherer. Das andere Geschreibsel und polemische gefasel in den Kommentaren einiger kann man ignorieren. Ist aber lesens und Belaechelns- wert was so einige Hyperwissenschaftler und die die es sein moechten so von sich ge- ben. Selten so geschmunzelt. Dank an alle Beteiligten. Mit freundlichen Gruessen aus Joinville-SC,Brasilien Klaus Prehn m.Frau und Kollegen
@Karl Willnat | 21.09.2007 11:16: Ja, wenn es möglich wäre, würde wohl die AG Evolutionsbiologie vor dem Studium ein Bekenntnis zum Atheismus (besser A-Monotheismus christlicher Prägung; den kriegerischen Islam-Kreationismus scheint sie - fälschlicherweise - als quantité négligeable abzutun...) verlangen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dies ein (heimliches) Ziel dieser "neurömischen" Inqusitionäre ist? Übrigens: Bei den Akademikern, die den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen und die Proklamation der Darwin-Dissidenten (>700 Unterzeichner) zu unterschreiben, sind auch solche, die zur Akademie der Wissenschaften in den USA,Russland, Ungarn und Tschechien gehören oder an Eliteuniversitäten wie Yale oder Princeton studiert haben. Links dazu: www.dissentfromdarwin.org oder www.discovery.org/scripts/viewDB/filesDB-download.php?command=download&id=660 Im Kerngebiet der Himmelskönigin Europa (Synonym für Isis, Astarte, Artemis, Unsere Frau,Nostradamus etc.) herrschen andere Bräuche!
@ Pietro Conciatore | 20.09.2007 20:30: Der Begriff "erziehen" trifft nicht ganz mein Anliegen. Ich wehre mich gegen die "Selbsterhöhung" vieler Wissenschaftler, u.a. auch die Mitglieder der AG Evolutionsbiologie. Sollten deren Angriffe auf gläubige Kollegen wie z.B. Prof. Scherer oder Dr. Lönnig sachlich begründet sein, so müßte man vielen evolutionskritischen Wissenschaftlern den Nobelpreis wieder aberkennen, weil sie ja nicht wissenschaftlich arbeiten können ( siehe http://www.weloennig.de/Nobelpreistraeger.pdf ). Es bleibt abzuwarten, wann sich die AG Evolutionsbiologie dafür einsetzt, daß zukünftig nur solche Personen zu einem wissenschaftlichen Studienabschluß zugelassen werden, die eindeutig einen Schöpfer ablehnen ( sozialistisches Bekennerprinzip ). Die Herren der AG Evolutionsbiologie ( und viele andere, z.B. Prof. Dawkins ) sollten schnellstens eine angemessene Kurskorrektur vornehmen. Deren anmaßende Polemik ist unerträglich.
Ich bewundere Karl Willnat, wie er immer wieder versucht, die Evolutionsgläubigen (Evolutionstheorie bleibt ein Glauben, denn sie lässt sich, genauso wie ID oder Kreationismus, nie empirisch wissenschaftlich beweisen - und Mikroevolution/Variation hat nichts mit Makroevolution zu tun) zu einer fairen, echt wissenschaftlichen Diskussion zu "erziehen". Leider ein hoffnungsloses Unterfangen! Evolutionisten - mittlerweile von unseren politischen New Age-Kirchen gehegt (der Jesuit Pierre Teilhard half anfangs des letzten Jahrhunderts bei der Konstruktion der Piltdown Man Hoax das gottlose Fundament mit zu legen ..) und gestärkt, verstehen nur eines: Kampf, Selektion, Überleben des Stärkeren - neuer - Besser-Angepassten. Das bringt Forschungsgelder der "Römer"! Wahrheit existiert für sie nicht (alles ist heute relativ - nur die Evolutionstheorie nicht?!). Kurz: Wenn ich an die Evolution glaubte, würde ich ein neuer Hitler oder Stalin.mich zum Todes-Gott der Evolution erklären... Howgh.
... Scherer sagt in GEO: „an eine evolutionäre Entstehung der ersten Zelle [muss man] auch [glauben], sogar richtig fest.“ Richard Smalley sagt „Die Evolution hat ihren Todesstoss empfangen [2004]“. Auf Seite 296 von RSG (2/2006 Duncker & Humblot) heißt es: „Könnte der methodologische Reduktionismus mit seiner absoluten Beschränkung aller wissenschaftlichen Erklärungen auf die alleinigen Mittel der Physik und Chemie eventuell in dieser Frage zu kurz greifen?“ Ja, es ist „ganz schön viel Verantwortung“ es steht sehr VIEL auf dem „SPIEL“. Um den Designer/Schöpfer zu „finden“ sollte/müsste ID nicht über ‚DIE Naturwissenschaft’ hinausgehen? Weiter heißt es auf Seite 296 „Wird die Methodik selbst vielleicht derart verabsolutiert, daß sie prinzipiell niemals an ihre Grenzen stoßen und als Methode bei Grenzüberschreitungen falsifiziert werden kann? Dann handelt es sich jedoch in den Bereichen, in denen sich ihre Inadäquatheit abzeichnet, nach unserem Verständnis um ein quasireligiöses Dogma.“
@antje | 19.9.2007 11:16 Auf Seite 295 der "Religion, Staat, Gesellschaft" Ausgabe, wird zur Entstehung des Lebens folgendes ausgeführt: „Die Probleme zu den Hypothesen der naturalistischen Lebensentstehung haben in den letzten 50 Jahren so ungeheuer zugenommen, dass … nach dem Studium einer gründlichen naturwissenschaftlichen Detailkritik aller bis 2004 vorgetragenen Hypothesen“ der Forscher und NOBELPREISTRÄGER Richard Smalley folgende Feststellung machte: "Evolution has just been dealt its death blow. After reading ,Origins of Life’ [2004] with my background in chemistry and physics, it is clear that evolution could not have occurred."” Ist Smalley ein „Gegner der ET nur aus religiös / theologisch geprägter/motivierter Sicht“? Scherer selbst, ist mit Abschlüssen in Chemie und Physik dekoriert - nicht so Kutschera und auch nicht Dawkins, der keine Probleme mit der Ursuppe hat / SIEHT! Warum sieht er keine Probleme? Vermeidet er Fragen, fehlt ihm die Einsicht oder ist er ignorant? ...
@Josef Nachtigall. Ich respektiere sehr, dass es um eine inhaltliche Diskussion gehen sollte. Es kommt auch kein generelles Aber an dieser Stelle. Das Aber ist schwach aber noch eindeutig, außerdem subjektiv (denke, das Hirne es nicht anders können): Mir selbst ist die Evolutionstheorie plausibler - ich lebe in ihrer Selbstverständlichkeit und kann sie aufgr. meiner Sozialisation kaum von außen betrachten - wohl aber diese Außensicht zu simulieren versuchen. Ich habe den Eindruck, dass die meisten Gegner der ET diese nur aus religiös / theologisch geprägter/motivierter Sicht angreifen. Mir pers. ist jedenfalls noch kein Atheist oder nur Agnostiker begegnet, der ID oder ein anderes Konzept vertritt. Ich, Agnostikerin, habe großen Respekt vor positiven Wirkungen von Religiosität - fürchte aber auch deren Auswüchse (geht wohl auch vielen Gläubigen so?). Dies erschwert die Diskussion - wir sind halt nur Menschen - und das ist ganz schön viel Verantwortung
@Antje | 17.09.07 7:47 History teaches men, that manmade ideas are far beyond of god’s ideas. Jean-Baptiste de Lamarck, der 1809 seine Evolutionstheorie niedergeschrieben hatte, ist noch von der Idee einer spontanen Urzeugung ausgegangen. Lumpen, aus denen z.B. Ratten und Mäuse entstehen, etc. Was sind denn das für Argumente? Es erinnrt mich an einen Auszug aus "Religion, Staat, Gesellschaft" (2/2006 bei Duncker & Humblot ISSN 1438-955X) wo es heißt: „In nahezu der gesamten Artikelserie der SZ (u.a.12.07.2005) wie auch im SPIEGEL (52/2005) erfährt der Leser nichts über die tatsächliche INHALTLICHE Auseinandersetzung zwischen Intelligent Design und Evolutionstheorie. …“ Falls sich also jemand tatsächlich für die Argumente und Hintergründe der Thematik interessiert, sollte die Ausgabe nicht unbeachtet lassen. Aus Seite 406 kann man lesen: „Biologisch aktive Membranen, … werden nicht de novo synthetisiert.“ Die Entstehung der Membran ist ein weiteres KARDINALPROBLEM der Evolutionstheorie!
Scherer ist ein toleranter Wissenschaftler, der ideologische Barrieren der Evolutionsanhänger und deren Kritiker (Demokratie oder Diktatur!) sachlich, liebevoll abzubauen versucht. Er macht in seinen Vorträgen immer wieder darauf aufmerksam, dass es auch in der Wissenschaft kein vorurteilsfreies Denken gibt, denn wenn man - aus Nichtwissen - Wissenschaft betreibt, muss man mit Annahmen arbeiten. Z.B. mit der unglaublichen Annahme, dass sich die erste Zelle aus dem Nichts, ohne jegliche/n Information/Schöpfungsanstoss, entwickelt habe. Nicht zufällig nennen Wissenschaftler die Wissenschaft immer wieder den "gegenwärtigen Stand des Irrtums". Scherer wagt nicht, darauf hinzuweisen, dass viele Evolutionstheoretiker von Haus aus "pseudoinitiiert" evolutionsgläubig sind! Ein Auge entsteht nicht aus dem Nichts und Juden/Christen haben nie an eine Scheibenerde geglaubt! Ein "römisches" Zweckmärchen!. Das wissen Geschichtskenner. Evolution = unbeweisbar! 1. Petr. 2,6-8 (Jesus = Gott errettet).
History teaches men, that history teaches men nothing? Folgendes Zitat bezieht sich zwar auf Finger und nicht etwa auf Augen,aber ansonsten klingt es, als sei kaum Zeit vergangen. ", und ihre Doktrinen waren oft mit religiösen Erwägungen unterfüttert. 1766 erläuterte Albrecht von Haller einem befreundeten Naturforscher in einem Brief: 'Es ist sehr gefährlich zuzugeben, daß sich ein Finger aufgrund von zufälligen Umständen gebildet hat. Wenn sich ein Finger selbst bilden kann, dann kann sich auch eine Hand selbst bilden und dann ein Arm und schließlich der ganze Mensch." (Aus Sulloway, F.J. 1999 'Der Rebell der Familie')
"Bislang ging man davon aus, dass nur drei Prozent der DNA effektiv in Proteine übersetzt werden ("Translation") und damit aktiv sind, während 97 Prozent aus nutzloser "Junk-DNA" ... bestehe. Jetzt entdeckten Forscher, die sich zu dem Projekt "Encode" (...) zusammengeschlossen haben, dass auch dieses vermeintlich nutzlose DNA-Material fast vollständig transkribiert wird, das bedeutet in RNA umgeschrieben wird. Dieses Material wird also teilübersetzt, ... Mit der Evolutionstheorie wäre es gut zu vereinbaren, dass funktionslose Relikte aus früheren Entwicklungsphasen weiter bestehen, ... Offensichtlich hat alles, auch das vom Menschen Unverstandene, seinen Sinn und Zweck. ... Die Frage, was überhaupt ein Gen ist, wird wieder zum Gegenstand wissenschafticher Debatte. ... Die Erkenntnisse des Encode-Projekts, an dem Wissenschaftler aus 80 verschiedenen Labors beteiligt sind, zeigen, dass die Vorgänge im Erbmaterial wesentlich komplexer sind als ursprünglich angenommen." (Factum 6/07).
Menschen, die behaupten, Wissenschaft sei vorurteilsfrei und somit frei von jeder Annahme, sind sehr unehrlich. Wenn man nichts Genaues über etwas weiss, muss man sich etwas vorstellen, phantasieren - wie damals Darwin. Und dann hat er es zu beweisen versucht. Leider bis heute erfolglos ... Man sollte bedenken, dass auch der Atheismus eine starke Glaubensform ist! Gott kann man nicht beweisen, aber anhand seiner Geschöpfe, die wir so gerne als Ersatz-Gott "abeten" (z.B. die Natur, da im Besonderen die Sonne = Sol invictus --> schon der aufgeklärte Pontifex Maximus und Augustus Konstantin I. liebte ihn/sie sehr...), ziemlich klar erahnen. Das Genom ist ja auch keine Müllhalde der Evolution und wir haben es immer noch nicht durchschaut. Wissenschaftler werdet bescheiden und tut nicht so, als wüsstest ihr alles! Sonst muss man zu euch in der Retrospektive mal folgendes sagen: "Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden.". Narren sagen ansonsten zwar oft die Wahrheit!
@ GEO-Redaktion: Herzlichen Dank, dass Sie auf den Artikel Kutscheras "Der Kreationismus ist ein florierendes Business" (hat Kutschera Einblick in die Geschäftsbücher anderer Personen?) einen Antwort von Scherer zuließen - das bestärkt mich in der Annahme, dass es in Deutschland doch noch möglich ist, zu einer unzensierten Streitkultur zu finden - seither bekam ich den Eindruck, dass der Dialog zu einem Monolog verkam, besonders wenn es darum ging, Personen als wissenschaftlich oder unwissenschaftlich hinzustellen. In dem Grenzgebiet der Ursprünge begegnen sich Naturwissenschaft und Philosophie. Es ist nicht entscheidend welchen Glaubenssatz man wählt - den atheistischen oder theistischen - um als wissenschaftlich zu gelten, sondern ob man sich des naturwissenschaftlichen Instrumentariums bedient. Ansonsten hätten manche der Väter der Naturwissenschaften wie Newton, Kepler, Mendel oder Planck ihre Arbeit niederlegen müssen, denn Sie trugen ein theistisches Vorzeichen.
ja, es scheint für die Verarbeitung schon schwierig zu sein, wenn man über das eigene (und der eigenen Art eigene) Wahrnehmungssystem urteilen soll. Für mich hat sich Religiosität evolutionär entwickelt. Ich halte eine teleologische Komponente für nicht plausibel. Und wenn Reliogiosität über Wissenschaft urteilen soll, die sich ebenso entwickelt hat - als ein Geschwisterkind, das sich abgrenzen muss - kann es kaum eine Vereinigung geben. Ich halte den falsifizierbaren Weg vorerst für den klügeren. Und es kann ganz schön klug sein, zu glauben, wenn man sicher weiß - es gibt keine physikalische Rettung. Glauben kann serh hilfreich sein. Wenn man es denn kann. Und das ist wohl eine ehr oder weniger gut ausgeprägte Eigenschaft persönlicher Hirne. Wer sie nicht hat, dem scheint es Blödsinn. Wer sie hat, gibt sie nicht auf- warum auch?
@ Burger, das war wohl ein Eigentor?! Ihr Anspruch auf Argumente setzt vor allem voraus,daß man erst einmal lesen und begreifen lernen muß und Verungimpfungen sein läßt.
WOBX121 : Mein Anliegen ist nicht, an dieser Stelle Beweise gegen die ET zu bringen. Es soll lediglich darauf hingewiesen werden, daß gläubige Wissenschaftler nicht automatisch als untauglich hingestellt werden dürfen, nur weil sie eine religiöse Auffassung haben, Auf alle Fälle dürften die hier von mir genannten zu solchen gehören, die sehr differenziert ihre Position darlegen können,
Lieber Herr Eberhard, ich möchte noch eine Ergänzung bringen. Eine Reihe von Nobelpreisträgern hat sich zu "Intilligent Design" positiv geäußert in der Hinsicht, daß sie einen Schöpfer für das Universum nicht ausklammern können. Es handelt sich um Wissenschaftler wie Carl Friedrich von Weizsäcker, Richard Faynman, Hans Spemann und v.a.m. Eine ausführliche Auflistung finden Sie unter http://www.weloennig.de/Nobelpreistraeger.pdf Solche Wissenschaftler, die Spitzenleistungen auf ihrem Gebiet vollbracht haben, dürfen nicht ignoriert werden. Sie sind ernst zu nehmen. Es ist normal, daß die ET Kritiker hat, wir sollten ihren wissenschaftlichen Vorstellungen offen begegnen.
@ Eberhard Zu ner Diskussion gehört normal soetwas wie Argumente und sachlicher Stil und nicht pauschalisierende Beleidigungen wie Vergleiche von Evolutionskritikern mit Inquisition oder zu behaupten, jeder der an einen Gott glaube gehöre ins Mittelalter (mal von der sinnfreien Behauptung abgesehen, die Wissenschaft könne Übernatürliches widerlegen). Unsachlicher geht's wohl kaum oder? Also hätte ihr Abschiedsspruch wohl besser: "Ich ziehe mich hier zurück" heißen müssen, denn eine Diskussion haben sie keineswegs geführt. Über Evolution könnte man sinnvolle Streitgespräche führen (vgl "Streitfall Evolution ISBN-10: 3804713637"), wenn sich alle Diskussionsteilnehmer an die Regeln eines solchen halten. Wer beleidigend und persönlich wird zeigt eigentlich nur, dass er argumentativ mit dem Rücken zur Wand steht.
Lieber WOPX121, Deine Auffassung deckt sich ganz und gar mit der Meinigen! Und damit klinkle ich mich aus der Diskussion aus, weil alles gesagt ist.
Immer wieder wird auf verschiedensten Ebenen über die Vermischung von Wissenschaft und Religion diskutiert. Die Kreationsgeschichte kann jedoch nicht mit der Evolutionstheorie konkurrieren. Gewitter, Erdbeben, das Auf- und Untergehen der Sonne sind alles Ereignisse für die früher eine Gottheit verantwortlich gemacht wurde, die mittlerweile aber wissenschaftlich erklärt werden können. Die Prominenz der Kreationisten scheint immer mehr auf die Angst vor der vollkommenen ‚Trivialisierung’ kirchlich postulierter ‚Fakten’ zu gründen. Wie bereits gesagt: sollten wir die Kreation als ‚Fakt’ akzeptieren, so verschließen wir uns damit die Möglichkeit, den Ursprung des Lebens herzuleiten und zu beweisen. Denn was man schon weiß, dass braucht man nicht zu überprüfen! Der Unterschied zwischen Wissenschaft und religiösem Gauben liegt darin, dass die Wissenschaft nicht eine Theorie oder Geschichte (Hypothese) einfach akzeptiert, sondern sie ständig zu be-/widerlegen oder zu erweitern sucht!
@ Karl W: den Status einer 'heiligen Kuh' darf gar nichts erhalten! Aber wie 'Lutz' schon sagte: bitte mit handfesten Beweisen argumentieren. Einfache Lücken in der Evolutionstheorie reichten nicht aus. Da sind die Lücken in der Kreationsgeschichte nämlich doch erheblich größer... @ Stefan: Dann müssen wir auch darüber reden, wie plausibel die Kreationsgeschichte ist. Über etwas 'reden können' muss man, jedoch muss man eben auch realistisch bei der Bewertung von Argumenten bleiben! Das Problem scheint immer mehr auf eine essentielle Frage zu deuten: wie tolerant ist man gegenüber Intoleranz? Wann ist Intoleranz tolerierbar? Persönlich glaube ich tolerant zu sein, wenn aber eine Theorie, für die es immer wieder neue Indizien und Beweise gibt durch eine erzählte Geschichte verdrängt werden soll, dann müssen die Beweise immer wieder dargelegt werden und die Intoleranz gegenüber dieser Beweise auch dargestellt werden. Was ist hier die wahre Intoleranz?
Sehr geehrter Herr Eberhard, ich möchte noch einmal etwas zu religiösen Wissenschftlern sagen. Wenn solche Menschen aufgrund ihrer Glaubensauffassung automatisch unswissenschaftlich sind, sollte man ihnen einfach einen Hochschulabschluß verweigern. Eine persönliche Befragung vor der Abschlußprüfung könnte die erforderliche Klärung bringen. Das entspräche natürlich nicht unserer aufgeklärten Gesellschaft. Betrachtet man solche Menschen einmal differenzierter und analysiert nur deren wissenschaftlichen Ergebnisse, so stellt man fest, daß gläubige Wissenschaftler oft interessante Erkenntnisse haben, die in der Wisschenschaft nicht fehlen dürfen. Ich halte Prof. Scherer für eine Person, die äußerst wissenschaftlich differenziert denkt und argumentiert. Ich empfehle, seine Publikationen zu studieren, auch wenn er kritisch gegenüber der Evolutionstheorie ist. Die ET darf absolut nicht den Status einer "heiligen Kuh" haben.
@radolfos 06.09.2007 22:10. „Die Sexualität ist das Kardinalproblem der Evolutionsbiologie.“ Diese Worte stammen nicht aus der Feder eines Kreationisten, sondern eines, anscheinend nicht verbohrten, Evolutionisten (Professor Graham Bell - „The Masterpiece of Nature“)! Wenn Sie etwas tiefer in die Materie einsteigen möchten, empfehle ich (auch anderen) das Thema Meiose zu studieren. http://de.wikipedia.org/wiki/Meiose hat die biologische Bedeutung erkannt (?) und sicherlich ermöglicht dieses „Verfahren“ eine schnellere Mikro-Evolution, damit habe ich kein Problem. Das „Kardinalproblem“ mit der Meiose ist z. B. ihr Ursprung. Es gibt kein Modell das auch nur annähernd eine „vernünftige“ Erklärung bietet. „Der gesamte Vorgang liegt BIS JETZT im Dunkeln“ Science News vom 8. September 1984 schrieb Bezug nehmend auf den damaligen Stand der Erkenntnis/Forschung: „Darwin könnte es heute geschrieben haben.“ Darum immer noch meine Bitte: Wie ist der Stand der Dinge heute? Bitte mit Quellenangabe.
@ radolfos | 09.09.2007 09:50. Wie wertvoll und fruchtbar eine richtige Diskussion sein kann, verdeutlicht eine weitere wissenschaftliche Zeitschrift - "Religion, Staat, Gesellschaft" 2/2006 erschienen Juni 2007. ALLE Meinungen kommen ausführlich zu Wort. Das Journal wird gerade, vom selben Verlag (Duncker & Humblot GmbH), nachgedruckt (darum auf der Website nicht auffindbar, kann aber im Buchhandel bestellt werden). Einen kleinen Einblick in die Beiträge bietet z. B. http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/06/neue-publikation-zu-id.html
@Eberhard | 04.09.2007 08:56: Vielen Dank für den Appell an mich und uns alle hier, dass, wie Sie schreiben, "ein Disput über Realität und Glauben" nicht zu führen ist. Als Wissenschaftler bin ich verpflichtet sachlich zu bleiben. So erwartet niemand, dass ich mit den mir hier verfügbaren 1000 Zeichen die Evolution und erst recht nicht mit einem einzelnen oder einer Kette von Argumenten "zu Fall bringe" - Ihre Wortwahl aufgreifend. Mein Hinweis war: Ich stoße auf Argumente, die mich auffordern, die Varianten an Evolutionsmodellen kritischer zu prüfen, als ich sie gelehrt wurde. Ein Bsp. für Sie: Warum liefern mir parallele radiometrische Datierungen einer Probe mit Alpha- und Beta-Zerfällen verschiedene Alter? Ich finde das anregend, bereichernd. Nun rüttelt das nicht an der Stratigrapie, also werde ich so keine der Erdgeschichte-Varianten zu Fall bringen; eine Klärung suchen ist dann dran: Methoden, Modelle, Fehler...? Kritisch sein ist doch kein Widerspruch zur Evolution?
Die quasi von oben (römisch-maurerische Hierarchie mit ihrem Pontifex Maximus oder M.B.A.V.) unterstützten Evolutionstheoretiker, die Herr Prof. Scherer - etwas in Angst geraten durch den "neurömischen" Kettenhund Kutschera - etwas auf den Arm nimmt, sind am besten mit der aktuellen Inquisition des Islams via "Heiligen Krieg" gegen alle Un- und Andersgläubigen (Kuffaren) zu vergleichen. Man muss sich nur schon das verkniffene Gesicht von Prof. Kutschera ansehen, und dann sieht man, dass dieser Mann nicht mit sich spassen lässt und meint, die göttliche Weisheit zu besitzen - wie neben den Moslems immer noch der Vatikan, der am 20.7.1933 mit der streng evolutionsgläubigen Hierarchie Nazi-Deutschlands das Konkordat, den Übereinstimmungsvertrag (noch gültig!)schloss... Viele Leute glauben wegen der billig kolportierten wissenschaftlichen Märchen der Katholiken (nicht des Christentums!) nicht an ein Schöpfung, obwohl sie wissen, dass nichts aus Nichts entsteht, nicht einmal eine Lawine...
Ich hoffe Geo hört mit seinem Kreationismus auf und widmet sich lieber den viel wichtiger en Erkenntnisen der Pastafari nachzulesen auf http://www.venganza.org/ --- der offiziellen Webseite der Church of the Flying Spaghetti Monster
Herrje, ist es denn wirklich so schwer? Hat man handfeste Beweise gegen die ET, so veröffentlicht man sie in einer wissenschaftlichen Zeitschrift. Ansonsten sehe ich keinen Bedarf "mal darüber zu reden" - das ist reine Effekthascherei und klingt eher nach einem Besuch von Zeugen Jehovas. GEO sollte sich sowas eigendlich bewusst sein... schade.
Wahrheit, guter Mann, was ist denn das? Sie *glauben* an eine verkündete "Wahrheit"? Nun, es kann Ihrer Meinung nach nicht zwei Wahrheiten geben? Das kann man auch anders sehen:"Der Geltungsanspruch der Wahrheit einer Aussage wird im Diskurs eingelöst. Die Einlösung erfolgt im Konsens, der aber kein zufälliger, sondern ein begründeter Konsens sein muss [...]" (http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit#Intersubjektivit.C3.A4tstheorien) Was für den einen wahr ist, mag dem anderen nicht (gut genug) begründet oder gar nicht begründbar sein. Mir fällt da das hübsche scholastische Paradoxon aus dem Mittelalter ein: Kann der allwissende und allmächtige Gott einen Kasten erschaffen, ohne zu wissen, was darin enthalten ist? Nun für unsere tollen Augen und die der Fliege hat es Ihrer Meinung ja wohl gelangt, aber an diesem Kästchen würde sich Jahwe vermutlich die Zähne ausbeißen. Aber mal ohne Spott: Worauf wollen Sie eigentlich hinaus, Herr Nachtigall? Auf billigen Kreationismus? So hört sichs an.
In dem Werk schreibt Neuweiler auf Seite 352 „Die Strukturentwicklung vom einfachen Gruben- zum komplexen Linsenauge wird oft als Beispiel einer progressiven Evolutionsfolge dargestellt. In der Stammesgeschichte war jedoch keines der einfacheren Augen die Voraussetzung für die Entstehung der komplexeren.“ Seite 357 „Die erstaunliche Vielfalt der Augen bei der kleinen Zahl untersuchter Arten lässt den Erfindungsreichtum erahnen, mit der dieser Tierstamm seine Lebensräume erobert hat.“ Seite 349 „Die Entwicklung zum Linsenauge Unter dem evolutiven Druck zum Bildsehen organisieren sich bei den meisten Tieren die Photorezeptoren zu einer Retina.“ Erfindet Evolution? Woher soll in einer nicht teleologischen Evolution ein „evolutiver Druck zum Bildsehen“ entstehen? Warum sind Primaten Trichromaten? Seite 483 „1. Vorliebe für Früchte 2. Dunkel reifender Früchte in Afrika 3. leichte Mutierbarkeit von Rhodopsingenen 4. Verschaltung einzelner Zapfen für maximale räumliche Auflösung in der Fovea“
Ein Thema liegt mir noch am Herzen: Das AUGE. Oft als Beispiel, sowohl für die Evolution, als auch für die Genialität eines Designers diskutiert/angeführt. Gibt es den eine Möglichkeit „DIE WAHRHEIT“ zu ermitteln? Nicht mit 1000 Anschlägen. Doch ein Professor möge mir verzeihen wenn ich einiges aus seinem Buch zitiere. „Vergleichende Tierphysiologie, Band 1, Neuro- und Sinnesphysiologie“ Springer (2003) Im Vorwort heißt es „Ich verweise immer wieder auf den Satz von Konrad Lorenz, wonach ein Maulwurf erst einmal die Idee gehabt haben müsse zu graben, bevor sich seine Vorderbeine in Grabschaufeln umwandeln konnten.“ „Die in die Kapitel eingestreuten Beispiele sollen an eindrucksvollen Spezialisierungen neurosensorischer und motorischer Systeme den nie versiegenden Einfallsreichtum und das konstruktive Raffinement des Zusammenspiels von Umwelt und Organismus demonstrieren.“ (Seite 351) „Tiere die sowohl im Wasser als auch in der Luft gut sehen wollen, müssen sich etwas einfallen lassen.“
Liebes Geo Magazin lassen Sie es doch bleiben den Kreationismus in Ihren Heften oder Web Seiten zu diskutieren. Und wenn es schon eine Schöpfungslehre gibt, dann doch bitte die der Osterinselmenschen - oder der Mayas oder der Ägypter - ich meine Auswahl hätten wir doch genug - das das Buch mit den meisten Greueltaten immer dafür herhalten muss finde ich ja doppelt absurd!
Der Papst sagte heute: "Wir brauchen Wahrheit" sonst "kann der [Mensch] auch nicht letztlich Gut und Böse unterscheiden." http://www.br-online.de/papst/teaser-re-li/benedikt-oesterreich-mariazell-messe.xml Es kann allerdings nicht zwei Wahrheiten geben! Eentweder ist der Mensch erschaffen oder nicht. Jesus der gemäß Johannes Evangelium Kapitel 17 Vers 17 Gottes Wort als die Wahrheit anerkannt sagte auch folgendes: „Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat?“ (EÜ 1980) Die Größe eines Menschen sollte „an dem was er hinterlasse gemessen werden“ gem. H. G. Wells – einem Historiker. Er, erkannte an: „Daran gemessen, steht Jesus an erster Stelle.“ Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen sei noch folgendes erwähnt: (Mahatma) Gandhi, ein Hindu, fühlte sich veranlasst zu sagen: „Ich liebe Christus, verachte aber die Christen, weil sie nicht wie Christus leben.“ Darum bitte nicht die Kirchen (Inquisition) mit GOTT/Bibel verwechseln!
Lieber Eberhard (7.9.07, 18:55) Ich stimme voll zu. Es fehlt nur noch die Ergänzung: Nur heute trägt sie nicht mehr den Namen "Inqisition", sondern Evolutionstheorie. Ihre Anhänger sind noch unduldsamer als die Kirche damals.
1) Ich war kurz davor, mein GEO-Abo zu kündigen: Seit Jahren lese ich diese Zeitschrift sehr gerne und viel Gewinn. Als ich aber sehen musste, dass Kutschera Herrn Scherer einfach so als "Landwirt" abtat und das veröffentlicht wurde, konnte ich es kaum glauben. Scherer ist nach Kutscheras Darstellung ja nichtmal ein richtiger WIssenschaftler und wer seine peer-reviewten Fachveröffentlichungen zitiert gerät in Verdacht, "biblisch begründeten Anti-Evolutionismus" zu vertreten (http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/08/sommerloch-von-wegen_28.html). Die Veröffentlichung dieser Gegendarstellung (bzw. dieses kleinen, in Anbetracht der Verleumdungen erfrischend humorvollen Kommentars), hat mich dazu bewogen, GEO auch weiterhin zu unterstützen. 2) Eine Diskussion über den Status der Forschung um molekulare Makroevolutionsmechanismen würde ich sehr begrüßen - auch wenn ein Professor wie Kutschera, der Rufmord in dieser Größenordnung betreitbt, kaum so viel Fairness verdient hat.
Die Inquisition marschiert wieder und einige Wissenschaftler (bewußt oder unbewußt) tun mit!
Wissenschaft ist nicht Religion und Religion ist nicht Wissenschaft. Wenn die Religion (in Gestalt der katholischen Kirche) recht hätte, wäre die Erde immer noch eine Scheibe, Wal(fische) würden Menschen verschlucken (wie den Propheten Jonas) und die Sonne würde sich immer noch um die Erde drehen. Die Wissenschaft hat durch Keppler und Galilei bewiesen, dass die Religion unrecht hat. Die katholische Kirche hat mehr als 400 Jahre gebraucht, um endlich zu akzeptieren (???) dass sie unrecht hat und dass die Wissenschaft recht hat. Trotzdem hat sie nicht ihr Unrecht bekannt und Galilei rehabilitiert, sondern Papst Johannes Paul II. hat nur verlauten lassen, dass die Differenzen zwischen der Kirche und Galilei überwunden seien. Wenn die Kirche bekennen würde, dass die Erzählungen der Bibel nur die teilweise fehlerhafte Wiedergabe menschlicher Vorstellungen von einer Erschaffung der Welt wären, aber keine religiöse Wahrheit, würde sie doch ihre Macht über die Menschen verlieren.
@joe.nightinggale: Wo ist das Problem mit der Sexualität? Man nehme ein halbwegs funktionstüchtiges Exemplar einer beliebigen Spezies geringer Komplexität und lasse es per Parthogenese Klone seiner selbst herstellen - möglichst viele, damit auch welche den natürlichen Feinden entkommen; perfekt! Die Masse macht's - irgendein Einzeller wird schon überleben. Aber was macht man mit komplexen Organismen wie Säugetieren? Parthogenese? Absurd! Wer sollte das Tierchen seiner Komplexität angemessen "erziehen", wer es mit Nahrung versorgen, bis es selbst soweit ist? Dazu kommt: Wenn Ihre Mutter Sie per Jungfrauengeburt reproduziert hätte, wo wären die vielen positiven Eigenschafften, die Sie von Ihrem Vater, respektive Großvater väterlicherseits mitbekommen haben (An der Wiege: "Ganz der OPA!")? Variatio delectat! Aber die geht einfacher und effektiver durch Befruchtung als durch Mutation. Also wo liegt das Problem mit der Sexualität?
"Hat man handfeste Beweise gegen die ET, so veröffentlicht man sie in einer wissenschaftlichen Zeitschrift." Yepp, das geschieht ja auch, wenn auch nicht unter der Rubrik "handfeste Beweise gegen die ET". Dafür ist die ET viel zu flexibel. Es kann immer nur um die Frage gehen, wie plausibel evolutionstheoretische Hypothesen sind, nicht um "handfestes" Beweisen oder Widerlegen. Und darüber muss man reden können.
Man kann die ganze Sache auch so sehen: Wer die Evolutionstheorie vertritt, verfügt nur über EINE Erkenntnisquelle, nämlich von Menschen entdeckte Fakten, die dann in völlig unterschiedlicher Art von dem einen oder andern mit menschlichen Meinungen oder Ansichten zu einem Ganzen verknüpft werden und sich ständig ändern. Wer an Gott glaubt, an eine erfahrbare höhere Intelligenz, dem öffnet sich eine ZWEITE Erkenntnisebene. Er hat also gegenüber dem Ersteren einen Vorteil. Dieser Vorteil ist aber auch mit Verantwortung verbunden. Wer nur an Gott glaubt, steht genau so da wie der Evolutionist. Er hat nur eine Erkenntnisquelle.
Werter Thomas Herzog, wenn Sie als Wissenschaftler (ich nehme mal an ,daß Sie ein solcher sind) auf Widersprüche in der Evolutionstheorie (warum Evolutionsmodell?) stoßen, müßten Sie die Theorie doch zu Fall bringen können. Davon habe ich allerdings noch nichts gehört. Ist es nicht vielmehr so, daß manche "Fakten" auf weiteren Erkenntnisgewinn warten. Wenn Sie eine Diskussion über Evolution und Kreationismus als Objektivität bezeichnen, dann ist es ein Disput über Realität und Glauben und der ist bekanntlich nicht zu führen!
Ach so, das Kopfzerbrechen Darwins lag in seiner eigenen Frage begründet: „Warum werden neue Individuen durch die Vereinigung zweier geschlechtlicher Elemente hervorgebracht statt durch den Prozess der Parthenogenese (wie bei Einzellern - ungeschlechtlich)?“ Text in Klammer zum besseren Verständnis - nicht von Darwin. Hab auch noch einen dritten Professor, Professor John Maynard Smith. 1978 äußerte er folgendes über seine eigene schematische Darstellung über den Ursprung der Sexualität: „Das ist die beste Aufstellung, die ich anbieten kann.“ Selbstkritisch gelangter er jedoch zu folgender Einsicht „Ich kann nicht behaupten, dass ich von dieser Erklärung fest überzeugt bin.“ Hiermit vorerst genug zum Thema: „Kardinalproblem der Evolutionsbiologie“.
Naja, alle guten Dinge sind drei. Noch ein Professor, Professor George C. Williams. Im Vorwort seines Werkes "Sex and Evolution" (1975) sagt er folgendes: „Dieses Buch ist aus der Überzeugung heraus geschrieben worden, dass die weite Verbreitung der geschlechtlichen Fortpflanzung bei höheren Pflanzen und Tieren mit der heutigen Evolutionstheorie unvereinbar ist.“
Ach ja, da war noch ein Professor, Professor Graham Bell. Er schrieb in einem Buch mit dem folgenden beachtenswerten Titel: „The Masterpiece of Nature: The Evolution and Genetics of Sexuality“ folgendes „Die Sexualität ist das Kardinalproblem der Evolutionsbiologie“ und „Es scheint, dass einige der grundlegendsten Fragen in der Evolutionsbiologie noch gar nicht gestellt wurden“
Der Redaktionsleiter hat einen Austausch von Argumenten vorgeschlagen. Dann fangen wir mal an: Über die sexuale Fortpflanzung schrieb Charles Darwin im Jahre 1862 folgendes: „Über die eigentliche Ursache der Sexualität, wissen wir überhaupt nichts – NOCH NICHT“ „Der gesamte Vorgang liegt BIS JETZT im Dunkeln“ Science News vom 8. September 1984 schrieb Bezug nehmend auf den damaligen Stand der Erkenntnis/Forschung: „Darwin könnte es heute geschrieben haben.“ Wie ist der Stand der Dinge heute? Bitte mit Quellenangabe.
Man kann es kaum glauben, daß sich eine Wissenschaftszeitschrift wie die GEO dazu hergibt, für die sogenannte freie Meinungsäußerung, den Kreationisten für deren Schwachsinn ein Forum zu bieten. Es zeigt aber auch andererseits, wie es um die Bildung in der westlichen Welt und insbesondere in Deutschland (west) bestellt ist! Wer im 21.Jahrhundert immer noch an eine überirdische Intelligenz glaubt, muß wohl ganz bewußt alle wissenschaftlichen Erkenntnisse in Frage negieren und fällt ins tiefste, kirchlich dogtrinierte Mittelalter zurück. Aber genau diese Einfalt braucht die dekadente westliche Welt bei ihren Bürgern, um sie noch besser beherrschen zun können. Eberhard
Man kann es kaum glauben, dass es in unserer heutigen aufgeklärten, demokratischen Gesellschaft noch so mittelalterlich-dogmatisch verbohrte Diktatoren wie Eberhard (5.9.07, 15:17) gibt, die ihre eigene Unfähigkeit zu sachlicher Diskussion dadurch vertuschen wollen, indem sie Andersdenkenden den Mund verbieten wollen. Aber das zeigt einwandfrei, dass Evolution nicht nur eine wissenschaftliche, sondern stärker noch eine Sache des Glaubens, der Vermutungen und der Annahmen ist.
Hand aufs Herz: Alle, die wir in der Forschung arbeiten, stolpern hin und wieder über Fakten, die nicht mit einem Evolutionsmodell zusammenpassen. Objektivität ist Teil unseres Ethos und in diesem Fall eine spannende Herausforderung über unseren Tellerrand des Gelernten oder Bekannten hinauszublicken. Das bringt weiter. "Eberhard | 02.09.2007 11:42" oder Prof. Kutschera verpönen diese Objektivität als religiösen Fundamentalismus oder mittelalterlich. Eine unglaubliche Reaktion, das freie Denken so gleichschalten zu wollen. Diese Hysterie schadet und treibt jeglichen üblen Spuk voran. Sachlichkeit ist das Maß. Gerade hier liegt Prof. Scherers Stärke, dass er seine persönliche Religiösität von der fachlichen Arbeit trennen kann (s. Link zu seiner Homepage); allein seine Rhetorik ist balsam, nachdem ich zuerst Prof. Kutscheras militaristische Worte gelesen habe. Wer schreit, hat nicht immer recht. Wehe uns, wir würden anfangen, uns gegenseitig das Reden und Schreiben zu verbieten!
Als Quintessenz der ganzen Diskussion entnehme ich, dass es nicht nachgewiesen ist, wie sich die DNA gebildet hat. Das heißt also weil es sich viele Leute (inklusive Wissenschaftler) nicht vorstellen können, muß ein kreativer Schöpfer dahinterstehen? Richtig! Und dieser "kreative Schöpfer" heißt "Natur". Im Grude lassen sich alle Gesetzmäßigkeiten in der Natur durch die Physik beschreiben. Das große Stichwort zum betrachteten Problem heißt meiner Meinung nach "Selbstorganisation". Es gibt unzählige Arbeiten in Physik und Chemie zur Selbsorganisation in der Natur. Nimmt man also die natürliche Fähigkeit der Selbsorganisation und läßt der Natur 2-3 Milliarden Jahre Zeit, ist die Entstehung von DNA und Leben quasi aus dem Nichts unbedingt vorstellbar! Das Problem bei der ganzen Diskussion ist wohl einfach die unvorstellbar lange Zeit und die unvorstellbar vielen Moleküle, die beteiligt waren...
Noch ein Beleg für die Existenz eines 7,5 Millionen Jahre alten Homo sapiens: M. Verworn, ein Anhänger der Evolutionslehre, beschrieb Werkzeuge aus dem Ober-Miozän Frankreichs (heute mit 7-8 Ma angegeben). Er diskutierte sehr kritisch welche Kriterien ein von Menschen hergestelltes Steinwerkzeug aufweisen sollte. Anfangs zweifelte er wegen des hohen Alters am Werkzeugcharakter der Feuersteine, denn sie waren im gleichen Schichtverband wie obermiozäne Säugetier-Leitfossilien gefunden worden (z.B. das dreizehige pferdeähnliche Hippotherium). Er änderte aber aufgrund eigener Grabungen seine Auffassung: „Derartig völlig einwandfreie Stücke habe ich nun in größerer Anzahl am Puy de Boudieu eigenhändig aus der ungestörten Schicht genommen. Damit ist der unerschütterliche Beweis für die Existenz von feuersteinschlagenden Wesen im Ausgang der Miozänzeit geliefert“ (Verworn M 1905, 29f.) .
Tiere, speziell mal die Affen, haben keine Religion. Wozu auch? Der Glaube und die Religion fangen erst da an, wo das Erklärbare aufhört. Der Mensch hat das blöde Bedürfnis, alles erklären zu müssen. Daher gibt es das Gebilde, welches wir Theorie nennen. Wenn Evolution tatsächlich geschieht, dann in einer Zeitspanne, deren Verständnis sich vielen entziehen mag. Evolution ist also pre se kaum begreifbar und Beweise für die Evolution liegen natürlich nur indirekt vor. Die Kreation läßt sich ebenso schwer vermitteln, da auch hier klare Daten fehlen. Vielleicht gibt es den Menschen erst seit knapp 10.000 Jahren? Folgender Anachronismus würde uns alle retten: der Fund eines 7.5 Millionen Jahre alten Homo sapiens sapiens. Der wäre sowohl mit Darwin als auch mit dem rezenten Gott nicht wirklich zu erklären. Ich freu mich drauf. Alternativ wäre doch ein Testsystem ganz toll, in dem man die Enstehung der Arten verfolgen könnte. Wie fernsehen quasi.
@Michael Hoffmann. Belegen für die Existenz eines 7,5 Millionen Jahre alten Homo sapiens. Voila: A. Rutot , Spezialist für Urgeschichte und Geologe am Museum für Naturgeschichte in Brüssel, hatte Werkzeuge aus dem Ober-Oligozän Belgiens (25-30 Ma alt) ausgegraben. Er wies auf die große Ähnlichkeit dieser beschlagenen Feuersteine mit Werkzeugen der heutigen Steinzeitkultur Tasmaniens hin. Bereits im Ober-Oligozän hatte das vorrückende Meer die fossilen Werkzeuge zugedeckt, denn in den Meeressanden wurden ober-oligozäne Leitfossilien entdeckt. Rutot war Anhänger der Evolutionslehre. Deshalb bezeichnete er es bereits im Titel seines Aufsatzes als „gravierendes Problem“, dass in derart alten Schichten Feuersteine vorkommen, die der Steinwerkzeug-Industrie der heutigen Tasmanier außerordentlich ähneln. Dennoch kam er nicht umhin, festzustellen: „In Wahrheit stimmen beide Industrien, vergleicht man sie miteinander, exakt überein“ (Rutot A 1907, 468).
Herr/Frau Eberhard legt den Finger auf eine wunde Stelle der Diskussion: Wurde die Evolutionstheorie mit wissenschaftlicher Methodik widerlegt? Eine Antwort auf die Frage ist schlichtweg nicht möglich, weil sie von falschen Prämissen ausgeht. Erstens gibt es die eine "Evolutionstheorie" nicht, sondern eine beträchtliche Anzahl von "Theorien" insbesondere auf der Ebene der Mechanismen. Zweitens stellt jede "Evolutionstheorie" eine historische Rekonstruktion dar, die Daten und Befunde der biologischen Primärforschung (Genetik, vergleichende Anatomie, Embryologie, ...) retrospektiv in einen wahrscheinlichen Zusammenhang bringt. Die Widerlegung und der Beweis einer der Evolutionstheorien erfolgt daher nicht über den Weg der experimentellen Forschung sondern allein durch das Darlegen und Verteidigen von Plausibilitätsargumenten unter Rückgriff auf das bekannte biologische Wissen. Das Paradigma "Evolution" gibt der Biologie Sinn, aber dieses Paradigma ist nicht allein sinnstiftend.
Sehr geehrter Herr Willnat, ich bin sehr erfreut mit einem realistisch denkenden Menschen in einen Meinungsaustausch zu kommen. Allerdings vertrete ich den Standpunkt, daß die Evolution ganz allgemein betrachtet ein Tatsache ist. Ich meine aber nicht nur die biologische Evolution, sondern die kosmische mit all ihren uns bekannten Ausprägungen. Von diesem Ansatz ausgehend, sehe ich nicht, daß der Kreationismus auch nur eine mit den Naturwissenschaften vereinbare Erkenntnis anbietet. Man muß doch nicht eine ideelle "Schöpfung" bemühen, wenn die Unerschöpflichkeit der Materie (Friedrich Engels) eine stete Grenze für die menschliche Erkenntnis darstellt. Und die bisherigen Erkenntnisse der Quanten-u.Elementarteilchenphysik zeigen dies doch recht eindrucksvoll. Noch eine Bemerkung zu Prof. Scherer: Ich halte nicht viel von Wissenschaftlern, insbesondere von lehrenden, welche behaupten nach wissenschaftlichen Kriterien zu arbeiten und zu lehren, aber gleichzeitig ihre Religiösität betonen.
Auch Schreibfehler passieren: Ich meinte natürlich, die gegentseitige Meinung nicht ins Lächerliche ziehen.
Sehr geehrter Herr Eberhard, ich möchte Ihnen gerne eine andere Position darlegen. Das Ergebnis wissenschaftlicher Untersuchungen kann durchaus zum plausiblen Schluß führen, daß Evolution im bekannten Ablauf nicht stattgefunden haben kann. Solch ein Ergebnis kann unabhängig von der persönlichen Auffassung eines Wissenschaftlers zustande kommen. Unabhängig davon, welche Erklärung für die Entstehung des Lebens man findet, sollte man die gegenseitige Meinung ins lächerliche ziehen, sie verdient ihre Würdigung.
Liebe(r) (Herr oder Frau) Eberhard, was ist von einem Vorsitzenden der AG Evolutionsbiologie zu halten, der systematisch Schwächen, Lücken und Widersprüche in der oder den Evolutionstheorien mit der wissenschaftsfremden Bemerkung „Evolution ist ein Tatsache“ abtut und Evolutionstheoriekritiker systematisch als inkompetente Scharlatane diffamiert. Da sind mir doch die Kreationisten lieber, die zu recht penetrant auf gravierende Defizite in den gängigen Evolutionstheorien hinweisen. Lieber, weil sie eine allzu selbstgewisse und selbstzufriedene evolutionsboilogische Forschungsgemeinde irritieren, ein Gemeinde, die in großen Teilen nur noch damit beschäftigt ist, ihre zwischenzeitlich in die Jahre gekommenen neodarwinistischen Lorbeeren zu entstauben und zu polieren.
Schön, auch als nicht-Kreationist habe ich Kutscheras Falschaussagen kaum auf dieser, von mir sonst sehr geschätzten, Seite ertragen. Da wird Scherer glatt sein Status als anerkannter Wissenschaftler aberkannt! An anderer Stelle hat Kutschera schon behauptet, Scherer habe seine Professur durch Betrug bekommen - stattdessen war die hausinterne Berufung durch international anerkannte Expertise begründet. Daher stammt auch seine Stipendien, seinen Forschungspreis der Firma Byk. und nicht zuletzt sein "Otto von Guericke“ sowie den "Gute-Lehre-Preis“. Kutschera scheint mir ein wenig eifersüchtig zu sein. Ebenso wie beim Genetiker Dr. Lönnig, dessen Webseite er einst versuchte sperren zu lassen und dessen Beförderung er kaum ertrug.
In einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass nicht nur H. Kutschera als Vertreter des etablierten Glaubens an die Evolution zu Wort kommt, sondern auch alternative Standpunkte offen, fair und gleichberechtigt veröffentlicht werden. Leider hat es den Anschein, dass wir von diesem Ideal selbst bei GEO.de noch weit entfernt sind wenn man die Veröffentlichung der unsachlichen und diffamierenden Äußerungen Kutscheras zum Maßstab nimmt. Lobenswert, dass GEO.de mit der Veröffentlichung dieses Artikels zeigt, dass Fairness und Toleranz doch noch nicht ganz vergessen sind.
Kreationismus hat mit Wissenschaft nichts zu tun, Evolution ist ein Konzept, dessen einzelne Bestandteile größtenteils wissenschaftlich belegt sind. Der Fakt, dass es Lücken, z.B. in der Erklärung der Entstehung des Lebens, gibt, bringt nicht das gesamte Konzept zum Einsturz. Im Gegensatz zum Kreationismus – egal in welcher Form und Ausprägung – wird an Beweisen für die Evolution weiter geforscht. Dazu gehört auch die Entstehung des Lebens. Natürlich muss man an die Entstehung des Lebens ohne eine überirdische Macht glauben, aber bestimmt nicht fester als an Kreationismus. Evolution kann in großen Teilen wissenschaftlich belegt werden, der Kreation stehen ein Buch und der Glaube vieler Menschen zur Seite. Die wahre Gefahr des Kreationismus liegt darin, dass der Glaube daran einen kritischen Umgang mit der Evolution stark einschränkt: wer nur ‚glaubt’ ohne sich auf Beweise zu stützen wird auch Gegenbeweise nur sehr ungern anerkennen. Herzlich willkommen im Mittelalter…
Schön, auch als nicht-Kreationist habe ich Kutscheras Falschaussagen kaum auf dieser, von mir sonst sehr geschätzten, Seite ertragen. Da wird Scherer glatt sein Status als anerkannter Wissenschaftler aberkannt! An anderer Stelle hat Kutschera schon behauptet, Scherer habe seine Professur durch Betrug bekommen - stattdessen war die hausinterne Berufung durch international anerkannte Expertise begründet. Daher stammt auch seine Stipendien, seinen Forschungspreis der Firma Byk. und nicht zuletzt sein "Otto von Guericke“ sowie den "Gute-Lehre-Preis“. Kutschera scheint mir ein wenig eifersüchtig zu sein. Ebenso wie beim Genetiker Dr. Lönnig, dessen Webseite er einst versuchte sperren zu lassen und dessen Beförderung er kaum ertrug.
Die Diskussionführung über den Wahrheitsgehalt einer dem Sein zugrunde liegenden Evolution oder einer (vollkommen nonsensicalen) kreationistischen Schöpfung wird es genau so lange geben, bis der Zweimalsapienshomo akzeptiert, dass die Problematik der Suche nach einem Anfang darin liegt, dass es diesen Anfang womöglich gar nie gegeben hat. Mit beschränktem Sinn und Hirn suchen wir nach einem Anfang, weil uns die Logik aufgrund einer Welt, in der es Geburt und Tod gibt, gebietet, es MÜSSE einen Beginn gegeben haben. Wahrscheinlicher scheint, dass wir uns in einer permanent Änderungen unterworfenen Ewigkeit (und ev. auch Unendlichkeit) bewegen. Dieser Gedankengang erscheint seit jeher "weiter gedacht" als die beiden Argumente der vorliegenden Diskussion. Nichtsdestotrotz mag es selbst darüber hinaus noch endlos viele Alternativen geben, die uns - beschränkt wie wir nun mal sind - gar nicht ein- bzw. auffallen (können). GH
So lobenswert ich diesen Hinweis finde - war es nicht Herr Kutschera, der die ganze Diskussion auf eine persönliche, oft diffamierende, Ebene heruntergeholt hat? Wundern Sie sich wirklich, dass es hier Kommentare gibt, die sich empört über seine Arroganz auslassen, mit welcher er Herrn Scherer quasi als "Landwirt" abgetan hat? Wenn Sie an wissenschaftlicher Argumentation interessiert sind, ist es ein schlechter erster Schritt, ein Interview mit deutschlands Nr.1 Kreationisten-Jäger zu veröffentlichen ... aber wenn Ihr Verlangen nach einem "Austausch von Argumenten" ehrlich gemeint ist - jeder IDler würde mit Freuden einen Diskussionsbeitrag zu rein naturwissenschaftlicher Fragestellung für GEO verfassen - die Frage ist doch viel mehr, ob Sie von der Gegenseite jemanden finden würden, der seine Weltanschauung für diese Zeilen unterdrücken könnte. Versuchen Sie es doch! DAMIT würden Sie sich wirklich für den "Austausch von Argumenten" einsetzen und tonnenweise Lob verdienen ... !
Es wäre schön, wenn man in den Kommentaren davon abkäme, die Diskussion über den Kreationismus an einzelnen Personen festzumachen. Der Austausch von Argumenten sollte im Vordergrund stehen! Jens Rehländer, Redaktionsleiter
Eine sachliche Auseinandersetzung hat noch niemals einen wirklichen Erkenntnisgewinn verhindert - sie hat im Gegenteil immer geholfen. Es wundert den interessierten Laien doch arg, dass gerade diese von Herrn Kutschera so gemieden wird, was hätte er denn zu verlieren? Fehlt es an der nötigen Rhetorik, so gebe es viele Möglichkeiten, diesem Defizit abzuhelfen. Was hielten wir schließlich etwa von Professoren, die mit gewissen Studenten wegen deren Argumentationsgeschicklichkeit nicht mehr diskutieren wollten? Oder Politikern, die dies mit Kollegen nicht täten - da etwa die Zuhörerschaft "unterwandert" wäre? So bleibt der Eindruck - ich sage es einmal deutlich - einer gewissen Feigheit haften. Oder scheut man sich dann doch vor argumentativ schlüssigen Gedanken?
Die Diskussionführung über den Wahrheitsgehalt einer dem Sein zugrunde liegenden Evolution oder einer (vollkommen nonsensicalen) kreationistischen Schöpfung wird es genau so lange geben, bis der Zweimalsapienshomo akzeptiert, dass die Problematik der Suche nach einem Anfang darin liegt, dass es diesen Anfang womöglich gar nie gegeben hat. Mit beschränktem Sinn und Hirn suchen wir nach einem Anfang, weil uns die Logik aufgrund einer Welt, in der es Geburt und Tod gibt, gebietet, es MÜSSE einen Beginn gegeben haben. Wahrscheinlicher scheint, dass wir uns in einer permanent Änderungen unterworfenen Ewigkeit (und ev. auch Unendlichkeit) bewegen. Dieser Gedankengang erscheint seit jeher "weiter gedacht" als die beiden Argumente der vorliegenden Diskussion. Nichtsdestotrotz mag es selbst darüber hinaus noch endlos viele Alternativen geben, die uns - beschränkt wie wir nun mal sind - gar nicht ein- bzw. auffallen (können). GH
Ich bin positiv überrascht davon, dass geo.de wirklich so gerecht ist und Herrn Scherer die Möglichkeit gibt seinen Standpunkt richtig darzustellen (und den Falschaussagen von Kutschera zu widersprechen!). Niemand hat es verdient sich derartiges Anhören zu müssen, was Kutschera da über Herr Scherer verbreitet, nur weil er Kutscheras Weltbild nicht teilt. Kutschera hat wohl mehr Probleme damit Wissenschaft und Weltbild auseinander zu halten, als die Vertreter von ID, die er ständig durch den Dreck zieht.
Sehr faire Aktion von Geo.de auch mal die ständig attackierte Gegenseite zu Wort kommen zu lassen. Unabhängig davon ob man Prof. Scherers Ansichten teilt oder nicht: Derart schwerwiegende Beschuldigungen wie sie Kutschera erhebt müssen kommentiert werden dürfen, vor allem wenn man so in Kutscheras Kreuzfeuer steht wie Herr Scherer.
Welcher Gott nun der Wahre oder Bessere ist... Leute, genau dieser Gedanke verursacht den meisten Unfrieden und die meisten Probleme - in der eigenen Umgebung, in der ganzen Welt. Die EvolutionsLEHRE (es ist keine Theorie) beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen - Wissenschaft ist profund, nachvollziehbar und nachprüfbar ! Kreationismus / ID ist weder noch. Kapiert es endlich. ..und dabei sollte es bleiben!
Der Theologieprofessor Michael J. Buckley schreibt in seinem Buch 'At the Origins of Modern Atheism': „Den Boden für den Atheismus bereiteten die Kirchen“. Leider sind auch die heutigen Kreationisten keine Freunde Gottes! Scherer sagt: „heute habe ich ein distanziertes Verhältnis zu wesentlichen Erscheinungen des Kreationismus“. http://www.siegfriedscherer.de/content/kritische_thesen.html. Vielleicht ist auch der Weg von Kutschera auch noch nicht am Ende. Gegen Ende des 19. Jh. Erklärte ein bekennender Atheist „Unser Feind ist Gott. Gotteshass ist der Anfang der Weisheit." Was Karl Marx, Ludwig Feuerbach, Friedrich Nietzsche (waren nicht alle irgendwie deutsch?) der Welt angetan haben kann kein Mensch wiedergutmachen. Allerdings kann aus Deutschland ein neuer Wind in die Welt ausgehen. Der Mut von GEO, könnte EIN Anfang der Rehabilitation des Geisteswissenschaftsstandorts Deutschland bedeuten. BRAVO GEO.
Besonders amüsant war jedoch Kutscheras Behauptung, sein Lehrbuch (das zumindest in der ersten Auflage kaum zumutbar war) hätte bei den "Kreationisten" panische Erwiderungen ausgelöst - sogar in Form von "Seminaren" (!) ... ich denke, wenn es dort etwas ausgelöst hat, dann wohl Lachattacken. Fakt ist: Kutschera (!) war es, der in einer hektischen Aktion auf die "Kreationisten" antwortete, indem er seine Seite www.evolutionslehrbuch.com eingerichtet hat, nachdem W+W die Seite www.evolutionslehrbuch.info online gestellt hatte ... so ungern ich über diese Option nachdenke, aber angesichts dieser Tatsachenverdrehungen muss man sich ernsthaft fragen, ob Kutscheras Paranoia noch in einem gesunden Rahmen ist.
Dass Kutscheras Beleidigungen überhaupt von GEO veröffentlicht wurden ist in meinen Augen ziemlich peinlich. Zum Glück wurde wenigstens eine Gegendarstellung veröffentlicht. Bzw. eine eher humoristische Erwiderung. Scherer tut ganz Recht, diesen Stil zu wählen. Eine ernsthafte Replik hat Kutschera nicht verdient. Sollte sich Scherer tatsächlich darauf herunterlassen, die über ihn verbreiteten Lügen alle richtigzustellen?! Kann man nicht von Kutschera verlangen, dass er sie ganz einfach unterlässt?!
Vielleicht hat der Onkel Kutschera nicht all zu viel Zeit (ich glaube er hat solches erwähnt) und zudem schlechte Erfahrungen gemacht und meidet deswegen die offene Auseinandersetzung (wiederhole, ich glaube er erwähnte dieses). Vielleicht aber auch nicht. Allein was in den Kommentaren an Bitterbösem offen und zwischen den Zeilen steht, zeigt wie albern manche 'Diskussionen' sein können (auf beiden Seiten). ...Wie auch immer, ich begrüße das Recht zur Meinungsäußerung, besonders wenn sie frei und abwechslungsreich ist (sonst würde ich hier ja nicht schreiben). Und wenn ich hier schon predigen darf, seid nett zu einander und versucht den anderen zu verstehen und nicht ihn um zu stimmen.
Angenehm und begrüßenswert, daß diese Zeitschrift auch solche Wissenschaftler zu Wort kommen läßt, die der Evolutionstheorie kritisch gegenüberstehen und sich nicht auf einseitige Darstellungen reduzieren läßt. Einen Dank an die Redaktion, die den Mut hat, gegen den Strom einseitiger Darstellungen zur Lebensentstehung zu schwimmen.
Glücklicherweise bemerken immer mehr Redaktionen, dass die beängstigenden Szenarien, die insbesondere der Vorsitzende der AG Evolutionsbiologie in Interviews über (verdeckte) kreationistische Aktivitäten an Schulen und Universitäten verbreitet, ziemlich an den Haaren herbeigezogen sind und wohl nur dazu dienen, die AG Evolutionsbiologie als Retter des Wissenschaftsstandorts Deutschland zu positionieren. Ich jedenfalls möchte nicht von einer Organisation ›gerettet‹ werden, die keine Skrupel hat, für ihren Vorteil, weltanschauliche Gegner zu diffamieren und Horrorszenarien über deren Aktivitäten an die Wand zu malen. Auch wenn man gegen Kreationismus und Intelligent Design ist, sollte man an einen fairen und ehrlichen Umgang in Auseinandersetzungen interessiert sein - und dies heißt auch, dass der weltanschauliche Gegner, wie hier Herr Dr. Scherer zu Wort kommen darf. Für die Umsetzung dieser (eigentlich) Selbstverständlichkeit sei der Geo-Redaktion ausdrücklich gedankt.
Vielleicht hat GEO einfach gemerkt, dass die zum Teil verleumderischen Falschaussagen von U.Kutschera nicht tragbar waren?
Haben wir das Recht zur freien Meinungsäußerung oder nicht? Zitat (nicht ganz wörtlich) "Ich glaub es geht los. Jetzt leiht GEO auch noch dem Simplizissimus das Wort ... Was kommt als Nächstes? Ein Artikel "Warum der Simplizissimus Recht hat"? Man muß nicht mit jeder Meinung einverstanden sein, aber bevor man über Redeverbote nachdenkt, sollte "man" sich erst einmal ein bißchen mit den Fakten beschäftigen. Schimpfen kann jeder, aber argumentieren?
Ich glaub es geht los. Jetzt leiht GEO auch noch den Kreationisten das Wort ... Was kommt als Nächstes? Ein Artikel "Warum die Bibel Recht hat"?