Das Regenbogendorf, Taiwan
Fast zwei Millionen Menschen fanden 1949 Zuflucht in 900 taiwanischen Militärdörfern, als sie vom chinesischen Festland auf den kleinen Inselstaat flüchteten. Heute existieren nur noch 13 dieser Siedlungen – viele von ihnen sind dem Abriss geweiht. Um das triste Militärdorf am Rande der Stadt Taichung langfristig erhalten zu können, entschloss sich ein pensionierter Soldat dazu, seinem Zuhause einen neuen Anstrich zu verleihen. Heute lassen seine bunten Malereien an den Gebäuden und dem Kopfsteinpflaster die Besucher schnell vergessen, dass sie in einem zerrütteten Militärdorf stehen. Viele Touristen feiern den "Regenbogen-Mann" für seine fröhlichen Sprüche und farbenfrohen Illustrationen in wohl einem der heute buntesten Dörfer der Welt.
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