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Quiz Was wissen Sie über Plastik?

Woraus bestehen Legosteine? In welchem Staat sind Plastiktüten verboten? Testen Sie Ihr Wissen!

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 8
Welches war die erste vollständig synthetisch hergestellte Substanz der Welt?

a) Silikon

b) Bakelit

c) PVC

Frage 2 von 8
Was verdankt die Welt dem HobbychemikerCharles Goodyear? (Mehrere Antworten möglich)

a) Autoreifen aus Hartgummi

b) Gummikondome

c) Das Vulkanisationsverfahren

Frage 3 von 8
Woraus bestehen alle Kunststoffe?

a) Aus Plastikkristallen

b) Aus Kohlenwasserstoffen

c) Aus Polymeren

Frage 4 von 8
Welches ist der wichtigste Bausteinin einem Legostein?

a) Polyethylen - wie in Plastikfolien

b) Diethylhexylphthalat - ein Weichmacher

c) ABS-Copolymerisat - wie in Motorradhelmen

d) Zucker

Frage 5 von 8
Das Kleidungsmaterial Gore-Tex ist chemischdasselbe wie ...

a) Teflon

b) Latex

c) Nylon

Frage 6 von 8
Worin sind Kunstfasern natürlicher Baumwolle bis heute unterlegen?

a) Schweißaufnahme

b) Ressourcenverbrauch

c) Pflegebedarf

d) Biologische Abbaubarkeit

Frage 7 von 8
In welchem Land sind seit 2002 sämtlichePlastiktüten verboten?

a) Schweden

b) Finnland

c) Bangladesch

Frage 8 von 8
Wie hoch ist die Recyclingquote für Kunststoffverpackungen in Deutschland?

a) 75 Prozent

b) 91 Prozent

c) 16 Prozent

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 8
Welches war die erste vollständig synthetisch hergestellte Substanz der Welt?

a) Silikon ❌

b) Bakelit ✔️

c) PVC ❌

Haartrocknergehäuse, Flugzeugpropeller, Telefone, Toilettenbrillen: Anfang des vorigen Jahrhunderts galt Bakelit als Wundermaterial. Entwickelt hat es Leo Hendrik Baekeland 1902in New York. Er mischte dazu den Feststoff Phenol mit der Flüssigkeit Formaldehyd. Bei richtiger Temperatur und korrektem Druck reagieren diese beiden Stoffe miteinander und bilden lange kettenartige Moleküle. Die heutige Massenproduktion von Kunststoffen begann 1953 mit dem Ziegler-Natta-Verfahren, das die Herstellung von Plastik auch bei niedrigem Druck erlaubte.

Frage 2 von 8
Was verdankt die Welt dem HobbychemikerCharles Goodyear? (Mehrere Antworten möglich)

a) Autoreifen aus Hartgummi ✔️

b) Gummikondome ✔️

c) Das Vulkanisationsverfahren ✔️

Viele Menschen meinen, Gummi sei ein reines Naturprodukt aus Kautschuk - dem Saft des Kautschukbaums (nicht des Gummibaums!). Doch das trifft allenfalls für Naturlatex zu. Gummi, wie wir es heute meist kennen, ist eine Erfindung des amerikanischen Chemie-Autodidakten Charles Goodyear. 1839 kam ihm ein Zufall zuhilfe: Als seine Frau nach Hause kam, versteckte er sein stinkendes Experiment mit einer Schwefel-Kautschuk-Mischung in einem heißen Ofen; der mit Schwefel vermischte Kautschuk verwandelte sich in eine trockene und dauerhaft elastische Substanz. Damit hatte Goodyear die Vulkanisation entdeckt - die Voraussetzung für Hartgummireifen wie auch für das erste Gummikondom. Für Letzteres wird heute aber meist Latex verwendet.

Frage 3 von 8
Woraus bestehen alle Kunststoffe?

a) Aus Plastikkristallen ❌

b) Aus Kohlenwasserstoffen ❌

c) Aus Polymeren ✔️

Nicht jeder künstlich hergestellte Stoff ist auch ein Kunststoff. Künstliche Aromen etwa gehören nicht dazu. Generell aber bestehen Kunststoffe aus Polymeren, großen Molekülen aus vielen gleichen Einzelbausteinen. Viele Kunststoffe basieren zudem auf Kohlenwasserstoffen - weswegen sie aus Erdöl hergestellt werden können.

Frage 4 von 8
Welches ist der wichtigste Bausteinin einem Legostein?

a) Polyethylen - wie in Plastikfolien ❌

b) Diethylhexylphthalat - ein Weichmacher ❌

c) ABS-Copolymerisat - wie in Motorradhelmen ✔️

d) Zucker ❌

Legosteine enthalten keine Weichmacher - und das ist gut so, denn Kinder, die Spielzeuge gern in den Mund nehmen, könnten sonst Gesundheitsschäden davontragen. Wichtig für Legosteine ist im Gegenteil hohe Steifigkeit bei wechselnden Temperaturen - sonst würden die Klötze nicht mehr ineinanderpassen. Dafür sorgt Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat.

Frage 5 von 8
Das Kleidungsmaterial Gore-Tex ist chemischdasselbe wie ...

a) Teflon ✔️

b) Latex ❌

c) Nylon ❌

Man mag es kaum glauben, aber chemisch ist Gore-Tex tatsächlich genau dasselbe wie die Pfannenbeschichtung Teflon. Es handelt sich um Polytetrafluorethylen. Die vielfältige Verwendbarkeit des Stoffes war anfangs nicht abzusehen, und er war auch keinesfalls, wie oft behauptet, für die Raumfahrt entwickelt worden. Vielmehr ist er, wie so oft bei Kunststoffen, ein Zufallsprodukt - aus dem Jahr 1938.

Frage 6 von 8
Worin sind Kunstfasern natürlicher Baumwolle bis heute unterlegen?

a) Schweißaufnahme ❌

b) Ressourcenverbrauch ❌

c) Pflegebedarf ❌

d) Biologische Abbaubarkeit ✔️

Ob Naturstoffe besser sind als künstliche, ist vielfach eine Glaubensfrage. Ganz sicher ist jedoch, dass Baumwolle weit besser biologisch abbaubar ist, als es handelsübliche Kunstfasern sind. Das heißt, die Wolle wird von Bakterien zersetzt, die sich an Kunstfasern meist „die Zähne ausbeißen“. Unklar ist das Abschneiden der Stoffe bei der Schweißaufnahme, und laut einem Test ist der Ressourcenverbrauch bei Baumwolle mitunter höher als bei (recycelfähigen) Kunstfasern. Bei Pflegeleichtigkeit punkten Kunsttextilien allemal.

Frage 7 von 8
In welchem Land sind seit 2002 sämtlichePlastiktüten verboten?

a) Schweden ❌

b) Finnland ❌

c) Bangladesch ✔️

Das Verbot in Bangladesch wardas einzige Mittel, um zu verhindern, dass ungeheure Mengen an Plastiktüten während der Monsunregenzeit die Abwasserkanäle verstopften - und damit die Hochwassergefahr in dem Land noch weiter erhöhten. Doch das Problem von Plastiktüten und -müll ist auch global kaum weniger prekär. Laut einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) treiben bis zu 18 000 Plastikteile in jedem Quadratkilometer der Weltozeane. Seit einiger Zeit sinken Partikel auch in die Tiefe, wo sie von Fischen aufgenommen werden. Vögel, Säugetiere und Schildkröten verenden ebenso an den Resten.

Frage 8 von 8
Wie hoch ist die Recyclingquote für Kunststoffverpackungen in Deutschland?

a) 75 Prozent ✔️

b) 91 Prozent ❌

c) 16 Prozent ❌

2011 wurden in Deutschland 75 Prozent der Kunststoffverpackungen der Wiederverwertung zugeführt, Tendenz steigend. Andererseits hat sich seit den 1990er Jahren der Anteil von mehrmals verwendbaren Verpackungen extrem verringert.

GEO Nr. 12/14 - Digital macht schlau!

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