Laurisilva von Madeira Eine mystische Waldlandschaft zum Verlieben

Was macht Laurisilva von Madeira so besonders? Und wann sollten Sie die mystische Waldlandschaftam besten besuchen? Antworten finden Sie in unserer Reihe "Traumort des Tages"
Laurisilva, Madeira

Der Wanderweg Levada das 25 Fontes zählt zu den beliebtesten auf Madeira und führt nicht nur durch die Lorbeerwälder, sondern auch vorbei an Wasserfällen und Quellen

Wo liegt Laurisilva von Madeira?

Der für Madeira so typische Lorbeerwald bedeckt heute noch knapp 20 Prozent der Insel - vor allem auf der Nordseite der Insel in einer Höhe zwischen 300 und 1300 Meter und auf der Südseite zwischen 700 und 1200 Meter. Seit 1999 zählt Laurisilva zum UNESCO-Weltnaturerbe und wird geschützt von dem als biogenetisches Schutzgebiet klassifizierten Parque Natural da Madeira. 

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Was macht die mystische Waldlandschaft so besonders?

Dicke Nebelschwaden verheddern sich in den Jahrhunderten alten knorrigen Bäumen, deren Stämme und Äste von Moos und Farn überwuchert sind - bis die Sonne ihre Strahlen durch das matte Weiß wirft und für ein besonders mystisches Licht sorgt. Es ist diese einzigartige Stimmung und die Möglichkeit kilometerlang zwischen den stillen Zeitzeugen zu wandeln, die so viele Besucher auf den kleinen Archipel im Atlantik lockt. Der Laurisilva, Lorbeer- oder Laurazeenwald ist das naturschöne Aushängeschild der portugiesischen Insel Madeira, die über die größte Fläche dieser Waldart verfügt. In den knapp 22.000 Hektar hat sich zudem die größte Vielfalt an Flora und Fauna entwickelt. Neben diversen Bäumen, die zu den Lorbeerhölzern gehören, wie der Azoren-Lorbeer, der Barbusano, die Baumheide oder der Stinklorbeer, lassen sich im Unterholz beispielsweise auch seltene Exemplare der Gebirgsorchidee finden. 

In der Tierwelt ist es vor allem ein Vogel, für den die Lorbeerwälder Madeiras die Heimat bilden. Die endemische Silberhalstaube. Der Waldvogel ist seit 1982 auch die Symbolfigur des Parque Natural da Madeira. Aber auch Mäusebussard, Amsel und Buchfink zählen zu den tierischen Bewohnern.

Wer die besondere Waldlandschaft erkunden möchte, der tut das am besten zu Fuß. Ein ausgedehntes Wegenetz durchzieht die Lorbeerwälder. Die Wanderrouten schlängeln sich meist entlang der sogenannten Levadas - so werden auf Madeira künstlich angelegte Kanalläufe genannt, die bereits seit dem 15. Jahrhundert dem Wassertransport für landwirtschaftliche Zwecke dienen. Zu den bekanntesten zählt Levada das 25 Fontes im Südwesten der Insel.

Etwas weniger frequentiert aber mit sehr altem Baumbestand wartet die Waldsektion Fanal zwischen der Hochebene Paul da Serra und der Ortschaft Ribeira da Janela auf. Das Forsthaus Posto Florestal Fanal ist Ausgangspunkt und Endpunkt für die Wanderwege PR13 und PR14, die mitten hinein ins grüne Dickicht führen.

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Wann ist die beste Reisezeit für Laurisilva von Madeira?

Die beste Reisezeit für Madeira sind die Monate April bis Oktober, insbesondere zwischen Mai und August fällt der wenigste Niederschlag. Die Temperaturen liegen zwischen milden bis warmen 21 und 26 Grad Celsius.

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