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Endlich verstehen Darum haben Wein- und Sektflaschen einen gewölbten Boden

Weinregal
Auch wenn beim Wein nichts sprudelt, muss die Flasche zumindest kurzfristig einem großen Druck standhalten – und zwar im Moment der Verkorkung
© Colourbox
Elegant sieht es aus, wenn der Kellner im Restaurant den Sekt oder Wein einhändig nachschenken kann. Doch dient die Mulde im Flaschenboden tatsächlich einem besseren „Pack-an“?

Die Mulde im Boden von Sekt- oder Weinflaschen dient dem leichteren Einschenken, könnte man meinen. Ebenfalls kursiert das Gerücht, dass die Wölbungen dazu gedacht sind, mehr Inhalt vorzugaukeln, als so eine Sekt- oder Weinflasche wirklich zu bieten hat. Tatsächlich aber erfüllt der gewölbte Boden einen ganz anderen Zweck.

Sekt und Schaumweine sollen schön prickeln und das tun sie auch, dank des enthaltenen Kohlendioxids. Das sorgt allerdings auch für einen enormen Innendruck in der Flasche. Bei so viel Druck würde als erstes die Schwachstelle Boden nachgeben. Durch die Wölbung ist dieser stabiler und der Druck wird besser an die Flaschenwand abgegeben.

Auch Weinflaschen müssen Druck standhalten

Warum aber sind auch die Böden von Weinflaschen gewölbt? Auch wenn beim Wein nichts sprudelt, muss die Flasche zumindest kurzfristig einem großen Druck standhalten – und zwar im Moment der Verkorkung. Wird der Korken in die Flasche gestoßen, entsteht ein Verschließdruck, der etwa doppelt so hoch ist, wie der eines prallen Autoreifens.

Ein weiterer Nebeneffekt des gewölbten Bodens ist, dass dieser der Flasche mehr Standfestigkeit verleiht. Außerdem können sich während der Flaschenreifung besonders bei Rotweinen die Ausfällungen in der Rille rund um die Wölbung ablagern – so wirbelt der Bodensatz beim Einschenken weniger auf.

Video-Tipp: So benutzen Sie die rote Kappe des Sektkorkens

Sektflasche

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