Beratung Was ein guter Lifecoach leistet – und wie man ihn findet und erkennt

Die Psychologin Prof. Dr. Heidi Möller am Institut für Psychologie in Kassel
Die Psychologin Heidi Möller erforscht mit wissenschaftlichen Methoden das Vorgehen der Lebensberater
© Gordon Welters
Kann ein Coach helfen, richtige Entscheidungen zu treffen? Die Psychologin Heidi Möller erklärt, wie professionelle Helferinnen und Helfer vorgehen – und wie sie Ratsuchenden zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen

GEO WISSEN: Frau Professorin Möller, viele Menschen, die sich mit einer wich­tigen Entscheidung plagen, suchen einen Coach auf. Ist das eine gute Idee?

Prof. Heidi Möller: Auf jeden Fall! Natürlich wird jeder wohl erst einmal mit Freunden sprechen, mit seinem Partner, mit der Familie. Aber all diese Menschen sind befangen, sie können keinen neutralen Blick auf die Situation entwickeln. Sie sind ja Teil der Situa­tion. Ein Coach aber kann helfen, die Lage zu analysieren – und so eine ganz eigene Haltung zu entwickeln.

Was genau ist Coaching?

Die Ursprünge liegen in den USA. Dort begannen viele Firmen in den 1970er Jahren die Betreuungsrolle des Vorgesetzten für seine Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen, das Konzept des entwicklungsorientierten Führungsstils zu propagieren – also der Vorgesetzte als eine Art Trainer. Die Idee dazu war dem Sport entlehnt, wo Coaches die Leistung von Mannschaften verbessern. Bald darauf fasste sie auch in Deutschland Fuß. Allerdings etablierten sich hier zunächst externe Berater, die Führungskräfte förderten. Ein wenig später wurde dieses Prinzip auch jenseits der Berufswelt populär. Heute lassen sich viele Menschen privat wie beruflich coachen.


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