Lüneburger Heide, Deutschland Diese Heidelandschaft steht momentan in voller Blüte

Was macht die Lüneburger Heide so besonders? Und wann sollten Sie das einstige Urstromgebiet zwischen Elbe und Aller am besten besuchen? Antworten finden Sie in unserer Reihe "Traumort des Tages"
Lüneburger Heide

Wo liegt die Lüneburger Heide?

Wie der Name bereits vermuten lässt, liegt die Heidelandschaft im Nordosten Niedersachsens unweit der Stadt Lüneburg. Aber auch die Städte Hamburg, Bremen und Hannover zählen zum Einzugsgebiet. Im Nordwesten der Lüneburger Heide befindet sich der Naturpark Lüneburger Heide.

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Was macht die Lüneburger Heide so besonders?

Ihre geballte Schönheit zeigt die Region zur Blütezeit zwischen August und September. Ab Mitte August ist die Landschaft von einem kräftigen lila überdeckt, immer wieder unterbrochen vom satten Grün des Wacholders und der Kiefern sowie dem silbrigen Weiß der Birken. Dominierend sind dabei zwei Pflanzen: die Glockenheide, auch Erika genannt, sowie die charakteristische Besenheide.

Entgegen der weitverbreiteten Meinung besteht die Lüneburger Heide nicht aus einer einzigen Heidefläche, sondern aus verschiedenen Abschnitten unterschiedlicher Größe, die sich über die ganze Region verteilen. Die größten und schönsten Abschnitte liegen im Naturpark Lüneburger Heide und im Naturpark Südheide.

Ebenfalls überraschend ist die natürliche Vielfalt, die es in der Lüneburger Heide gibt. So bieten diverse Seen wie die Meissendorfer Teiche tolle Möglichkeiten Tiere zu beobachten und das Naturschwimmbad in Egestorf eine gelungene Abkühlung an heißen Tagen. Das Wappentier der Heide, die Heidschnucken, lassen sich das ganze Jahr über beobachten. Wer ganz sicher gehen möchte, eine Herde zu treffen, der kann sich mit den Herdehaltern absprechen.

Auch abseits der Heideblüte lohnt sich ein Besuch in dieser besonderen Naturlandschaft: Im Herbst locken die bunten Blätter, im Winter die dunklen Wacholder im Schnee und im Frühling der Morgennebel über der offenen Fläche.

Die Entstehung der Lüneburger Heide war hingegen ein Beispiel, wie sehr der Mensch Einfluss auf die Natur nehmen kann. Die Region war einst von Wäldern bedeckt, die bereits im Mittelalter nach und nach systematisch gelichtet wurden. Die Bauern ließen zusätzlich ihr Vieh in den Waldgebieten weiden, was dafür sorgte, dass die junge Vegetation des Waldes gefressen wurde und dieser sich so nicht mehr regenerieren konnte. So wurde eine einst dicht bewaldete Region zu einer steppenartigen und kilometerweit freigelegten Landschaft, in der sich dann Heide und Wacholder breitmachten.

Wann ist die beste Reisezeit für die Lüneburger Heide?

Wer die Blüte sehen möchte, richtet sich nach dem Heideblütenbarometer und wird sich zwischen August und September die Lüneburger Heide allerdings mit vielen anderen Touristen teilen müssen. Ansonsten ist der Naturpark das gesamte Jahr über frei zugänglich und die Flora und Fauna birgt auch zu anderen Jahreszeiten interessante Entdeckungen.

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