In Deutschland gibt es laut der Berliner Humboldt-Universität rund 17 Millionen Privatgärten, die jeweils über einen natürlichen Kohlenstoffspeicher von etwa 19,6 Kilogramm verfügen. Um für den eigenen Garten etwas zu lernen, können Hobbygärtnerinnen und -gärtner beispielsweise die Landesgartenschau in Neuss besuchen. Sie wurde als "klimafreundliches Stadtentwicklungsprojekt" angelegt.
Auf dem Gelände der ehemaligen Rennbahn sind etwa 39 Hektar Grünflächen mit mehr als 2200 neu gepflanzten Bäumen entstanden. Sie verbessern das Mikroklima der Stadt, spenden Schatten, senken lokal die Hitzebelastung und filtern Staub und Lärm. Gepflanzt wurden vor allem heimische Baumarten inklusive Obst- und Laubbäumen mit besonderer Blüte, die die Biodiversität und Resilienz stärken.
Das hier gesammelte Wissen soll an die Besucherinnen und Besucher weitergegeben werden. Als Plattform für Klimaschutz- und Klimaanpassungsbildung werden Klimaspaziergänge, Vorträge zur klimafreundlichen Stadtentwicklung und zahlreiche Mitmachformate angeboten. So will die Stadt Neuss auch langfristig von der Landesgartenschau profitieren. Die neue Grünfläche auf der alten Rennbahn soll nämlich auch nach der Ausstellung bestehen bleiben.
Was es noch über klimafreundliches Gärtnern zu wissen gibt und wie es um Natur und Artenschutz in Deutschland steht, zeigt das Klima Update Spezial.