Perseiden-Schauer Die Sternschnuppen kommen! So beobachten Sie die Meteore am besten

Nie im Jahr gibt es so viele Sternschnuppen wie Mitte August. Wir verraten, was es damit auf sich hat - und wie Sie die himmlischen Leuchtspuren am besten beobachten
 + Sternschnuppen der Perseiden über dem Joshua-Tree-Nationalpark

Je weniger künstliche Lichtquellen, dest besser: So zeigten sich die Perseiden einem Fotografen im kalifornischen Joshua Tree National Park

Für Sterngucker sind die Nächte rund um den 12. August jedes Jahr ein Highlight. Denn dann regnet es buchstäblich Sternschnuppen vom Himmel. Jede Minute wird auf dem Höhepunkt dieses Ereignisses mehr als ein Meteor zu sehen sein: Staubkorn- bis etwa fußballgroße Gesteinsbrocken, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Ja nach Größe manchmal sekundenlang.

Den sogenannten Perseidenschauer muss man sich allerdings nicht vorstellen wie einen Regenschauer. Er ist nichts anderes als die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle, der erst 1862 entdeckt wurde und – wie man heute weiß – ganze 133 Jahre braucht, um die Sonne einmal zu umrunden. Seine Bahn ist markiert durch zahllose Materiepartikel, einen Meteorstrom, der erst 1866 seinem Verursacher zugeordnet werden konnte.

Wann die Perseiden am besten zu beobachten sind

Die Perseiden haben ihren Namen von ihrem scheinbaren Ursprung; verfolgt man ihre Bahnen zurück, kreuzen sie sich nämlich in einem Punkt am Sternenhimmel, der im Sternbild Perseus liegt. Anders gesagt: Eine Sternschnuppe, die einen anderen scheinbaren Ursprung hat, gehört nicht zu den Perseiden.

Der Höhepunkt des Perseidenschauers mit rechnerisch mehr als einer Sternschnuppe pro Minute erwarten Astronomen in der Nacht vom 12. (Montag) auf den 13. 8. (Dienstag). Das Himmelsspektakel ist voraussichtlich am besten vor der Morgendämmerung zu beobachten, wenn die zunehmende Mondscheibe hinter dem Horizont verschwindet.

Allerdings trifft die Erdbahn in diesem Jahr nicht ganz die Bahn von 109P/Swift-Tuttle. Es werden also weniger Meteore zu sehen sein als gewöhnlich.

Übrigens wird das Phänomen auch in der Stadt zu sehen sein. Denn während viele Sterne so schwach leuchten, dass sie in der Lichtverschmutzung der großen Ballungsräume optisch "untergehen", leuchten Meteore hell und sind auch durch ihre schnelle Bewegung auffällig.

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Günstiger ist aber in jedem Fall ein dunkler Standort ohne Straßenbeleuchtung und andere Lichtquellen. In unserer Fotostrecke stellen wir fünf ausgezeichnete Sternenparks in Europa vor - auch ein deutscher Ort ist darunter: