Seit der britische Kapitän James Ross 1841 als erster Europäer bis zum McMurdo Sound vordrang, galt diese Bucht für fast alle Polarexpeditionen der Jahrhunderwende als bevorzugter Stützpunkt für den weiteren Weg in die Eiswüste. Denn kein anderer Punkt der Antarktis liegt so nah am Südpol und ist zugleich per Schiff zu erreichen. Am Rand von Ross Island, einer küstennahe Insel im McMurdo Sound, errichteten Robert F. Scott und Ernest Shackleton zwischen 1902 und 1911 drei Schutzhütten, von denen aus Mitglieder ihrer Expeditions-Teams bis auf den Mt. Erebus stiegen, zum magnetischen Südpol vordrangen und schließlich sogar bis zum geographischen Südpol. Viele der Abenteuer kehrten nie mehr zurück. Ihre Ausrüstung in den Holzhütten aber ist bis heute im Eis erhalten geblieben, mumifiziert von Kälte und Trockenheit, eingebettet in Schnee und Staub. Es sind Zeugen von einer Zeit, in der die Antarktis noch Terra Incognita war, und die Menschheit aufbrach, die vermeintlich letzte Barriere des Unbekannten zu überwinden.
Von einer Hütte am McMurdo Sound brach der Brite Robert F. Scott im November 1911 mit seinen Gefährten auf zu einer Reise ins Ungewisse: zum Südpol. Hören Sie einen Ausschnitt aus dem Hörbuch "Das Rennen zum Südpol" (1,13 MB, 1:15 Min)