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Recycling Abfallbergbau


Milliarden Euro an Rohstoffen sollen bundesweit in alten Müllkippen stecken. Lohnt der Abbau?
Recycling: Im Großversuch soll nun erforscht werden, wie viel Kupfer und andere Wertstoffe im Müll enthalten sind - und ob sich der Abbau lohnt
Im Großversuch soll nun erforscht werden, wie viel Kupfer und andere Wertstoffe im Müll enthalten sind - und ob sich der Abbau lohnt
© D. Sharon Pruitt Pink Sherbet Photography/Flickr Open/Getty Images

Schätzungsweise 2,5 Milliarden Tonnen unsortierter Hausmüll und Siedlungsabfall liegen in Deutschland in der Erde. Eine gewaltige Ressource. In einem Großversuch werden jetzt auf einer Mülldeponie bei Minden (NRW) rund 8000 Tonnen wieder abgegraben. Kommunen und Industrie wollen wissen: Was ist drin in der alten Müllkippe? Und wie bekommt man es wieder raus? An dem Müll aus Minden soll sich entscheiden, ob in Deutschland Bergbau in Abfallbergen betrieben werden kann - ob sich das sogenannte Landfill-Mining rentiert.

Die Stoffströme aus der Deponie "Pohlsche Heide" werden in Fraktionen aufgeteilt; sodann geht es um die Erforschung von Recycling-Möglichkeiten für Metalle wie Kupfer und Seltene Erden. Außerdem um Verfahren für die Nutzung als sogenannter Ersatzbrennstoff. "20 Jahre lang könnten aus solchen alten Mülldeponien Ersatzbrennstoffe bereitgestellt werden, die bis zu vier Prozent unseres jährlichen Energiebedarfs decken", sagt Klaus Fricke von der TU Braunschweig.

Immerhin: Der erste Euro ist schon verdient - im Müll fanden die Forscher ein altes Zweimarkstück.

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