Hauptinhalt



Bruegel: Bethlehem im hohen Norden

Der Flame versetzt 1566 eine biblische Geschichte in ein flämisches Dorf - und deutet in seinem scheinbar heiteren Bild gleich auf zwei Katastrophen hin


Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen 

Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!


Bitte geben Sie eine Empfänger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!

 fhdfh

So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Der Schein der heilen Welt: Wie eine simple winterliche Dorfszene wirkt Bruegels Gemälde von 1566 - wäre da nicht die Frau auf einem Esel am
unteren Bildrand: die schwangere Maria, die Hauptfigur der Volkszählungsepisode aus dem Neuen Testament (Foto von: Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Bruxelles/Artothek/Bridgeman Art Library)
© Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Bruxelles/Artothek/Bridgeman Art Library
Foto vergrößern
Der Schein der heilen Welt: Wie eine simple winterliche Dorfszene wirkt Bruegels Gemälde von 1566 - wäre da nicht die Frau auf einem Esel am unteren Bildrand: die schwangere Maria, die Hauptfigur der Volkszählungsepisode aus dem Neuen Testament

Sie geben ihm Namen, die einem harmlosen Narren gebühren: Bauernbruegel; Pieter, der Drollige; Pieter, der Lustige. Einer, der friedliche Bilder malt mit friedlichen Menschen. Kaum ein Bild, bei dessen Anblick man nicht lachen muss, schreibt sein erster Biograf. Aber dieser Drollige beschwört in Wirklichkeit Dämonen, er malt die Tanzenden unter dem Galgen, die Krüppel und Kranken, die Hybris und den Tod. Er malt Halluzinationen und Albträume, brennende Kirchen, die Hölle, gefallene Engel und Monster. Er schafft Massengemälde mit Hunderten Figuren, jede so detailliert, dass Jahrhunderte später Mediziner an manchen von ihnen angeschwollene Ohrspeicheldrüsen diagnostizieren oder Syphilis im dritten Stadium.

1566 malt Pieter Bruegel die "Volkszählung zu Bethlehem". Gut 200 Menschen sind auf dem Gemälde zu erkennen, und der Maler lässt es aus der Entfernung aussehen wie ein großes Spiel. Erst beim Nähertreten erkennt man die Trostlosigkeit und die Last, die kaputten Wagen im Schnee und die von der Arbeit gebeugten Rücken.

Jeder Bildausschnitt scheint wie ein neues, eigenes Bild und ist oft voll düsterer Ahnungen: das Blut, das aus dem Hals des Schweins in die Pfanne schießt; der Aussätzige mit Klapper, die vor der Seuche warnt; die bröckelnde Fassade des Wirtshauses; die schwarzen Zweige vor der roten Sonne, die den Horizont berührt.

Zwei Katastrophen sind auf diesem Bild verborgen. Katastrophen, die Bruegel nur ahnen konnte, aber die er so oft in seinen Gemälden festhält, dass er ihre Bedeutung gespürt haben muss. Und mitten hinein stellt er seine Hauptfiguren, die heiligsten Menschen des Christentums – so unscheinbar, dass man sie kaum findet.

Ein Dorf in Brabant. Es ist Dezember, die Zeit des Schweineschlachtens, wenn es so kalt wird, dass der Boden gefriert, die Tiere keine Eicheln mehr finden und das Fleisch sich lange lagern lässt. Träger schleppen Säcke über das Eis, eilen in die Wärme. Um nicht unter der Last zu straucheln, haben sie Stöcke dabei. Andere haben es schon zur alten Gaststätte geschafft. Drinnen ist es eng und dunkel, nur zur Hälfte deckt teures Glas die Fenster ab.

Auf dem zugefrorenen Fluss gehen Kinder über das Eis; andere sitzen auf Wangenknochen von Rindern und schieben sich mit Stöcken voran. In der Mitte des Dorfplatzes liefern sich Jungen eine Schneeballschlacht, werfen sich zu Boden, seifen sich ein.

Was aussieht wie ein Spiel, deutet tatsächlich auf eine Not hin: Dies ist die erste Katastrophe. Die Winter in der Nähe der Nordsee sind in der Regel milde; die Flüsse, Grachten und Kanäle frieren selten zu. Doch seit etwa sechs Jahren häufen sich in ganz Europa harte, lange, extreme Winter. Das Getreide wächst langsamer als früher und lässt sich in den kurzen, feuchten Sommern schwerer lagern. Es wird über Generationen so kühl bleiben – denn diese Dekaden sind der Höhepunkt einer kleinen Eiszeit.

Der Rhein friert zu, auch die Ostsee, der Bodensee, selbst Teile des Mittelmeers, in Venedig fahren Lastkarren über den zugefrorenen Canal Grande. Verzweifelte Eltern setzen ihre Nachkommen aus, weil sie sie nicht mehr ernähren können. Jene Märchen von Kindern entstehen, die sich in Wald und Schnee verlaufen.

Die Folge sind Missernten, Seuchen. Die Menschen hungern. Lebensmittel werden teurer und Revolutionen wahrscheinlicher. Prediger warnen vor der Strafe Gottes und dem Ende der Menschheit.

Unter dem bleigrauen Himmel dieser beginnenden Kälteperiode erfindet Bruegel ein neues Genre: das Winterbild. Er fängt das Licht eines Dezemberabends ein, wenn der Schnee die letzte Sonne reflektiert und einsetzende Finsternis einen blauen Schimmer über die Landschaft wirft. Es wird langsam dunkel und kalt, das Zwielicht schluckt die Schatten. Bald ist die Welt eine andere, wird eng und stumpf. Bruegel malt als Erster den Fall des Schnees, bildet den Wechsel der Jahreszeiten so detailliert ab wie keiner vor ihm.

Und noch etwas ist neu: Er malt keine Auftragsporträts, fast keine Sagenwelten. Sondern Alltag. Bauernhochzeiten, Feldarbeit, Wintervergnügen. Nicht das elegante Individuum der Renaissance interessiert ihn, sondern die rohe Masse. Sein Blick auf die Welt der Dörfer ist exakt und unsentimental. Die Maler des kommenden Goldenen Zeitalters werden sich dies zum Vorbild nehmen.

Sie werden seine Landschaften und seinen bäuerlichen Alltag nachmalen, selbst die Kompositionen werden sie sich abschauen: Hunderte Menschen in einem Wimmelbild, voller Farben, und dennoch wirkt kein Gemälde überfüllt, ist alles an seinem Platz.

Wie ein Notar stellt Pieter Bruegel fest, was ist. Er malt den ausgedienten Bienenkorb, der als Vogelnest oben am Gasthaus hängt, ebenso den Krug neben der Tür. Er sieht die drei Starentöpfe um das Fenster unter dem Giebel des Backsteinhauses. Alles hat eine Bedeutung – denn nicht aus Mitleid wurden die Nistkästen angehängt, sondern aus Hunger: Die fetten Küken gelten als Delikatesse.

Alles sieht er: den dürren Hahn mit zwei Hennen, den Mann kniend auf dem Hals des Schweines, die langstielige Pfanne, die das Schweineblut auffängt, das Beil zum Zerteilen der Hälften, das Stroh zum Absengen der Borsten.

Und immer ist mehr dahinter. Denn Bruegel sieht auch die Geldmünzen, die auf der Fensterbank im Gasthof liegen, den Beutel, die Schreibfeder, bewacht von einem Soldaten. Er sieht den Beginn einer Revolte – und das ist die zweite Katastrophe in diesem Bild.



Seite 1 von 3
 
1 - 2 - 3

Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen 

Mehr zu den Themen: Geschichte, Kunstgeschichte, Kunst, Niederlande
GEO im Abo