Das Saarland auf der BarockStraße erleben

Auf 100 Kilometern führt die BarockStraße SaarPfalz durch die deutsch-französische Grenzregion. Ein Großteil der Strecke liegt im Saarland und führt von Ottweiler nach Saarbrücken. Sie verbindet schmucke Residenzstädte wie Blieskastel mit Wirkungsstätten der Fürsten, Herzöge und Grafen aus dem barocken Zeitalter. Die landschaftlich schöne Route lässt sich gut an einem verlängerten Wochenende bereisen. Unbedingt anhalten sollten Sie in der Kleinstadt Blieskastel - der ehemaligen Residenz der Grafen von der Leyen. Hier bietet sich ein Nachmittag in dem schönen Barockgarten an der Orangerie (Foto) an. Am Abend entführt Sie dann ein Nachtwächter in die verwinkelten Gassen zu einer nächtlichen Stadtführung.

Auf dem Netzbachpfad durch den Urwald

Vor den Toren Saarbrückens entsteht seit rund 20 Jahren im grünen Herzen des Saarkohlenwaldes ein Urwald. Hier wird auf die wirtschaftliche Nutzung von Holz verzichtet, sodass sich die Natur auf ihre ganz eigene Weise entfalten kann. Entstanden ist bereits jetzt eine einzigartige Waldlandschaft, die sich besonders gut auf dem Wilden Netzbachtalpfad erkunden lässt. Der Rundwanderweg führt auf einer Gesamtlänge von zehn Kilometern tief hinein ins Dickicht. Entwurzelte Bäume, Sumpflandschaften, Bachläufe und Waldseen kreuzen oder flankieren den Pfad. Wanderer sollten sich also entsprechend auf den abwechslungsreichen Weg vorbereiten. Wer genau hinsieht, wird unterwegs auch die Relikte des Bergbaus entdecken können, der in der Region einst Wirtschaftstreiber war.

Erholung am Würzbacher Weiher

Vor den Toren der Barockstadt Blieskastel liegt der wildromantische Würzbacher Weiher, der von dem gleichnamigen Fluss gespeist wird. Das Ufer ist umgeben von dem dichten Grün des Waldes. Doch auch zwei historische Bauwerke dürften dem Besucher sofort ins Auge stechen. Es sind die Überbleibsel der Sommerresidenz von Reichsgräfin Marianne von der Leyen. Doch wer jetzt Ruinen erwartet, der irrt. Der sogenannte Annahof und das Pförtnerhaus der Philippsburg wurden aufwendig restauriert und erinnern noch heute an die Residenzzeit. Nach einem Spaziergang in der natürlichen Idylle des Weihers lohnt es sich in den Annahof einzukehren, indem sich inzwischen Hotel und Restaurant befinden. Ganz besonders schön ist es im Sommer, dann hat der weitläufige Biergarten geöffnet. Am besten kommen Sie unter der Woche, dann haben Sie den Weiher fast für sich.

Geschichte erleben in der Grubensiedlung Maybach

In der saarländischen Stadt Friedrichsthal lässt noch heute ein Stück Grubengeschichte bewundern. Wer die Völklinger Hütte schon kennt, der kann sich im Stadtteil Maybach ansehen, wie die Arbeiter um die Jahrhundertwende zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert gelebt haben. Die Siedlung in Maybach ist aufgrund ihrer nahezu unveränderten Bausubstanz ein Musterbeispiel für eine saarländische Bergmannssiedlung dieser Zeit und steht unter Denkmalschutz. Den kleinen Rundgang durch das bergbaulichen Ensemble starten Sie am besten am ehemaligen Werkstor, das an der Ecke Bergmannstraße und St.-Barbara-Straße liegt. Hier befindet sich mit dem »Zechenhaus« zudem das ehemalige Verwaltungsgebäude der Grube. Folgen Sie der Bergwerkstraße und bewundern Sie in der Quierschieder Straße zunächst die preußischen und französischen Beamtenhäuser. Hinter diesen beginnt dann die dicht bebaute Siedlung der Arbeiter.

Auf zur Sternwarte Peterberg

Im Norden des Bundeslandes, in der Gemeinde Nohfelden, befindet sich fernab von Lichtverschmutzung auf rund 580 Metern Höhe die Sternwarte Peterberg. Sie gehört den Mitgliedern des Vereins der Amateurastronomen des Saarlandes e. V., die hier jederzeit nach den Sternen greifen dürfen. Doch mit öffentlichen Vorträgen, Führungen und Veranstaltungen öffnet sich die Sternwarte das gesamte Jahr über auch für die Öffentlichkeit. So zum Beispiel jeden ersten Samstag im Monat, dann haben Sie Gelegenheit sich die Sternwarte von innen anzusehen und bei gutem Wetter die Krater des Mondes oder die Ringe des Saturn mit eigenen Augen zu beobachten.

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