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Fotogalerie: Das Unicef-Foto des Jahres 2011

Den ersten Platz beim Fotowettbewerb des Kinderhilfswerks errang der Fotograf Kai Löffelbein. Sein Foto zeigt einen Jungen, der sich auf einer Schrotthalde in Ghana seinen Lebensunterhalt verdient

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Unicef-Foto des Jahres
© Kai Löffelbein/Deutschland/Student der Fotografie/Hochschule Hannover
Unicef-Foto des Jahres
1. Preis
"Sodom und Gomorrha" nennen die Einheimischen die Giftmüllhalde Agbogbloshie im Zentrum von Accra, der Hauptstadt Ghanas. Um Geld zu verdienen, zertrümmern dort Kinder und Jugendliche auf Müllbergen Computer, Handys, Fernsehapparate und andere Geräte und weiden sie aus
Unicef-Foto des Jahres
© JM Lopez/Spanien/Freier Fotograf
Unicef-Foto des Jahres
2. Preis
Marisela ist sechseinhalb Jahre alt und wiegt neun Kilo. Im Osten Guatemalas, im so genannten "trockenen Korridor", leiden viele Kinder unter dramatischer Unterernährung. Notwendige Nährstoffe fehlen ihnen in der wichtigsten Wachstumsphase; die daraus resultierenden geistigen und körperlichen Schäden sind irreversibel
Unicef-Foto des Jahres
© Mary F. Calvert/USA/Zuma Press
Unicef-Foto des Jahres
3. Preis
Im Jahr 2002 entwickelte sich im Norden Nigerias aus muslimischem Glaubenseifer in Kombination mit Unwissenheit und einer Hass-Kampagne gegen westliche Einflüsse eine vehemente Ablehnung der geplanten Immunisierung der Bevölkerung gegen Kinderlähmung. Es hieß, der Westen verfolge das Ziel, Frauen unfruchtbar zu machen oder gar AIDS zu verbreiten. Das fatale Ergebnis dieser Abwehrhaltung: Nach vier Jahren der Desinformation wurden über 3000 Kinder mit dem Polio-Virus infiziert
Unicef-Foto des Jahres
© Jürgen Escher/Deutschland/Laif
Unicef-Foto des Jahres
Ehrenvolle Erwähnung
Nordkorea: Waisenkinder werden eng aneinander gelegt, damit sie sich im kalten Raum gegenseitig wärmen. In der ambulanten Station im Volkskrankenhaus in der Provinz Süd-Pyongan bangen Mütter um das Leben ihrer Kinder, denn Medikamente gibt es nicht - ebensowenig wie ausreichend Nahrungsmittel. Nur in allergrößter Not lässt das Regime Nahrungsmittellieferungen zu
Unicef-Foto des Jahres
© Jan Grarup/Dänemark/Noor
Unicef-Foto des Jahres
Ehrenvolle Erwähnung
Somalia: Die Folgen des Klimawandels und der ausbleibende Regen, immer länger anhaltende und dichter aufeinander folgende Dürreperioden, Krieg und zerstörte staatliche Strukturen sowie größte Armut und sprunghaft ansteigende Lebensmittelpreise führten zu einer Hungerkatastrophe, die viele Menschen schon das Leben gekostet hat. 320.000 Kinder kämpfen ums Überleben
Unicef-Foto des Jahres
© Sergey Kozmin/Russland/Focus
Unicef-Foto des Jahres
Ehrenvolle Erwähnung
Hinter dem Namen "Moskauer Pension der staatlichen Zöglinge" verbirgt sich eine ungewöhnliche Bildungseinrichtung für Mädchen in der russischen Hauptstadt: Schülerinnen vom 5. bis zum 11. lernen hier, über die üblichen Lerninhalte hinaus, Exerzieren, Waffenkunde, militärische Übungen und medizinische Grundlagen. Auf dem Lehrplan stehen aber auch Ballett- und Sportstunden, Handarbeitsunterricht und das Singen im Chor
Unicef-Foto des Jahres
© Anastasia Taylor-Lind/Großbritannien/Agentur VII
Unicef-Foto des Jahres
Ehrenvolle Erwähnung
Russland: Sie leben in Sibirien, sind noch Kinder und träumen davon, als Topmodel die Mode-Metropolen der Welt zu erobern (sehen Sie hier ein GEO-Video zum Thema) . Scouts wissen, wie sehr Fernweh, Abenteuerlust, Glanz und Geldversprechen die Wünsche und das Handeln der Mädchen bestimmen. Manche der zarten Teenager werden sich in der brutalen Welt des schönen Scheins sogar durchsetzen. Der Preis dafür wird allerdings hoch sein
Unicef-Foto des Jahres
© Luca Tommasini/Italien/Freier Fotograf
Unicef-Foto des Jahres
Ehrenvolle Erwähnung
Pakistan: Der Fotograf Luca Tommasini zeigt keinen der 2010/11 dramatisch über die Ufer getretenen Flüsse. Sondern die Gestrandeten, die Überlebenden einer nicht enden wollenden Katastrophe in der Region Sindh
Unicef-Foto des Jahres
© Mugur Varzariu/Rumänien/Freier Fotograf
Unicef-Foto des Jahres
Ehrenvolle Erwähnung
Das Schlimmste, was man sich und der Welt antun könne, sei die Gleichgültigkeit gegenüber offensichtlichem Unrecht, so Mugur Vrzariu. Mit dieser Einstellung dokumentiert der rumänische Fotograf mit viel Engagement und Empathie die traurigen Lebensumstände seiner Landsleute: der Roma. Seine Bilder stammen aus Baia Mare, einer Stadt im Nordwesten Rumäniens und sie stehen stellvertretend für viele Regionen des Landes
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Den ersten Platz beim diesjährigen Unicef-Fotowettbewerb errang der deutsche Nachwuchsfotograf Kai Löffelbein. Sein Bild zeigt einen Jungen auf der Giftmüllhalde Agbogbloshie in der Nähe von Ghanas Hauptstadt Accra. Hier verdienen sich Kinder, umgeben von hochgiftigen Dämpfen, ihren Lebensunterhalt, indem sie Elektroschrott ausweiden und das Kupfer verkaufen. Allein aus Deutschland werden nach Schätzungen den Vereinten Nationen jährlich etwa 100.000 Tonnen Elektromüll nach Afrika verschifft.

"Das Foto des Jahres 2011 appelliert an unser Verantwortungsbewusstsein. Es zeigt die Schattenseite des technologischen Fortschritts", sagte Unicef-Schirmherrin Bettina Wulff bei der Preisverleihung in Berlin.

Neben den ersten drei Preisträgern bestimmte die Jury sechs ehrenvolle Erwähnungen. In diesem Jahr hatten 119 von internationalen Experten nominierte Fotografen aus 32 Ländern insgesamt 1.228 Bilder eingereicht. Unterstützt wird der Wettbewerb von GEO.




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